Autor Thema: Zahnspange, Brackets, Außenspange, Kieferorthopädie+ -chirurgie  (Gelesen 82927 mal)

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Offline Margret

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Hallo,

hat jemand  für seine Kinder  eine sog. Zusatz-Krankenversicherung  abgeschlossen ,  die auch Kieferorthopädie  mit abdeckt  ?
Habt ihr schon mal was beantragt  bzw. erstattet bekommen ?

Wir sind am Überlegen,  ob wir sowas abschließen für die Kinder,  die wohl beide mit der Zeit in kieferorthopädische Behandlung  müssen.
Uns liegt ein Angebot vor  für ca. 10 Euro monatlich pro Kind.

Soviel wir mitbekommen haben,  gibt es nur noch wenige Anbieter,  die sowas  grundsätzlich mitversichern.

Selbst die Mitarbeiterin des Versicherungsmaklers  meinte,  wir sollten uns das überlegen,  ob wir nicht lieber das Geld so ansparen wollten...

Sie warnte auch insofern davor,  dass diese Zusatzversicherung  nur dann  etwas zuzahle,  wenn die gesetzliche KV in Vorleistung trete.    Falls diese nicht  bzw. wenig zahle,  dann leiste die Zusatzversicherung  ebenfalls nicht.

Unser Zahnarzt meinte,  dass die Versicherung gar nicht mit uns abschließe,  wenn sie "Wind"  davión kriegen würde,  dass sich eine kieferorthop. Behandlung ankündige...

Wer hat Erfahrungen ?  Welche ?

Herzliche Grüße
Margret

Offline Ossi22

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Hallo !

Ich glaube , das ist die passende Box für meine Anfrage :
Meine Tochter ( fast 12 ) wurde vom Hauszahnarzt zum Kieferortophäden geschickt . Der hat einen Abdruck gemacht und daraufhin möchte er meiner Tochter eine Spange einsetzen . Vorher soll der Hauszahnarzt aber meiner Tochter 3 Zähne ziehen - 2 Milchzähne in der unteren, um die verbleibenden Zähne so zu verschieben , damit später die Weissheitszähne mehr Platz bekommen und keine Probleme machen und in der oberen Zahnreihe einen schmalen , bleibenden Zahn herausnehmen , um das Gebiss in eine passende Symetrie zu bekommen , weil in der oberen Zahnreihe ein Zahn nicht gebildet gewesen ist und somit eine Verschiebung stattgefunden hat . Um das wieder zurückzubekommen , soll der eine Zahn auch gezogen werden.
Meine Frage :
Ist das gängige Praxis , auch bleibende Zähne zu entfernen , damit die Optik stimmt ?
Hier das Röntgenbild , hoffe es klappt , die Vorschau gibt es noch nicht her

Gruß Henrik


Offline Ossi22

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Prima , hat geklappt !
Ich habe noch was vergessen :
Im beiliegenden Schreiben werden die Zähne 4 und V  ,  V  bezeichnet , für anwesende Fachleute hier

Offline Sonnenblume2

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Hallo Ossi,

als heute Leidgeplagte, weil ich als Kind keine Zahnspange wollte und keine bekommen habe, kann ich dir oder deiner Tochter NUR raten, lass die Zähne JETZT richten um später viel Ärger und Geld zusparen!
Ich kann nicht sagen, ob das Reißen gewisser Zähne sinnvoll ist oder nicht, aber dazu kannst du (deine Tochter) eine zweite Meinung von einem anderen Kieferorthopäden einholen. Was sagt der Hauszahnarzt zu der Meinung von dem Kieferorthopäden?

Ich kann von mir sagen, ich habe einen Backenzahn verloren (leider wegen Karies) und da diese Lücke dann frei war, hatten der Rest der Zähne Platz und konnten sich ausbreiten. Auf dieser einen Seite habe ich keinen schiefen Zahn mehr, auf der anderen Seite leider schon noch.
Gruß Sonnenblume

Offline Filia

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Hallo Henrik,

heute abend kommt GöGa. Ich werde ihm dann das Röntgenbild deiner Tochter zeigen und melde mich dann wieder.
Es ist allerdings kein Kieferorthopäde sondern Zahnarzt.

LG Filia
Liebe Grüße
Filia

Offline mojer

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Hallo Geli,

was ist bei der Kieferorthopädischen bzw. Bionatortherapie deiner Tochter rausgekommen?
Unser Florian (6) hat nämlich einen sehr schmalen Kiefer und es ist schon ziemlich sicher, dass er mal eine Zahnspange braucht.
Und ich bin schon auf der Suche nach einem Zahnarzt/Kieferorthopäden, der mit dem Bionator arbeitet und Kassenpatienten nimmt.
gruß
mojer

Offline Margret

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Hallo Henrik,

doch,  das ist  durchaus üblich mit dem Zähneziehen,  wenn es die Umstände notwendig machen.

Meine Tochter hat leider  (von meiner Mutter und mir)  den zu engen Kiefer geerbt.
Es ist schlicht kein Platz da für alle Zähne.    Theoretisch gibt es dann zwei Möglichkeiten:
entweder Kiefer "dehnen",  wenn das Gesicht Platz dafür bietet    oder
Zähne ziehen, die nicht gebraucht werden fürs Leben (nicht die Eckzähne).

Bei meiner Tochter wurden  sie bereits als Milchzähne gezogen (mit 10 Jahren) ,  da schon für sie kein Platz war. 
Zur Zeit kommen sie nach  und müssen dann  als bleibende Zähne auch noch gezogen werden.
Bei ihr konnte/musste  symmetrisch gearbeitet werden,  d.h.  oben und unten  je rechts und links  wird gezogen.
Macht also am Schluss  2 x 4 Zähne.

Der Zahnarzt  hat selber Kinder  und war sehr, sehr lieb zu ihr.  Wurde auf drei mal gemacht (4 Zähne),  je nach Einschätzung eben.
Es war weniger schlimm als wir befürchtet hatten...
Hoffentlich geht es mit den bleibenden auch halbwegs ordentlich.

Margret

Offline Margret

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Was ich vergessen hatte:

wir hatten die Ruhe über diese Behandlung,  weil wir bei zwei Kieferorthopäden waren,  die jeweils genau zum gleichen Ergebnis gekommen waren,  wie am besten vorzugehen sei.
Gewechselt haben wir deshalb,  weil nach der Erstuntersuchung beim ersten Kiefi  (ca. 10 km fort)  ein Jahr zugewartet werden konnte  und in der Zwischenzeit am Nachbarort (dort wo sie zur Schule geht)  neu ein guter Kiefi angefangen hat.
Wir erhoffen uns,  dass sie so  später öfters mal selber  zur Kontrolle hinkann nach der Schule. 

Margret

Offline Erika

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Wir sind mit unserem Sohn bei einem sehr guten Kieferorthopäden mit langer Erfahrung gelandet. Er trägt seine Zahnspange jetzt seit 4 Jahren, wird bald 16 und in wenigen Monaten ist die Behandlung abgeschlossen. Ganz zum Anfang mussten auch Milchzähne gezogen werden, weil es viel zu lange gedauert hätte, bis sie sich von selber entfernt hätten. Damit wäre die Behandlungszeit viel zu lange geworden. Die Zähne mussten weg, um den anderen Platz zu machen.

Das Ziehen der Milchzähne war das kleinere Übel, weil die kaum noch Wurzeln hatten. Angst hatte er natürlich schon.

Anfangs ging die Rede auch immer Richtung Weisheitszähne. Aber nicht viele Menschen haben wirklich Platz dafür. So musste mein Sohnemann sich letztes Jahr alle vier Weisheitszähne entfernen lassen. Auf dem Roentgenbild, noch im Kiefer drin, standen sie viel zu nahe an den Backenzähnen. Wären sie durchgebrochen, hätten sie das ganze gerichtete Gebiss wieder vollständig verschoben. Die ganze Behandlung wäre umsonst gewesen. Es blieb also gar keine andere Wahl. Lasst Euch nicht erzählen, dass bei einer Zahnspangenbehandlung die Weisheitszähne gut Platz haben werden. Dem ist nicht immer so. Der KO der die Weisheitszähne entfernt hat, hat uns empfohlen, damit nicht zu lange zu warten. Dann werden die Wurzeln der Zähne immer größer und stärker und die Entfernung umso schwieriger.

Am besten ist es immer, andere Eltern aus seinem Umfeld zu fragen, wie sie mit der KO-Behandlung ihrer Kinder zufrieden sind und wie der Erfolg fortschreitet. Eine Freundin war mit ihrer Tochter Jahre lang bei einem Zahnarzt, der mit ganz leichten Fehlstellungen gut zurecht kam, aber keine richtige KO-Ausbildung hatte. Nach Jahren wo sich am Gebiss so gut wie nichts getan hat, durfte sie jetzt nach einigem Hin und Her mit der Krankenkasse zu einem anderen Arzt wechseln. Der versucht jetzt aus dem Rest der genehmigten Behandlungszeit das Beste zu machen. Sie hatten damals den ersten Arzt gewählt, weil die etwas weitere Fahrerei ihnen lästig war.

Offline geli.GTopic starter

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Hallo Geli,

was ist bei der Kieferorthopädischen bzw. Bionatortherapie deiner Tochter rausgekommen?
Unser Florian (6) hat nämlich einen sehr schmalen Kiefer und es ist schon ziemlich sicher, dass er mal eine Zahnspange braucht.
Und ich bin schon auf der Suche nach einem Zahnarzt/Kieferorthopäden, der mit dem Bionator arbeitet und Kassenpatienten nimmt.


Hallo Martina,

wir haben das mit dem Bionator dann nicht machen lassen. Die Kieferorthopädin hier am Ort hält davon absolut gar nix. Sie sagt das ist total veraltet. Dann war ausschlaggebend, dass es einen KO gibt, der nur ca. 5 Min von Christina´s RS weg ist, d.h. sie kann da selber nach der Schule hinfahren. Im Moment hat sie einen Draht vor den unteren Zähnen. Sobald alle 2. Zähne da sind, kommt der Außenbogen (sie freut sich schon sehr darauf..... ::)) und dann die feste Spange.....  :-\
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli

Offline mojer

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Hallo,
warum ist der Bionator veraltet? Sind damit keine guten Ergebnisse erzielt worden?
Ich weiß von einer Mutter, die ist total begeistert. da ist das ganze Gesicht symmetrischer geworden.

Ich bin mir auch unsicher, ob es gut ist bleibende Zähne zu ziehen, denn die haben doch eine Funktion und Auswirkungen auf andere Bereiche des Körpers. Und wenn bestimmte Zähne fehlen, ist womöglich das Gleichgewicht im Körper gestört und es kommt zu Folgeerkrankungen, die aber nicht als solche wahrgenommen werden.
gruß
mojer

Offline Filia

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Hallo Henrik,

GöGa hat sich das Röntgenbild angeguckt.
Deine Tochter hat im Oberkiefer eine Nichtanlage des Zahnes 6. Er kann aber nicht erkennen, auf welcher Seite, da nicht ersichtlich ist, von welcher Seite das Röntgenbild abgebildet ist.
Ferner hat deine Tochter im Unterkiefer auf beiden Seiten eine Nichtanlage des Zahnes 5.
Deshalb zieht man oben den Zahn, um die Kiefergrößen wieder aneinander anzupassen.
Da im Oberkiefer der Zahn 6 nicht angelegt ist, wird nur auf der anderen Seite ein Zahn gezogen.
Dieses ist eine gängige Therapie.

LG
Filia
« Letzte Änderung: 01.04.06, 21:24 von Filia »
Liebe Grüße
Filia

Offline Ossi22

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Hallo Filia !

Danke für die Antwort und einen schönen Gruß an deinen Mann , der auch nach Feierabend auf die Zähne schaut.
Nun will ich auch noch zu dem Hauszahnarzt , der meine Tochter zum KO überwiesen hat. Der war Freitag nicht da , sonst hätte ich dessen Meinung hier auch eingestellt .
Ist schon wichtig , Meinungen dazu zu hören , denn man entscheidet ja über díe Beißerchen von Anderen.
Dazu ist der BT das beste Forum überhaupt , vielen Dank , Henrik

Offline Ossi22

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Hallo !

Ich war beim Hauszahnarzt. Der erklärte folgendes : Er hatte meine Tochter zu dem KO überwiesen , hatte sich aber danach etwas mit ihm in der Grundsätzlichkeit der Behandlung auseinandergearbeitet ( nicht nur wegen meiner Tochter ) . Er meint , erst tut man alles , um den Zahn zu erhalten  , versiegelt ihn und so weiter und dann wird empfohlen , ihn rauszureißen und den Zahn in den Papierkorb zu schmeißen . Dem arbeitet er eher entgegen. Aufgrund der Röntgenaufnahme würde er es vielleicht auch so empfehlen  ,aber ich hatte da meine Tochter nicht mit und es ist jetzt ein Termin für nächste Woche gemacht ( regulär war sie sowieso fällig ). Dann wird weiter entschieden.
Er hatte noch einen weiteren Punkt dagegen : bei mr selber steht der Unterkiefer etwas vor und wenn es genetisch ähnlich bei meiner Tochter ist , könnte das Ziehen des Zahnes im Oberkiefer zur Folge haben , das der Oberkiefer sich noch weiter nach hinten zieht .
Bin schon gespannt , was dann weiter rauskommt ....

Viele Grüße Henrik   

Offline Margret

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Hallo,

wenn die entsprechenden Vorarbeiten erledigt sind (leider müssen wg. absolut verengtem Kiefer insges. vier bleibende ZÄhne gezogen werden, damit die wichtigen Zähne überhaupt erst vollends ins Gebiss passen;  die stecken nämlich noch oben  !),
erhält unsere Tochter eine feste Spange.

Frage:

Wer hat Erfahrungen  mit sog.  normalen  Brackets (größere Metallbrackets mit Gummiringen darunter)  ? 
Wie kam das Kind damit klar ? 

Wer hat Erfahrung mit sog.  Speed-Brackets  (kleiner) ?
Im Werbeprospekt des Kieferorthopäden (für Speed-Brackets)   wird   u.a. geschrieben, sie seien angenehmer zu tragen (deutlich weniger Wangen- und Lippenirritationen). 
Stimmt das ?  Dann wäre wohl der Mehrpreis von  ca. 300 Euro gerechtfertigt.
Stimmt es auch,  dass weniger Essensreste hineinhängen  und sie leichter zu reinigen sind als die großen Brackets ?

Margret