Autor Thema: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???  (Gelesen 33090 mal)

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Offline LandmamaTopic starter

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Hllo zusammen,

ich wollte mal fragen, denn wir haben eine ( die 2. ) und die ist wirklich ein Glücksgriff, ne ganz liebe und nette auch lustige, bemüht sich sehr um die deutsche Sprache.....aber Oma und Opa machen ihr es glaub arg schwer...ich habe einen sehr guten Draht zu ihr, nehme sie auch immer mit zum shoppen und integriere sie in die Familie, nun meine Frage, wie sieht denn der Tag bei euch so aus, wieviel Freie Zeit hat sie am Tag ??, muss sie kochen und putzen,bügeln ???? immerhin muss sie ja permanent für Oma und Opa da sein .....
nicht dass, ihr meint, wir wollen sie nicht pflegen, nein, das tun wir Kinder schon lange genug, denn beide wohnen alleine im Haus und wir sind eigendlich immer greifbar, aber jeder von uns hat auch arbeit und Familie.

Offline Paula73

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Du solltest dich nicht entschuldigen weil du Hilfe bei der Pflege in Anspruch nimmst.

Bei uns haben die Pflegerinnen den gesammten Haushalt der Senioren übernommen. Außer Arzttermine und Einkaufen.
Es kommt aber sicher darauf an wie zeitintesiv die Betreuung der zu pflegenden Person ist.
Ich denke am besten versuchen viel miteinander zu reden und sich um ein vertrauensvolles Verhältnis bemühen, so das sie von sich aus kommt wenn es zu Problemen kommt.

Probleme gab es bei uns auch u.a. wurde da die Vorratskammer abgeschlossen ( Polen = klauen), macht sich nicht gut wenn sie das Essen kochen soll. Wir waren auch sehr überrascht weil es gar nicht die Art unserer Oma war, sie ist eine herzensgute , aber es kann auch schon an der beginnenden Demenz gelegen haben.

Offline Sasa

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Unsere Nachbarn haben eine polnische Pflegekraft für die Oma engagiert. Sie halten es so, daß die junge Frau zwei freie Tage in der Woche nach Absprache hat- entweder zwei komplett freie Tage, wenn sie was Besonderes vor hat oder mehrere freie Nachmittage, wie es gerade von der Familiensituation her passt. Die junge Polin putzt,wäscht und bügelt "so nebenher", sagt sie- sie nimmt die Oma dann immer mit, d.h. sie schiebt sie den ganzen Tag im Rollstuhl mit sich. Das klappt sehr gut, und Oma hat die junge Frau, die im Alter ihrer Enkel ist, schon ins Herz geschlossen....

Offline Irmgard3

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Stiftung Warentest hat auch mal die Agenturen geprüft, ist aber schon eine Zeit her.
Schau mal unter www.stiftung-warentest.de
« Letzte Änderung: 18.04.12, 16:22 von Irmgard3 »
Lebe, wie  du wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
(Christian Fürchtegott Gellert)

Offline Selina

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Hallo zusammen,

gestern war im Politmagazin "Frontal 21" ein Bericht über die Abzocke der alten Leute da.
Besonders in den Städten sei es oft exorbitant auffällig, wie die Alten mißbraucht werden, um an Geld ranzukommen.
Inzwischen hat es sich im ausländischen Osten herumgesprochen, dass man auf diese Weise eine leichtes Geld verdienen kann.
Man spricht alte Leute in Cafe`s oder anderen Orten an und fragt nach unter welchen Umständen sie leben müssen.

....... Und dann "kümmern sich diese Typen um jene Alten und sorgen dafür, dass sie eine Pflegestufe bekommen.
Liebe Grüße von Selina

Offline Sasa

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Ich hab  den Bericht auch gesehen- und in diesem Bericht ging es darum, daß diese alten Leute oft zusätzlich Leistungen vom Amt beziehen. Man sucht sich speziell Lokale, Spielplätze und Co. in eher sozial schwachen Stadtvierteln aus, und spricht dann nicht die Alten an, sondern deren Kinder.....so nach dem Motto- macht ja sehr viel Arbeit, man wisse da jemanden....

Zu Wort kamen Vertreter aus Berlin (Neukölln/Hellersdorf/Marzahn).

Christel Nolte

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Ich möchte das Thema mal anschubsen: Wer hat Erfahrungen mit ausländischen Pflegekräften, kennt eine gute Agentur. Es kommt nur eine legale, faire Lösung in Betracht, muss aber bezahlbar sein.



Liebe Moderatorin, ich hab das jetzt 3 x gepostet, weil ich nicht weiß, wohin gebau es passt, evtl dies und die Themen

http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,43690.0.html
http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,32160.30.html
zusammenführen?

Christel Nolte

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Ich hol das Thema nochmal hoch, denn letzte Woche waren ja viele in Bad Hersfeld und es wurde wenig geschrieben. Hat denn niemand Erfahrung mit solchen Pflegekräften? Wenn nein, warum nicht? Kein Platz im Haus? Oder Bedenken, fremde Menschen  im Hause zu haben? Oder andere Befürchtungen, dass es nicht klappt?. Oder liegt es daran, dass wir immer noch meinen, alles selbst leisten zu können/ zu müssen?

Offline SiegiKam

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Gammi, es gibt diesen Notrufknopf zum Umhängen. Unsere Nachbarin hatte einen, der war super. Mal ist ihr Besuch umgekippt, sie hat den Knopf gedrückt, eine Stimme fragte sehr deutlich, was passiert sei, sie erklärte es kurz und im Nu standen die Sanitäter im Haus. Sie war auch sehr zuverlässig mit dem Umhängen, hat ihn nicht irgendwo liegen gelassen, da ihre einzige Tochter 120 km weit weg wohnte und nicht so oft vorbeischauen konnte. Aber dein Vater wird ja auch haushälterische Hilfe brauchen können.

Siegi
Leben und leben lassen

Offline mogli

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Hallo! Den Notrufknopf gibt es auch als "Armbanduhr". Das hat den Vorteil, dass er immer am Handgelenk ist und nicht beim Waschen oder anziehen abgelegt werden kann und vergessen wieder umzuhängen.
DAs Teil ist super! Zuerst meldet sich über Lautsprecher eine deutliche Stimme um zu fragen- kann ja auch ein Fehlalarm sein. Wir hatten 3 Telefonnummern angeben, die werden im Notfall angerufen. Sollte sich da Niemand melden, kommt der Rettungsdienst. Spätestens nach einer Stund ruft von dort jemand zurück und erkundigt sich, ob Hilfe gekommen ist.
Liebe Grüße Helga

Clara

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Hallo in die Runde,

was ich bei der Pflegefrage immer wieder auffällt, ist, dass wir als Kinder/Geschwister/Freunde meinen das Sagen zu haben.

Dabei steht die gebrechliche Person im Mittelpunkt des Geschehens, denn sie muss sich von der Pflegeperson anfassen und waschen lassen... im Gesicht, im Intimbereich und am ganzen Körper.

Die Generation unserer "Alten" wuchs in einer gänzlich anderen Welt als wir auf. Da zeigte man sich nicht so freizügig im Alltag.

Was ich auch erstaunlich finde, wenn es um die Kinderbetreuung geht, da möchte auch hier manche, dass nur sie das Kind betreut und sonst niemand.

Geht es um unsere ältere Generation, da versucht sich manche(r) aus der Verwantwortung zu stehlen... Da "darf" dann auch mal jemand anders mit anpacken, am besten eine Frau aus Osteuropa... die 24 Stunden Dienste schiebt und am besten 4 Stunden bezahlt bekommt. *Ich weiss, es ist jetzt "etwas" überspitzt formuliert.*

Was Pflege angeht, ich weiss, was es im Alltag heisst. Ich bin dankbar für diese Lektion meines Lebens, auch wenn sie eine der härtesten Lektionen war.

Herbstliche Grüße,

Anja

Offline gammi

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Aber grad aus der Sicht des zu Pflegenden kann ich mir vorstellen ist es einfacher, wenn es eine fremde Person macht als wenn es die Tochter/Schwiegertochter macht.

Den Pflegnotrufknopf kenne ich schon. Aber er ist ja nur für den absoluten Notfall gedacht. Meine Schwiegermutter würde ihn sicher nicht betätigen, die würde vorher leiden. Der Opa bei meiner Schwester drückt bei jeder Gelegenheit drauf.
Bei meinem Vater bin ich mir nicht sicher. Er ist Herzkrank und ist dann eventuell gar nicht mehr in der Lage ihn zu betätigen?

Es war ja auch eher mal für einfache Dinge gedacht. Fängt ja oft bei Kleinigkeiten an. Z.B. dass jemand schaut, dass auch die medikamente genommen sind usw.
Hier ging es dann auch um so kleinere Dinge wie Holz nachlegen usw.
Für mich wär es tatsächlich beruhigender wenn jemand dort wohnen würde. Und meine Eltern haben sich ja auch selber schon Gedanken in der Hinsicht gemacht. Nur haben sie es noch auf das Frühjahr verschoben. Dass meine Mutter nun eben kurzfristig ausfällt wird die Entscheidung vielleicht beschleunigen.

Enjoy the little things

Offline gammi

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Möchte noch was zu meinem Fall anfügen.
Ich habe im Moment hier auch eine pflege bedürftige Schwiegermutter zu versorgen. Damit bin ich momentan eigentlich - eher psychisch - schon ausgelastet.

Trotzdem würden wir Töchter die pflegerischen Dinge wie waschen usw. bei meinen  Eltern selber übernehmen. Es ginge lediglich darum, dass jemand in ihrer Nähe ist. Ich sehe es grad an meiner Schwiegermutter. Es sind ja oft nur Kleinigkeiten, dass ihr was runterfällt und sie es selber nicht mehr aufheben kann.
Dazu kommt, dass mein Vater depressiv ist und er einfach wenn er lange Zeit alleine ist zu viel grübelt.
Er freut sich einfach auch darüber, wenn ihm jemand einfach nur zu hört (auch wenn es immer das gleiche ist ;))

Nun warten wir mal ab wie es bei meiner Mutter weiter läuft. 
Enjoy the little things

Mucki

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Hallo also des mit dem Pflegen ist ein heikles Tema,ich für meine teil könte die pflege nicht machen,da ich eien rücken OP hatte und nicht mehr schwer hebn darf.
Die meisten Alten leute wollen in ihrer umgebung bleiben,da ist die möglichkeit mit eienr Pflegerin schon gut,und das sie 24 stunden da sein muß stimmt auch ,aber sie arbeite ja keien 24 stunden ,sie hat ja auch mal frei ,oder wen die arbet erledigt ist kann siesich ja auch ausruhen,wen sie eien zweipersone haushalt führt und sich um den zu pflegenden Menschen kümmert ,wird sie auch frei stunden zwischen durch haben.

Es kommt auch drauf an wie viel pflege braucht ein Mensche offt fängt es ja mit eienr art haushaltshilfe an ,die kocht wascht und putzt,und einfach da ist als art geslschafterin.
Die ander sache ist es jemandne zu pflegen der Bettlägerig ist über jahre hinweg,dies ist für beide seitens ehr belastend,hab das bei mein Großeltern geshen,
meien Tante wollte es allein amchen ohne pflegdinst und unterstüzung,nur ein paar mal im jahr paste meien Mutter mal eien sonntag auf das sie mal weg konnte,das ergebnis war ein jahr nach dem Tot des letzen zu Pflegenden kam meien Tante ins Krankanheus und da wurde festgestellt das sie sich ihre wirbelsäule total ruhiniert hat und ostoporose hatte ,seit dem hat sie kein tag ohne schmerzen,und das nun seit 23 Jahren.
Die Ärzete meinten sie hätte sich einfach übernommen gehabt und ist bis an die körperliche granzen gekommen.

Das waschen von Fremden ok ist ned einfach,ich mußte des alter von 17 jahren durchmachen da ich 14 Tage tolal ruhig im bett liegen mute ganz Flach,es ist ned angenehm aber man gewöhnt sich dran,da man siht wer des berufsmäsich macht hat rutiene und für das Pflegpersonal ist es normal .

Also ich denke das eien Pflege karft im Haus eien gute lösung ist für beide seiten.

LG Mucki

Offline Margret

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  • Bäuerinnentreff-eine Bereicherung des Alltags !
@ clara:

deine Bemerkungen sind sogar ziemlich  "überspitzt".  :-X
Warst du alleinige Pflegende ?  Wie waren deine Arbeitsbedingungen daneben im Haupt-Beruf ? Wusstest du, wie lange es geht mit der Pflege ?
Es klingt bei dir für mein Verständnis  immer ein bisschen so , als ob die Bäuerinnen alle keine Lust hätten zu jedem Handgriff an ihren Senioren.  Darum gehts doch weniger.

Ich weiß,  was ich jetzt im Alltag leiste  und es wird mir Angst und Bang  wenn ich nur dran denke, wie ich das stemmen sollte mit meinem Mann  wenn Versorgungsfälle und gar Pflegefälle dazu kommen sollten.

Erika fragte extra nach Agentur mit legalen und fairen Arbeitsbedingungen und Vertragsbedingungen und ich bin mir sicher, sie meinte beide Seiten.

Ich finde es auch nicht angemessen, einer Person aus anderer Umgebung etwas zuzumuten, was ich selber nicht tun und leisten mag und kann.
Also, 7 Tage mit 24 Stunden oder so ähnlich, das halte ich für absolut unzumutbar.  Für JEDEN  Pflegenden bzw. Anwesenden  alleine.


Margret
« Letzte Änderung: 02.11.12, 10:31 von Margret »