Autor Thema: Krankengymnastik....  (Gelesen 6488 mal)

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Offline CarmenTopic starter

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Krankengymnastik....
« am: 19.02.02, 23:11 »
Hallo,
ich komme gerade von einem Vortrag einer Krankengymnastin, eine sehr angesehene Frau, hier in der Gegend.
Wie sie erzählte, wird der Grundstein - für das gesamte weitere Leben - im ersten Lebensjahr gesetzt, wenn dort irgendetwas nicht stimmt, hat das Folgen und zieht alles nach sich.

Wenn z. B. ein Nackenwirbel bei der Geburt ausgerenkt wird und es keiner merkt, "kann" das Kind nachher in der Schule Schwierigkeiten beim Schreiben haben, da es dadurch dann immer noch verkrampft ist.

Anderes Beispiel, wenn die Kinder zu wenig gekrabbelt haben oder gar nicht gekrabbelt haben, dann kann es sein, daß die Hände nicht genügend Muskeln aufgebaut haben und es dann auch später Schwierigkeiten hat.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Krankengymnastik gemacht??



« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
LG
Carmen

Offline Petra

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Re: Krankengymnastik....
« Antwort #1 am: 25.02.02, 17:45 »
Hallo,
bei unserem Ältesten waren mit ca. 1 Jahr bei der
U? auche leichte Defizite in der Beweglichkeit zu erkennen, ich muß dazu sagen er war ein kleiner dicker Muckel, wo er saß, da saß er.
Er wollte sich nicht richtig drehen, geschweige denn krabbeln und auch ansonsten stimmte einiges in der Motorik nicht.
Bin dann über 1 Jahr mit ihm zur Kranken-gymnastik gewesen. Zum Teil war es für ihn sehr anstrengend und auch schmerzhaft.
Es wurden durch bestimmte aufgezwungenen Haltungsformen die nicht so gut entwickelten Muskeln stimuliert. Er wehrt sich natürlich weil
ihm diese Haltung unangenehm war.
Ich kann garnicht mehr genau erklären wies genau war, jedenfalls mußte ich dann diese Übungen 2x täglich auch mit ihm zuhause machen.
Nach einem Jahr waren aber sehr gute Erfolge sichtbar und bald konnten wir die Übungen absetzen.
Mir wurde damals auch gesagt, daß es sehr wichtig ist diese Muskeln durch entsprechende Übungen zu stimulieren, da er sonst ein Leben lang darunter leiden könnte.
LG Petra
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »

Offline suederhof1

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Re: Krankengymnastik....
« Antwort #2 am: 25.02.02, 23:36 »
Moin,Moin
wir brauchten bis jetzt noch nicht zu einer Krankengymnastin,
Eine Bekannte hat eine Tochter ,genau so alt wie meine 1 1/4 Jahr. Seit Novem konnte sie sitzen ,doch immer  wenn sie auf die Füße kam fing sie an zu weinen.Kinderarzt schickte sie auch zur Krankengymnastik,doch es nützte alles nichts.
Dann gingen sie endlich ,Ende Dezember, zu einem
Orthopäden.Der hat geröngt und festgestellt, das ein Halswirbel ausgerengt war. Dann zu einem Spezialisten,der renkte den Wirbel wieder ein und schimpfte über diese Kinderarzt u. Krankengymnastin. Das Kind hat innerhalb von 4 Wochen laufen gelernt.
Der Wirbel wurde wahrscheinlich wärend der Geburtswehen,es dauerte ziemlich lange,herausgedrückt.Das Kd. kam per Kaiserschnitt.    :) :)
LG Barbara aus NF
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »

ina

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Re: Krankengymnastik....
« Antwort #3 am: 09.03.02, 18:19 »
Moin,
Ich habe besonders gut Erfahrungen damit gesammelt.
1. Die Halswirbel genauer der erste und der zweite Halswirbel sind für die Bewegungsabläufe unseres Körpers zuständig.
Wenn hier nur leichte Verschiebungen bzw. wenn hier die Blutgefäße verklebt sind bedeuted das tatsächlich das man Gleichgewichtsstörungen, Unterschiedliche Muskelbildung aber auch starke Lese/Schreibprobleme bekommen kann.
2. Durch einfache überkreuz Übungen kann man das Rechnen und Schreiben tatsächlich verbessern.
3. Hyperaktive Kinder haben sehr oft Probleme mit ihren Halswirbeln.
4. Durch frühzeitige Krankengymnastik kann man Probleme, die bei der/unter Geburt aufgetreten sind
sehr gut behandeln.

Nur leider mögen Kinder das nicht gerne.
MFG Ina
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »

Offline Freya

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Re: Krankengymnastik für die Hüftdisplasie
« Antwort #4 am: 24.03.02, 00:33 »
Hallo  :D :D :D
ich habe mit meinem Sohn in seinem ersten Lebensjahr 12 x eine bestimmte
Physiotherapeutische Praxis aufgesucht um etwas über "Voita" zu lernen und
wie ich das zu Hause mit ihm machen kann.
Er hatte ab der 4. Lebenswoche eine Spreizhose. Als er später alleine sitzen
konnte und sich hochziehen wollte, ging das nicht mit der Spreizhose. Die
Orthopädin wollte aber weiterhin, daß das Kind 24 Std. die Spreizhose trug.
Ich habe dann eine Krankengynastin gefunden, die Voita beherrscht und diese
erzählte mir dann, wenn wir das konsequent machen, braucht der Junge keine
Spreizhose mehr. Die Übungen gehen bis an die Schmerzgrenze des Kindes
und ich habe mir alles aufgeschrieben, daß ich ja nichts falsch mache zu Hause
und das Kind vielleicht noch "falsch" verbiege.Wir haben bei jedem Windelwechsel
eine der Übungen gemacht und ich begann, die Spreizhose tagsüber wegzulassen.
Er machte eine völlig normale Entwicklung durch, aufstehen, sich überall hochziehen und
entlang gehen, loslassen, 3 Schritte alleine etc.wie jedes andere Kind auch.
Ich habe das Laufen aber weder gefördert noch versucht zu verhindern.
Eigentlich fing er gleich an zu laufen  und die ersten 8 Schritte "freihändig"
machte er im Alter von 13 Monaten ( am Muttertag ).
Von nun an zog ich ihm die Spreizhose auch nachts nicht mehr an. Ich muss
aber dazu sagen, daß die Orthopädin bei jedem Arztbesuch zu mir sagte, daß sie
das nächte Mal wieder versuchen will mit Ultraschall was zu sehen. Inzwischen
weiß ich, daß das gar nicht mehr geht, wenn das kind schon 1 Jahr alt ist.
Und sie hat mich immer vertröstet, daß ich wahrscheinlich die Spreizhose
das nächste Mal dann weglassen kann. Das hat sie 3 x so gemacht ???
Später bekam unser Sohn dann nochmal ordentliche O-Beine, da konnte er
schon flitzen, daß man seine Mühe hatte, ihn einzufangen. Bald wurden die Beine
etwas x-ig; jetzt sind sie kerzengerade.
Im Alter von 5 Jahren war ich mit ihm bei einem anderen Orthopäden meines
Vertrauens. Der hat ihn gründlich untersucht und auch geröngt. Dem habe ich
wahrheitsgemäß meine Geschichte erzählt und er ist der Meinung, daß die
Voita - Gymnastik Therapie den Ausschlag gegeben hat, daß das Kind in
seiner Entwicklung letztendlich nicht behindert wurde und alles in Ordnung ist.

Er gab mir für meinen Sohn aber mit auf den Weg, ihm immer nur
solche Schuhe zu kaufen, bei denen sich die Sohle in alle Richtungen
biegen und drehen läßt !!!
Obwohl ich ein mordmäßig schlechtes Gewissen hatte und die Voita - Gymnastik
für das kind recht anstrengend war, tut es mir im Nachhinein leid, daß ich
damit nicht früher angefangen und vor allen Dingen den Orthopäden
gewechselt habe.
Seit dieseem ersten Jahr haben wir "toitoitoi" bisher keine Krankengymnastik
mehr gebraucht.

:D :D
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
Wer heilt, hat Recht.
Hippokrates

liebe Grüße
Freya

Offline CarmenTopic starter

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Re: Krankengymnastik....
« Antwort #5 am: 24.03.02, 19:38 »
Hallo Freya, und alle anderen,
schön, daß es so gut mit Deinem Sohn geworden ist. Ich habe jetzt auch wieder ein Rezept, nur leider stehen wir bei der Krankengymnastin noch auf der Warteliste.
Diese Krankengymnastin macht das nach der "Bobath" Methode, die ist nicht so "hart" wie die von "Voita", ich habe auch schon gehört, daß einige Mütter das nicht mehr durchziehen konnten.

Toll, daß ihr es geschafft habt .
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
LG
Carmen

Offline Regine

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Re: Krankengymnastik....
« Antwort #6 am: 01.04.02, 19:50 »
Hallo ihr "Ex- Opfer"!

Ich habe nämlich ursprünglich mal KG gelernt ;)
Was sich auch bei den Mädels im Stall oft als sehr nützlich erweist.
Sprich meine Diagnose weicht kaum einmal von der tierärztlichen ab. ;D

Zu euren Kids:
mein Spezialgebiet war das nie, da man sowohl für Bobath als auch Vojta eine Spezialweiterbildung braucht, die jeweils so gut 5000€ kostet. Reine Kursgebühren.
Die Sache mit dem 1. Halswirbel (Atlas) kann ich aber nur bestätigen! Er ist das Fundament unseres Kopfes. Und was passiert, wenn das Fundament der gesamten Steuerzentrale nicht richtig arbeitet dürfte klar sein. Daher schicke ich inzwischen auch alle Leute/ Kids mit von ärztlicher Seite nicht heilbaren Problemen zu meine Ex- Chefin. Die ist eine exzellente Cranio- Sacral- und Kinesiologie- Therapeutin. Viele meinen, sie bewirkt Wunder. Was sie aber eigentlich gar nicht tut. Sie packt nur das Übel  an der Wurzel! Etwas, was viele Ärzte schon gar nicht mehr können...
Kinesiologie finde ich total faszinierend!
Leider fehlt mir da einfach die Zeit weiter Fobis zu machen, denn es würde auch mit Tieren funktionieren ;)

Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend...

Und wie sagte mal ein Patient zu mir:
"Früher hat man so Weiber wie Sie verbrannt, jetzt werds Krankengymnastinnen!" ;D
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
MUHH!!
Regine