Autor Thema: "Mitten ins Gesicht" Kluun  (Gelesen 1350 mal)

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Clara

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"Mitten ins Gesicht" Kluun
« am: 06.04.14, 19:15 »
Hallo und guten Abend, in die Runde, der Leseratten,


"Mitten ins Gesicht" ist ein Buch, was autobiografische Züge vom Autor trägt.

Stin und Carmen sind ein junges Paar- Mitte dreissig, beruflich erfolgreich und Eltern von Luna.

Und dann kommt, was niemand ahnt die Diagnose Brustkrebs- die aggressive Form... und schleudert das einst beschauliche Leben von Stin und Carmen gewaltig durcheinander.

Beide gehen mit der Diagnose auf eigene Art und Weise um.

Das Gute ist, sie wachsen als Paar daran, auch wenn es Höhen und Tiefen gibt und u.a. Stin "durch fremde Betten hopst"... *Nein, lies es erst und dann bild dir dazu eine Meinung! *
Er kümmert sich trotzallem rührend um Carmen und auch um ihre gemeinsame Tochter. Carmen ist ausserordentlich großzügig zu Stin, weil sie weiss, was sie an ihm trotz allem hat.

Ich verrate so viel schon jetzt, Carmen und Stin entschliessen sich für aktive Sterbehilfe, was in den NL möglich ist für Leute, die sehr, sehr schwer krank sind. Ich finde es ausserordentlich, wie sie als Paar und als Eltern von Luna mit der Thematik umgehen,d enn Luna ist erst 3. Carmen schreibt für ihre Tochter eine Art Tagebuch- unglaublich rührend und feinfühlig, was sie dann lesen soll, wenn sie alt genug ist all das zu verstehn.

Das Buch hat viel Ähnlichkeit mit "Ein ganzes halbes Jahr" trägt allerdings eindeutig die Handschrift eines Mannes. Wie sich das zeigt? In der Art und Weise des Herangehens und des Ausdruckes und der Wortwahl. Stin macht aus der gesamten Bandbreite seiner Gefühle und Emotionen keinen Hehl, was manchmal schon recht gewöhnusgbedürftig für den Leser ist.

Alles in allem ein gutes und kluges Buch und aus meiner Sicht lesenswert, auch wenn die Tränen fliessen beim lesen und dennoch zu lachen gibt es auch einiges.

Lesende Grüße,

Anja
« Letzte Änderung: 06.04.14, 19:23 von Clara »