Autor Thema: Die "lieben" Schwiegereltern  (Gelesen 43556 mal)

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Offline amanda

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #30 am: 09.03.13, 16:10 »
Es geht um Macht und du übst den Aufstand... und willst die Konsequenzen nicht tragen- so seh ich das.

Nachdenkliche  Grüße,

Anja


Natürlich geht es um Macht, um was den sonst??

Wohl nicht um den "frommen Wunsch" Der Hof ist das wichtigste, hauptsache unser Sohn wird glücklich....!!

So wie du das schreibst Anja, es geht um Macht.

Eiskalt formuliert, MACHT, MACHT, MACHT und nochmal MACHT!!!!

Natürlich muss der vielgeliebte Sohn irgendwann ein Weib an Land ziehn, weil schließlich wollen wir ja Enkelkinder, gell!!

Fleißig soll sie sein...a bissl hübsch (weil sonst werden die Enkel ja auch häßlich) , gesund soll sie sein, kranke Menschen auf einem Bauernhof sind nur Belastung u. arbeiten soll sie ja auch die ......(Gute)

Willen, Verstand, eigenständiges Handeln ist nicht so gefragt, schließlich können das ja die durchaus rüstigen SE noch für weitere 30 Jahre. So ne dämliche Putze, die von frühmorgens bis abends spät, alles erfüllt was SE u. vielleicht auch Ehemann anschaffen, das wäre wohl das idealste, u. wenn die Dumme mit 60 noch so rüstig ist um 2 90jährige zu versorgen....super...gell!!!

Also eine Feministin bin ich ja nun wirklich nicht.
Gestern war der Tag der Frau, Bäuerinnen sind ja auch Frauen, sogar sehr starke Frauen, nur wir sollen immer 50 Jahre hinterherhinken am Rad der Zeit:

Liebe Schnecke, wenn es der Mann deines Lebens ist, dann zieht das gemeinsam durch, wenn nicht lass es sein.

Männer die Höfe übernehmen sind Unternehmer, sie übernehmen einen Betrieb, haben Anrecht auf eine geeignete Betriebswohnung (Haus), zahlen steuern, Mitarbeiter, Versicherungen....und vor allem treffen sie Entscheidungen.

Die Umbaumassnahmen ergeben sich schon, manchmal scheint einem was heute ganz weit weg ist morgen schon ds Richtige.
Wenn man sich bemüht mit SE klarzukommen, klappt es manchmal u. halt oft eben nicht.

Wenn es nicht klappt müssen beide Parteien damit leben...so isses nun mal!


Es hat ja immer im Leben etwas einen tieferen Sinn.
Wenn ich an meine unglückliche SE Geschichte zurückdenke, dann wird es wohl den Sinn haben, dass meine Kinder, wenn überhaupt keinen Bauern heiraten werden.(oder nur einen der keine Eltern hat)

Sie haben wohl was gelernt...u. wenn das der Wunsch von uns allen ist, dann ist es wohl der Lauf der Dinge.

Wir leben ewig und alles was nach uns kommt ist schlecht, nicht fähig (vor allem lernfähig) u. eigentlich nicht notwendig, höchstens zur Weitervermehrung.

Ich habe die Sätze jetzt im Zorn geschrieben, provozierend (ganz bewusst) , aber durchaus ernstgemeint.

Wir sind hier ein Bäuerinnenforum und machen genau diesen Menschen das Leben schwer, die unsereins lieben und weitermachen wollen.
Wie gräßlich!


LG Amanda




Offline Maja

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #31 am: 09.03.13, 16:32 »
Zitat
Wir sind hier ein Bäuerinnenforum und machen genau diesen Menschen das Leben schwer, die unsereins lieben und weitermachen wollen.
Wie gräßlich!

Wenn sie denn lieben wollen/wollten wärs ja einfach!!!!!
Amanda ansonsten schön geschrieben. Doch Anja hat sehr wohl auch recht.
Warum sollten denn seine Eltern noch einen Hausbau finanzieren wenn schon genug Wohnraum da ist.
Da liegt Anja doch gar nicht so falsch.

Offline Pferdefrau

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #32 am: 09.03.13, 16:51 »
Ja, aber das geht nur wenn der liebe Bauer sich auch für seine Interessen und die seiner Frau einsetzten kann und will! Sich ein wenig von seinen Eltern abzunabeln gehoert nunmal zur Entwicklung eines Menschen. Das soll nicht heissen Streit zu haben, aber sich trauen seine Meinung zu haben und diese auch zu leben!
Ich denke das Schnecke viele Gründe aufzählen kann warum sie ihren Freund liebt, aber deshalb muss man nicht zu allem ja und Armen sagen.
Sich verbiegen zu müssen, ein unglückliches Leben zu leben, ohne es zu hinterfragen und nicht versuchen was zuveraendern? Na, wenn das das gewünschte Leben ist?
Also mir sind da andere Dinge wichtig!
Ich hab nur ein Leben das kann ich mir doch nicht verderben lassen!
Wenn es zwischen den Generationen klappt, weilbeide offen sind ist es toll ( ein paar Konflikte gibt es immer), so bin ich auch aufgewachsen. Sicher, dann können beide davon profitieren.
Ab

Offline ansabe

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #33 am: 09.03.13, 16:56 »
Ich sag immer, mann kann den Mitmenschen nicht ändern, nur sich selber!!!

Das heißt nicht, dass ich das tue, was andere wollen, sondern dass ich meine Einstellung dazu anpasse. Wenn ich mich beobachtet fühle sollte ich vielleicht mal versuchen mich nicht daran zu stören.

z. B. bei mir  Ich lese gerne und manchmal setze ich mich in die Küche und lese nur. Muß ich wirklich dann ein schlechtes Gewissen haben , wenn Schwiegermutter mit 80 Jahren ihr Wohnzimmer putzt und reinkommt zum Wasser holen.???
 
Das kann ich aber nur, da ich weiß, mein Partner steht zu mir.

Warte die Hofübergabe ab und dann wißt ihr auch besser wie es mit dem finanziellen aussieht, was möglich ist?

Wir haben übrigens nur 1 Küche mit SM zusammen. Jeder soll die Möglichkeit haben sein Leben so zu leben wie er möchte. Ich versuche SM nicht einzuschränken und lasse mich auch nicht bevormunden.



Hoffentlich kommt es so einigermaßen richtig rüber ,was ich meine. ;)
Viele liebe Grüsse
ansabe

Offline Pferdefrau

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #34 am: 09.03.13, 16:57 »
Aber Entwicklung gehört zum Leben! Die Zeiten haben sich geändert!!
Ich kenne viele Lw da funktioniert es toll, diese sind aber auch abgenabelt genug um ihr Leben zu leben.
Wenn man als Frau zwischen diese Familienkonflikte kommt, die noch nichtmal die eigenen sind dann hat man schlechte Karten!
Der Konflikt besteht ja eigentlich zwischen Sohn und Eltern, die keine Autonomie zulassen!
Die Schwiegertochter ist doch austauschbar!
Da wäre dann keine Recht! Und es längt so schön vom eigenen ab!






Offline Pferdefrau

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #35 am: 09.03.13, 17:27 »
Der richtige Partner ist der der neben dir steht wenn Du Entscheidungen triffst, und hinter Dir wenn sie falsch waren!


Offline amanda

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #36 am: 09.03.13, 18:21 »
Zitat
Warum sollten denn seine Eltern noch einen Hausbau finanzieren wenn schon genug Wohnraum da ist.
Da liegt Anja doch gar nicht so falsch.

So sehe ich das auch, Maja!

Amanda

Offline amanda

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #37 am: 09.03.13, 18:22 »
Der richtige Partner ist der der neben dir steht wenn Du Entscheidungen triffst, und hinter Dir wenn sie falsch waren!



Genau so isses

Offline amanda

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #38 am: 09.03.13, 18:26 »
z. B. bei mir  Ich lese gerne und manchmal setze ich mich in die Küche und lese nur. Muß ich wirklich dann ein schlechtes Gewissen haben , wenn Schwiegermutter mit 80 Jahren ihr Wohnzimmer putzt und reinkommt zum Wasser holen.???
 

Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen, aber nicht weil wir das irgendwann geklärt haben, sondern weil die Tür zu (gesperrt) ist!
Anders wars nicht möglich:-)

Amanda

Offline maggie

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #39 am: 09.03.13, 19:20 »
Hallo Pferdefrau

was heißt hinter dir?? Wie ist es jetzt bei dir??Was hat sich verändert??
Das Buch werde ich mir auf jeden Fall anschauen.

Das zwischen den Stühlen sitzen ist ein Problem weil er einfach zu zurückhaltend ist er will keinen Streit.

Darf ich fragen was du konkret zu Hilfe von außen meinst?

tut mir leid schnecke - in diesem fall gebe ich deiner liebe keine chance ... - das tönt hart, aber es wird so kommen....
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Offline gammi

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #40 am: 10.03.13, 00:06 »


Er hat Milchkühe,Ackerbau und Lohnarbeiten ( Dreschen,Hächseln,Spritzen,Silieren,usw.)
Da ist er halt rund um die Uhr beschäftigt!!! Deswegen ist es für ihn nicht ratsam weiter weck zu ziehen!!
Wir wohnen 25 km auseinander!!



Das würde mich jetzt eher nachdenklich stimmen.

Willst du das dann auch später haben? Klingt so als wäre auch für ihn - nicht nur für den SV - die Arbeit wichtig.

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Offline Antonia

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #41 am: 10.03.13, 08:43 »
Guten Morgen,
alle die das eine od. andere Problem aus der Vielzahl von Fällen, die hier geschildert zur Genüge kennen, schreiben aus Erfahrung.
Die meisten der Frauen haben aus der Verliebtheit heraus entschieden,  bestehende Probleme auszublenden od. haben daran geglaubt, es wird alles gut wenn ich erstmal zur Familie gehöre.
Nach dem Motto kommt Zeit, kommt Rat.
Muss sich für den Personenkreis, Leser der Generation meiner Kinder, schon deprimierend lesen, welche Erfahrungen diese Frauen erlebt, dass es nachweislich ein Trugschluss bleibt, nämlich der Glaube daran, das alles gut werden könnte(wenn es von Anfang an "harzt"), somit eine Illusion bleibt.

Den Bauch und den Kopf zu einer vernünftigen Entscheidung zusammen zu bringen, ist eine Gratwanderung und ich frage mich, ist das überhaupt machbar?

Die Frauen, die vermutlich aus dem Bauch raus, aus Liebe, vor zig zig Jahren "ja" gesagt haben, täten es wohl vielfach nimmer, wenn sie damals gewußt hätten(oder den evtl. Unkenrufen der eigenen Familie/Freunde Glauben geschenkt), wie sich alles künftig entwickelt in Ihrer Partnerschaft/ Betrieb/ Familie.
Nirgendwo wie in der Landwirtschaft, wird die Familie mitgeheiratet ist nicht ausblendbar vor allen Dingen bei der räumlichen Nähe.
Betrifft meiner Ansicht vorrangig die Familienbetriebe.
Selbst wenn die alten Herrschaften irgendwann gestorben sind, lassen die Jahre, in denen man miteinander das Leben geteilt hat, häufig mit mehr Schattenseiten als Sonnentage, Wunden zurück, deren Narben unübersehbar sind.  Es bleiben besonders die schweren Zeiten in der Seele haften und prägen folglich unwillkürlich auch die Partnerschaft, insbesondere wenn der Partner nicht hinter einem steht.
Schwieriges Kapitel,  ::)
ich bin noch kein Altenteiler, aber bewege mich unaufhaltsam darauf zu. Wünsche mir, dass ich eine Schwiegertochter bekomme, die mich akzeptiert und im Gegenzug ich auch Sie genauso annehmen kann wie Sie ist und handelt.

Wenn nicht, muss ich den Mut haben, mich zu verändern bevor ich andere ändern will.

Ich hoffe und wünsche mir, dass ich dann nicht zum Feigling mutiere.
Vermutlich ist´s  im Alter ein sehr schwieriges Unterfangen, doch wo ein Wille ist muss es auch einen Weg geben und nicht nur einen Altersstarrsinn der stetig zunimmt.
Für mich selbst habe ich in jetzt noch guten Zeiten entschieden od. den Vorsatz gefasst, es ist vorstellbar für mich, dass ich den Hof verlasse, sollte meinetwegen(=der Elterngeneration) die Beziehung der Jungen in Gefahr sein.
Wer tiefstes Leid erfahren hat, will keinesfalls dass es zu Wiederholungen kommt, die letztendlich nachfolgende Generationen prägen.

Schaut Euch noch diesen Link an, gehört indirekt auch zum Thema. Der Mann trifft mit seinen Aussagen ins "Schwarze":

http://www.aelf-uf.bayern.de/bildung/43322/index.php

Mein Fazit: erfolgreiche Betriebe brauchen mehr denn je intakte Familien. Wenn es bei der Grundsteinlegung "Familie" der Übernehmergeneration nicht gut läuft, wird "das Haus" auf Sand gebaut.
herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia

Offline Steinbock

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #42 am: 10.03.13, 09:02 »
hallo schnecke

hab auch den gesamten thread gelesen. genauso problematisch wie die beziehung zu deinem sv, finde ich
die tatsache, milchkühe, ackerbau, lohnarbeiten (häckseln, ...).
fehlt nur noch, dass er einen holzvollernter oder sowas hat, dann ist er im winter auch nicht zu hause/auf
dem hof und du darfst mit deinen se die anfallenden arbeiten in stall und hof und haushalt verrichten.

was mich auch irritiert... wieso sollten die eltern/se geld für ein haus für euch locker machen?
wieso habt ihr selber kein geld, um haus zu bauen? klar, kann man in eurem alter noch nicht
so viel erspart/verdient haben, dass man ein haus bar bezahlt. aber ein grundstock sollte schon
da sein, da ihr beide doch fleißig arbeitet.

ich finde 25 km entfernung nicht zu viel, um auf unbestimmte zeit eine fernbeziehung zu führen.

ob dein freund dich auch so liebt, wie du ihn? was würde er für dich aufgeben?

elisabeth
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)

Mucki

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #43 am: 10.03.13, 10:44 »
hir ist raten sher schwer weil man nie im voraus sagen kann wie sich alles entwikelt,bei uns war auch ned immer friede ,freude ,eierkuchen,die ersten jahre waren hart,auch wen mein mann hinter mir stand.
Nun jetzt nach 25 jahren hir auf dem hof würde ich sagen ich würde es wieder tun,den bei uns hat sich nach der übergabe alles irgedn wie von selbstgereglt,ich weis aber das es ned immer so läuft,drum sag ich wen man wüste wies läuft und kommt ,könnte man raten so muß sich jeder auf sieen instinkt verlassen zum eien auf den überlebensinstinkt zum ander auf den instinkt der liebe.

lg Mucki

Offline gammi

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Re: Die "lieben" Schwiegereltern
« Antwort #44 am: 10.03.13, 11:11 »
  Es bleiben besonders die schweren Zeiten in der Seele haften und prägen folglich unwillkürlich auch die Partnerschaft, insbesondere wenn der Partner nicht hinter einem steht.


Oft sind es dann aber auch Dinge, die man den Schwiegereltern in die Schuhe schiebt, obwohl sie eigentlich in  der Beziehung zum Partner liegen.

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