Autor Thema: Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen und Co.  (Gelesen 141081 mal)

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Offline Elli

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Re:Zwetschgen und Pflaumen
« Antwort #15 am: 28.09.03, 18:58 »
Hallo Geli,

danke für deinen Tipp mit dem Sieb, das werde ich das nächste Mal gleich ausprobieren!

Gruß, Elli.

ElkeR

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Re:Zwetschgen und Pflaumen
« Antwort #16 am: 28.09.03, 21:02 »
Hallo zusammen!

Bin zwar schon etwas spät dran, aber bei unserem Nachbarn gibt es noch ein paar Zwetschgen. Drum frag ich hier noch schnell nach, wie ich Zwetschgenknödel mit Kartoffelteig mache. Ich hab schon welche gemacht, aber die sind nicht so gut geworden. Geschmeckt haben sie lecker, aber der Teig war babbig. Hat jemand ein "easy" Rezept dafür? Und wie muß die Konsistenz von dem Teig sein? Bei mir war der total babbig, sowohl beim Herstellen, als auch dann zum Essen. Weiß jemand, was ich falsch gemacht hab? I h würd´s gerne nochmal probieren!

Gruß Elke

Offline suederhof1

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Re:Mirabellen
« Antwort #17 am: 05.08.04, 09:02 »
Hallo

Ich kämpf mal wieder mit meinen Mirabellen. >:(

Um sie verrotten zu lassen sind sie zu schade. :-[
Verschenkt hab ich auch schon welche.
Sie sind zu Marmelade und Saft verarbeitet worden,in der Truhle tummeln sie sich auch schon. :P
Nächsten Winter eird der Baum erstmal kräftig gestutzt.

Jetzt wollte ich gerne mal Mirabellenlikör versuchen. ;D

Hat da jemand ein Rezept ?

LG Barbara

Offline martina-s

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Re:Mirabellen
« Antwort #18 am: 05.08.04, 21:37 »
Sagt einmal, haben nur wir so doofe Mirabellen, die nicht vom Stein gehen.
Unsere sind zwar noch nicht so weit. Aber wenn die reif sind und zwar schon gleich rot sind, dann gehen die genau so wenig vom Stein wie zu Anfang.
Wie macht Ihr das?
Liebe Grüße
Martina

Werner

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Re:Mirabellen
« Antwort #19 am: 06.08.04, 15:08 »
 Hallo martina-s

Wurde Dein Mirabellenbaum aus einem Stein gezogen

also ein sog. Wildling ?

Hab selbst einen solchen der läßt auch den Stein nicht los.
Bei veredelten ist das überwiegend kein Thema.

Hansi

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Re:Mirabellen
« Antwort #20 am: 06.08.04, 17:33 »
Liebe Barbara,

ich will zwar nicht die Alkoholabhänigkeit weiter fördern
-grins- aber ein paar Rezepte kann ich beisteuern. Also vielleicht ist ja etwas für Dich dabei.


Mirabellenlikör

Zutaten
500 gr. vollreife Mirabellen
10 Stück Mandelkerne
350 gr. Zucker
1 gr. Zitronensäure
0,50 Ltr. Mirabellenbrand

Die Mirabellen waschen, entsteinen und dabei hälfteln. Zucker, Mandelkerne, Mirabellen und 0,25 Ltr Mirabellenbrand in ein weithalsiges Glasgefäss ( z.B. Schraubglas) geben. Bei Zimmertemperatur ca. 10 Tage ziehen lassen. Danach durch ein feines Tuch oder Sieb abgiessen und den restlichen Mirabellenbrand hinzugeben. In eine mit heissem Wasser ausgespülte gut verschlissbare Flasche abfüllen.





Mirabellenlikör

Zutaten:

1,5   kg   Mirabellen
1   kg   brauner Kandiszucker
1    l   Obstbrand (Obstler), 38-40%

1      großes, gut verschließbares Gefäß


Die Mirabellen werden gewaschen und mit einem Messer angeschnitten. Darauf achten, daß nur reife unbeschädigte Früchte verwendet werden. Die Mirabellen werden in das Glasgefäß gefüllt und der Kandiszucker oben auf gefüllt. Zum Schluß wird der Obstbrand zugegeben.

Der Ansatz wird 8 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort gestellt. Gelegentlich das Glas schütteln, so daß der Inhalt sich wieder vermischt. Nach dieser Zeit wird der Likör durch einen mit Filterpapier versehenen Kaffefilter abgegossen und in Flaschen gefüllt. Vor dem Genuß müssen die Flaschen weitere 4-6 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort ruhen.




Und nun noch etwas aufwendiger:

Mirabellenlikör

Ansatz A
400–500 g Mirabellen
250 ml Sprit
200 ml Wasser

Ansatz B
75 g Kerne
50 ml Sprit


Mirabellen waschen, entsteinen und zerkleinern. Die Mischung aus Sprit und Wasser zusammen mit dem Früchtebrei in ein verschließbares Gefäß geben und 3 bis 4 Wochen stehen lassen.

Die Kerne aufschlagen und mit Sprit ebenfalls 3 bis 4 Wochen ansetzen.

Anschließend den Früchtebrei-Ansatz in ein Kunststoffsieb geben, das mit einem Seihtuch ausgelegt ist, und den Extrakt ablaufen lassen. Den Rest mit der Hand auspressen. Die Rückstände kann man noch mit Wasser übergießen, bis 600 ml Gesamtextrakt beisammen sind.

1 Liter Mirabellenlikör ca. 30 Vol.-%
600 ml Mirabellen-Extrakt (A)
50 ml Kern-Extrakt (B)
100 ml Mirabellenbranntwein 40 Vol.-%
250 ml Zuckerlösung

Der Likör hat auch ohne Farbzusatz eine schöne Bernsteinfarbe. Erst nach 3 bis 4 Wochen die Mischung filtrieren und abfüllen. Durch Lagern gewinnt der Mirabellenlikör an Harmonie.



Gutes Gelingen wünscht

Hans

Offline suederhof1

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Re:Mirabellen
« Antwort #21 am: 07.08.04, 07:43 »
Hallo

Danke für die Tips :D

Matina-s, unsere Mirabellen lassen sich auch schwer vom Kern trennen .
Hab mich auch darüber geärgert.  >:(

LG Barbara

Offline martina-s

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Re:Mirabellen
« Antwort #22 am: 07.08.04, 09:40 »
Hallo Werner,
ja, das kann gut sein, dass die Mirabellen aus einem Stein gezogen und zum Teil auch wild aufgegangen sind.
Denke nicht, dass da einer der Vorfahren sich die Mühe gemacht hat.
Nun haben wir des Rätsels Lösung.
Ich finde das halt doof weil man dann die Mirabellen mit Stein einkocht. Dann schmeckt das Kompott immer etwas nach Bittermandel.
Außerdem hat man dann das "Gespotze" bei Tisch.
Liebe Grüße
Martina

Offline Limara

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Re:Mirabellen
« Antwort #23 am: 13.08.04, 13:53 »
Hallo
Ich kämpfe auch mit einer Mirabellenschwemme.
Heute habe ich einen Schwung eingekocht.
Nun meine Frage dazu:
Nach dem Einkochen drängen die Mirabellen in den Gläsern alle Richtung Deckel und die Flüssigkeit sammelt sich unten. Wie kann man das verhindern oder was mache ich da falsch?
Ich koche ganz normal ein: ca. eine halbe Stunde
bei 75-80 °C.





Offline martina-s

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Re:Mirabellen
« Antwort #24 am: 15.08.04, 17:54 »
Schade, dass hier niemand auf Limaras Eintrag gepostet hat. Bei mir schwimmen die Mirabellen nämlich auch wieder oben und ich hätte auch gerne erfahren ob das so richtig ist... ???
Liebe Grüße
Martina

Offline regi

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Re:Mirabellen
« Antwort #25 am: 15.08.04, 21:00 »
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Früchte (bei mir v.a. Aprikosen) auch nach oben steigen, wenn man zuviel Zucker dazu gibt.
In den Rezepten muss man manchmal bis 500 g Zucker auf 1 lt Wasser geben - ich nehme nicht mal 300 g.

Es ist ja nicht der Zucker, der haltbar macht, sondern das heiss und lang genug einkochen (jedenfalls beim Sterilisieren).
Tschüss zäme
regi

Offline editsche

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Re:Zwetschgen und Pflaumen
« Antwort #26 am: 01.09.04, 20:47 »
Hallo Elke!

Also ich mach zu Zwetschgen oder Aprikosen keinen Kartoffelteig sondern einen Quarkteig nach folgendem Rezept

zutaten Teig:

150 gr. Butter
140gr. Grieß
140gr. Mehl
2 Eidottter
2 Eiklar
500gr. guter trockener Quark (am besten Schichtkäse)

Zutaten Brösel

200gr. Butter 400gr. Bröseln (Ger. Brot) 80 gr. Zucker 20 gr. Vanilliezucker, gem. Zimt

Zubereitung       Butter und eigelb schaumig rühren nach und nach     Grieß und Eiklar und Salz unterrühren Abwechselnd Mehl und Quark darunter und gut durch arbeiten. Dann den Teig kühl stellen mind. 30 Min. besser noch eine Nacht im Kühlschrank. Dann mit Löffel
Teig abstecken und Zwetschgen einwickln und zu klödel formen in Salzwasser köcheln, dann in Bröseln wenden

Guten Appetit

Offline Gitta

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Re:Zwetschgen und Pflaumen
« Antwort #27 am: 02.09.04, 13:34 »
Hallo Edische,

das klingt gut, dass werd ich auch mal ausprobieren.
Kartoffelteig ist zwar superlecker und auch günstig, wenn man selber Kartoffeln hat, aber viel zu arbeitsaufwenig, find ich.

In der Zwetschgenzeit gibt es bei mir sehr oft Zweschgendatschi oder Kuchen in allen Variatonen.
Egal ob mit Hefeteig, Quarkölteig oder Rührteig.
Ob mit Streuseln oder Schmandbelag oder pur.

Meistens sind die anderen dann so richtig satt von Zwetschgenkuchen und ich brauch lange keinen mehr machen und halt somit den Backofen wieder sauber.
Tropft bei euch auch manchmal der Saft aus der Backblechpfanne??
Bei mir schon.

Also schöne Herbstzeit

Gitta
Wer das Ziel nicht kennt, kann den Weg nicht finden.
Liebe Grüße
Gitta

Offline martinaTopic starter

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Re:Zwetschgen und Pflaumen
« Antwort #28 am: 06.09.04, 09:37 »
Macht denn auch jemand Zwetschenmus?

Auf meinem Lehrbetrieb hatte die Oma das Musmachen unter sich, ich durfte nur mehr oder weniger zugucken. Da ich kein Mus mag, bin ich nicht böse drum gewesen. Ich weiß nur noch, daß sie die Zwetschen mit Zucker im Bräter eingeschichtet hat und dann kam das in den Ofen.

Weiß aber keine Mengenangaben mehr und auch keine Zeiten.

In meinen Konfitüre-Büchern stehen nur Varianten vom Kochen auf dem Herd, ich find die Ofengeschichte aber praktischer?

Möchte mal Mus für den Kiga-Basar machen, also vielleicht hat ja mal noch jemand ein paar Tipps?
Lasst uns miteinander reden - wir freuen uns auf Beiträge.
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Offline Beate Mahr

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Re:Zwetschgen und Pflaumen
« Antwort #29 am: 06.09.04, 12:22 »
Hallo

Pflaumenmus heißt bei uns ** Latweje **

Hier mal ein Odenwälder Rezept von Onkel Heinz ;)

http://www.onkelheinz.de/marmelad.htm

Rechte Seite 2ter von oben


Meine Oma hatte die Latweje immer in Steintöpfen  :-\
da wurde sie dann ** trocken ** aber mit kaltem Lindeskaffee
aufgekocht , wieder geniessbar  ::) kein Witz  :o

Gruß
Beate
Entscheidend ist nicht, ob man kritisiert wird;
entscheidend ist, ob die Kritiker die Mehrheit bilden.

© Ernst R. Hauschka