Autor Thema: QS-System  (Gelesen 38092 mal)

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Offline Freya

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Re:QS-System
« Antwort #15 am: 18.11.02, 11:42 »
Hallo,

es gibt einiges an Zuschlägen;

"Färsengold" und für männl. Rinder nicht mehr als
395,.- kg.... das ist das, was ich auswendig weiß.
Ich schau mal genau nach...

Wer heilt, hat Recht.
Hippokrates

liebe Grüße
Freya

Offline Jani

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Re:QS-System
« Antwort #16 am: 18.11.02, 15:45 »
Moin Bt´s !
QS.......also :ich habe in Bremen die ersten Plakate gesichtet und in irgendeiner Zeitschrift (Eltern for family ?) die erste ganzseitige Anzeige (damit wir wissen,wofür die CMA-Beiträge sind.......?).
Bei privaten Umfragen geht es mir so wie Freya:
QS = Qualitätssicherung ???
Tja,die Abkürzung ist eigentlich bereits vergeben (es gibt QS bzw. QM-Beauftrage in fast jeder Firma.....).

Also,mein Liebster war nach anfänglichem Sträuben (schließlich fällt bei der Milchproduktion Fleisch nur als "Nebenprodukt" ab)
dann doch zum QS-Seminar.
Es wurde u.a. damit "gedroht",daß wir unsere Bullenkälber und Schlachtkühe  dann ja nicht mehr loswürden :o.
Den Zahn,daß es MEHR Geld gäbe,haben sie den Teilnehmern schon bei der Info-Veranstaltung gezogen..... :o
Gut :vieles von dem,was da verlangt wird tun wir bereits,es ist nur nicht dokumentiert (das werde ich als QM-fortgebildete wohl noch hinbekommen... ;D).
Besonders interessant finde ich,daß unsere Molkerei sagte,sie würde auch später nicht am QS teilnehmen sondern lieber ein eigenes System einführen  :-X -
prima : das Gleiche auf verschiedenen Formularen,doppelt ??? ?
Tja,wir werden sehen.
Ach,ja : wir füttern unser eigenes Getreide (da will Renate doch eigentlich so,oder ??? ?).
Damit ist man aber nun ganz schlecht dran,denn theoretisch muß jede Neumischung untersucht werden (teuer,teuer).Neumischung gibt es bei uns 1 x tgl........
Gut,also was weiß ich wie oft Futter untersuchen lassen.....
Aber -und da habe ich mich zu früh gefreut-  es wird NICHT auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht.........(was uns durchaus das Geld wert gewesen wäre),NEIN : es wird auif ANTIBIOTIKA untersucht-ha,ha,ha.
Zur Info : wir füttern Milchvieh........
Das ist doch der Hit,oder  ::) ?
Damit ist diese Futteruntersuchung für uns und den Verbraucher WERTLOS ! Bei Grundgebühr von 250 € im Jahr plus so und soviel Einzelkosten tut das richtig weh.
Liebe Grüße von Jani

Offline reserl

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Re:QS-System
« Antwort #17 am: 01.12.02, 11:25 »
Soll jetzt auch noch das Qualitätsmanagement für Milch kommen?  ???

In einem Bericht des landw. Wochenblattes heisst es:

Die Erzeugerseite müsse hier agieren, um im Wettbewerb bestehen zu können, mahnte Schmidt (ein DBV-Vertreter) an. Gegenüber Handel und Verbraucher müsse Qualität nachweisbar werden. ....
Für die notwendigen Kontrollen schlug Schmidt ein vierstufiges Konzept vor.....


Was fällt ihnen denn noch alles ein?  >:(
Die Milch wird doch eh so oft kontrolliert, was sollen wir denn da wieder alles aufschreiben?

Arbeitsbeschaffungsmassnahme....  ???

Wir haben wohl bald tatsächlich mehr Kontrolleure als Landwirte......
lieben Gruß
Reserl



Manchmal ist es ein großes Glück,
nicht zu bekommen, was man haben will.

Babsie

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Re:QS-System
« Antwort #18 am: 01.12.02, 22:40 »
Q + S Qualität und Sicherheit, --das ich nicht lache!
Kann QS eine Seuche verhindern?
Kann QS BSE verhindern?
Sind QS Produkte sicherer?
Antwort:  NEIN
QS ist  wie der Fahrzeugschein des Autos. Man hat Daten aber nicht den Zustand.
In QS  darf Gentechnik rein --Sicher ?
Mit keinem  Buchstaben ist QS das was es sein soll.
QS definiert ein Standart der jeder bekommt wenn er ihn einhält und dafür bezahlt. Auch Lieferungen von Drittstaaten (Argentinien usw.) Man muß nur wissen, daß Aldi und Lidl nächstes Jahr mit Frischfleischvermarktung anfängt und die benötigen QS.
D.h. der dumme Verbraucher wird mit QS in Sicherheit gewiegt und das Fleisch  kommt aus allen Herrenländer.
Das bessere Siegel heißt D - D - D unter aller Einhaltung der gesetzl. Vorschriften und das  zum Nulltarif.
Unser  Bauernverband verlangt überdies noch die höchsten Zertifizierungskosten ( Pfui) ???

Offline Katharina

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Re:QS-System
« Antwort #19 am: 08.04.03, 16:06 »
Unser Großmarkt für Obst, die VOG Ingelheim, hat sich bereits Ende des Jahres 2001 für eine umgehende Einführung des vom deutschen Obst- und Gemüsebaus erarbeiteten Qualitätssicherungssystems ausgesprochen. Ziel war es, möglichst frühzeitig die Produzenten in dieses System einzubinden.


Qualitätssicherungssystem des deutschen Obstbaus
Das Qualitätssicherungssystem umfasst 20 Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Einheitliche Kriterien sind in den Bereichen Pflanzenschutz, Düngung, Hygiene, Dokumentation und Fortbildung definiert. Ein wesentlicher Bestandteil sind umfangreiche Rückstandsuntersuchungen, die als Feld- oder Ernteproben entnommen werden. Jeder teilnehmende Betrieb wird mindestens einmal jährlich kontrolliert; diese 100%ige Kontrolle wird durch mindestens 25% Betriebskontrollen, mindestens 50% Produktkontrollen und mindestens 25% Kontrollen, die auf Basis einer Risikoabschätzung entweder als Betriebskontrollen oder als Produktkontrollen durchgeführt werden, erreicht.
Über die kontrolliert Integrierte Produktion hinausgehende Anforderungen an die Betriebe bestehen an die Dokumentation von Dienstleistungs- und Warenflüssen, denn auch die Leistungen dritter, bspw. Lohnunternehmer, sind über die Eigenkontrolle des Betriebsleiters zu erfassen. Das Einhalten gesetzlicher Vorgaben, die durch die Düngeverordnung (Nährstoffbilanz) oder die Pflanzenschutzmittel-anwenderverordnung (Sachkundenachweis) bestehen, wurden ebenfalls über die Kontrollen abgeprüft. Erstmalig wurden die Betriebe verpflichtet Hygieneanforderungen, die durch die Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) vorgegeben sind, anhand einer Hygienecheckliste zu dokumentieren.

Pilotprojekt zum QSS in Rheinland-Pfalz:
106 Anlieferer der VOG Ingelheim wurden in dieses Pilotprojekt einbezogen. Diese umsatzstarken Betriebe decken eine Produktionsfläche von ca. 860 ha Steinobst und 420 ha Kernobst ab, und erwirtschaften mit Ihren Produkten ca. 80% des Umsatzes der VOG Ingelheim im Bereich Baumobst. Die langjährige Erfahrung der Betriebe durch die kontrolliert Integrierte Produktion erleichterte den Betrieben eine erfolgreiche Teilnahme an dem neuen Qualitätssicherungssystem.

Ziel dieses Pilotjahres war es, Erfahrungen hinsichtlich folgender Fragen zu gewinnen:
* Ist das neue System praktikabel umsetzbar und auf eine breite Basis der Produzenten zu übertragen und
* können Fruchtproben im Vorerntebereich entnommen werden um die Rückstandsdaten für die Beurteilung der Ware vor der Vermarktung nutzen zu können.

Ausblick
Die bisherigen Erfahrungen in Rheinhessen zeigen, dass jeder Betrieb der AGIO am Qualitätssicherungssystem erfolgreich teilnehmen kann. Die Anforderungen des Qualitätssicherungssystems der Fachgruppe an den Obstbau sind praktikabel und zu erfüllen.
Dieses Pilotjahr belegt auch, dass die rheinhessischen Obstbauern sich ihrer hohen Verantwortung für ihre Produkte bewußt sind und diese Sicherheit dem Verbraucher vermitteln wollen. Die Obstbauern haben erkannt, dass Absatzsicherheit auch durch Produktsicherheit betrieben werden muss.
Das Qualitätssicherungssystem garantiert dem Verbraucher sichere Produkte aus dem hiesigen Anbau. Neutrale Kontrollen verdeutlichen den hohen Anspruch an das System. Damit wird nicht nur Produktsicherheit gewährleistet, sondern auch die Absatzsicherung deutscher Produkte gefördert.
Da der Handel bereits QS-Ware für die Saison 2003 nachfragt, wäre die VOG Ingelheim in der Lage diesen Wünschen gerecht zu werden. Auch bei dieser Ware wird allerdings der Preis marktwirtschaftlich gebildet, d.h. ob sich ein höherer Erlös für diese Waren erzielen lässt, wird der Markt in Zukunft zeigen.
Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

   Glück findest du nicht, wenn du es suchst,
   sondern wenn du zulässt, dass es dich findet

tom

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Re:QS-System
« Antwort #20 am: 18.04.03, 10:10 »
hallo liebe forumler
dieses Qs-system giebt mir zu denken
als war diese woche einer bei mir von den QS-bündlern
wollte sallop nur eine unterschrift ,zum mitmachen am QS.auf meine frage was ich dafür tun muss sagte er ich mache eh schon alles und als dank bekomme ich pro kg schlachtgewicht 5 cent dazu bei meinen kühen.also setzten wir uns in die stube und studierten die einzelnen vorgaben.
alles dinge die ich eh schon mache ,nur noch spind aufstellen mit schutzkleidern für betriebsfremde stallbesucher .und das ganze noch unterschreiben.doch halt mal ;        erst dachte ich etwas nach!!!.
da wollte dieser bündlerverein noch für seine arbeit 203euro pro jahr für dass er meine angaben aktualisiert und kontrolliert.
also ich habe nur milchvieh  schw.holsteins die bullenkälber gehen nach 14 tagen weg niemand weiß wohin spanien? also da giebs schon mal kein QS zuschlag.
also muß ich die 203 euro auf meine schlachtkühe oder färsen umlegen.sind bei 5 cent=4060 kg fleisch die ich verkaufen muss um QS zu zahlen
eine kuh hatt 350kg geschlachtet ----brauch ich über 11 kühe pro jahr um wett zu sein wenn ich gerademal 15 pro jahr verkaufe lohnt sich bei mir bei mir nicht mal der aufwand wegen  QS nachzudenken.den raibach damit machen die nach mir, QS bündler-großschlächter-handelsketten.
der bauernverband unterstützt diesen Quatsch auch noch
das einzige was ich bald mache ist meine kündigung an den bauernverband.für die brauch ich gerade den gewinn einer kuh im jahr als beitrag.dafür bekomme ich reell gerade mal 2rundbriefe im jahr mit sachen die jeder eh schon viel früher erfährt.
verkaufe wieder meine kühe verstärkt an private händler,da ich keine lust habe wasserkopfstrukturen zu fördern.
salü.tom

Offline reserl

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Re:QS-System
« Antwort #21 am: 22.04.03, 17:16 »
Wie Tom schon schreibt:
Die Begeisterung der Landwirte hält sich verständlicherweise in Grenzen.....

Dazu passt folgender Link von TopAgrar:

http://www.topagrar.com/frmsets/f_newsn.jsp?Seite=0&Anker=1128


lieben Gruß
Reserl



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Offline Antonia

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Re:QS-System
« Antwort #22 am: 23.04.03, 11:26 »

den raibach damit machen die nach mir, QS bündler-großschlächter-handelsketten.
der bauernverband unterstützt diesen Quatsch auch noch
das einzige was ich bald mache ist meine kündigung an den bauernverband. verkaufe wieder meine kühe verstärkt an private händler,da ich keine lust habe wasserkopfstrukturen zu fördern.
salü.tom



du hast so recht in deinem Beitrag, aber bei uns nimmt dir schier kein Privathändler mehr ab wenn du da nicht mitmachst. Ich bin auch der Ansicht uns Bauern kostet das zusätzlich und den Nutzen davon haben die anderen, ABM für "Sesselfurzer" tät da jemand sagen aus meinem Umfeld. Wir waren auch bei dem HQZ dabei , mit den "drei Löwen", doch gebracht hat es nichts und kenne keinen der beteiligten Bauern die effektiv die Sache lobten und tatsächlich mehr in der Geldbörse hatten durch die Mitgliedschaft oder Absatz über dieses Zeichen. Wo führt uns die deutsche Agrarpolitik noch hin?  
herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia

Offline martina

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Re:QS-System
« Antwort #23 am: 23.07.03, 18:40 »
unser schlachtbetrieb muß sich jetzt auch zertifitzieren lassen,

wir als selbstanlieferer unserer 3 schweine pro schlachtpartie und ab und an mal einen bullen mußten ein formular unterzeichnen, über die

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Offline cara

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Re:QS-System
« Antwort #24 am: 25.11.03, 11:59 »
so.... bei uns gehts jezze in die heisse phase...
nächste woche donnerstag laufen die akkrediteure (oder wie imma die heissen mögen) bei uns auf.

der arbeitsaufwand ist im mom derart hoch, dass ich eigentlich imma nur an der kiste sitze ( ganz gut, kann ich imma mal innen BT schauen ;o)) ), arbeitsanweisungen (aa`s) schreiben, ausdrucken, korrigieren, nochmal schreiben usw.
hinter alles und jedes muss ein kürzel... naja... aufs klo gehts noch ohne... sitzungen jede woche, wo verhackstückt wird, ob denn die stämme bei -20°C oder besser bei -70°C gehalten werden, und ob das so auch in die AA reinmuss, oder wie man das denn dann formuliert...
es ist einfach nur nervenaufreibend und ätzend... kostet ne menge geld, ausser meiner zeit ja auch noch die massen an blätter, die ich bisher durch den drucker gejagt habe...
und die nerven bei den auseinandersetzungen mit meinem chef... das kann mir erstrecht niemand bezahlen.. ;o))

welchen sinn es für uns bringt?
keine ahnung, wir machen trotzdem alles noch so wie imma, und selbst, wenn ein fehler auftaucht...
dann ist er halt passiert.. da kann auch die akkreditierung nichts dran ändern... *schulterzuck*
die passieren halt immer noch... wir sind ja doch alles nur menschen.......
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hv

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Re:QS-System
« Antwort #25 am: 26.11.03, 09:13 »
qs =größter quatsch den es gibt , denn kein produkt wird dadurch besser kein schwarzes schaf eher gefunden und kein fehler vermieden viel höhere kontrollen im biobereich haben nitrofeen nicht verhindert im gegenteil die sippenhaft für alle ist viel eher gegeben und was noch hinzu kommt ist das wir heute schon  ohne qs sauber ohne nennenswerte rückstände produzieren und eigentlich ahtten wier qs schon ohne das es jemand gemerkt hat , es hieß nur igs unsere eingene lobbisten wollen doch nur wieder viel papier und posten schaffen  ich bin gerade bei der auditierung nach ifs , viel mist um nichts ifs ist sowas ähnliches , würde es nicht machen wenn meine kunden es nicht fordern würden  ach ja dann gibt es ja auch noch haccp , das habe ich ja auch schon , und eurepgap , verlangen meine skandinavischen kunden auch noch ich werde weiter den mist machen und ändern wird sich hier nichts , ich bin schon ohne das papier gut , bzw alle rückstandsuntersuchungen negativ übrigends dauert eine untersuchung 2-3 wochen , lächerlich dann ist das produkt lange gegessen und die elbe runter

Offline joker

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Re:QS-System
« Antwort #26 am: 26.11.03, 09:48 »
In unserer Region wurde im vergangenen Jahr ein Bullenmäster mit 100 Punkten QS-zertifiziert (besser geht nicht). Ihm wurde zugesichert, daß die nächste Betriebsprüfung deshalb 'in einigen Jahren' (4?) erfolgen solle.
Jetzt haben sich die Prüfer erneut angemeldet und wollen in der nächsten Woche kommen, was den Landwirt schlappe 190 Euro kosten soll.
Wie ist die offizielle QS-Vorgehensweise für die Prüfung? Gibt es bei QS die 'Schonfrist' für 100er Betriebe offiziell?

Noch was:
Ab Januar sollen QS-Schwinemäster nur noch Ferkel aus QS-Sauenbetrieben mästen dürfen. Was geschieht mit einem Betrieb, der keine Ferkel bekommen kann (hier gibt es nur wenige QS-Sauenhalter, aber viele QS-Mäster)
MfG
Joker

Offline martina

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Re:QS-System
« Antwort #27 am: 26.11.03, 13:18 »
Tja Joker, so ist das nun mal :(

Wir stecken im Moment in der Zertifizierungsphase für unseren LKW :o sonst dürfen wir ab Januar kein Getreide mehr fahren.

Allein für die Schulung (2 Tage!) entstehen pro Unternehmen Kosten in Höhe von 500 €, darin enthalten sind die Arbeitsunterlagen sowie Musterdokumentationen. Ich war jetzt gestern nicht dabei, sondern nur mein Mann, daß muß ihc mir jetzt erst mal alles in Ruhe durchlesen, 1 Dina4-Leitzordner!

Das eigentliche Zertifizierungsaudit vor Ort incl. dokumentation und Zertifikatausstellung kostet dann ca. 950 €  :o  :\'( Dieses Audit muß nach 3 Jahren wiederholt werden.
Zusätzlich müssen pro Jahr 2 Überwachungsaudits durchgeführt werden, eines davon unangekündigt!
Diese Kosten betragen dann noch einmal ca 1000 € pro Jahr :\'( :\'( :\'(

Und das soll jetzt im Transportbereich schon das günstigste Zertifizierungsunternehmen sein, welches der MR finden konnte *puh*

Dafür müssen wir schon einige Frachten fahren, um das wieder reinzubekommen. Um eine Umlage auf die Kunden werden wir wohl nicht drumherum kommen, besonders wenn jetzt irgendwann die Maut doch noch kommen sollte ::), aber das ist ein anderes Thema 8)

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hv

  • Gast
Re:QS-System
« Antwort #28 am: 29.11.03, 10:19 »
das schöne an qs ist das wir (dummen) bauern es machen werden , aber der nachgelagerte handel nicht und somit viel wind um nichts kommt und das geld verbrannt wird , aldi ,lidle und plus , haben es abgelehnt , und das sind im foodbereich immerhin 40 % des umsatz , metro und rewe überlegen , ob sie vielleicht mitmachen , das sind dann weiter 30 %  die wahrscheinlich aus kostengrüden nicht dran teilnehmen , aber wir bauern müssen ja vorran gehen
wir habens ja , und meckern dann über die schlechten preise,  typisch deutschland ,wir schaffen schon heute kaum die gesetzlichen vorgaben zu halten , und setzen noch eins oben drauf  , und das nur weil wir uns nicht trauen mal aufzubegehren ,und auf jeder versammelung niemand mal dem vorstand was sagt , die da vorne am vorstandstisch sind ja alle was besseres , nur die haben alle vergessen wer sie bezahlt , in england oder skandinavien haben die handelketten die vorgaben gemacht und da wird es den erzeugern honoriert , wenn sie sich dem anpassen hier bezahlen wir und der handel zieht den nutzen , das ist dann gute arbeit unserer angestellten , danke an unsere genossenschaften und unseren berufsverband , aber die wüste wäre für unsere vertreter noch zu gut um sie dahin zu jagen , mir würde was besseres einfallen, in den stall oder auf den acker , damit sie mal wissen was arbeit ist , und wie toll wenn andere mit ihrem geld um sich schmeißen  so ich hoffe , hier lesen mal andere als nur landfrauen , bzw , sagt es einfach öffentlich  was ich denke , ich kann mit umgehen das ich unbeliebt bin , cu hv      

Offline cara

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Re:QS-System
« Antwort #29 am: 29.11.03, 10:37 »
tja.... so schwer es mir auch fällt.....
ich muss dir, hv, tatsächlich in den meisten punkten recht geben...

allerdings denke ich eher, dass die (dummen) bauern es machen werden müssen, denn selbst wenn der handel da nich mitzieht, werden sie es doch wahrscheinlich verlangen... über kurz oder lang...

d.h. ein nicht zertfizierter betrieb wird in ein paar jahren wahrscheinlich massive probleme haben, seine produkte abzusetzen.
« Letzte Änderung: 29.11.03, 10:37 von cara »
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