Autor Thema: Berufstätige Bäuerinnen  (Gelesen 63756 mal)

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Offline Susanna

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #45 am: 12.01.06, 09:48 »
Bei mir ist es halt etwas unglücklich, weil mein Mann auch seinem Beruf nachgeht. Wenn dann was im Stall ist und keiner da, das wär nicht so gut. Und dann einfach zu Hause bleiben weil eine Kuh kalbt, das würde auch kein Arbeitgeber mitmachen. 

Hallo Gitte, ja, das verstehe ich, ist absolut klar. Es keine nur einer auswärts arbeiten gehen. Mein Mann schafft ja auch den ganzen Tag zu Hause und ist froh, wenn ich dann mal da bin!
Unser Sohn ist ja in der Ausbildung und momentan zu Hause, dann geht es. Aber in nächster Zeit ist er ja ganz weg und die Zeit wird dann hart, auch für mich.
Dann heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten ... :)
Viele Grüße
Susanna

Offline Mirjam

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #46 am: 12.01.06, 12:58 »
Hallo


ich habe zu dieser Diskussion eine Frage: Im Gegensatz zu dem wenn man den "ganzen Tag zuhause" ist, bleibt ja eine Menge (Haus-)Arbeit liegen - man kann ja nicht wie am Hof "mal zwischendurch" eine Waschmaschine anstellen, die man dann abends aufhängt.

Wie habt ihr es geschafft, euch für den Job so manche (Gewohnheits-)Arbeiten so einzuteilen/zu verteilen/"abzuschaffen", dass wenn ihr heimkommt nicht ein Berg von Arbeit oder eine große Erwartungshaltung der Familie (Kinder, Mann, Hof, SE) auf euch warten?

viele Grüsse

Mirjam
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Offline Susanna

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #47 am: 12.01.06, 14:24 »
Hallo Mirjam,

interessante Frage.

Erst einmal: Die Erwartungshaltung ist keinesfalls abgeschafft, sie konzentriert sich auf den Abend und auf das Wochenende, also auf die Zeit, in der ich zu Hause bin. Bei meinem Mann geht es. Er macht Abstriche und erwartet nicht immer nur dauernd Ordnung, einen gedeckten Tisch und meine ständige Präsenz im Stall. Wenn er Zeit hat, hilft er mir auch im Haus (kommt selten vor).
Meine Kinder, besonders der Kleine, erwarten von mir, dass ich immer für sie da bin. Mittlerweile haben sie aber gelernt, dass sie nicht 10 Mal am Tag im Büro anrufen dürfen um mich "über Gott und die Welt" auszufragen, du verstehst? Bin ich zu Hause, erwarten sie meine vollste Aufmerksamkeit (ich übertreibe jetzt mal), und dass ich ihnen schon zuhöre und mich kümmere.
Zur Waschmaschine, die läuft bei mir das ganze Wochenende und die Woche über abends auch. Feuchte Wäsche kann eben nicht eine Woche, und auch nicht ein paar Tage lang  liegen.

Meine Schwiegermutter kocht von Montag bis Donnerstag oder Freitag, ich koche und putze am Wochende das Haus, kaufe einmal wöchentlich ein für eine ganze Woche, gebügelt wird Sonntags und einmal wöchentlich abends. Im Sommer wird auch abends gegärtnert.

Was bei mir leidet, ist die Ordnung im Haus und auch noch sicher einiges anderes...
Ich versuche, irgendwie alles unter einen Hut zu bekommen. Fakt ist, dass ich sehr, sehr wenig Zeit für mich selbst habe wir, mein Mann und ich, sehr wenig Zeit füreinander haben.
Und ich habe nur noch wenig Zeit für Freunde und keine Geduld mehr, irgendwo zu sitzen und mal in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken.

Für "Sonderaktionen", z. B. Schlachtung, nehme ich mir frei, ebenso für die große Einsaat meines Gartens, Gardinen waschen, Siloernte, Maisernte, Tapezieren :) ...usw., und für eine Woche Urlaub, die wir wenn möglich einmal im Jahr machen :)

Frau wächst da so rein...
Viele Grüße
Susanna

Offline Margret

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #48 am: 12.01.06, 21:50 »
Hallo,

ich  habe es mir  gedacht  und Susannas Bericht verdeutlicht es:

der Druck  auf  die außer Haus  zusätzl. berufstätige Bäuerin  ist  auf jeden Fall nicht kleiner - nur anders strukturiert.   Sie kann nicht alles selber ausgleichen, was ihre Abwesenheit von daheim  so mit sich  bringt.

eOhne  Mithilfe der anderen (Beteiligten)  geht es sicher nicht, v.a. wenn liebgewonnene Lebensgewohnheiten aufrecht erhalten  werden sollen  (selbstzubereitete  Mahlzeiten,  Garten,  Zeit für Altenteiler / Kinder,   Pflege von Beziehungen,...)

Wenn die Kinder schon größer sind,  wäre dies sicher auch eine Chance ,  dass diese mehr Verantwortung für sich selber   und  für den Haushalt  erlernen.    Oder auch eine Chance für den Partner,  wenigstens minimale Kenntnisse im Haushalt  haben zu müssen  (Essen wärmen  oder  anwerfen,   Waschmaschine einschalten,...)

Natürich  hängt es auch  immer von den jeweiligen familiären und betrieblichen  Gegebenheiten ab.

Aber  einfach ist es nicht...

Margret

Offline Erika

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #49 am: 13.01.06, 07:54 »
Ich arbeite seit über 12 Jahren  3 bis 4 mal in der Woche und bin um 12.30 Uhr wieder zu Hause, ab und zu wird es 13.00 Uhr.

Hört sich an, als ob dann noch jede Menge Zeit wäre, aber mit Essen etc. ist es schnell mal 15.00 Uhr, meistens noch später. Einmal in der Woche ist Grosseinkauf, da wir mehrere grosse Geschäfte in der Nähe haben, ist der schnelle Sprung für Kleinigkeiten jederzeit möglich.

Es verschiebt sich sehr viel an Hausarbeit auf das Wochenende und die einzelnen Intervalle sind länger geworden. Wo ich früher alle zwei Wochen die Fenster geputzt habe sind sie jetzt höchstens 2 - 3 Mal im Jahr dran. Wenn Zeit ist eben öfter  ::)

Ich brauche aber auch nicht in den Stall, wir haben keinen Gemüsegarten mehr, keine Altenteiler mehr, das ist schon etwas ganz anderes. Die Büroarbeit und die Buchführung gehen mir berufsmäßig eigentlich sehr leicht von der Hand und daher empfinde ich das nicht als lästige Arbeit.

Aber der Haushalt leidet - keine Frage. Mit anderen Müttern (ohne Bauernhof) die *nur* zu Hause sind, kann ich mich nicht mehr messen und das möchte ich auch nicht. Ansprüche einfach runterschrauben, man gewöhnt sich mit der Zeit dran.

Es ist ab und zu ganz angenehm, wenn Ferien sind und ich gleichzeitig Urlaub habe. Dann wird vieles aufgearbeitet und der Vorsprung reicht wieder für einige Zeit  ;D  Richtiges Chaos entsteht, wenn Ferien sind, ich keinen Urlaub habe und 3 *zweibeinige* Haustiere nach Lust und Laune ihre Freizeit geniessen  :(

Es gibt auch Zeiten, da würde man alles liebend gerne hinschmeissen und *nur* zu Hause bleiben. Aber ich weiss genau, dass es mir nach ein paar Wochen nicht mehr genügen würde. Vielleicht kommt aber irgendwann die Zeit, wo ich *nur* noch zu Hause bleiben möchte.

Offline Romy

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #50 am: 13.01.06, 08:15 »
Hallo zusammen
Mein Nebenerwerb ist für mich wirklich ideal. Bei der Regionalzeitung bin ich als freie Journalistin angestellt. Ich muss nur schreiben, wenn etwas los ist. Meistens dort wo ich und mein Mann sowieso hingehen. Da nehme ich halt einen Block mit und den Fotoapparat. Für die Kolumne "Blickwinkel" bekomme ich eine Liste, da weiss ich schon frühzeitig, wann ich den Text abliefern muss.
Für mich ist es auch wichtig, dass ich so einen Fuss in der Tür habe. Je älter die Kinder werden, um so mehr Freizeit habe ich und dann kann ich auch mehr schreiben. Und bei der AHV bin ich so auch angemeldet.

Herzliche Grüsse

Romy
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Offline Susanna

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #51 am: 13.01.06, 08:34 »
Meine Kinder sind ja auch schon älter und helfen mit, besonders meine Tochter im Haushalt. Ab kommenden Sommer ist sie ja selbst in der Lehre und nicht mehr so oft zu Hause.

Zeitweise hatte ich eine Putzhilfe, dafür bin ich aber (ehrlich gesagt) zu geizig, putze lieber selbst und dann ist es so, wie ich es gerne hätte.  Und auf den eigenen Gemüsegarten und den ganzen "Blumenstaat" will ich nicht verzichten, nicht auf frisch gekochtes Essen und auf selbstgebackenen Kuchen.

Es hat aber auch was positiven: Unsere Oma bleibt fitt und meine Kinder können sich selbst ein Essen kochen, und zwar MIT Salat, und es schmeckt gar nicht mal so schlecht.

Und - ich kann mich nur wiederholen: Niemand kann überall sein zur selben Zeit, du kannst nur an einer Stelle arbeiten und der Tag hat nur 24 Stunden!  Ich kenne viele Bäuerinnen, die große Betriebe und kleine Kinder haben (oder auch schon große Kinder), die einen weitaus größeren Stressfaktor haben als ich!! Die tun mir manchmal richtig leid. Denn ich kann "entfliehen" in mein Büro...

Nachteil: Wir haben momentan hier Buchungsschluss und das trifft auch mich. Gestern abend kam ich erst um 6 Uhr aus der Firma, völlig entnervt... heute Gott sei Dank nur bis ein Uhr. Am Sonntag habe ich das Haus voller Gäste, mein Sohn wird 12  :).

Ich hoffe, das macht es etwas klarer?!
Viele Grüße
Susanna

Offline Susanna

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #52 am: 13.01.06, 08:40 »
Eines wollte ich noch nachschieben:

Die Arbeit auf dem Hof, der Erhalt meines Gartens und die Versorgung meiner Familie sind für mich wichtig und geben mir die Kraft, die Belastung und die Arbeit hier in der Firma zu meistern und zu ertragen. Es gleicht mich aus!

Umgekehrt auch. Ohne die Arbeit hier im Büro wäre ich zu Hause wahrscheinlich unausgeglichen.
Viele Grüße
Susanna

Offline Jacqueline

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #53 am: 13.01.06, 19:11 »
Liebe Bäuerinnen

Seit 3 1/2 Jahren gehe ich wieder ein ausserbetreiblichen Berufstätigkeit nach. 8) Ich habe einen tollen Job und es is eine schöne Herausforderung, den ich nicht mehr missen möchte. :) :)

Während zirka 10 Jahren blieb ich zu Hause mit den Kindern und half auf dem Hof mit. Doch ich besuchte immer etwas Weiterbildungskurse und während 2 Jahren besuchte ich den Offenen Kurs mit Abschlus als Bäuerin mit Fachausweis und anschliessend einen zwei-jährige Ausbildung in Seelsorge. Es ging mir dabei mehr darum, Neues zu Lernen und ein bisschen Ausserhaus und Betrieb Luft zu schnappen,neue Leute und Neues kennenzulernen. Ich hatte auch die Gedanken, wenn ich als Bäuerin und Hausfrau mich nicht weiterbilde, werde ich, falls ich wieder ausser Haus arbeiten möchte weg vom Fenster sein.

Im Jahr 2001 sagte ich zu meinem Mann, dass ich gerne eine Job so einen Tag die Woche finden möchte oder sonst eine Neue Ausbildung starte. Doch immer nur lernen und das Gelernte nicht unbedingt anzuwenden, ist auch nicht befriedigend und ich bin kein Theoretikerin! ;) Ich wollte auch selber Geld verdienen.

Zuerst wollte ich eine Wintersaison an einem Kurort der Region auf einer Rezeption arbeiten, weil ich drei Sprachen sprechen kann, ich extravertiert und kontaktfreudig bin. So eine Anstellung auf Zeit, damit ich mal sehen kann, ob ich dies (Famile, Haushalt und Hof) managen kann und im Winter haben wir auf den Höfen meistens weniger Arbeit!

Ich gab meinen Lebenslauf, Schulnoten, Zeugnisse an einen Bekannten, der ein Arbeitsvermittlungsbüro führt weiter. Zwei Monate später reif er mich an. Er habe eine Arbeit für mich! Voller Aufregung fragte ich Ihn, wo, wann und als was? Er meinte für Ihn, als Personalberaterin in der Stadt nur 5-10 Minuten von unserem Wohnhaus, wow, war ich glücklich. :D Ich arbeite für Ihn während 11 Monaten, jeden Donnerstag von 8 Uhr 30 bis abends um 18 Uhr.

Mein Mann war am Anfang scghlussendlich nicht so begeistert, bevor ich die Arbeitsstelle annahm, sagt ich zu ihm, ich gehen nur auswärts arbeiten, wenn Du hinter mir stehts und mich dabei unterstützt, falls Du dies nicht willst, werde ich absagen. Mir war dies sehr wichtig. Er war doch einverstanden, Uff!

Lustig war, vor dem ersten Arbeitstag habe ich am Vorabend das Essen vorbereitet, als in Pfannen und anschliessend in den Frigo gelegt, damit ich, wenn ich um 12.15 nach Hause kam, die Gerichte aufwärmen kann, damit um 12 Uhr 30 gegessen wird. Mein Mann hatte das Mittzagessen gekocht, und nicht einmal das was ich am Vortag vorbereitet hatte! Und so ist es dann gebleiben, jeden Donnerstag hat mein Mann gekocht. Mit einer Freundin (Vielleicht kennt Sie jemand Ursula Knoche, Frau von Martin, wohnt jetzt in Leibzig, doch sie ist eine Bauerntochter und sie hat Agronomie studiert , ich glaube in Stuttgart) haben wir unser Kinder gegenseitig gehütet, am Donnerstag nach der Schule gingen unsere zwei Mädchen zu ihr und am Mittwoch morgen kamen ihre Tochter und ihr Sohn zu mir.
Das war eine gute Lösung für uns beide!

Bei meinem Job las ich immer die offen Stellenanzeigen und ich sah eine Ausschreibung als Berufsbildnerin bei der Migros (für nicht Schweizer, das grösste Detailhandelunternehmen der Schweiz) in Teilzeit und dieser Job und beword mich, eigentlich sorry, weil ich im Arbeitsvermittlungsbüro eine komische Chefin hatte, somit beworb mich dort und bekam den Job. Bin ich ein Glückpilz!

Ich hatte dann eine Hauswirtschaftslehrtochter und mit meinem Mann teilen wir das Einkommen und auch die Arbeit im Haus und mit dem Kinder, vorallem in den Wintermonten. Jetzt suche ich mir während den Sommermonaten Praktikantinen für zu Haus. Die Kinder sind grösser und werden auch selbständiger, sie müssen im Haus mithelfen. Ich gehe auch nicht in den Stall und zu den Tieren.

Ws ich noch sagen kann, zu meinem Job, als ich das Vorstellunggespräch hatte, sagte ich kipp und klar dem personalchef, dass es für mich schwirig ist vor 8 Uhr 30 morgens ins Büro zu kommen. In Ausnahmefällen kénnte ich mich organisieren, doch nich 2 Mal die Woche. Dies wurde akzeptiert. Tol ist auch, ich kann meine Arbeitszeit selber gestalten. Angefangen habe ich mit einem 30 % Penzum und seit letzten Màrz ist 40 %, und dies auf das Jahr verteilt. Somit arbeite ich im Winter mehr und lànger als im Sommer, was für mich i. O ist. Im Oktober, wenn ich viel Arbeit in der Mosterei haben, nehme ich 2 Wochen Ferien und gehe weniger ins Büro, damit ich auf dem Hof bin.

Ich bin mir bewusst, dass so Stellen rar sind, doch ich hoffe echt, dass die Arbeitsgeber mit der Zeit den Bedürfnissen der Frauen, seis mit Hof oder Kindern gerecht werden und flexible Arbeitszeiten offerieren.

Ups, hier habe ich ja fast einen Roman geschreiben, ich hoffe es hat nicht zu viele Schreibfehler. :o
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Offline Romy

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #54 am: 14.01.06, 07:34 »
Hallo Nicole
Die Website von der Bootsvermietung habe ich ja schon. Das ist etwas was ich schon immer mal machen wollte, vielleicht kann ich ja Göga überreden mitzukommen.

Hallo Jacquelin
Das tönt interessant, danke, dass du so ausführlich geschrieben hast. Und glaub mir, die Fehler interessieren uns überhaupt nicht. Ich jedenfalls habe keine gesehen ;D

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Offline Helhof

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #55 am: 14.01.06, 15:24 »
Hallo,
ja, Jacqeline´s Schilderung klingt sehr interessant.
Ich hatte mir auch überlegt, nach meiner Elternzeit wieder arbeiten zu gehen. Aber mehr als ein Tag pro Woche wäre nicht drin gewesen. Da hätte ich meine vorherige Stelle nie mehr bekommen.( Naja, die hätte ich nach elf Jahren Pause sowieso nicht mehr gekriegt.) Außerdem war mir nach reiflicher Überlegung eine Stunde Fahrzeit morgens und abends dann zu lange. Dann hätten wir wohl auch ein zweites Auto gebraucht.
Und jetzt habe ich angefangen über unseren Musikverein Blockflötenunterricht zu geben. Bisher habe ich nur zwei SChülerinnen. Aber diese Arbeit macht mir großen Spaß, und ich kann zu Hause arbeiten. Finanziell ist es zwar noch nicht viel, aber ihr könnt euch vielleicht denken, wie stolz ich auf diese "eigenverdienten" 20 Euro die Woche bin. Vielleicht wird´s ja auch noch mal ein bißchen mehr.

Liebe Grüße, Maria
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Maria

Offline Romy

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #56 am: 14.01.06, 22:22 »
Hallo Maria
Musikunterricht ist doch toll. Ich denke die Hauptsache bei einem Nebenjob ist, das er uns auch Spass macht. Denn mal ehrlich - Arbeit hätten wir auch genug, wenn wir zu Hause bleiben würden.
Wenn es mir nur aufs Geld ankommen würde, müsste ich mir etwas anderes suchen als die Schreiberei. Vielleicht in den Service, oder Ferienwohnungen putzen, dies wird bei uns sehr gut bezahlt.

Mit zehn Finger zu schreiben ist heute etwas schwierig. Ich habe einen Umlauf am linken Zeigefinger und deshalb dick eigepackt.

Wünsch euch was
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Offline passivM

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #57 am: 20.01.06, 19:31 »
Romy hat Recht.  ;D

Wenn ich die Beiträge hier lese, dann klingt das alles PRO-Berufstätigkeit. Ich habe jetzt auch angefangen, einen Job zu suchen, der mir SPASS macht.
Arbeit hätte ich genug. Aber mir fehlt hauptsächlich die Bestätigung, die "positive Verstärkung", mal eine Anerkennung.
Wenn ich meinem GöGa glaube, ist alles, was ich mache Mist. Ehrlich: Da macht nichts Spaß.
Es wird Zeit, dass ich mal rauskomme.  ;)   Am Rande bemerkt: Ich glaube, die Männer wissen gar nicht, was sie da auslösen, wenn sie die eigene Ehefrau immer nur schlecht machen...

liebe Grüsse

Anna
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Offline Jacqueline

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #58 am: 20.01.06, 19:37 »
Es ist schade, dass die Männer sich der Frauenarbeit nicht bewusst sind, streikt doch mal und verreist alleine für ein paar Tage und Ihr werdet hoffe ich, beim heimkommen, wir Prinzessinnen aufgenommen.

Doch geht nicht ohne zu informieren und findet eine passaben Grund,z. B.  eine langjährige Freundin besuchen, eine Seminar,eine Weierbidung, Einkehrtage oder in einem Kloster aufzutanken oder ein BT - Treffen, gibs doch. Etwas fällt Euch Frauen sicher ein. Es gibt sicher jemanden, der eure unerlässliche Arbeit übernehmen kann, doch nicht alles, damit Mann sieht was Frau tut. :o

Und erzählt anschliessend, was gelaufen ist.
Jacqueline "Wenn wir uns von unseren Träumen leiten lassen,
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Offline Mirjam

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Re: Wiedereinstieg ins Berufsleben
« Antwort #59 am: 20.01.06, 20:08 »
Hallo Jaqueline,

wir brauchen gar nichts einfallen zu lassen - wir haben jedes Jahr von unserem BT-Verein eine Jahreshauptversammlung in einem "guten Hotel" mitten in Deutschland - das tut allen gut  :).

Eine andere Frage: Kranke Kinder.

Die letzte Nacht war unser Kleiner nur ständig am Spucken, dann kam gleich hohes Fieber dazu - eine schöne Überraschung  :-[.

Wie geht ihr damit um, wenn ihr eigentlich auf die Arbeit müßt? Wer schaut nach euren kranken Kindern - geht mit ihnen zum Arzt oder wie geht euer Arbeitgeber damit um, wenn ihr kurzfristig daheim bleiben müsst?

viele Grüsse

Mirjam
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