Autor Thema: Goldene Regeln für Schwägerinnen oder Schwägerinnenprobleme?  (Gelesen 185180 mal)

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Offline passivM

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Hallo,

also, erhrlich gesagt: Ich war immer eifersüchtig auf die andere Schwiegertochter  :-\,  die ich für viel beliebter hielt als mich. Die war immer sooo süüüß. bla bla bla. - Und dann die Tochter des Hauses  ::) : Sie hat immer gegen uns gehetzt.

Und wisst Ihr was: Ich habe beiden verziehen - der einen, dass sie soo viel beliebter ist (was ich mir nur eingebildet hatte. SM sind ja auch nicht blöd. Die merken auch, wenn eine nur schön tut.)
Und der anderen habe ich ihre Hetzereien auch verziehen. Irgendwie sind ihre Bewegründe für mich nachvollziehbar, auch wenn ich sie nicht richtig finde. Mir steht es nicht zu, über sie zu urteilen.

Seit dem geht es mir besser.

Und ich will es der SM auch nicht mehr recht machen. Ich habe nicht meinen Mann geheiratet, um es der SM recht zu machen, oder irgend einem anderen Dritten. Punkt.   :o  
Es reicht, wenn ich's meinem Mann recht mache. (Ich erwarte ja irgendwie auch, dass er versucht, es mir recht zu machen.  :-* ) Wenn der SM dann recht ist, was ich mache - um so besser.  ;)

Ich achte auf Anstand und Höflichkeit im Umgang mit der SM, und auch mit den anderen "Angeheirateten". Und ein wenig Abstand, nicht zu viel bla-bla über alles, finde ich wichtig.

Man / frau muss verzeihen können. Denn wer immer nach hinten schaut, kann keine gerade Furche zackern(ist hessisch, heißt "pflügen").  

Ärger, oder Rache, das ist so, als ob ich mich selber schlage,  damit die andere Schmerzen hat.

Tja, so viel zu meinen eigenen "guten Ratschlägen". Ich arbeite daran, sie immer zu befolgen,  ;D was mir nicht immer, aber immer öfter gelingt.
;D

liebe Grüße

Anna
Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern

Sanna

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Guten Abend,

mir geht es genauso wie Anna, ich versuche mittlerweile Abstand zu halten, NICHT über andere schlecht zu reden und vor allem nicht mehr schlecht zu denken!
Ich habe da ein Buch entdeckt, das mir ungemein hilft, gelassener und ruhiger zu sein.
Ich denke auch mit Höflichkeit und ein bißchen Toleranz (braucht man selber auch schon mal) kommt man am weitesten.
Aber ich habe auch beschlossen, mich nicht mehr zu verbiegen und im Zweifel meine Meinung ruhig (hoffentlich!) zu vertreten.

Ich hoffe, es klappt! Und wünsche allen anderen das Gleiche.

Gruss

Sanna

Offline martina-s

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Hallo Sanna,
wie ist denn der Titel des Buches?
Liebe Grüße
Martina

Sanna

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Es ist vom Dalai Lama und heisst "Ratschläge des Herzens". Lauter kurze, in sich abgeschlossene Kapitel. Mir gibt es viel zu denken.

Mirjam

Frage: Wie stellt ihr euch die perfekte Schwägerin vor? Was "darf" sie bei Elternbesuch und was nicht?

Ich finde, die Regeln gelten auch für die eingeheirateten S'innen, da gibt es bestimmt auch ziemlich "Schreckliche".
Wenn jede versucht unvoreingenommen zu sein, die eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten nicht zu vergessen und den anderen ein eigenes Leben zugesteht (will man selber schließlich auch haben), dann müsste es doch eigentlich funktionieren, oder?

Offline mary

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Hallo Sanna,
ich habe dieses Buch- kann ich nur voll bestätigen-
hilft nicht nur bei Schwägerinnen, sondern auch mit der eigenen Familie usw. :-))
Herzl. Grüsse
maria

Offline Mirjam

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Hallo Anna,

mir ist bei deinem Bericht obwohl ich auch einiges gewöhnt bin die Spucke weggeblieben.

Kann man dir etwas raten? Ja, schalte die landw. Familienberatung ein - die Adressen der jeweiligen Bundesländer findest du auf unserer Homepage!

Die können dann Beratungsgepräche für euch als Paar oder auch MODERIERTE Familiengespräche  (damit es fair zu geht weil wahrscheinlich sonst die Situation eskaliert, wenn nicht jemand von aussen dabei ist).

Ausserdem ist es wichtig, das jemand hinter euch steht, der euch unterstützt und im richtig seid, das ihr als Betriebsleiterpartnerschaft ein RECHT auf Privatspähre usw. habt.

Ich wohne selbst derzeit mit 4 Schwager/innen und SE im Haus und momentan geht es gut, das liegt aber an einer Menge Toleranz und Abgrenzung. Wir essen oft gemeinsam v.a. Mittag, aber das ist etwas was gut zwischen uns klappt, so dass nicht jeder immer kochen muss, aber natürlich haben wir ein eine eigene Küche und natürlich muss ich mich vor Zoff beim Essen NICHT fürchten!

Übrigens gibt es bei Saturn momentan Telefonstationen für 25 Euro - so das du mit dem Hörer hinlaufen kannst wo du willst, ich könnte nicht ohne! (z.B. dann nebenbei Wäsche machen..) - dann erledigt sich dasbei dir mit dem Lauschen automatisch.

Aber ich stamme auch aus einem Bauernhof mit 5 Kindern (alle 4 Geschwister sind ausgezogen) und deiner Schwägerin kannst du ruhig mal sagen, warum es heißt WEICHENDE ERBEN *höchsteZeitwird*.

Übrigens, in der top-agrar war mal ein ausführlicher Bericht mit Tipps zu weichenden Erben (die noch mit am Hof leben und die Probleme die da entstehen).

z.B. ist die Wohnzeit am Hof = Mietersparnis durchaus AUFRECHENBAR an dem Erbanspruch (nicht dass sie dann auch noch mit Forderungen kommt).

Mal ganz liebe Grüsse, Kopf hoch! Hilfe suchen & annehmen?

Mirjam

« Letzte Änderung: 21.06.04, 12:02 von Mirjam »
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Remus

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Arme kleine Hexe!
Schließe mich Mirjams Vorschlag an, anders wird es wohl nicht gehen-
frag doch deine Schwägerin mal, warum ihr Freund nach vier Jahren Partnerschaft mit ihr noch nicht zusammenziehen will ;) ;D
Wünsch dir alles Gute , Viele Grüße von Dorit

Offline Mirjam

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Hallo,

schön von dir zu hören.

Bei sooo viel "Anstand, Benehmen & Taktgefühl" von dieser netten Dame würde ich mal ins Gespräch einfließen lassen, das du Tagebuch führst und aufpassen musst, das du es nicht mal zuufällig im Dorf verlierst?

*daumendrück* was macht der besagte Auszug?

Mirjam
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Offline maggie

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hallo anna,

na ich glaube auch du solltest dich umbenennen -

kleine hexe -
nun wer das buch von "otfried preussler, kleine hexe " kennt - weiss,dass sie eine gute hexe war....

sonst....

doch erst mal zu den nachbarn - also wenn sie dich darauf ansprechen ob du so faul seist -
wissen die doch ganz genau woran sie mit dir sind...

ich kenne das - nicht durch schwägerin - durch sv....

und wenn du dort bist, sehen sie ja auch, dass du im stall bist und auch sonst arbeitest -

also lass sie lästern -
wenn sie dir gegenüber blöd kommt -

da würde ich nicht aufs "maul hocken" - gibt einen kropf und magengeschwür ... sagt man...

also kopf hoch
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Mucki

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Hallo Schatzi!
Wir sehen zwar die Verwandschaft nicht auf der terasse liegen(Töstend) aber sie sind alle im dorf meine zwei schagern,aber helfen tut keiner,mein Mann war bei beiden immer auf dem Bau,da sie den Roh bau von den Eltern beckommen haben,bei uns war dann keine zeit zu kommen,den jeder mußte ja in dei arbeit,meiner mann hat ja nichts zu tun Oder???Aber seit gut zwei Jahren hat er es gemerkt ,und ist seit dem nicht mehr gar so Freigiebig mit den Traktoren oder ähnlichen.
Mich hat es von anfang an gestört ,aber ich konnte nichts tun,auch meine Eltern meinten nur dann darfst hat nicht einheiraten,aber man übersteht es glaube mir es ist nicht leicht,aber mann muß halt dann auch mal an sich denken.Rat kann ich dir leider auch keinen richtigen gebn,nur vermitteln das du nicht alleine bist.
Lieb grüße Mucki

Offline Margret

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Hallo Schatzi,

ich denke auch,  dass du leider lernen musst (auch zu deinem eigenen Schutz)  damit zu leben.

Wenn der Schwager bisher nicht das Empfinden hatte,  dass er aus Verbundenheit oder Hilfe für die Bauhilfe  oder zum Schonen des Opas oder......   helfen sollte,
dann wird er das ziemlich sicher nie machen.

Wenn du bei den Schwiegereltern deswegen stänkerst,  kommt nur Unfrieden auf;   u.a.  fällt es bis zu einem gewissen Grad ja auch auf ihre mangelhafte Erziehung zurück ?!?

Wenn der Schwager sich selber für erholungsbedürftig hält,  dann wirst du das nicht ändern können.

Wobei es ohne Frage sehr ärgerlich und schmerzhaft ist,  diese unterschiedliche Lebensgestaltung dauernd mitansehen zu müssen.

Und doch:   obwohl ich deinen Frust SEHR gut nachempfinden kann,  muss ich zu bedenken geben,  dass er einfach einen anderen Lebensweg eingeschlagen hat  und dass die Familie aus der er kommt,  dies akzeptieren muss (er lebt ja auch wie fast alle Menschen in Deutschland).

Falls er noch was gutzumachen hat wg.  Bauplatz,  Bauhilfe usw.  ,  dann ist das Aufgabe der Schwiegereltern,  dies einzufordern.

Die  "Kleinigkeiten"  wie Obst,  Eier,  Milch  würde ich bis zu einem gewissen Grad einfach als normale Gaben  innerhalb einer  normalen Familie sehen.   Du darfst nicht vergessen,  dass die Schwiegereltern  "gut"  mit ihm sein wollen,  damit das Kind kommen darf.

Wem gehört der Betrieb ?  Falls bereits an deinen Freund übergeben worden ist  und die Gaben (Naturalentnahmen aus dem Betrieb) zu hoch sind,  dann müsste ER das mal ansprechen.
Sonst ist es Privatsache der Schwiegereltern !

Ich habe mit der Zeit immer mehr gelernt,  dass es echt normal ist,  dass die weichenden Erben zunächst mal gar nichts mehr mit dem Betrieb zu tun haben.
Nicht beim Sicheinbringen durch verbindliche Mithilfe  und auch nicht beim Regeln.

Du solltest lernen,  dies als die Regel anzunehmen.
Wenn es Familien gibt,  wo die anderen Kinder noch viel helfen  usw.,  dann ist dies dort ein Vorteil für die Betriebsinhaber.  Aber es ist nicht die Pflicht dieser Kinder !

Genauso gibt es Schwägerinnen (Privatfrauen),  die mit den Bauernkinder was in den Ferien usw.  unternehmen  weil sie sich noch gut erinnern,  wie es früher war als sie Kind waren und nicht verreisen  usw.  konnten.     Wenn eine Schwägerin dies tut,  ist dies sehr nett (und sie beruhigt ihr schlechtes Gewissen,  dass sies besser hat).     Aber man kann es nie erwarten  oder gar verlangen !!!

Du musst bedenken,  dass der Frust in dir nicht dauernd hochkommen darf,  sonst wird die gesamte familiäre Situation vergiftet   und du wirst krank davon.

Versucht euch so einzurichten,  dass ihr nicht auf die Geschwister bauen müsst.   Denn es wird bei euch wohl keine Hilfe zu erwarten  sein.

Das einzige Thema,  bei dem man den Bruder mal krallen muss,   ist eine event. Versorgung der Schwiegereltern.
Wenn auch eindeutig die Hofübernehmer für den Großteil zuständig sind,   müssen andere Kinder schon auch ein wenig von ihrer Zeit opfern.

Grüße

Margret

Offline frankenpower41

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Hallo

Da muss muss ich doch mal meine Schwägerin und Schwager loben. Am Sonntag haben wir Schwager (angeheiratet) gebeten uns beim Schwaden zu helfen.
Die Schwester meines Mannes kam auch mit und hat, obwohl es nicht unbedingt nötig war den ganzen Nachmittag über geholfen Heu mit hochzublasen.
Eine Hilfe war das dann schon noch. Bei uns ist es immer so, dass die , die helfen auch nicht zum holen von Naturalien kommen, aber die Schwägerin die  ganz selten kommt ( auch nur angeheiratet, sonst köntte ich es ja noch etwas nachvollziehen) geht davon aus, dass bei uns die Eier umsonst sind.

Marianne

Offline martina-s

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Puh, Glück gehabt. Meine Schwaägerin steckt selber in der LW. Und sonst haben wir keine Geschwister und damit Schwägerinnen oder Schwager.
Wenn ich das so lese, dann ist mir/ uns eine Menge erspart geblieben.
Auf der einen Seite denke ich auch, dass mich so was ärgern würde, wenn einer wegen Krankheit nur mit letzter Kraft und Mühe seine Arbeit machen kann und dessen  eigenes Kind sich die Sonne auf den Bauch scheinen läßt.
Auf der anderen Seite könnte ich mir, wenn ich nun von unserem Betrieb ausgehe wie er war (es war auch einmal der Großonkel meines Mannes mit Großtante im Nachbarhaus) und wie er jetzt ist, dass es auch für Schwager schwierig ist, da nicht immer abrufbar zu sein.
Denn trotz dem Umstand, dass der Bruder den Hof bekommen hat, müßte man da immer noch weiter daheim arbeiten. Und so wie es bei uns aussieht hätten wir für den immer was zu tun. Braucht der nur Mechaniker sein, dann käme der von der Werkstatt bei uns gar nicht mehr heraus. Aber eben auch für Ernteeinsätze.
Allerdings dürfte man dann als Schwager/ Schwägerin nicht immer zum Schnorren und einheimsen kommen.

Sicher wäre es gut, wenn sich alle gut vertragen und zusammenhelfen. Aber das zu erwarten ist sicher falsch.
Liebe Grüße
Martina

Offline Janey

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Hallo!

Wenn meine Schwägerin nebst Anhang bei uns zu Besuch ist (wohnt ansonsten hunderte von km weit weg und hat mit der LW absolut nix mehr zu tun), hab ich manchmal das Gefühl, sie denkt in absolut anderen Dimensionen und kann sich - obwohl aus der LW gebürtig!! - überhaupt nicht mehr vorstellen, wie's da so abgeht. Sie SIEHT die Arbeit nicht, und wenn sie drüber stolpert. Ich (bzw. wir) verlange ja gar nicht von ihr und ihrem Mann oder gar ihren Kindern, daß sie mit anfassen, während sie ein paar freie Tage bei uns verbringen. Dann sollen sie sich ruhig erholen vom Stadtleben. Aber wenn wirklich mal Not am Mann ist (z.B. Rinder ausgebrochen oder sonstige Katastrophen), dann könnten sie doch eigentlich schon mal zumindest FRAGEN, ob sie helfen können.
Außerdem ist es so, daß sie, wenn sie bei uns sind, total ihren "eigenen Stiefel weiterleben", sprich: ihre Aufsteh- und Essens- und Bettgehzeiten wie selbstverständlich auf uns übertragen. Wenn sie z.B. abends essen wollen, dann wird gegessen, egal ob wir im Stall fertig sind oder nicht. Es kam schon vor, daß wir vom Melken kamen und alle fröhlich um den Tisch saßen und mit Essen schon fertig waren ...
Wenn ich irgendwo Gast bin, passe ich mich doch zumindest ein bißchen den Gastgebern und ihren Gepflogenheiten an. Sonst kann ich gleich in ein Hotel gehen (aber selbst da gibts ja feste Essenszeiten ...   ;D).

LG
Janey


Offline martina-s

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Hallo Janey,
das was Du schreibst, das sehe ich auch so.
Aber ich kenne das auch. Gäste die einem ihren Lebensrhythmus aufzudrängen versuchen. Könnte mich darüber auch ärgern.
Liebe Grüße
Martina