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Umgang mit Hofnachfolger

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renerl:
Unser Sohn (20) hat seine Lehre zum Landwirt beendet und hat nun Rastzeit bis zur schulischen Weiterbildung. Mein Göga und ich haben uns sehr auf diese Zeit gefreut, das wir mit ihm zusammenarbeiten können und keinen Azubi mehr brauchen. Wir hielten uns immer für aufgeschlossen und modern, waren sicher, das wir uns niemals  so benehmen würden, wie unsere SEs. Seit er zuhause ist gibt es nur Schwierigkeiten, die Enttäuschung über viel Dinge ist unglaublich groß und es gibt auch Verletzungen die erst mal verheilen müssen. Er macht Stallaushilfe um sich ein wenig Geld dazuzuverdienen (kriegt aber auch von uns was), und manchmal sind wir tatsächlich froh, wenn er zu einem Einsatz muss, und wir dadurch etwas Verschnaufpause bekommen. Seine Arbeitszeiten, die oft auch Wochenenden und Feiertage einschließen machen es natürlich schwierig, geregelte freie Wochenenden zu finden. Wir hätten ja auch ganz gern mal frei- Fehlanzeige! Der höfliche Umgang mit meinem Göga ist auch so ein Thema, da tut man sich auf fremdem Betrieben anscheinend leichter. Das ganze ist so schwierig, das wir das Gefühl haben in einer Sackgasse gelandet zu sein. Ich sitze zwischen allen Stühlen, weil ich immer da Gefühl habe, vermitteln zu müssen.Hat noch sonst jemand Problem dieser Art, und wenn ja, wie geht ihr damit um?  Ich habe gestöbert und nichts der gleichen  gefunden. Falls es bereits eine Box dieser Art gibt, habe ich sie übersehen.
LG Renerl

ansabe:
Hallo Renerl,
das tut wirklich weh, wenn es so gar nicht klappt, wie man es sich vorgestellt hat.
Vielleicht kann jeder seine Vorstellungen, was er sich wünscht, mal zu Papier bringen, um diese dann auszutauschen.
Am besten die Vorstellungen des anderen zuerst lesen, dann Lösungen alleine suchen und sich dann wieder versuchen in Ruhe zusammenzusetzen. Aber ich weiß, das es schon schwierig ist, die Männer zum Aufschreiben zu bringen. Aber vielleicht schaffst du es ja, oder du schreibst es für dich auf und fragst sie einzeln. Ich weiß nicht, ob es eine Hilfe ist. Aber ein Versuch ist es doch wert.
Liebe Grüße und viel Geduld
ansabe

zoomi:
schönen abend dir,

mit 20 ist man auf der suche nach seinen eigenem weg, seine eigenen erfahrungen, und sicherlich ist es nicht ganz einfach als eltern da still zu sein.

zoomi:
ups zu früh gesendet

du schreibst er arbeitet außerhalb um sich was dazu zu verdienen?
verdient er  zu wenig? oder aber er ist sehr fleißig und möchte einfach mehr geld haben.

meine söhne wohnen weit weg von mir( leider) da ich zu meinem mann auf den hof gezogen bin. am anfang bin ich alle freie minute zu den jungs gefahren und hab sie so, der reih nachbesucht, im gepäck eine menge dinge wie blumen fürs fenster oder sonst irgendwelche sachen, zusätzlich im gepäck dabei eine menge ratschläge, ;D

bis meine jungs mal sagten und dass in einem sehr unfreundlichen ton( aber anders konnte man mich nicht in meine schranken weisen) laß des bitte ,weil wir sind alt genug um zu wissen was wir tun ( damals 20, 23, 21)
die wortwahl war bei weitem schärfer.
wir haben dann lange diskutiert und arg gestritten (wir sind alle vom temprament eher so wie ich, schnell oben aber auch schnell wieder unten.) nun ja inzwischen kann ich damit leben und wenn sie mal einen rat brauchen rufen sie auch an oder kommen vorbei.

natürlich ist dass so nicht zu vergleichen.

aber manchmal habe ich den eindruck als würde den jungen leuten auf dem land, oft die möglichkeit genommen vieles selbst auszuprobieren, eigene erfahrungen zu machen, und ideen einzubringen.

in dem alter mit 20 ist man auf der suche wohin einen der weg führt.

ich weiß nicht wie euer verhältnis sonst ist, aber wenn es sonst immer in ordnung war dann kann man doch offen darüber sprechen, man kann auch mal sagen was einem weh tut. und man kann wenn die burschen total spinnen ihnen auch ruhig mal einen tritt in den hintern verpassen( sprichwörtlich gemeint)

lg zoomi

Luetten:
Mein SV war immer sehr tolerant und ich hoffe falls unser Sohn den Betrieb mal übernimmt das mein Mann genauso tolerant ist, bevor Ihr Euch auseinanderlebt setzt Euch doch wenigstens an einen Tisch und sagt Euch was Ihr von dem anderen erwartet bzw. verändern möchtet... und laßt den jungen auch Chancen selbst etwas auszuprobieren ;)
LG Petra

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