Bäuerinnentreff

Familie und Co. => Familienbande => Generationsprobleme => Thema gestartet von: suederhof1 am 22.02.17, 10:59

Titel: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: suederhof1 am 22.02.17, 10:59
Man sagt ja immer so schön

"Wie der Herr so`s Gescher"

Ich merke immer öfter wie ich zu meiner Mutter mutiere. ::)
Leider nicht immer zum Guten. :-[
Viele male habe ich mir früher gesagt "so will ich nicht werden" und heute merke ich das ich die gleichen Macken bekomme... :o

Mein Göga geht es ähnlich. Das seh ich vielleicht auch nur so..... ;D
Aber einiges erinnert mich stark an SV und ich konnte es nicht ausstehn.... :-\
Vielleicht ist es auch so beim Älter werden. ::)
Aber wenn es mir auffällt, fällt es anderen ja auch auf.

Habt ihr euch auch schon mal dabei erwischt, wie ihr den Eltern ähnlich werdet, mit irgendwelchen kleineren oder grösseren Marotten?

Ich jedenfalls muss ich mehr drauf achten und mich zusammennehmen, so das ich es ändern kann.

LG Barbara
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: samy am 22.02.17, 11:22
Ich glaube das ist ein Naturgesetz. ;D
Allerdings werde ich nicht wie meine Mutter. Den Part übernimmt meine Schwester. ;D
Ich war,bin und bleib wohl auch ein Papakind. ;) :P
Meine Schwester und ich machen uns immer lustig das wir mal jeweils so werden wie unsere beiden Omas.
Wir zwei dann zusammen auf dem Hof.... uii da wird uns nicht langweilig werden. ;D ;D ;D ;D
Aber wie heißt es so schön "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt"  ;)
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: LunaR am 22.02.17, 11:24
Ja Barbara, das ist so ein Thema  ::). In jungen Jahren habe ich zu meinem Mann immer gesagt, wenn du mal wirst  wie deine Mutter, lasse ich mich scheiden. Und ja, er wird immer mehr wie sie  :o ...

Vermutlich sieht es bei mir auch nicht besser aus  :-X Meine Mutter hatte zeitweise so Anflüge von Bitterkeit und Härte. Da verswuche ich dran zu arbeiten, das sich das bei mir nicht durchsetzt. Ob mir das gelingt?? Eine andere Sache ist noch, dass ich derzeit gerade ganz bewusst versuche eine Eigenschaft meines Vaters anzunehmen. Er war irgendwie alterslos und hat einfach getan was him Gefallen hat, egal, ob man das für sein Alter passend finden könnte oder nicht. Das gefällt mir gerade recht gut.  ;D

Luna
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Andres am 22.02.17, 11:54
Interessantes Thema.
Bei den Kindern ist es so, denke ich, dass sie von dem Elternteil am meisten unbewusst kopieren, der den meisten Umgang mit ihnen hat. Ob ein Kind beispielsweise Förderschule oder Gym macht, hängt, meiner Meinung nach, mehr vom Verhalten der Bezugsperson ab als von den Genen.

Ich selber habe viele Denkstrukturen von meiner Mutter übernommen und arbeite daran die unproduktiven  Muster davon zu verändern.
Mein Vater war immer eifersüchtig, weil er so wenig Einfluss hatte. Er hatte dann immer die Tendenz in mein Verhalten Negatives hineinzuinterpretieren. Das hat auch die Ehe meiner Eltern belastet.

Bei meinen Kindern hat auch die Mutter den meisten Einfluss. In Zeiten von Mutterkult und Feminismus geht es mir so, dass die positiven Muster bei den Kindern meiner Ex zugeschrieben werden und ich für die Probleme verantwortlich bin.
Mit meinem Sohn hatte ich ein super gutes Verhältnis. Den hat seine Mutter mir aber von hier weggelockt. Wenn er heute kommt ist er immer aggressiv, aber nach ein paar h hier ist verstehen wir uns wieder.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: annelie am 22.02.17, 13:52
Barbara, mir gehts wie Dir, leider, ich arbeite an mir, aber es ist sehr schwer... :-\
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: martina am 22.02.17, 14:06
Mein Mann entwickelt einige Macken seines Vaters.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Helhof am 22.02.17, 14:50
Ja, das habe ich auch schon festgestellt, dass ich manchmal meiner Mutter ähnlich werde in Dingen, die mir früher gar nicht gefallen haben. Ich versuche aber, daran zu arbeiten. Es ist ja auch nicht alles negativ  ;). Und auch bei meinem Mann stelle ich immer wieder fest, wie ähnlich er in manchen Dingen seiner Mutter ist. Was wir beide früher niiiiieeee gewollt hätten.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Mathilde am 22.02.17, 17:31
Interessantes Thema.
Bei den Kindern ist es so, denke ich, dass sie von dem Elternteil am meisten unbewusst kopieren, der den meisten Umgang mit ihnen hat. Ob ein Kind beispielsweise Förderschule oder Gym macht, hängt, meiner Meinung nach, mehr vom Verhalten der Bezugsperson ab als von den Genen.

Hallo,

und wie erklärst Du Dir dann unsere 4 Kinder? Gleicher Vater, gleiche Mutter und alle gleiche Bezugspersonen ABER jeder eine andere Schule besucht und anderen Abschluss  ???

LG Mathilde
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Helhof am 22.02.17, 17:45
Ja, diese Aussage von Andres kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: mary am 22.02.17, 18:48
Komisch, es gibt eine Zeit, wo man auf keinen Fall so wie die Mutter sein will und mit der Zeit ändert sich dann die Einstellung.
Heute wäre ich nur froh, wenn ich mit ihr reden könnte.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Trudi am 22.02.17, 19:23
   Mein Mann hat von seinem Vater auch einige Mödeli geerbt,die nicht sein müssten.
 Was ich gerne hoffen würde,dass er ihre Langlebigkeit geerbt hat.Wurden doch beide
 89 und 90 Jahre alt.

         Trudi.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: goldbach am 22.02.17, 22:57
Ich bin echt froh und dankbar, dass ich nicht nach meiner Mutter komme:
 - sie verstarb im Alter von 52 J.  - wir 4 Schwestern haben sie alterstechnisch alle überlebt
 - außerdem war sie eher der depressive Typ und hat eher die negativen Sachen gesehen / bemerkt, als die positiven.
3 von uns Schwestern haben sie eher missmutig und schlecht gelaunt in Erinnerung - nur die Älteste kann sich auch an positive/fröhliche Seiten unserer Mutter erinnern.
Ja, gut - kochen konnte sie wirklich gut -  da könnte ich ihr das Wasser reichen  ;D und meine älteste Schwester auch!

Aber sonst - nee danke, da bin ich echt froh, dass ich das sonnige Gemüt meines Vaters und dessen Vorfahren geerbt habe.
Das gute Gedächtnis haben wir alle von ihm geerbt. Die mathematische Begabung hat die Schwester vor mir von ihm.
Mein Bruder,  das gute Gedächtnis in allen Einzelheiten -  wie z.B. die Erinnerung an das Wetter in den verschiedenen Jahren, seit ???
Das wirtschaftliche rechnen haben wir alle von ihm geerbt.
Die depressive Seite meiner Mutter hat eine Schwester geerbt -  und einen Hammerzeh hat sie an meinen Bruder vererbt  8).
Den schlechten Unterleib leider mir. Und das ist genug, finde ich - so sagte ich neulich zu meiner ältesten Schwester!

Ich kann mich soooo gut an den missmutigen Gesichtsausdruck unserer Mutter erinnern, dass ich den niiiiie haben werde! 
Bis jetzt schaffe ich es gut drauf zu sein - mit den üblichen Durchhängern - aber nie mit diesem missmutigem Gesichtsausdruck!!
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Mucki am 23.02.17, 07:48
Nach meiner Mutter kann ich ja nicht geraten (Gott sei dank) , aber ich merke auch an mir züge die mich an für mich damals Alten Leuten gestört haben , ich versuche bewust dagegen zu steuern, sag das auch meien Mann wen ich ähnlichkeiten mit seien Eltern feststelle und auch er versucht bestimmte sachen wieder abzulegen.

lg Mucki
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: mary am 23.02.17, 08:08
Ich sehe die erbliche Mitgift wie eine Münze mit 2 Seiten, man bekommt aus dem Pool so einiges mit, im Guten wie im Schlechten.
Die Fähigkeit mit dem Herzen zu denken hab ich sicher von meinem Vater, die Liebe zum Garten von meiner Mutter, das Gefühl für den Boden ist auch ein väterliches Erbe, der Zugang zur Natur, die Freude an Kraut, Rüben und Kartoffeln ist sicher väterlicherseits, ebenso die Liebe zu den Maiglöckchen, wenn ich den Duft rieche, dann sehe ich meinen Vater, der 50 Jahre meiner Mutter zum Muttertag einen Strauss für sie pflückte- er hat es als Kind für seine Mutter ebenso gemacht, die Fähigkeit, aus wenig viel zu machen, wirtschaftliche Zusammenhänge sehr klar zu sehen, das verdanke ich meiner Mutter.
Dass die Beschwernisse des Alters an ihnen nicht spurlos vorübergegangen sind, das kann ich auch erst heute besser verstehen und ich vermute, dass das Alter auch uns noch einiges abverlangen wird.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Heide-Brigitte am 23.02.17, 09:14
So einiges bekommt man in den Genen mit, ob möchte oder nicht. Ganz schrecklich fand ich es, als ich die Brille bekam. Damit sah ich genau wie meine Mutter aus. Ich mochte mich anfangs damit nicht im Spiegel sehen. Mit den Jahren hat sich das gegeben. Auch wie man sich bewegt und verhält, je älter, je mehr Ähnlichkeiten tauchen auf.

Ich glaube, dass das Verhalten aber auch sehr mit den gegeben Lebenumständen und was der einzelne im Leben durchgemacht hat, zusammenhängt. Einzelne Erlebnisse, wie z. B. Tod eines Familienmitgliedes / Freund/in oder auch Krankheiten bei einem selbst oder anderen, können den Menschen in seinem Verhalten schon sehr herunterziehen und nur/ viel negativ sehen und bis bösartigen Äußerung gegenüber seinen Mitmenschen werden lassen. Damit meine ich, dass die negativen Gene sehr viel schneller durchkommen, die ich schon beobachtet habe.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: frankenpower41 am 23.02.17, 10:49
Ich vermute, dass ich von beiden Seiten einiges mitgekriegt habe.
Die Hektik, schnell mal aufbrausend aber gleich wieder gut, eher vom Vater (oder besser aus dessen Linie). Harmoniebedürftigkeit von meiner Mutter, ich kann mir nicht denken, dass sie mit Nachbarn oder Verwandten je gestritten hat. Ich kann das auch nicht haben, dass man mit jemanden total böse ist und nachtragend.
Interesse an Weltgeschehen und Politik, Wirtschaft habe ich aber von keinem der Beiden.
Da war mein Opa bis ins hohe Alter immer interessiert.
Etwas möchte ich auch Andres zustimmen, auch das Umfeld prägt etwas.  Ich denke nämlich auch, dass manche Interessen auch aus der Zeit meiner Berufstätigkeit von älteren Kolleginnen her kommen und dass ich manche Denkweise auch von meinem Mann übernommen habe.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: pauline971 am 23.02.17, 14:39
Das Thema ist gut. Werde darüber nachdenken und gerne was schreiben. Hab nur leider heute meine Gedanken nicht beisammen.  :'(
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Andres am 23.02.17, 21:24
Interessantes Thema.
Bei den Kindern ist es so, denke ich, dass sie von dem Elternteil am meisten unbewusst kopieren, der den meisten Umgang mit ihnen hat. Ob ein Kind beispielsweise Förderschule oder Gym macht, hängt, meiner Meinung nach, mehr vom Verhalten der Bezugsperson ab als von den Genen.

Hallo,

und wie erklärst Du Dir dann unsere 4 Kinder? Gleicher Vater, gleiche Mutter und alle gleiche Bezugspersonen ABER jeder eine andere Schule besucht und anderen Abschluss  ???

LG Mathilde

Die engsten Bezugspersonen sind ja auch nicht alle immer "gleich gut drauf". Mal ist man motiviert, mal frustriert. Wenn solche Phasen länger anhalten kann das-denke ich-durchaus Auswirkung auf die Einstellung der Kinder haben.
Es könnten auch die Einstellungen von Freunden und Schulfreunden eine Auswirkung haben. Das Lehrpersonal. Unser Sohn wollte z.B. immer mit Fußball aufhören, wenn der Vater von seinem Freund Trainer war.
Und die Ernährung natürlich. Aber zu meinem Spezialthema schreibe ich nix Näheres.
Und noch was:
Wir waren früher eine kleine Gemeinde, die bei der Gebietsreform in einer größeren aufgegangen ist. Zum Abschluss eines Schuljahres gibt das hiesige Gym immer ein Heft heraus, wo u.a. die Herkunftsorte der Schüler angegeben werden. Beim Abiball meiner Tochter habe ich gemerkt, dass sie die Einzige aus dem Gebiet  unserer alten Gemeinde am Gym war.
Dann ist mir aufgefallen, dass die Kinder von jungen Leuten, welche aus dem Gebiet weggeheiratet hatten, auf dem Gym waren. An den Genen wird es wohl nicht legen, wenn hier keine Kinder aufs Gym kommen.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: ayla am 23.02.17, 21:38
Ich kann mich erinnern, dass ich mir früher (Teenageralter) auch mal gesagt habe, so wie meine Eltern werde ich nie...aber inzwischen kann ich mich nicht mal mehr erinnern, was mich damals so gestört hat, und in so jungen Jahren meint man sowieso, alles besser zu wissen.  ;)

Ich bin früh Daheim ausgezogen und hatte wegen Betrieb und Familie nicht soviel Kontakt zum Elternhaus. Vater ist dann früh gestorben, und mit meiner Mutter komme ich sehr gut aus, aber wir sehen uns nicht so oft. Vielleicht kommt mir deshalb wirklich gar nichts in den Sinn,
wo ich sagen müsste, so wie sie möchte ich nicht werden. Sie hat erst spät graue Haare bekommen, und für ihre achtzig Jahre hat sie noch sehr schöne Haut, dass würde ich sehr gerne vererbt bekommen (ich kann mich bis jetzt auch nicht beklagen)!  ;D
Und sie ist ein sehr aufgestellter und ausgeglichener Mensch. Optisch sehe ich ihr überhaupt nicht ähnlich.

Umgekehrt ist das aber total anders. Da wir mit SE unter einem Dach wohnen, kennt man natürlich gegenseitig jede noch so kleine Marotte. Früher fand ich, mein Mann gleicht seinen Eltern nicht, aber je älter er wird, umso mehr wir er äusserlich seinem Vater ähnlich.
Es lässt sich auch nicht leugnen, dass es im Verhalten schon Mal Ähnlichkeiten gibt. Sogar unsere Kinder stellen das hin und wieder fest und bemerken: Vater, du bist schon genau wie der Grossvater...  :o
Göga will das natürlich nicht und bemerkt dann, dass wir es ihm immer sagen müssen, wenn er sich so Verhalte, dann könne er an sich arbeiten und werde ganz sicher niiiiee wie sein Vater.  ;D ;D ;D Wir nehmen's aber mit Humor und lachen manchmal auch darüber.

Und ich, obwohl genetisch nicht mit SE verwandt, stelle manchmal fest, dass ich vor allem von SM ein gewisses Denken oder tun übernommen habe. Diese Beziehung zu SM, wo man sich täglich sieht und früher auch fast jede Arbeit gemeinsam gemacht hat, das hat mich über alle Jahre sehr stark geprägt. Es gibt da schon Sachen, die gehen mir inzwischen so auf den Wecker, da bin ich schon fast allergisch...

Aber alles ist ja auch nicht schlecht. Nur, wenn man sich über ein gewisses Verhalten von SE immer wieder nervt, und Göga irgendwann mit den gleichen Macken kommt...ich habe mich auch schon gefragt, ob und wie ich das noch ertragen würde, nachdem man diese Macken schon 25/30 Jahre oder noch mehr an SE ertragen hat. Auch dazu meint er dann nur: Du kannst es mir ja sagen, wenn ich es selber nicht merke, und dann ändere ich mich sofort...   (So einfach wird's wohl sein) ;D
ayla
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: pauline971 am 24.02.17, 10:12
Ich würde schon sagen, dass ich eher ein Vaterkind bin. Allein das Eigenbrötlerische, das Brummige, die Ungeduld  8). Aber auch das gründliche und genaue und saubere Arbeiten, das wahnsinnig große, die Kunst des Zuhörens und die Bewahrung des Stillschweigens, die Liebe zur Natur und den Tieren, die Klugheit und Weisheit, Dinge differenziert betrachten zu können..... Ja doch ich bin ein Vaterkind und war auch als Kind viel mit meinem Vater unterwegs. Ich habe schon auch viel von der Mutter. Allein das Talent und die Liebe zum Kochen und Verwöhnen der Gäste. Optisch bin ich voll nach der Mutter geraten (zum Glück nicht hinsichtlich der Figur  ;D). Als Jugendlicher sagt man freilich auch, so wie die Eltern werde ich nicht, speziell nicht wie die Mutter. Vieles von früher, was mich gestört hat, habe ich auch wirklich nicht übernommen. Der Dialekt und die Redensarten sind viel von meiner Mutter. Ach wenn ich es grad so überlege, ich bin schon eine gute Mischung  ;D
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: mary am 25.02.17, 07:44
Hab über dieses Thema die letzten Tage nachgedacht.
Was kommt genetisch von den Eltern, was ist übernommen?
Und sind es nur die Gene der Eltern, oder auch die von Grosseltern, Tanten, Onkels usw.?
Heute war in der Zeitung ein Bericht über einen Landwirt- der betitelt wird- Bauer mit Leib und Seele zu sein.
Das hab ich bei meinen Eltern auch erlebt, ganz besonders bei meinem Vater.
Sicher zählt das in unserer heutigen Zeit so gut wie nichts mehr- aber ich merke, dass es in einem trotzdem wirkt.
Titel: Re: Die Mutation zu Vater oder Mutter
Beitrag von: Lise am 01.03.17, 18:51
Ich merke auch schon immer wieder mal, dass ich meinem Vater sehr ähnlich bin. Wenn ich mich über etwas sehr sehr ärgere, kann ich auch Dinge sagen, die ich sonst nicht sagen würde. D. h. ich kann richtig garstig werden. Es dauert aber schon ziemlich lange, bis es so weit ist.
Bei meinem Mann merke ich seit er 50 war, dass er auch immer mehr in die Schiene seines Vaters und Großvaters gerät. Das wollte ich nie, da es vor allem sein Vater uns nicht leicht gemacht hat. Zu anderen Leuten kann er so freundlich und nett sein, aber wenn ihm etwas gegen den Strich geht (meinerseits) dann sagt er nicht was ihn ärgert, sondern schmollt 1-2 Wochen. Ich hab immer versucht ihm zu entlocken was denn der Grund für seine miese Stimmung ist, er hat es mir aber nie gesagt. Jetzt ist es mal wieder so weit, aber ich frage nicht, denn er kann es ja sagen wenn er will. Wenn er nicht will, dann kann ich noch so oft fragen und bekomme keine Antwort.
Ich finde es sehr schade, denn keiner weiß was morgen ist und ich finde mit solchen dummen Angewohnheiten sollte man die Zeit nicht vertrödeln.
L G Lise