Autor Thema: Eklat zwischen den Generationen  (Gelesen 41089 mal)

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Offline Sasa

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #15 am: 07.11.14, 13:41 »
Richtig.

Wenn ihr das Grundstück gehört, dann kann sie sogar den Abriss verlangen, wenn ihr danach beliebt.


Offline Niernderl

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #16 am: 07.11.14, 13:54 »

Noch ein ganz aktuelles Thema:
Wir wollen eine Bergehalle bauen, etwas außerhalb vom Ort. Dort sollen mehrere Fahrzeuge und Geräte rein - und eben auch meine Pferde. Damit wäre dann das Problem auch gelöst, dass ich als rotes Tuch auf dem Hof erscheine. Nun will aber die SM nicht, dass wir diese Halle bauen. Blöderweise hat der Architekt die Pläne bei den Senioren abgegeben und die SM dreht eben deshalb am Rad. Vom Grundbuch her ist es das Grundstück der SM. Darf sie aber ihrem Sohn als Bauherrn dann dennoch verbieten, auf der von ihm gepachteten Fläche etwas zu bauen? Oder kommt es da jetzt auch wieder drauf an, was im Vertrag steht? Oder gibt es eine generelle Regelung?

Hallo und ein herzliches Willkommen hier!

Bei deutschem Recht kenn ich mich nicht aus, bin Österreicherin, aber hier ist es so, dass man sehr wohl auf Fremdgrund bauen darf jedoch der Grundbesitzer seine Unterschrift dazu leisten muss. Also wenn SM noch im Grundbuch als Besitzerin eingetragen ist muss sie im Bauansuchen ihre Unterschrift als Grundbesitzerin leisten und dein Mann als Antragsteller.

Ich würd mich schnellstens mit deinem Mann und dem Vertrag an einen Rechtsanwalt oä wenden, der kann genauer Auskunft geben. Bei uns hier hilft auch die Bauernkammer in solchen Angelegenheiten, da zahlst nicht gleich. So lange nicht übergeben ist, hat dein Mann leider kein Recht auf Grund und Boden. Alle Anschaffungen die er getätigt hat sind in seinem Besitz, du musst das so sehen wie wenn du deine Wohnung wieder kündigen würdest, da kannst auch nicht ohne Zustimmung des Vermieters etwas an der Baustruktur ändern, du kannst dir eine neue Waschmaschine kaufen, die gehört dann dir, aber wenn eine Küche schon drinnen war mit den Geräten dann gehört die dem Vermieter! Wenn er einen Traktor angeschafft hat aber einen alten dafür von SV verkauft hat, dann gehört eigentlich SV der Erlös vom alten Traktor (war ja seiner) und der Rest gehört deinem Mann.

Es wird sicher noch ein sehr beschwerlicher Weg. Dein Mann muss sich an seine Eltern wenden und ihnen klipp und klar zu verstehen geben, dass er den Hof aufgeben möchte wenn es nicht anders geht und sie dann ohne Hilfe dastehen, aber zuerst an einen Rechtsvorstand wenden, der kann euch sagen was genau ihr zu tun habt und was gesagt und was nicht gesagt werden sollte, damit euch kein Strick aus dem ganzen gedreht werden kann.
Es grüßt euch ganz herzlich aus dem Salzburger Land
                                            Regina :-)

Kiliane

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #17 am: 07.11.14, 14:19 »
Danke für diese Ansätze. Die waren jetzt SEHR hilfreich!
War mir nicht bewusst, dass sie als Verpächterin jedoch Eigentümerin so zustimmen muss. Auf diesem Grundstück wurde schon mal was von meinem Mann gebaut, da musste sie auch nichts unterschreiben. Bringt aber ein ganz anderes Licht in den dunklen Raum!

Zu den Fahrzeugen/Gerätschaften:
Schon bevor mein Mann den Hof gepachtet hatte, hat er einen Traktor gekauft, der aber vor ein paar Jahren auch ausgetauscht wurde.

Dass die Geschwister nicht helfen möchte ich ja nicht mal kritisieren. Sondern einfach die Tatsache, dass die sich nie um was geschert haben, aber finanziell eben unterstützt werden. Die SE verlangten ja auch von meinem Mann, dass er nicht mehr seinem Job nachgehen soll, er solle Vollzeit auf dem Hof bleiben. Die haben den Bezug zur Realität nicht. Denn mit dieser Betriebsgröße kann man ja nicht überleben. Und zum Vergrößern ist keine Möglichkeit da (Mitten im Ort). Und da wir beide nicht unseren Lebensinhalt im Milchviehbetrieb sehen, wollen wir auch gar nicht außerhalb groß bauen.

Also je nachdem, wie das nächste Gespräch mit den SE läuft, werde ich mit meinem Mann zu einer Rechtsberatung gehen. Ich gehe eh schon davon aus, dass das jetzt nicht im Guten auseinander geht. Leider.

Offline Sasa

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #18 am: 07.11.14, 14:22 »
Naja, dass "weichende" Geschwister finanziell unterstützt werden ( durch Finanzierung einer Ausbildung, was auch immer...) kann durchaus so vorgegeben sein. Und ist zumindest in unserer Gegend "gängig".

Dass derjenige, der auf dem Hof bleibt, evtl. das schlechtere Geschäft macht, steht auf einem anderen Blatt.

Und Du schreibst es ja selbst- die SE sehen die Realitäten nicht.

Offline gini

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #19 am: 07.11.14, 14:44 »
Hallo Kiliane!
Bevor die Besitzverhältnisse bzw. Übergabe nicht geklärt sind, würde ich gar kein Geld investieren.
Ich versteh nicht ganz, wie das mit den Rentenansprüchen läuft, wenn dein Mann der Pächter ist. Ist die SM dann bei ihm angestellt?
Es grüßt Euch alle
                           gini

Offline Tormenta

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #20 am: 07.11.14, 15:31 »
Hallo Kiliane
1.Pachtvertrag genau studieren
2.Um auf einem gepachteten Grundstueck zu bauen im Aussenbereich braucht es die Zustimmung des Eigentuemers
3.Macht den Schwiegereltern klar, dass die Tiere sofort verkauft werden koennen, da Ihr die Eigentuemer seit und dass sie dann ohne Arbeit und Einkommen dastehen
4.Hoert auf zu diskutieren sondern macht alles schriftlich so habt Ihr was in den Haenden und es ist weniger Stressgeladen denn muendliche Gespraeche
5.Bist Du hundertprozent sicher, dass dein Mann hinter dir und den Entscheidungen steht oder tanzt er auf zwei Hochzeiten?
6.Weshalb hast Du den Pachtvertrag noch nicht gesehen ihr seit ja verheiratet
7.Wer bekommt das Geld der verkauften Tiere,der Milch etc.?

Soviel fuer jetzt
Tormenta

Offline annelie

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #21 am: 07.11.14, 15:48 »
Hallo Kiliane!
Bevor die Besitzverhältnisse bzw. Übergabe nicht geklärt sind, würde ich gar kein Geld investieren.
Ich versteh nicht ganz, wie das mit den Rentenansprüchen läuft, wenn dein Mann der Pächter ist. Ist die SM dann bei ihm angestellt?

Gini,
in Deutschland muß man den Betrieb abgeben um die Bauernrente zu bekommen, entweder übergeben oder auf mindestens 9 Jahre verpachten. Hat man keine Tiere, reicht es die Flächen zu verpachten. Man darf glaub ich auch ein paar Tiere halten, aber wie viele weiß ich jetzt nicht.

Weichenden Erben steht ein Pflichtteil zu. Der Betrieb hat ja auch einen Wert.

Kiliane, was hat er den auf dem Grundstück bereits gebaut? Kann es sein, dass die SM Eigentümerin oder Miteigentümerin vom Hof ist, dann hat sie ein gewichtiges Wort mitzureden und ganz ehrlich, ich wäre etwas verschnupft, wenn ich durch Zufall erfahren würde, dass unser Sohn auf meinem Grundstück was bauen möchte und es mir nicht sagt oder vielmehr würde ich mich wundern und ihn für sehr naiv halten.
« Letzte Änderung: 07.11.14, 16:00 von annelie »
Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist ein Geheimnis
und jeder Augenblick ist ein Geschenk.

Liebe Grüße
Annelie

Offline Benita1

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #22 am: 07.11.14, 18:07 »
Hallo Kiliane,

mir würde es genau so gehen wie Annelie,
es ist schon sehr betrüblich für die SE, dass sie wissen, der Hof geht nicht weiter, es wird evtl. ohnehin mal verpachtet.
Letztendlich höre ich dieses Ende heraus.
Da kann dann auch gut sein, dass die SE sich alles nochmal GANZ anders überlegen.
Dein Mann hat einen ordentlichen Beruf erlernt, wie ich heraus höre.
Der kann sich damit auch ein schönes Leben gestalten, was ja die Geschwister bis jetzt auch machen

Zumal du selber rein gar nicht daran denkst, ihnen einen Enkel und Erben für den Hof zu bringen  :-\ .
Ist ja nicht schlecht, dass du ihnen gleich reinen Wein eingeschenkt hast  ::)
Ob das ein Fehler war kannst du selber entscheiden.

Dann bekommt dein Mann sein Pflichtteil und fertig  :-\

Die können auch einem der Geschwister den Hof übergeben, denn die werden ja vllt schon für Enkel gesorgt haben.

Das hat es alles schon gegeben.

Man stelle sich vor, dein Mann verstirbt evtl. früh und dann können die SE zusehen wie du mit dem Besitz von DANNEN ziehst.
Allerdings würde für den Fall aber meistens eh eine Klausel in den Übergabevertrag dazu geschrieben;
nämlich dass der Hof dann wieder an Eltern oder die Geschwister zurückfällt.

Ist ja gut, dass du wenigstens ausgezogen bist, denn so eine ungute Umgebung kann man den SE nicht zumuten.

Benita

Offline Pferdefrau

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Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #23 am: 07.11.14, 18:28 »
Hallo, ich wuerde an deiner Stelle deine Pferde woanders hinstellen. Du schreibst du arbeitest, stell sie in einen Pensionstall. So ist es alleine deine Sache und dann geht es deine se rein garnichts an. Und du hast deine Ruhe und kannst dich nach der Arbeit auf deine Pferde freuen. Deine se koennen dann nichts mehr sagen😄. Ich kenn das hin und her aus meiner alten Beziehung. Was willst dich ärgern ? Bringt nichts! Ist ihr Hof die bewirtschaften ihn. Verdirbt dir nur die Laune . Bei mir Gabs wegen meiner Pferde auch viel hin und her. Durfte die auch nicht auf den Hof stellen, passte seinem Vater nicht. Was war ärger tränen. Hobby soll Spaß machen!
Achja was ich nicht gut fand das du gesagt hast das du mit den Rindern nichts zu tun haben willst. Als vollzeitjob wäre es sicher auch nichts für mich, aber wenn mein Freund Hilfe braucht bei den Tieren mache ich das schon. Man möchte ja auch das man geholfen bekommt.

Offline Lulu

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #24 am: 07.11.14, 18:48 »
Hallo liebe Kiliane,

erst einmal herzlich Willkommen in diesem Forum. Mein Einstieg in diesem Forum war ein ähnlich heikles Thema und da schießt so manche Dame vorschnell scharf. Ich habe damals gedacht, jesses.....was jetzt los.....ich war doch bloß auf der Suche nach einem Ratschlag. Also bitte nicht vorschnell urteilen, ich hoffe du bleibst uns erhalten.

Zu deinem Thema. Verpachten ist immer heikel und oft ein Mittel des übergebenen Teils, noch alle Fäden in der Hand zu behalten. Man will Rente bekommen und die Verantwortung abgeben, aber die volle Kontrolle und das geht meist nach hinten los. Ich finde es auch nie so recht fair. Warum nicht wirklich abgeben? Es gibt für die SE Wohnrecht und ev. finanziellen Ausgleich und fertig.

Ich habe mich in deinen Aussagen sehr oft wiedergefunden. Und Hut ab....das du ausgezogen bist und trotzdem die Beziehung erhalten willst.
Wenn du das Gefühl hast, dein Mann steht hinter dir und will auf dich nicht verzichten, dann ist das richtig klasse. Es ist wichtig das ihr zusammen haltet und das nach außen auch vertretet. Warum ist dein Mann nicht mitgezogen? Ein Pachtvertrag beinhaltet noch lange nicht, das man daheim wohnen bleiben muss.

Bauen auf Pachtgrund wird sicherlich nicht gehen. Du musst spätestens beim Baugesuch eine Einverständniserklärung des Eigentümers vorlegen und das dürfte ja schwierig sein. Das ginge höchstens in Erbbaupacht, aber das werden deine SE nicht machen. Somit habt ihr da leider überhaupt keine Chance. Bauen im Außenbereich als Nebenerwerbslandwirt wird auch immer schwerer bis unmöglich.

Wenn dein Mann mitzieht, geht zu einer landwirtschaftlichen Familienberatungsstelle. Die haben einen klaren Kopf dafür, kennen die Rechtslage bzw. wissen wo man diese in Erfahrung bringt und könnten ev. auch  mal mit den Altenteilern sprechen.

Allerdings, welcher Mann möchte denn einen Hof bewirtschaften, auf dem die eigene Frau nicht einmal ein paar Pferde halten darf?
Sorry, das geht für mich zu weit. Ich glaube dein Mann muss sich langfristig von diesem Hof verabschieden. Aber wenn er Maschinen schon hat.
Warum nicht einen anderen Hof kaufen oder pachten?

Ich glaube, die Eltern deines Mannes brauchen mal die Realität, das Sohnemann auszieht und die Fühler nach was anderem ausstreckt. Das öffnet ihnen vielleicht das Bewusstsein und die überdenken ihre Position noch mal.

Und auch ein Pachtvertrag kann man lösen, wenn die Umstände unzumutbar sind. Und das sind Sie definitiv für einen Mann, wenn er seine Frau nicht mal mitbringen darf. Das wird auch ein Richter so sehen. Wenn es hart auf Knopf kommt.

Ich weiß nicht, ob ich dir helfen konnte, aber fühle dich verstanden. Hier gibt es einige die durch die Hölle Generationskonflikt gegangen sind oder noch gehen. Damit bist du kein Einzelfall.

wünsche dir alles Gute

Lulu




Kiliane

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #25 am: 07.11.14, 19:54 »
Nun kommt ja ganz schon was in Gange hier. Finde das ja schön. Aber bin auch ehrlich: Teils finde ich manche Kommentare etwas daneben. Muss sich ja niemand angegriffen fühlen, spreche auch niemanden direkt an.

Vielleicht habe ich mit zu viel Emotionen geschrieben. Kann man vielleicht auch nachvollziehen.
Im Endeffekt hat mich Lulu sehr gut verstanden! Danke dafür!

Ein paar Erklärungen:
Ich habe mich nicht um den Pachtvertrag gekümmert, weil ich damit nichts am Hut habe. Die Eltern wollten mich auch nicht bei den ganzen Gesprächen dabei haben. Und ja, ich gebe zu, es hat mich auch nicht wahnsinnig interessiert. Ich war zwar nicht dagegen dass mein Mann den Hof übernimmt. Jedoch ging ich auch immer davon aus, dass er ihn wirklich übernimmt und nicht pachten muss. Und dennoch habe ich eben von vorne herein gesagt: So mache ich die Landwirtschaft nicht mit. Wir sind Mitten im Ort, alles ist beengt und dann die paar Milchkühe und eben die Nachzucht. Ich finde nicht in Ordnung wie das Milchvieh gehalten wird. Kühe sind ähnlich wie Pferde und dürfen nicht den ganzen Tag stehen. Sie sind zwar nicht angebunden, aber dennoch in diesen Liegeständern. Die Milchkühe bewegen sich morgens und abends zum Melkstand, mehr nicht. Und das kann ich nicht vertreten! Ebenso wird in meinen Augen auch zu wenig nach den Tieren geschaut. Wenn die Klauen so lang sind, dass die Tiere kaum mehr laufen können, ist das für mich bedenklich.
Ich weiß, das jetzt hier zu sagen ist riskant. Ich habe auch sehr oft Kritik dahingehend geäußert. Wenn's den Kühen nicht gut geht, dann ist die Milchleistung nicht so hoch. Und ich finde es nicht fair den Tieren gegenüber. Und immer wenn ich dann gemeckert habe, dann schnappte sich der SV eine Kuh nach der anderen und bearbeitete die Klauen. Es ist ja auch so, dass man extra einen tollen Klauenstand gekauft hat.
Dem Jungvieh geht's toll in Gruppen und Laufboxen. Aber mit den Milchkühen habe ich Mitleid.

Ich helfe meinem Mann im Stall wenn seine Eltern nicht da sind. Ich verschließe mich auch nicht ganz davor. Ich habe sogar gesagt, dass wenn man einen Melkroboter hätte, dann würde ich die Rinderwirtschaft sogar mit betreiben. Aber mir liegt es fern mich nahe an eine Kuh zu wagen. Ja, ganz ehrlich: Ich finde das echt nicht gut, dass die Tiere sich in jeglicher Lebenslage erleichtern - egal ob da jemand dahinter steht oder nicht. Bin halt ein Pferdemensch und da kann man das besser steuern.

Mein Mann steht inzwischen voll hinter mir! Er ist nicht mit ausgezogen weil ich das nicht wollte. Das war zu einer Zeit, da stand er eben nicht hinter mir. Und ich sagte, er solle sich mal darüber klar werden, was er eigentlich will, was er von der Zukunft erwartet und wie er sich das alles vorstellt. Das hat er getan und endlich über die letzten Monate eine Entscheidung gefällt.

Das Ding ist:
Wir sind beide der Meinung, dass das Morgen nicht im Guten enden wird. Wahrscheinlich werden meinem Mann und seinem Vater schon nach 10 Minuten die Krägen platzen, es wird im Geschrei enden und sein Vater wird beleidigt den Raum verlassen. Dazu muss ich noch sagen:  Ich kann mit seinem Vater sehr gut! Er tüddelt auch oft mit meinen Pferden.
Und es ist wirklich so: Die Eltern leben nicht in der heutigen Zeit. Sie verstehen nicht, dass 100 Stück Vieh nicht reichen, um überleben zu können. Da MUSS man arbeiten gehen! Sie wissen aber auch nicht wie die Arbeitswelt ist, dass es da teils auch herb zugeht. Ich hab Glück und einen tollen Job. Mein Mann hat einen sehr viel stressigeren Job. Und daher habe ich auch noch genügend Zeit, Kraft und Freude für mein Hobby.

Vor einem halben Jahr ist ein Bauer aus dem Nachbarort ziemlich unerwartet gestorben. Er war etwas über 60 Jahre, der Sohn hätte den Hof auch übernehmen wollen. Nun hatte der Bauer aber kein Testament gemacht, nichts war vorhanden. Nun war das ein heftiges Hin und Her. Damals haben die SE, vor allem der SV, große Töne gespuckt, dass man das doch nicht machen könnte. Ab einem bestimmten Alter müsste man ein Testament vorbereitet haben. Aber selbst haben sie noch nichts geschrieben. Die SM ist so geldgeil, die würde nichts abgeben!
Sorry für die harten Worte - aber das ist die Wahrheit!

Offline cara

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #26 am: 07.11.14, 19:55 »
Hallo Kiliane,

mir würde es genau so gehen wie Annelie,
es ist schon sehr betrüblich für die SE, dass sie wissen, der Hof geht nicht weiter, es wird evtl. ohnehin mal verpachtet.
Letztendlich höre ich dieses Ende heraus.

.......

Ist ja gut, dass du wenigstens ausgezogen bist, denn so eine ungute Umgebung kann man den SE nicht zumuten.

Benita

Benita,
du übertriffst dich mal wieder selbst... ::)

Wenn der Mann sich für eine Frau entscheidet, dann ist das seine Wahl, egal, wie die beiden dann ihr Leben gestalten...
ob mit Kindern, ohne Kinder, mit Hof, ohne Hof,mit Vieh, ohne Vieh, ob er alles verkauft oder abbrennt..
DAS ist alleine SEINE Wahl, da müssen die Eltern dann einfach durch, wenn sie ihn zum Hoferben erkoren haben...

Kiliane,
das meiste ist ja schon geschrieben worden, sucht euch Hilfe bei einem landwirtschaftlichen (!) Berater, ob von der Kammer, oder ein RA mit landw. Spezialisierung...
solche Sachen sind immer sehr speziell, da muss man Ahnung haben
LiGrüss cara

It's a magical world, Hobbes, ol' buddy...
Let's go exploring!

Offline Pierette

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #27 am: 08.11.14, 07:40 »
Nun kommt ja ganz schon was in Gange hier. Finde das ja schön. Aber bin auch ehrlich: Teils finde ich manche Kommentare etwas daneben. Muss sich ja niemand angegriffen fühlen, spreche auch niemanden direkt an.

Da kann ich Dir nicht zustimmen.
"Daneben" war m.E. kein Beitrag.  Du solltest dich schon darauf einstellen, dass bei allem Verständnis auch andere Erfahrungen, Betrachtungsweisen und Aspekte zur Sprache kommen und in die Diskussion einfließen. Nimm es als Anregung mit, das empfehle ich Dir.

An Deiner Entscheidung, nicht auf dem Hof zu Leben und nichts mit den Kühen zu tun haben zu wollen gibt, kann ich absolut verstehen. Auch die Begründung, Dir gefalle die Haltung der Tiere nicht. Aber Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass sich diese von Dir kritisierten Umstände
Zitat
Aber mir liegt es fern mich nahe an eine Kuh zu wagen. Ja, ganz ehrlich: Ich finde das echt nicht gut, dass die Tiere sich in jeglicher Lebenslage erleichtern - egal ob da jemand dahinter steht oder nicht.
in einem modernen Boxenlaufstall mit AMS ändern?

Auch ich kann mich den Vorschreiberinnen nur anschließen, eine Rechtsberatung ist dringend notwendig!

Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen (aus Afrika)

Offline Pferdefrau

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Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #28 am: 08.11.14, 08:50 »
Ich bin auch pferdemensch mit Leib und Seele. Aber das pferdchen erleichtert sich auch manchmal unverhofft😄😄😄😄😄. So hat mein pferdchen schon mal in meinen Rucksack geaeppelt😄

Offline Kleopatra

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Re: Eklat zwischen den Generationen
« Antwort #29 am: 08.11.14, 10:00 »
Ja, ganz ehrlich: Ich finde das echt nicht gut, dass die Tiere sich in jeglicher Lebenslage erleichtern - egal ob da jemand dahinter steht oder nicht. Bin halt ein Pferdemensch und da kann man das besser steuern.


Bin Pferde- und Kuhmensch und kein Schweinemensch. Es stimmt, die Kühe erleichtern sich meistens schon wo sie gerade stehen. Von unseren 7 Pferden ein Wallach und beide Stuten erleichtern sich auch gerade wo sie stehen.

Mit unseren Schweine hatte ich jeweils auch ähnlich empfunden. Zum Glück halten wir nun keine mehr. Aber sie erleichtern sich auch ordentlich an der gleichen Stelle.

Kühe sind übrigens trotzdem auch Geschöpfe die Zuwendung verdienen.

« Letzte Änderung: 08.11.14, 10:12 von Kleopatra »