Autor Thema: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...  (Gelesen 55641 mal)

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Käfer

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #90 am: 28.05.09, 16:09 »
Hallo Leute!

Danke für die netten Antworten, dass baut einen richtig auf. Schön langsam beginnt auch mein Mann umzudenken und auch er kann sich getrennte Wohnbereiche vorstellen. Nur das hat mich bis jetzt schon einiges an Überzeugungsarbeit gekostet und momentan liegt auch noch nichts konkretes vor. Und ich möchte lieber schon heute als morgen bauen, denn ich habe richtige Bauchschmerzen wenn ich an die ganze vertrackte Situation denke.
Außerdem steht uns noch " das Gespräch" mit meinen SE bevor, dass wir getrennte Wohnbereiche wollen. Schluck!

Liebe Grüße
Käfer

Offline maggie

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #91 am: 28.05.09, 16:28 »
hallo käfer,

versucht aber, ganz locker zu bleiben - vielleicht werden se auch froh sein, wenn sie mal ihre ruhe haben -

das ist bei mir ein wichtiger punkt - ich geniesse es, nicht immer den rummel mit der ganzen fam. mitzumachen...

da ziehe ich mich öfter mal an den pc zurück und schaue nach was hier so "vorfällt"....

viel glück beim gespräch !!!
liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz

Clara

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #92 am: 07.02.12, 17:20 »
Hallo Leute!
Auch ich hab so meine Probleme mit den Geschwistern meines Mannes ( 3 Stk. an der Zahl ). Sie stehen jeden Sonntag und Feiertag bei uns vor der Tür, natürlich mit Familie. Wir sind mit SE und meiner Familie( habe 3 Kinder im Alter von 6 J., 3J. u. 11 Mo. ) insgesamt 17 Personen.
Wir haben zudem keine getrennten Wohnbereiche und seine Geschwister glauben sie befinden sich hier im Selbstbedienungsladen sprich es ist selbstverständlich die Spielsachen und auch das Stallgewand unserer Kinder zu nehmen. Wohlgemerkt ohne mich zu fragen und SM erlaubt ohnehin alles.

mein Mann hat auch schon mit den Geschwistern geredet oder besser gesagt gestritten. Seitdem herrscht dicke Luft
aber geändert hat sich an der Situation leider gar nichts.

Weis jemand Rat?

Käfer



Hallo Käfer,

Reden??? Sowas verstehen viele nicht.

Einfach mal die Aktionen spiegeln... Also hinfahren, sich bedienen an allem was gefällt und dieses und jenes auch mitnehmen (leihweise!) und wenn Fragen kommen, einfach mal reagieren: "Weisst du, ich fühl mich bei dir ebenso zu Hause, wie du bei mir."

Beste Grüße,

Anja


Offline Sonnenblume2

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #93 am: 08.02.12, 07:53 »
Die Erben(bzw. Kinder des Hofes) sollten ab einen bestimmten Zeitpunkt ein selbstbestimmtes Leben unabhängig des Hofes führen können.
Hallo Hopfi,
DAS braucht man ihnen eh nicht anzuschaffen, das haben sie gemacht sobald sie vom Hof weg waren.
Es ist eher so, wenn die gewichenen Erben/Geschwister am Hof zu Besuch sind, dass sie über uns und unser Leben bestimmen bzw. es durch das SM/SV-Sprachrohr machen lassen!
Gruß Sonnenblume

Offline Steinbock

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #94 am: 15.03.12, 19:19 »
Sollten die Geschwister/gewichenen Erben eigentlich ein bißchen Zeit bekommen, um sich umzustellen?

Es wird nämlich oft gerne gesehen, dass z.B. die Tochter des Hauses noch dies und jenes (mit)macht auf
dem Hof (weil sie es schon immer gemacht hat und dem Hof(erben) nützlich war). Und dann ist Hochzeit
des Hoferben und rumppps, ist frau ihre Rolle als nützliche Tochter los und ist ab sofort die böse, sich
einmischende, nicht loslassen könnende Schwägerin?

Was habt ihr da für Erfahrungen? Wie könnte man diesen Übergang ein wenig "entschärfen"?

Elisabeth
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Offline Paula73

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #95 am: 16.03.12, 12:55 »
Warum sollte man von jetzt auf gleich alles um schmeißen, wenn man miteinander klar kommt ist ein helfendes Paar Hände nie zuviel.

Offline fanni

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #96 am: 16.03.12, 12:59 »
Sollten die Geschwister/gewichenen Erben eigentlich ein bißchen Zeit bekommen, um sich umzustellen?

Es wird nämlich oft gerne gesehen, dass z.B. die Tochter des Hauses noch dies und jenes (mit)macht auf
dem Hof (weil sie es schon immer gemacht hat und dem Hof(erben) nützlich war). Und dann ist Hochzeit
des Hoferben und rumppps, ist frau ihre Rolle als nützliche Tochter los und ist ab sofort die böse, sich
einmischende, nicht loslassen könnende Schwägerin?

Was habt ihr da für Erfahrungen? Wie könnte man diesen Übergang ein wenig "entschärfen"?

Elisabeth

redern reden reden und sich austauschen.......... ;)
Herzliche Grüße von Fanni

Offline Romy

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #97 am: 28.03.12, 11:24 »
Und vielleicht auch selber im Kopf umstellen. Das ist oft Kopfsache.
Ich habe mich lange wegen der Schwägerin genervt. Dann wurde mir die Arbeit zuviel und plötzlich war sie für mich oft das Lichtlein am Horizont. Sie hat nie etwas verlangt, nur Arbeit, weil es ihr sonst zu langweilig war.
Ich hatte etwas Angst. Wir haben ja den Hof übergeben und da dachte ich: Ach je wie wohl die Schwiegertochter mit der Anwesenheit der Schwägerin zurecht kommen wird.
Aber ST nimmt das sehr locker. Im Gegenteil, wenn Schwägerin kommt hat sie gleich Arbeit für sie. Das klappt super!
en hübsche tag
Romy

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Offline frankenpower41

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #98 am: 28.03.12, 11:40 »
.... schön, wenns denn so ist. 


Offline pauline971

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #99 am: 30.07.19, 13:33 »
Meine Frage passt nicht genau zu dem Titel. Wie ist es denn wenn jemand sein Haus an ein Kind vererben möchte. Das soll bereits zu Lebzeiten passieren. Also konkreter Fall: Die Mutter möchte aus dem Haus ausziehen und das Haus ihrem Sohn vererben. Was bekommt der andere Sohn? Der müsste ja folglich ausgezahlt werden vom Bruder. Wie bemisst sich da die Höhe der Summe für den anderen Sohn?
Der Fall betrifft Verwandtschaft von mir und der Sohn, der erben soll, liegt mir am Herzen. Ich will nicht, dass er da in etwas gerät was er nachher bereut. Seine Mutter war nicht immer besonders ehrlich zu ihm und eher auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Ich habe mir überlegt, er könnte sich mal bei einem Notar beraten lassen. Kostet zwar vermutlich ein paar Euro. Aber das ist gut angelegtes Geld.
Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich hart erarbeiten

Offline maggie

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #100 am: 30.07.19, 15:18 »
Warum sollte man von jetzt auf gleich alles um schmeißen, wenn man miteinander klar kommt ist ein helfendes Paar Hände nie zuviel.

ja - wenn man miteinander klar kommt -

ich hätte es nicht geduldet dass die weichenden erben sich noch voll eingemischt hätten,
es ist nun mal eine Umstellung wenn eine junge frau auf den Hof kommt und das müssen auch wir alten akzeptieren -

wenn auf dem Hof hilfe gebraucht wird, ist es an den jungen um die evt. zu bitten,
und nicht die alten (gehöre ja auch dazu), sagen (oder sagen nicht mal was) den andern kindern komm, mach nur weiter das und das …

es ist eine eigene fam. und die muss gefragt werden ob sie wirklich die andern noch immer auf dem Hof will -
Pasta -

ich weiss ich war und bin noch immer, oft die böse  (leider bei sohn und st nicht nötig), aber sonst braucht es das öfter mal, und damit kann ich gut leben, besser als wenn ich alles schlucken würde ….
liebi grüess   und
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margrith  us der schwiiz

Offline maggie

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #101 am: 30.07.19, 15:21 »
Meine Frage passt nicht genau zu dem Titel. Wie ist es denn wenn jemand sein Haus an ein Kind vererben möchte. Das soll bereits zu Lebzeiten passieren. Also konkreter Fall: Die Mutter möchte aus dem Haus ausziehen und das Haus ihrem Sohn vererben. Was bekommt der andere Sohn? Der müsste ja folglich ausgezahlt werden vom Bruder. Wie bemisst sich da die Höhe der Summe für den anderen Sohn?
Der Fall betrifft Verwandtschaft von mir und der Sohn, der erben soll, liegt mir am Herzen. Ich will nicht, dass er da in etwas gerät was er nachher bereut. Seine Mutter war nicht immer besonders ehrlich zu ihm und eher auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Ich habe mir überlegt, er könnte sich mal bei einem Notar beraten lassen. Kostet zwar vermutlich ein paar Euro. Aber das ist gut angelegtes Geld.

pauline ich würde ihm raten sich mit einem Notar oder einer andern fachperson zu besprechen -
das erbrecht ist eine sehr vertrackte sache - haben wir selbst erlebt
und ich glaube nicht dass es in Deutschland nicht so bürokratisch ist wie in der schweiz
liebi grüess   und
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margrith  us der schwiiz

Offline goldbach

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #102 am: 30.07.19, 15:29 »
Ich meine, dass es sich dann um eine Schenkung handelt.
Kurzfassung:
"Eigentlich" hat der andere Sohn keinen Anspruch drauf, dass er auch was zu Lebzeiten bekommt. Und schon gar nicht von den Geschwistern.
Das sogen. "auszahlen" der Geschwister bei der Hofübergabe entspricht einem vorgezogener Erbteil und wird (hoffentlich meistens) im Übergabevertrag vermerkt und unterschrieben. 
Denn erben tut man ja nur, wenn wenn ein Todesfall vorliegt und dann zählt nur das, was am Tage des Ablebens an Geld, Immobilien und andere Wertsachen da sind.
Mein Tipp: Lasst Euch von einem RA beraten, der sich auf Erbsachen spezialisiert hat. Auch wenn ein Notar eine juristische Ausbildung hat, ist man beim Spezialisten besser aufgehoben.
Wie heißt es in Bayern: Geh zum Schmied und nicht zum Schmiedl....

Offline Gislinde

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #103 am: 30.07.19, 15:55 »
Aufpassen muß man da schon, damit nicht Unfrieden draus wird.
Wir haben an unseren Sohn übergeben, die Geschwister waren beim Notar dabei und haben einen Pflichteilsverzicht unterschrieben.
Wir können ein Privathaus an die weichenden Erben noch mal übergeben, im Moment wohnen sie ja schon drin.
Bei meinen Eltern war es so, dass der einzige Sohn den Hof erbte, wir 8 Schwestern unterschrieben auch den Pflichteilsverzicht und jede bekam eine bestimmte Geldsumme. Der Bruder hatte ja noch etliche Schulden abzuzahlen und die Eltern im Alter zu versorgen.
Der Familienfriede ist so gewahrt.
Mit lieben Grüßen
Gislinde

Offline Mathilde

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Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
« Antwort #104 am: 30.07.19, 16:21 »
Aufpassen muß man da schon, damit nicht Unfrieden draus wird.
Wir haben an unseren Sohn übergeben, die Geschwister waren beim Notar dabei und haben einen Pflichteilsverzicht unterschrieben.
Wir können ein Privathaus an die weichenden Erben noch mal übergeben, im Moment wohnen sie ja schon drin.
Bei meinen Eltern war es so, dass der einzige Sohn den Hof erbte, wir 8 Schwestern unterschrieben auch den Pflichteilsverzicht und jede bekam eine bestimmte Geldsumme. Der Bruder hatte ja noch etliche Schulden abzuzahlen und die Eltern im Alter zu versorgen.
Der Familienfriede ist so gewahrt.

Denkst Du  ::) Dem ist beileibe nicht so. Die haben alle eine Summe bekommen die mindestens für einen Bauplatz reichte und haben den Pflichteilsverzicht NICHT unterschrieben. Wir bekommen aber von dem was meine Schwiegermutter jetzt vererben kann und das ist nicht wenig haben wir die Verzichtserklärung unterschrieben.

LG Mathilde
Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins

Marie von Ebner-Eschenbach