Autor Thema: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!  (Gelesen 47979 mal)

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Offline Heidi.S

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #30 am: 29.02.16, 20:55 »
Also ich weiß nicht,
wenn ein junger Mensch keine Lust auf Milchviehhaltung hat, dann hat es glaub ich auch keinen Sinn ihn in die Rolle stecke zu wollen. Ohne 100 % Einsatz kommt man heutzutage bei den Michpreisaussichten auch auf keinen grünen Zweig.
Aber ab einen gewissen Alter sollte ein junger Mensch auch sein eigenes Geld verdienen und nicht mehr am Finanztropf der Eltern hängen.
susabe, ist es nicht möglich euren Enkel direkt zu unterstützen,  anstatt euch von eurem Sohn ausnehmen zu lassen?
Liebe Grüße Heidi

Offline maggie

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #31 am: 01.03.16, 00:00 »
susabe, ist es nicht möglich euren Enkel direkt zu unterstützen,  anstatt euch von eurem Sohn ausnehmen zu lassen?

das habe ich mir auch überlegt -
und gibt es für euren sohn keine alternative zur milchviehhaltung - evt. viehlos und daneben arbeiten bei einem lohnunternehmer - vor allem müsste er fremdarbeiten, sonst lernt er nie zu arbeiten - wie er sich scheinbar jetzt bei euch aufführt  :o
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Mucki

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #32 am: 01.03.16, 07:49 »
Hir ein paar gedankenspiele , Meine SE haben auch immer geglaubt das ihr Sohn das nicht schaft vor allem wegen mir, sie hatten wenig vertrauen in die Iden ihre Sohnes.

Mich erstaunte das immer ,sie haben ihn großgezogen ,und zu dem gemacht was er war, und dann fehlte das vertrauen  ???
Wir bewirtschaften nun seit 20 Jahren den Hof, wir haben Stall gebaut ,modernisiert, und viel gerbeitet(vor allem mein Mann), Anerkennung hat er dafür nie bekommen zumindest ned von seiner Mutter.

Die Weichende Erben bekamen alle einen Bauplatz mit Rohbau, die Schwestern dem entsprechen Geld und Aussteuer . Die bekamen sie ohne bdingungen.
Wir bekamen den Hof, und die Arbeit und müsssen Austrag Zahlen mitlerweie sind an die Hundertausen Euro zusammen gekommen was wir gezahlt ahben auf die Jahre.

Irgend wie finde ich es nicht so gercht da die anderen Geschwister alles umsonst bekommen haben, aber egal nun sind wir in dem alter wo man ans aufhören denkt , keiner will den Hof  und wir akzeptieren des auch so , wir haben immer gesagt das unsre Kinder frei wählen dürfen.
Und nun ist die frage wie sollen wir des gercht lösen  ???

Eine frage hätt ich noch an die übergeber, habt ihr so wenig vertrauen in eure Jungen Leute  ??? Und woher kommt das mistrauen  ??? Es ist euer fleisch und blut und eure Erziehung, also woran zweifelt ihr  ???

lg Mucki

Offline frankenpower41

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #33 am: 01.03.16, 10:31 »
So ganz kann ich Deine Gedankengänge nicht nachvollziehen, Mucki

Wenn Du kürzlich schreibst, dass ihr die Felder evtl. verkauft, dann habt ihr dann (kommt drauf an wie viel das ist), evtl. schon mehr bekommen als die anderen.
Der Austrag gilt als Altersvorsorge für die Übergeber, ist steuerlich absetzbar, Du rechnest doch auch nicht auf wie viel ihr in den Jahren an Pacht an andere bezahlt habt.
LG
Marianne

Mucki

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #34 am: 01.03.16, 10:46 »
verkaufen erwegen wir im alter wen wir in Pflege müßenten ,
ich hab lediglich geschrieben das wir Verpachtet haben ab 2017, und das sind nur zwei Felder .

Also wen wir alles verkaufen würden hätten wir schönes Geld  :D, aber wovon soll man dann leben,bei den zinsen kanst des Geld schlecht anlegen.

Verkaufen werden wir evntuel die Hofstelle da sie zum erhalten mit 2 Häusern und dem Stall zu teuer käme wen wir mal nur noch Rente bekommen

So ganz kann ich Deine Gedankengänge nicht nachvollziehen, Mucki

Wenn Du kürzlich schreibst, dass ihr die Felder evtl. verkauft, dann habt ihr dann (kommt drauf an wie viel das ist), evtl. schon mehr bekommen als die anderen.
Der Austrag gilt als Altersvorsorge für die Übergeber, ist steuerlich absetzbar, Du rechnest doch auch nicht auf wie viel ihr in den Jahren an Pacht an andere bezahlt habt.
LG
Marianne


Nun ja wen ich nun rechen das ich meiner SM schon fast Hundertausen eure gegeben habe , hab ich mir eien teil vom Hof schon erkauft, also ist des was wir verkaufen schon unsres.Und mit den 400 euro die sie im Monat bekommt it es ja nicht abgetan den die neben kosten zahlen auch wir also kommen wir auf 550 Euro und dem Pächter zahlen wir im Jahr vielleicht 300-800 Euro im Jahr.
Und bei dem Milchpreis ist es ned grad leicht auch noch 400 euro im Monat an Oma zu zahlen die das Geld dann weihnachten herschenkt an alle ihre Kinder.(sei ihnen vergönnt)
Wen Oma ins alterheim kommt müßen des auch wir finanzieren, so könnte es durchaus sein das wir irgend wann den Hof abbezahlt haben.

Auch die Nerven die uns Oma kostet können wir als anrchnung auf die Felder nehemn.dies alles bleibt den weichende erben erspart.

Wir haben unser ganzen schöne Geld immer wieder in den Hof gestekt, und nun müßen wir sehen wie wir über die runden kommen (so lang nix großens anliegt geht es ) , die andern haben ihr Haus schon lang abbezahlt und können nun schon Jahre ein gute Geld für später zur seite legen, des könne wir nicht.

  Frankenpower kannst du das den Geld auf die seite legen für´s Rentenalter  ??? Oder soll euer Sohn auch austrag zahlen, und wen der Milchpreis so bleibt oder noch mehr sinkt wie soll er des dann machen ???

Ja man krigt den Hof aber was hat man auser Arbeit davon ??? Mann kann vieles nicht entscheiden obwohl einem der Hof gehört weil im Übergane vertag viel Klauseln sind. Doch oft ist es von nöten mal etwas anders zu amchen als die Alten und dann hat man streß am Hof .Das nant man dann selbständig ???

Vielleicht seh ich vieles anders da wir aufhören, ich seh alles mehr aus der perspektiefe des zu übernehmenden , und nicht als abgebender , klar jeder muß an sich denken .

Und Mann sollte nicht nur an die armen weichende erben denken , sondern auch an den Hoferben, den man eien große bürde auferlegt ind er Momentanen zeit .

lg Mucki
« Letzte Änderung: 01.03.16, 11:10 von Mucki »

Offline susabe68

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #35 am: 01.03.16, 20:45 »
Hallo ihr Lieben,
hier noch einige Antworten:
Unser Sohn ist 24 Jahre alt. Das mit dem aus dem Nest werfen, haben wir ja fast geschafft, wir waren soweit, dass er woanders arbeiten ging und ausgezogen war und die Stimmung in der Familie sogar noch einigermaßen gut war. Dann kam der plötzliche Tod der Schwiegermutter und mein Mann und ich meinten die Retter in der Not sein zu müssen, eigentlich ging es da aber mehr um den Enkel als den Sohn, wir hatten einfach Angst, dass er im Chaos oder Müll aufwachsen muss oder ST überfordert ist. Scheinbar sind beide, Sohn und ST mit vielem überfordert z.Bsp. mit Geld zu wirtschaften oder den Haushalt zu wuppen. Unser Sohn brauchte schon als Kind mehr Unterstützung als sein Bruder, Ergotherapie, LRS Therapie, Erziehungsberatung und Psychologen wegen ständigen Einkoten bis ins Teenageralter, auch sein Selbstbewußtsein ist sehr gering. Leider bin ich eine ziemliche Glucke und habe lange alle Flügel über ihm ausgebreitet, vielleicht zu lange, so dass er nicht selbständig werden konnte und sich auch jetzt nicht viel zutraut. Er hat uns schon einige Male auflaufen lassen, indem er einfach gekündigt hat, von jetzt auf gleich und mein Mann und ich standen mit der ganzen Arbeit alleine da, aber immer haben wir gemeint, wir müßten den Betrieb für Ihn erhalten, bis er reif genug ist.
Das Vertrauen in ihn hat dadurch schon sehr gelitten. Naja mal sehen wie es die nächste Zeit so läuft.

Offline gammi

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #36 am: 01.03.16, 21:25 »
Ich denke schon, dass ihr richtig gehandelt habt.
Enjoy the little things

Offline maggie

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #37 am: 01.03.16, 22:02 »
liebe susabe68,
ich würde aber nur versuchen den betrieb für euren sohn weiterzuführen, solange ihr das körperlich (vor allem) und finanziell verkraften könnt
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline Bärbel

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #38 am: 01.03.16, 22:09 »
u wir müßten den Betrieb für Ihn erhalten, bis er reif genug ist.

Und wann ist er reif genug dafür? Diese Frage stelle ich mir dann immer mal wieder.

Muß ich meine Gesundheit evtl.ruinieren um den Betrieb für den Sohn oder die Tochter zu erhalten?
Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

Reiß den Faden der Freundschaft
nicht allzu rasch entzwei
wird er auch neu geknüpft
ein Knoten bleibt dabei

Mucki

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #39 am: 02.03.16, 07:15 »
liebe susabe68,
ich würde aber nur versuchen den betrieb für euren sohn weiterzuführen, solange ihr das körperlich (vor allem) und finanziell verkraften könnt


Ich würde fast sagen er wird nie erwachsen genug sein um eien Hof zu führen, das heißt sie müßetn immer da sein bis es nicht mehr geht.
Würde ihn arbeitenschiken und auf eigen Füßen stehn lassen und nur beobachten ,und vor allem für den enkel da sein.
Wie es mit dem Hof weitergeht müßt ihr entscheiden ob ihr arbeiten wollt bis ans Lebensende oder ob ihr auch noch von was anderem Träumt .
Aber bis der Enkel soweit wäre ist es noch eien lange zeit.

lg Mucki

Misthaufen

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #40 am: 03.03.16, 12:13 »
Also vielleicht sollte ich da noch ein wenig genauer darauf eingehen,

Gebaut hat mein Mann 2005 2006 oder so. Wir sind erst seit 2010 zusammen und ich bin 2011 eingezogen. Und ich bin damals sozusagen in das fertige Nest gezogen. Und meine Entscheidung für meinen Mann habe ich nicht von seinem Besitz oder den Aussichten auf diesen abhängig gemacht. Natürlich ist mir aufgefallen, dass es an manchen Ecken nicht so aussieht wie ich das bevorzugen würde, aber ich habe als "Fremde" da nicht überall meine Nase reingesteckt. Ich persönlich finde sowas nämlich total unmöglich. Ich hab eine Tante die mir immer "beim Putzen helfen" wollte und dann überall geschnüffelt hat, Das find ich echt unter aller Kanone und selbst mache ich sowas schon gleich garnicht. Nur, wenn man dann halt mal ein paar Jahre da wohnt, dann kommt man halt doch mal überall hin und sieht alles.

An sich würde ich ja viel mittragen, nur ist es halt auch so, dass ich jetzt ca. 1 Stunde von allen meinen Freunden entfernt wohne und hier fast niemanden kenne. Das Sozialleben meines Mannes ist nun auch nicht wirklich überfüllt. Ich habe hier niemanden mit dem ich mich mal so auf einen Kaffee oder so treffen könnte. Alle die hier leben sind einfach älter bzw. haben ihren eigenen Freundeskreis und kommen gar nicht auf die Idee mich irgendwohin einzuladen. Aufdrängen will ich mich da auch nicht. Andere Mütter mit Kindern im Alter meines Sohnes treffe ich zwar 1 x die Woche bei einer Kleinkindgruppe im Hauptort. Da sind schon einige dabei die echt nett sind, aber ansonsten sehe ich die auch nicht, während die sich ständig sehen und inzwischen auch so Ihre Grüppchen bilden.

Dadurch türmt sich für mich hier ein großer Berg auf:

 - ich bin hier einsam
 - ich kann langfristig mit seine Eltern nicht und der Gedanke die mal pflegen zu müssen weckt in mir das nackt grauen
 - der Hof ist nicht wirklich zukunfstfähig weiter zu bewirtschaften
 - wenn wir aufhören müssen wir wieder Geld reinstecken um die überflüssigen, nicht anderweitig nutzbaren Gebäude abzureisen
 - ich glaube nicht, dass ich die Kraft habe, meinen Schwiegereltern die ganze Zeit hinterher zu räumen und ich möchte eigenlich auch nicht, dass mein Mann das macht. Er soll sich lieber um unsere Familie kümmern.

Dass wir im Falle eines Verkaufes mit den Geschwistern teilen müssten, dass ist mir schon klar. Wobei ich ganz klar sagen muss, dass von jedem erziehlbaren Kaufpreis vorab ca. 100.000 € alleine uns zustehen. Das ist dass, was mein Mann, rein an Geld, in unser Haus gesteckt hat, also selbst gezahlt. Und da gibt es bei mir keinen Weg für einen Kompromiss. Das wird auch so im Übergabevertrag stehen sollte es zur Übergabe kommen.

Irgendwie ist das ganze einfach eine total verfahrene Situation. Ich bin echt allen dankbar, die dich die Zeit nehmen meinen Käse zu lesen und mir zu Antworten.

PS. ich werde nicht näher auf meinen Wohnort o. ä. eingehen, da ich nicht weiß wer hier alles mitliest und ich nun nicht wirklich nette Dinge über so einige Personen in meinem Umfeld äußere. Vielleicht werde ich mich irgendwann noch mal mit einem "richtigen" Nick und mehr Informationen registrieren.

Offline apis

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #41 am: 03.03.16, 12:42 »
Hallo Misthaufen,

du fühlst dich einsam und verlassen, hast fast keine Kontakte zu deiner Umgebung. Fehlende Integration macht dein Leben schwer.

Aus eigener Erfahrung weis ich wie schwer man in einem fremden Dorf Fuß fasst, zumal dein Liebster wohl auch nicht sehr kontaktfreudig ist.
Lade doch einfach mal Mütter mit gleichaltrigen Kindern zum Kaffee ein. Du bist dort neu, du musst den ersten Schritt hin auf die Alteingesessenen machen. Das ist nicht einfach, aber nur so zeigst du Interesse an den anderen Frauen.

Gibt es bei euch Vereine wo du dich anschließen kannst? Frag an ob die noch ein Mitglied gebrauchen.

Man kann durch Änderung des eigenen Verhaltens oftmals viel bewegen. Tus, dann wirst du dich in deiner Umgebung wohler fühlen und manches ist nicht mehr gar so schwer.

Kluge Sprüche, ich habe selbst jahrelang sehr isoliert hier gelebt - bis ich das Wagnis der eigenen Kontaktaufnahme eingegangen bin. Danach lief alles besser.

Nur Mut, versuch es. Versuch macht kluch, klappts nicht gleich dann eben beim nächsten oder übernächsten Mal. Spring über deinen Schatten...... ;) ;) ;)

vG apis

Offline maggie

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #42 am: 03.03.16, 14:51 »
Aus eigener Erfahrung weis ich wie schwer man in einem fremden Dorf Fuß fasst, zumal dein Liebster wohl auch nicht sehr kontaktfreudig ist.
Lade doch einfach mal Mütter mit gleichaltrigen Kindern zum Kaffee ein. Du bist dort neu, du musst den ersten Schritt hin auf die Alteingesessenen machen. Das ist nicht einfach, aber nur so zeigst du Interesse an den anderen Frauen.

Gibt es bei euch Vereine wo du dich anschließen kannst? Frag an ob die noch ein Mitglied gebrauchen.

Nur Mut, versuch es. Versuch macht kluch, klappts nicht gleich dann eben beim nächsten oder übernächsten Mal. Spring über deinen Schatten...... ;) ;) ;)

vG apis

ich möchte mich diesen worten anschliessen, auch ich kam vor gut 40 jahren in ein kleines Dorf, kannte niemanden, wohne auf einem Aussiedlerhof (2km vom Dorf), mein mann war - wie man so sagt - ein richtiger höfler -
ich ging kurz nach der Geburt unseres ältesten - gut 1/2 jahr im Dorf - in den frauenturnverein, das waren zwar Frauen die mind. 10 jahre und mehr älter waren als ich, aber der damentv nahm oft an wettkämpfen  teil und das konnte ich nicht, da ich auf dem Hof mitarbeiten musste (auch meinen heissgeliebten Job als Buchhändlerin musste ich aufgeben, gut die ersten jahre fehlte er mir nicht), aber das leben auf dem Hof mit dem bösartigen schwiegervater war oftmals die hölle .... - z.g. war ich selbstbewusst genug ihm zu kontern, so war ich eben schon bevor ich auf den Hof kam, die böse st... - macht nichts - ich konnte damit leben - und vorallem stand mein mann voll hinter mir, er hat dann auch gewagt gegen sv aufzustehen -

also - such dir den kontakt mit den Frauen im Dorf, glaub mir, sie denken eher, wenn sie sich nicht meldet will sie nichts mit uns zu tun haben
du kannst ja auch mal die eine oder andere wo du das gefühl hast, das könnte passen zum Kaffee oder so einladen !!!

kopf hoch und durch - und vor allem - schäm dich nicht wegen der Schwiegereltern, das ganze Dorf weiss was bei euch abgeht und wie es aussieht - ich habe das bei meinen Nachbarn erlebt !!!
liebi grüess   und
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margrith  us der schwiiz

Offline susabe68

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #43 am: 30.03.16, 14:57 »
So jetzt hat es wieder geknallt, mein Mann und unser Sohn sind sogar körperlich aufeinander los gegangen und das alles zwei Wochen vor der Hochzeit/Taufe. Eigentlich lief alles recht gut  auch betrieblich, die beiden haben sogar fast gut zusammen gearbeitet. Der Sohn hat mehr die Feldarbeit und Maschinenarbeiten gemacht, mein Mann und ich den Stall. Leider haben wir gemeint, wir müssten uns Gedanken über die Hochzeit bzw. die Vorbereitungen dazu machen, weil wir ja auch ein schönes unvergessliches Fest für die Drei wollen. Eine 0815 Feier könnte ja auch schlechtes Licht auf uns werfen, wir haben den Beiden vorab schon mal 2000,00€ für div. Vorkosten gegeben, vielleicht hat mein Mann daraus geschlossen, dass er nun auch das Sagen hat?! Sohn und Schwiegertochter wissen genau, wie sie es nicht wollen, tun aber rein gar nichts dafür ihre Wünsche in die Tat umzusetzen, haben 200 Leute zum Polterabend eingeladen, wollen aber dass diese Ende April im Freien feiern sollen - dann bleiben sie auch nicht so lange. Alles ist egal, es kommt doch sowieso nicht drauf an und warum wir uns überhaupt Gedanken machen. Nach dem Kampf sagte unser Sohn er werde alles daran setzen, dass sein Vater den Hof verliert bzw. pleite macht, er gäbe nicht eher Ruhe bis sein Vater am Frontlader hängen würde, zur Hochzeit darf er auch nicht kommen und seinen Enkel nie wieder sehen. Was soll ich nur tun? Klar hätte sich mein Mann mehr zurückhalten müssen, aber alles sollte doch nur zu ihrem Besten sein. Alleine werde ich sicher auch nicht zur Hochzeit gehen, ich weiß sowieso nicht wie das gehen soll. Die Feier war bei uns im Dorf geplant, jetzt ziehen sie wohl wieder 70 km weg. Ich habe Angst vor der Rache unseres Sohnes und dass mir das Herz bricht, wenn der Enkel aus dem Haus ist.

Offline apis

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Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
« Antwort #44 am: 30.03.16, 15:09 »
Susabe, ich bin erschrocken über das Geschehene, muß erst mal nachdenken.

Ich wünsche dir viel Kraft das alles auszuhalten.

Grüße von apis