Autor Thema: Multimodale Schmerztherapie?!  (Gelesen 5132 mal)

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Offline Benita1Topic starter

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Multimodale Schmerztherapie?!
« am: 17.01.15, 17:52 »
Hallo zusammen,

Seit einem halben Jahr denke ich über eine Schmerztherapie nach, weil ich so viele Schmerzmittel brauche.
Mein HA hat mir dies vorgeschlagen, auch der Orthopäde ..................

Ich habe mich natürlich auch darum gekümmert und festgestellt, dass so eine Therapie immer mit einem 14-tägigen KH-Aufenthalt verbunden ist. Zeit könnte ich mir ja dafür nehmen, wenn diese Therapie was bringen würde, wobei ich allerdings meine Bedenken habe.
Der Grundgedanke dieser Th. ist, dass die wichtigen Nervenstränge entzündet sind, weil irgendeine Dauerbelastung besteht, die die Nerven an diesen Punkten anschwellen (Entzündung) lässt, was dann breitflächig Schmerzen auslösen kann, die nicht unbedingt gleich mal als Ischias (z.B. bei mir) einzuordnen sind.
Bei dieser Therapie werden in die Nähe der Nervenwurzeln entlang des Wirbelsäulennervenstranges täglich nur kleine Mengen Cortison gespritzt.
Man könnte natürlich auch Cortison oral nehmen aber dies hat langzeitlich erhebliche Nebenwirkungen, zumal die Dosis dann auch viel höher sein muss, ........ für den gesamten Körper.

Fragt sich nur, ob denn dieser Zustand durch so eine Spritzenkur dann ausgeschaltet wird.

Beinahe wäre ich in diese Falle getappt, allerdings sagte mir mein Verstand ständig : Es verändert sich ja durch Cort. nur kurzzeitig dieser Zustand.
Bei meinem erst kürzlich zurückliegenden Besuch der Sprechstunde eines erfahrenen Neuro-Chirurgen, erfuhr ich allerdings, dass diese Spritzenkur eigentlich nur längerfristigen Erfolg bringt, wenn man unter nicht soooo starken und langwierigen Schmerzen in dieser Region leidet. Besonders bei jungen Menschen kann man evtl. eher einen längerfristigen Erfolg erreichen, wobei man mit vllt höchstens einem Jahr rechnen kann wenn noch nicht diverse Abnützungen bestehen.
Man darf auch keine so lange Schmerzkarriere hinter sich haben mit den entsprechenden Diagnosen, wie Spinalkanalverengung, Bandscheibenvorfall und diverse Rückenverkrümmungen. Man sieht meine Skoliose äußerlich rein gar nicht.
Ich kenne eine Frau in meinem Alter, die sich partout nicht mehr spritzen lassen will, weil sie diese Methode bereits 3 Mal hinter sich gebracht hat.
Zuletzt redete man ihr ein, dass eine ambulante Spritzenkur auch Verbesserung bringt, was rein gar nicht stimmte. Nach jeder Spritzenkur dauerte es nur 3 Wochen, dann waren die Schmerzen wieder da. Nach der ambulanten Kur hat es nur eine Woche gedauert, bis sich die Schmerzen wieder meldeten.
Sie bräuchte auch eine Spinalkanal-OP aber sie kennt einige Leute, die ihr davon abgeraten haben, weil es halt auch Menschen gibt, bei denen es nicht so viel brachte.

Diese multimodale Schmerztherapie wird von den Kassen bezahlt und die orthopädischen Abteilungen der KH verdienen scheinbar damit sehr gut.
Wann zahlt schon die gesetzliche KK einen 14-tägigen Aufenthalt in einem KH.
Bei TEP-Implantationen muss man nach 7 oder 9 Tagen das KH verlassen.
Der Orthopäde allein hat die Macht, über so eine Spritzenkur im KH zu entscheiden und es ist somit ........... gute eine Methode, die Betten zu füllen.
Ich habe bereits Patienten kennengelernt, die diese Th. machen ließen und ließ mir erzählen, dass nach jeder Spritze ein Zustand der vorübergehenden Lähmung (2-4 Std.) eintreten kann. Deswegen wird diese Therapie in einem KH von der KK bezahlt.

Der NC bei dem ich letztens war sagte, dass die OP zu 85 % erfolgreich ist.

Wollte nur mal meine Gedanken zu dieser multimodalen Spritzentherapie hier hinschreiben.

Benita

« Letzte Änderung: 17.01.15, 19:14 von Benita1 »

Offline Ingrid1

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Re: Multimodale Schmerztherapie?!
« Antwort #1 am: 18.01.15, 08:17 »
Hallo Benita

das stimmt so nicht ich habe schon zwei Mal eine Schmerztherapie und zweimal ERFOLG. Einmal wegen Rückenschmerzen und einmal wegen Migräne. Ich war in einer Klinik die auf eine solche Therapie speziealisiert ist und nicht einfach in einem KH. Habe immer danach noch eine Reha gemacht um den Erfolg und das erlernte aus der Therapie in den Alltag mit einzubringen und es hat immer gut geholfen.

Du kannst nicht dich mit den andere vergleichen bei denen es nicht geholfen hat.

Ich war in der Schön Klinik Vogthareut die sind darauf speziealisiert  und auch sehr gut.

Ich hatte damals nur eine Hochdosierte Gabe von Cortison gebraucht und es war gut und auch das wird nicht täglich gemacht. Auch besteht dabei keine Lähmungen, da würd ich mich noch mal informieren.

Schöne Grüße von Ingrid

Offline Ingrid1

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Re: Multimodale Schmerztherapie?!
« Antwort #2 am: 18.01.15, 08:38 »
Die Therapie heist nicht nur Sprizten sondern auch

mit Pysiotherapeuten arbeiten
mit Massagen
mit Psychologen
mit Arzt reden
mit sich selber
mit Wassergymnastik
mit Ruhe und Schlaf
den Schmerz annehmen und verstehen
die Tabletten zu reduzieren und evtl. umzustellen
sich auf neues einzulassen
anschließend eine Reha oder Kur zu machen
den Alltag zu hause neu zu gestallten so weit wie möglich
dafür gibt es spezielle Krankenhäuser die das können

ich würde es immer wieder machen

Schöne Grüße von Ingrid

Offline Benita1Topic starter

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Re: Multimodale Schmerztherapie?!
« Antwort #3 am: 19.01.15, 14:13 »
Hallo,

na ja, in 20 Jahren war ich bestimmt 5 mal zur Reha, in denen all diese von dir aufgeführten Anwendungen und Behandlungen, Gespräche und die Erholungszeiten enthalten waren. Wenn dann endlich mal der Ursprung der Dauerschmerzen gefunden sind und dies so ein Wirbelsäulendefekt ist, wie bei mir, dann hat man das Rentenalter fast erreicht.
Von der Klinik in Vogtareuth hat mir schon mal eine Frau vor 15 Jahren vorgeschwärmt, denn diese muss ja erstklassig sein. Die Dame hatte ewig schon mit einer ganz schlimmen Skoliose zu tun und dafür sind die anscheinend spezialisiert. Diese Klinik gehört jetzt zu den Schön-Kliniken und ich habe gerade gegoogelt. Dort ist jetzt natürlich ein anderer Chef und wenn ich im Umkreis von Rosenheim wäre, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass ich dort auch angelandet wäre. Dort war ein bekannter Arzt, der einen besonders guten Ruf hat aber der ist ja bestimmt jetzt auch schon pensioniert. Zwar bin ich für diesen Zweck zusatzversichert aber der nächste KH-Aufenthalt ist mir momentan eh gewiss.
Im Moment bleibe ich in diesem KH in München, weil ich jetzt schon Kontakte gemacht habe. hab lange genug gesucht und auf Termine gewartet.
Dieser Facharzt ist ein bekannter Mann und mein GÖGA sagt:"Mit meiner Versicherung kann ich zum "Schmied gehen und nicht nur zum Schmiedl"

Eine 100%-ige Sicherheit hat man eh nirgends und wenn ich in München Negatives erlebe, dann schreibe ich es bestimmt als Kritik ins Netz. Wenn ich zufrieden bin, schreibe ich es erst recht ins Netz.
Es heißt zwar, ........ wenn ein Patient unzufrieden ist, dann erzählt er es durchschnittlich mind. 13 Personen, wenn er zufrieden ist, dann erfahren es im Durchschnitt nur 3 Personen. Ich möchte diese Meinung nicht bestätigen.

Benita