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Menschenführung

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martina-s:
Hallo,
ich hab jetzt echt überlegt in welcher Box man das ablegen könnte.
Es passt in Familie,
es passt ins Ehrenamt
und würde man statt Personenführung Mitarbeiterführung zum Thema nehmen, dann tät es auch betrieblich passen.

Ich hatte gestern mal wieder so ein AHA - erlebnis.

Ich kenne so etwas von Kindern - aber da kann ich es nachvollziehen.

Bei Erwachsenen tu ich mich unsagbar schwer! Vor allem auch deshalb, weil es mit der Person auch oft nicht stimmig ist.

Beispiel: Jemand engagiert sich ungemein für eine Sache. Ohne ihn wäre es gar nicht machbar eine / die eine Aktion durchzuführen. Er stellt auch ungefragt seine private Technik zur Verfügung.
Er bekommt wahnsinnige Anerkennung von allen weil das alles so reibungslos abgelaufen ist. Und ich vermute mal, er weiß das auch, dass es ohne ihm in dieser Art und Weise niemals funktioniert hätte.

Bei allen möglichen Anlässen der letzten beiden Monate bringt man das immer wieder lobend hervor und huldigt ihm mehr wie Anerkennung.

Die Technik bleibt stehen. Will er auch so. (für privat eh nur bedingt verwendbar). Nur kann man diese nicht immer einsetzen. Vor allem weil es auch manchmal störend ist im normalen Betrieb.

Dann fragt ein Mitglied ob man das Teil für die Zeit den Nichtgebrauchs deaktivieren könnte (ging in diesem Fall um eine Überwachungskamera) Es kommen aus dem Gremium ein paar witzige Bemerkungen, von wegen, könnte man ja Kaugummi auf die Linse kleben und dgl. (würde nie jemand machen)
Steht der Akteur auf, baut Kamera ab und sagt, er würde das Teil nie mehr zur Verfügung stellen. Bums, aus, basta! >:(

Das kommt mir dann so vor wie ein Kind das mit anderen mega tollen Turm gebaut hat und dann wegen irgend einer kleinen Bemerkung oder Differenz die Bauklötze einfach umstößt.

Bei Kindern habe ich Verständnis. Aber nicht bei Personen mit dem Sachverstand, der schulischen und Beruflichen Bildung und mit dem Alter (über 60)

Wie begegnet man so jemanden?
Wie begegnet man so einer Situation?

Gut, ich hatte auch schon Web Cam und würde mir diese zu venetzen auch zutrauen. Wobei ich da sicher sehr lange sitze. Und ich kann ja im Verein nicht alles machen.
Einer, der dieses Kindergartenspiel auch kritisiert hat, der würde auch eine kaufen. Weil für die Wettkämpfe ist diese unerlässlich! Aber ich schätze die Arbeit meines Kollegen sehr und würde da auch nicht einschreiten wollen.
Wir kommen sonst sehr gut zurecht.

Ich hab da gestern gar niemanden zurecht gewiesen. Die Intimsphäre der jungen Kollegin ist genauso zu respektieren wie die Arbeit und der Einsatz des älteren Kollegen.
Muss das Ganze erst sacken lassen.

Aber wie ich damit umgehe und das wieder gerade biege, das kann ich so noch nicht sagen.

Wenn Ihr Ideen habt, her damit!

Ingrid2:
Vielleicht solltest du mit demjenigen ein persönliches Gespräch führen, vielleicht hat er wirklich was in den falschen Hals bekommen. Menschen sind oft sehr empfindlich. Du verstehst dich doch mit ihm eigentlich sehr gut, wenn ich richtig gelesen habe. Da müsste es doch möglich sein, das wieder gradezurücken. Wobei ich, ehrlich gesagt, oft auch keine Luste habe, mit Erwachsenen so ein Kleinkindverhalten zu diskutieren. Aber vielleicht wäre es, schon um des lieben Friedens willen, doch einen Versuch wert.

martina-s:
Hallo Ingrid,
ja, ich komme gut klar mit ihm. Ich bin auch jene, die ihm technisch Paroli bieten kann und mit der er sich über solche Dinge austauschen kann, wo andere nur Bahnhof verstehen.
Er kniet sich ins Zeug und hat aber da auch Möglichkeiten die er daheim jetzt gar nicht zur Anwendung zu bringen bräuchte. Immer wieder neue Herausforderungen, usw.

Hm.... mir gegenüber wird er da auch nicht so ausflippen. Und ich werde da auch sicher noch einmal mit ihm alleine sprechen.

Nur irgendwie, so wie gestern in der Gruppe, da habe ich irgendwie versagt. Vielleicht auch, weil es daheim auch meine gängige Methode ist, über manche Angriffe noch mal eine Nacht zu schlafen. Manches kann man auch aussitzen.

Gestern hätte ich evt. doch ganz klar eine geführte Diskussion draus machen können.

Aber auf der anderen Seite: Wenn jemand so schlagartig und für mich unvorbereitet aus einem Witz heraus zu poltern anfängt, da stehe (zumindest) ich etwas gehemmt da.

Ingrid2:
Hallo Martina, ich denke, es war richtig, gestern nichts mehr zu machen.
Die Reaktion kam wohl sehr heftig und unerwartet. Da wird im Affekt manches ausgesprochen, das besser ungesagt bliebe. Aus dieser Situation noch eine gute Diskussion zu machen, ist von meiner Erfahrung her sehr schwer. Das kann genauso gut aus dem Ruder laufen. Da kommen dann auch manchmal Dinge hoch, die schon sehr lange zurückliegen, Verletzungen und Kränkungen die keiner (mehr) weiß oder auch nur mitbekommen hat. Da ist es wohl besser, einfach mal nichts zu machen, nachzudenken und dann wieder anzufangen.

strop:
Meine Erfahrung:

Alles hat seine Zeit.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei manchen Menschen, die jahre- oder jahrzehntelang etwas miteinander gemacht haben, irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem es nicht mehr so recht weiter will. Da kommt dann irgendso ein dämlicher/banaler Anlass, es wird darüber geredet.......alles ist wieder gut......bis zum nächsten Anlass (...und der kommt dann garantiert).
Eine Begründung oder eine Erklärung kann ich auch nicht geben.
Vielleicht ist es "altersbedingt", oder vielleicht sind unterschwellig andere Verständnisprobleme oder verdeckte Konflikte/Neid gegenüber Kameraden da.
LG, Monika

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