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Einkaufen am Ort - Infrastruktur

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martina-s:
Hallo,
Verbrauchermärkte schießen wie Pilze aus dem Boden. Ein Dorn in so manchem Auge jener Leute die Natur erhalten wollen.

In meinem Heimatort gab es in 3 km Entfernung alles womit man sich hätte gut versorgen können. Wir hatten dort ich glaub zu Spitzenzeiten 4 oder 5 Kramerläden. Ja, so hieß das damals. Dort bekam man alles, vom Grundnahrungsmittel bis zur Ansichtskarte. Sogar einen extra Laden hatten wir wo es nur Käse und Milch gab und einen Schuster wo man auch Schuhe kaufen konnte. Bekleidungsgeschäfte gab es auch zwei.
Dann war da noch ein Metzger, zwei Friseure und ein Bäcker. Einen weiteren Bäcker gab es noch eine Ecke weiter, zwar zum Ort gehörend, aber schlechter zu erreichen.
Auch eine Apotheke gibt es dort.
Und einige Gasthäuser.
Für diese Vielzahl von Angebot gibt/gab es dort jedoch eigentlich nicht sehr viele Einwohner. Verglichen jetzt zu meinem jetzigen Wohnort.
Sicher, die Geschäfte meiner Kindheit sind weniger geworden. Aber das Wichtigste, Metzger, Bäcker usw. ist geblieben. Auch die Apotheke hat ihren Standort verändert und hat modernisiert. Ist aber immer noch am Ort. Wohl mit ziemlich gleicher Anzahl der Ärzte im Hintergrund.

Und dann kam ich hierher. Ja, ich habe es hingenommen, dass es hier vor 30 Jahren nur noch einen Kramer gab. Einen, wo die Butter schon 14 Tage abgelaufen war weil einfach die Leute zu wenig kauften.
Zwischenzeitlich hatten wir einen Dorfladen. Um dort hin zu kommen brauchte ich auch fast das Auto weil 1,5 km entfernt. Nicht nur, dass er einfach zu teuer war. Nein, die Wurst bekam auch dort Ränder weil niemand dort wirklich so für Alltag einkaufte.
Auf lange Sicht war er dann Stehcafé und Bäcker. Also Semmeln und Brezen gab es dort.
Ich weiß nicht, lag es am Pachtpreis oder an der familiären Situation des Betreibers - jedenfalls schloss er vor ein paar Jahren.

Wir waren es ja gewohnt, dass wir uns ins Auto setzen mussten. Der nächste Laden 5 km entfernt. Da kann man dann auch gleich noch ein Stück weiter fahren in die Kreisstadt und dort bei Aldi, REAL, Netto einkaufen. Letzterer hat dann im Nachbarort und etwas näher als die Kreisstadt an der Straße eine Filiale eröffnet. Für mich echt eine Erleichterung alles etwas näher zu haben.

So und dann gab es Pläne hier im Ort (also 1 km von mir entfernt) einen REWE Verbrauchermarkt zu bauen.

Ich hatte echt gehofft. Es gab ein Bürgerbegehren weil das natürlich nicht gerade überall auf Zustimmung gestoßen ist. Ich sah meine Träume schon verblassen. Aber die Befürworter setzten sich durch.
Ich muss schon sagen, schon ab der Planung spaltete dieses Vorhaben sogar Familien. Die Männer waren dagegen so einen Klotz hinzustellen; viele Frauen waren dafür.

Hier bei uns wütet unser Ältester. Bin neugierig wie lang es dauert und er die erste Schachtel Zigarette dort holt.  :P
Klar, kann man gut dagegen sein wenn der Einkauf von mir erledigt wird und von Zahnpasta bis hin zum Mehl, Getränke, Putzmittel alles immer greifbar da ist und man nur meckern braucht wenn was fehlt.
Würde so manches Mannsbild die Einkäufe auch noch tätigen müssen, dann wäre das nämlich urplötzlich Arbeit!
Bei uns heißt es "shopping!"
Und da würde auch sehr bald erkannt werden, dass die Wege zum und vom Einkaufsmarkt auch in die Arbeitszeit fällt. Zudem ist das auch ein bisserl Risiko wenn man 30 km unterwegs sein muss.

Kurz und knapp: "Ich freue mich so, dass der Markt morgen eröffnet!" Ich denke, dass der auch gute Position hat weil die Straße an der er steht den Weg von  und zur Arbeit - 3 Landkreise verbindet und jeder daran vorbei muss.

Es kommt eine Bäckereifiliale rein vom Gutshofbäcker (auch zu unserer Gemeinde gehörend) Um von einer Filiale von denen sonntags für den Verein Semmeln zu holen wenn wir eine Veranstaltung haben, da musste ich auch weite Umwege in Kauf nehmen. Nun führt mich der Weg eh daran vorbei.

Angeblich kommt auch eine Postannahmestelle hin. Mal sehen. Würde mich auch freuen. Gelesen hab ich jetzt außen noch nix davon.

Ich werde jetzt dann gar nimmer wissen mit meiner viele Freizeit was anzufangen die mir dann bleibt  ;D

Wie weit müsst Ihr um an Eure Einkäufe zu kommen?
Habt Ihr es so gut wie ich jetzt dann ab morgen oder eher so, wie ich vorher?

Wie oft fahren dann die von Euch, die weiter entfernt von allem sind pro Woche?

Vergesst Ihr dann auch manchmal Dinge und müsst am nächsten Tag dann wieder los? (da komm ich dann meist mit einer Rechnung heim die so gar nicht eingeplant war - ich wollte ja nur schnell das Vergessene holen und dann wurde es doch mehr wie geplant)

pauline971:
Hallo Martina,
also bei uns gibt es genug Märkte, wo man gut einkaufen kann. In meinem Wohnort selbst gibt es gar nix. Das ist ein Minidorf mit nur ein paar Häusern. Wir fahren ca. 3km zum Einkaufen und sind es halt nicht anders gewohnt. Grundsätzlich ist das alles recht einfach bei uns, da wir beide ja täglich zum Arbeiten in den nächsten Ort bzw. Kreisstadt fahren. Es gibt Einkaufszettel/Schiefertafel in der Wirtschaftsküche, wo alles raufgeschrieben wird, was fehlt. Fürs Wochenende planen wir, so dass eher selten noch was fehlt. Klar ist es lästig, wenn man Samstag plötzlich feststellt, es fehlt was absolut LEBENSNOTWENDIGES  ;D Aber gut, wenn es gar nicht geht, fährt man halt schnell die 3 km und holt aus dem Supermarkt, oder man improvisiert einfach.
Wir haben seit einigen Jahren auch einen kleinen Baumarkt, den wir rege nutzen. Das Angebot ist gut; vielleicht teilweise etwas teurer als der große Baumarkt wie Obi, Toom, Hagebaumarkt usw. Aber dafür ist die Beratung super und die Frau des Hauses muss schwere Betonsäcke nicht selbst einladen, weil ein netter Mitarbeiter hilft.
Ansonsten kann ich echt nicht meckern. Märkte gibt es in der Stadt genug, Bäcker und Metzger zum Glück auch.
Ich sag immer, man muss das Leben bei uns halt gewöhnt sein und wer da raus zieht, muss halt wissen, dass er wegen jeden Ding fahren muss.

martina-s:
Hallo Pauline,
3 km finde ich auch wirklich nicht schlimm. Die hätte ich auch immer akzeptiert.
Wie gesagt in meinem Heimatort war es ähnlich. Zwar ohne großen Markt. Aber auch so, dass man da mich als Kind zu Fuß oder mit Fahrrad schon mal schicken konnte.
Hier wäre für so was gar keine Chance gewesen.
Wobei jetzt mit dem Verbrauchermarkt der zwar noch näher liegt, möchte ich von uns aus auch kein Kind schicken weil es eben über die viel befahrene Straße  muss. Ist zwar innerorts. Aber eben doch sehr heftig.

anka:
Hallo Martina

Bin in der glücklichen Lage, dass sich im Umkreis von 2 km alles lebensnotwendige befindet. Alles noch größere und nicht so wichtige ist zwischen 5-10km erreichbar, aber so riesige Märkte braucht man sehr selten. Da ich mit Kinder fahren noch eingespannt bin, kann man da auch Post, Bank oder auch Bücherei zu diesen Fahrzeiten legen und es ist alles sinnvoll.
Du bekommst einen REWE habe ich gelesen. Diesen Laden liebe ich und der ist bei mir so etwa 4 km weg. Ich finde dort das Angebot, besonders das Regionale sehr gut.

anka

martina-s:
Hallo Anka,
ich finde REWE auch gute Lösung! Bin manchmal in der Kreisstadt dort und kann mit dem Warenangebot gut leben.
Unserer ist ein REWE mit privaten Betreiber. Aber ich denke, auch das geht.
Hat auch mega große Verkaufsfläche. Glaub, der Getränkemarkt hat schon 900 qm.
Zudem ersetzt er mir auch die Bankfiliale weil ich so ein Onlinekonto bei der Targo - Bank hab für den Haushalt und da gibt es nicht überall Automaten wo man kostenlos abheben kann.

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