Autor Thema: Windenergie  (Gelesen 13378 mal)

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Offline goldbachTopic starter

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Windenergie
« am: 03.07.14, 09:34 »
Bei uns in der Gemeinde wurden Anträge für insgesamt ca. 20 Windräder gestellt. Auf zwei verschieden ausgewiesenen Flächen.
Wohnt jemand vom BT in unmittelbarer Nähe von Windrädern? Und in welchem Abstand?
Gibt es tägliche Beeinträchtigungen für Euch in Form von "Lärm"/Surren des Rades oder durch Schattenschlag?
Wir haben lt. Windmessungen 5,0 m/s  bis 5,5 m/s .  Die Nabenhöhe liegt voraussichtlich bei 160 m d.h. ein Windrad wird etwa 200 m hoch!
Ist vom BT jemand an Windräder beteiligt?
Die Gemeinde hat ja nicht zu entscheiden, welche Rentabilität ein Windrad einbringt, sondern soll die Vor- und Nachteile für die Bevölkerung abwägen.

Offline Lisa

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Re: Windenergie
« Antwort #1 am: 03.07.14, 10:43 »
hallo,
vor drei Jahren waren wir in den neuen Bundesländern und unsere Pension war in unmittelbarer
Nähe mehrerer Windräder,hätte ich diese nicht gesehen ich hätte sie nicht bemerkt.
Ich bin nicht empfindlich,ein AKW hätte mich gestört.
Besuche Windkraftanlagen und die Umgebung um selber urteilen zu können.
Die Bevölkerung sollte auf alle Fälle mit eingebunden werden eventuell beteiligt werden.
Ich finde es nicht gut das sich hier große Konzerne auf Kosten der Anlieger und Grundstückseigner
bereichern.  LG. Lisa
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Offline Annette

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Re: Windenergie
« Antwort #2 am: 03.07.14, 12:17 »
http://www.kreiszeitung.de/lokales/rotenburg/rotenburg-ort120515/untersuchungen-anwohnern-wilstedt-nach-zwei-jahren-abgeschlossen-3654579.html

Dieser Artikel war letzt in der Zeitung, hilft Dir vllt nicht unbedingt weiter, aber ich fand ihn schon interessant. Ich denke mal, es ist wie mit der Bahn oder dem Straßenlärm, man gewöhnt sich dran.

Sollte der Landkreis sich nicht querstellen und irgendwelche außerörtlichen Personen oder Gruppierungen dagegen angehen, werden wir wohl auch einen Windpark bekommen - an dem sich auch die Bürger beteiligen können. Aber ich persönlich glaube erst daran, wenn der erste Bagger rollt  ;)

LG Annette
Lieber auf neuen Wegen stolpern, als in alten Bahnen auf der Stelle treten. (H.Hesse)

Offline Beate Mahr

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Re: Windenergie
« Antwort #3 am: 03.07.14, 13:01 »
Hallo

ähm ... echt 20 WKA ??? ... das ist heftig ...
ich denke es gibt mindestabstände zwischen den Rädern ???

Gruß
Beate
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Offline samy

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Re: Windenergie
« Antwort #4 am: 03.07.14, 13:43 »
Die Mindestabstände werden gerade hitzig diskutiert.
In unserem Bundesland wollten diese vergrößern und sind gescheitert. Der Bund hat dagegen gehalten. Wohl weil es immer schwieriger wird Standorte zu finden.

Wir habe schon einige WP in der Umgebung. Ich finde die Abrissgeräusche an den Rotorblättern schon störend.
Die könne zwar eingedämmt werden durch die Einstellung an den Blättern aber dann ist die WKA nicht mehr so effektiv. Und das wollen ja die Investoren nicht. Die hören die Geräussche ja auch in der Regel nicht. :-X

Auch der Schattenschlag ist nicht zu unterschätzen.
Da gibt es zwar Vorgaben aber die sind nicht so streng wie vermutet.
Man sollte schon darauf achten das es keinen Schattenschlag in Wohnnähe gibt.
Zu keiner Zeit. Also nicht nur im Sommer 12.00 Uhr sondern auch im Winter wo nun mal Schatte länger sind.

Die Optik in der Landschaft stört mich z.B. nicht. An manchen Stellen finde ich sogar machen sie die Sicht interessanter. Das ist aber eine Frage des Geschmacks ;D.
Samy

Offline coni

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Re: Windenergie
« Antwort #5 am: 08.07.14, 21:02 »
wir bekommen gerade fünf windräter
das eine steht mal gerade ca 500 m luftlinen

wie ist es denn mit dem schattenslchlag auf dem acker bekommt man da einen ausgleich/schaderersatz dafür
kennt sich da jamand aus  eines wurde auf den einen acker den wir gepachtet haben gebaut ,aber das soviel wegfällt wurde uns nicht gesagt
coni

Offline Sasa

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Re: Windenergie
« Antwort #6 am: 25.10.14, 15:20 »
Bei uns in der Gemeinde wurden Anträge für insgesamt ca. 20 Windräder gestellt. Auf zwei verschieden ausgewiesenen Flächen.
Wohnt jemand vom BT in unmittelbarer Nähe von Windrädern? Und in welchem Abstand?
Gibt es tägliche Beeinträchtigungen für Euch in Form von "Lärm"/Surren des Rades oder durch Schattenschlag?
Wir haben lt. Windmessungen 5,0 m/s  bis 5,5 m/s .  Die Nabenhöhe liegt voraussichtlich bei 160 m d.h. ein Windrad wird etwa 200 m hoch!
Ist vom BT jemand an Windräder beteiligt?
Die Gemeinde hat ja nicht zu entscheiden, welche Rentabilität ein Windrad einbringt, sondern soll die Vor- und Nachteile für die Bevölkerung abwägen.


Ich war gaaanz lange nicht mehr hier und lese mich gerade wieder ein.

Hier antworte ich mal, weil ich seit 1,5 Jahren für einen Windkraftanlagenbauer arbeite ;D

Und bei der Nabenhöhe bzw. Gesamthöhe tippe ich mal, es könnte eine von unseren sein ;D

Es gibt Mindestabstände zwischen den einzelnen Anlagen, je höher die Dinger sind, desto niedriger dürfen sie aber beieinander stehen. Und für die Abstände zu Wohngebäuden gilt bei UNSERE Anlagen- es wird zu 600m Abstand zu einzelnen Häuser geraten, zu Siedlungen 1000m. Die sog. "Bedrückungsgrenze" liegt wohl bei 600m, d.h. ab diesem Abstand nimmt man diese Anlage im Regelfall nicht mehr als "bedrohlich groß" wahr. Es gibt wohl Forscher, die sich mit solchen Sachen beschäftigen und das festgestellt haben.
Der Schattenschlag ist bei so großer Höhe kein so großes Problem wie bei kleineren Anlagen- hat physikalische Gründe, die bei Vorträgen der entsprechende Kollege immer ganz toll erklären kann, ich kanns mir aber nie merken ;D

Spiegelungen und anderen Erscheinungen, die den Schattenschlag verstärken versuchen wir mit der Verwendung bestimmter Lacke, die eben nicht reflektieren, zu vermeiden.

Und die Abreissgeräusche sind abhängig von der Tip-Form- also von der Form der "Spitze".

Ich sehe die einzelnen Rotorblätter auch öfter mal von "oben", wenn sie in der Fertigung sind. Die "alten" Modelle sehen in etwa aus wie eine Flugzeugtragfläche- die neuen Anlagen, die halt auch sehr "hoch" sind, haben Rotorblätter, die eher an Vogelfügel erinnern, also schmaler, "geschwungener", und die Tips sind nach "hinten abgeknickt".

Direkt "an der Nabe" misst man übigens 60 dB als Lautstärke.

Offline LunaR

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Re: Windenergie
« Antwort #7 am: 27.10.14, 11:56 »
Zitat
Der Schattenschlag ist bei so großer Höhe kein so großes Problem wie bei kleineren Anlagen- hat physikalische Gründe, die bei Vorträgen der entsprechende Kollege immer ganz toll erklären kann, ich kanns mir aber nie merken

Sasa, das würde mich schon sehr interessieren. Gibt es eine Möglichkeit, das irgendwo in Erfahrung zu bringen?

LG
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Offline cara

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Re: Windenergie
« Antwort #8 am: 27.10.14, 12:16 »
wird sicherlich am Streulicht liegen...
LiGrüss cara

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Offline Sasa

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Re: Windenergie
« Antwort #9 am: 27.10.14, 16:49 »
Ich schreibe dem Kollegen morgen mal eine Mail- er möge es mir in einfachen Worten erklären ;D

Offline LunaR

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Re: Windenergie
« Antwort #10 am: 27.10.14, 17:12 »
Ich schreibe dem Kollegen morgen mal eine Mail- er möge es mir in einfachen Worten erklären ;D

Danke Sasa!

@Cara: Habe erst mal Wikipedia gefragt, was Streulicht ist. In Physik bin ich absolut unterbelichtet.

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