Bäuerinnentreff

Familie und Co. => Familienbande => Generationsprobleme => Thema gestartet von: Misthaufen am 26.02.16, 00:18

Titel: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Misthaufen am 26.02.16, 00:18
Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich gerade hier angemeldet weil ich nicht mehr weiter weiß und erst mal meinen Mann nicht mit meinen Problemen belasten will da er über das was ich über seine Familie zu sagen habe eher weniger erfreut sein wird.

Wir sind seit 2 1/2 Jahren verheiratet und haben einen kleinen Sohn mit 1 1/2. Jetzt soll zum 01.07. übergeben werden. Ich habe inzwischen Depressionen weil ich bei diesem Thema keinen Ausweg mehr sehe als Koffer packen und gehen oder den ganzen Laden "warm sanieren" oder, an ganz schlechten Tagen, gleich alles auf einmal.

Das größte Problem sind irgendwie meine Schwiegereltern. Sie sind zwar ganz nett, aber in ALLEM was den Hof betrifft sieht man ganz genau, das mein SV NIE Bauer werden wollte sonder einfach als jüngster von 3 Bründern nicht schnell genug weg gekommen ist. Er hat eine total negative Einstellung zu allem die er uns ständig auf die Nase binden muss und die er meinem Mann schon so viele Jahre eintrichtert, dass der das wahrscheinlich auch schon verinnerlicht hat, wie Sch...e das alles ist.
Der Hof ist total vernachlässigt. In den Kuhstall gehe ich nie, weil es mir da graust. Ich könnte Pickel kriegen vor Ekel, wäre in meinem Gesicht noch Platz. Von Investitionsstau nicht zu reden. Die Schwiegereltern wollen nach der Übergabe unbedingt trotzdem Ihre Putenaufzucht weiter betreiben, nur kann ich mit den Viechern nichts anfagen und Schlachten werde ich ganz bestimmt nicht. Auch nicht helfen. Außerdem bräuchten wir eigentlich den Raum als Schmutzschleuse mit Bad wenn wir irgendwie weiter machen. Unsere Wohnung liegt nämlich genau über dem Jungviehstall und bietet keinerlei Möglichkeit die Stallkleidung aufzubewahren oder sich umzuziehen.
Dazu kommt, dass der Hof in einer Gegend liegt, in der es mehr Biogasanlagen als Flächen gibt. Entsprechende Preise rufen also die Verpächter auf. Der Pachtvertrag über die betriebsnotwendigen Flächen unseres Nachbarn läuft in diesem Herbst aus. Nun trichtert mein SV meinem Mann ein, dass wir uns die Pacht die der Nachbar dann will niemals leisten können.
Leider habe ich bisher keinen Zugang zu Jahresabschlüssen o. ä. bekommen um überhaupt einmal einen Überblick zu bekommen.

Ich bin eigentlich noch nicht bereit den Hof aufzugeben, nur leider werden Zwischenmenschlich ziemlich die Fetzen fliegen wenn wir uns entscheiden weiter zu machen. Wir müssten erst ALLES reinigen und vom Modder der letzten Jahre bereinigen. Auch kann ich meine SE dann nicht im Stall brauchen da die, einfach aus Gewohnheit, das ganze dann wieder verkommen lassen würden und ich nicht vorhabe denen nur hinterherzuräumen.

Alles in allem müsste ich meinen SE (und auch meinem Mann) klar machen, dass sie in meinen Augen ziemliche Dreckschweine sind und ich mich vor Ihrer Arbeitsweise regelrecht ekele.

Irgendwie fehlt mir im Moment einfach auch die Prespektive wie es weiter gehen soll. Ich habe keinen Plan wie der Hof finanziell da steht, wie viel die verblödete Schwester meines Mannes und Ihr noch blöderer Ingeneurs-Ehemann kriegen sollen bzw. die andere Schwester meines Mannes. Ich weiß auch nicht, was es letztlich kostet, den ganze Laden auf Vordermann zu bringen, denn sich einen Berater auf den Hof holen um das ganze begutachten zu lassen und um einer brauchbaren Schätzung zu kommen habe ich auch so meine Probleme. Da will dann mein SV als Noch-Inhaber auch mit, ich kann also mit so einem Berater nicht Klartext reden ohne den SV so richtig zu beleidigen.

Ich weiß echt nicht wie es weiter gehen soll, am liebsten würde ich hier alles hinschmeißen und zurück auf den Hof meiner Eltern. Mit denen habe ich zwar auch so meine Probleme, aber immerhin hat der Hof noch Zukunft. Er ist sehr anständig geführt, Investitionsstau gibt es nicht da mein Vater eig. davon ausging das meine Schwester den Hof nimmt, die hat jetzt aber leider wo anders eingeheiratet. Das Haus könnte dort entspr. Umgebaut werden das wir dort Leben könnten, und der Zeitpunkt dafür wäre gerade gut da mein Vater das Dach neu machen lassen muss.
Nur hat mein Mann hier schon ein Haus auf den Jungviehstall aufgestockt da sehr schön ist und von dem wir noch einiges an Schulden haben, er wird hier nicht weggehen aber ich kann in dieser Situation nicht bleiben.

Weiß jemand von Euch was ich machen kann? Wir wollten ja eig. noch ein 2. Kind, aber Aufgrund der aus dieser Situation entstandenen Depressionen klappt es (viell. Gott sei Dank?) nicht.

Vielen Dank an alle die es geschafft haben, das hier bis zum Ende zu Lesen.

Viele Grüße

KBK
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 26.02.16, 06:19
Hallo KBK,
das hört sich wirklich alles "Hammer" an!

Das Geschriebene erweckt in mir den Eindruck, als hättest Du voll den Durchblick was die Arbeitsweise in der Landwirtschaft anbelangt?!
Selbst, wenn manche auf einem Hof aufwachsen, fehlt ihnen dieser!

Was mich stört, ist, der Nickname den Du für Dich gewählt hast! Identifizierst Du Dich schon mit der von Dir so beschriebenen Umgebung? Finde ich persönlich schade!

Das nur so nebenbei...

Wie Du das beschreibst, sehe ich mal so, dass Du die Leute um Dich herum wohl schwerlich ändern kannst! Außer, Du gehst her und strukturierst mit viel Kraftaufwand alles auf dem Hof um. Evt. sogar unter Aufwand von Fremd - AK.
Alleine, ohne Hilfe, zumindest von Deinem Mann, wirst Du Dich nämlich mit Deinem Perfektionismus aufreiben.

Ich schreibe das nicht unbegründet:
Hier herrscht auch sehr wenig System.

Ich hab geputzt, gekehrt; meine Familie hat das für toll und schön befunden. Aber z. B. im Anbindestall dann nicht mitgeholfen dass es auch so bleibt. Da wurde von vorn bis hinten z. B. mit Einstreu herum gebröselt (war ja noch das geringste Übel); wenn wo der Dreck hin fiel, dieser liegen gelassen. Sowohl über den Dreck, wie auch über einen umgefallenen Besen ist man einfach drüber gestiegen.

Es ist ja im Haus auch so, dass ich grundsätzlich alleine putze und gucke, dass es sauber bleibt. Da hat niemand Interesse mal seinen Mist zur Seite zu räumen. Und wenn dann so halbherzig! So, dass doch ich es bin, der die Dinge noch einmal zur Hand nehmen muss.

Oder ich meckere. Dann tun sie es. Aber deshalb ist es das nächste Mal dennoch nicht von alleine getan.

Und glaube mir: Das vererbt sich!

Ich hatte auch schon Phasen wo ich dachte, das müsse denen doch beizubringen sein! Hab dann gesagt, dass ich das so und so will. Aber ständige Wartungs und kontinuierliche Reinigungsarbeiten erfordern auch Mühe, System und Kraft. Und das sind drei Dinge, die man nicht gewillt ist in diese zu investieren.
"Von Putz und Kehraus kommt kein Bissen Brot ins Haus!" Das Sprichwort, das ich bis 1989 nicht kannte, durfte ich mir dann anhören!

Ich denke mal, Du hast selber schon ausgesprochen, was Du im Grunde möchtest: Daheim bei Deinen Eltern/ evt. mit Deinen Eltern ein geordnetes gepflegtes System übernehmen und auch in gewohntem Sinn weiter zu führen!

Die Hofstelle aus der Dein Mann stammt - am besten aufgeben, Flächen wie es geht verpachten und die SE dort  mit ihren Puten leben lassen!

Dennoch hast Du vermutlich immer noch Mühe mit einem Mann, der auch in Deinem Heimatort, auf Deiner heimatlichen Hofstelle Strukturen übernehmen müsste, wie er es eigentlich nicht gewöhnt ist.

Erwarte nicht zu viel! Es gibt Menschen die haben um sich herum immer Chaos. Und wenn daneben ein Perfektionist ist der alles sauber und ordentlich will, das kann zwar gut gehen. Aber es kostet für Dich Kraft, Energie und viele Nerven.
Wie gesagt, das vererbt sich auch!
Man kann zwar als Mutter da schon allerlei beeinflussen. Nur wenn der andere Part immer dagegen angeht und nicht bereit ist, dann muss man Kind zu Ordnung und Sauberkeit erziehen, was ja von Natur aus oft schon in normalen Verhältnissen schwer ist; und den Mann hat man dann auch noch als "drittes Kind" an der Backe!

Ich weiß, von was ich rede!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Ricka am 26.02.16, 07:05
Hallo KBK

Auch ich kann aus eigener Erfahrung sagen wie schwer es ist, wenn man auf einen Betrieb einheiratet, indem Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit sowie korrekter Betriebsführung ganz anders sind als da wo man herkommt.Auch ich konnte mich als junge Frau mit der Wirtschaftsweise meiner Schwiegereltern überhaupt nicht anfreunden. Aber im Laufe der Jahre habe ich es geschafft den Betrieb und den ganzen Hof so zu gestalten wie ich ( wir ) es schon immer wollten. Allerdings muß ich auch dazu sagen ,daß mein Mann immer zu mir gehalten hat und sich nicht von den Schwiegereltern beeinflussen lassen hat. Aber glaube mir der Weg war lang und steinig und ich wüßte wirklich nicht ob ich ihn jetzt noch mal gehen würde.
Was mich besonders wundert bei deinem Beitrag, daß du einen Betrieb mit übernehmen sollst von dem du noch keinen einzigen Buchführungsabschluß gesehen hast. Das geht in meinen Augen gar nicht du mußt ja wissen was auf dich zu kommt und vorallem wie steht dein Mann zu dir und der ganzen Sache. Ich würde mich trotz allen Bedenken deinerseits mich mit einem unabhängigen Berater in Verbindung setzen,solche Leute sehen sehen die Situation oft ganz anders und finden oftmals WEge, an die man weil man mit der Situation so verstrickt ist gar nicht sieht.

LG Katrin
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Heidi.S am 26.02.16, 08:11
Hallo KBK,
ehrlich gesagt, aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, wenn man zu zweit was erreichen will, kann man viel erreichen,  aber wenn man sich nicht einig ist ,nicht.
Auch nicht, wenn man seelisch angeschlagen ist und Depressionen hat. Da ist das eigene ich wichtiger zu schonen, und die wenig Kraft die man hat, für den Nachwuchs oft schnell aufgebraucht.
Du wirst deine SE wenig ändern können, aber man kann gemeinsam  den Betrieb so strukturieren, das jeder nach seinen Fähigkeiten eine Aufgabe findet. Nur den anderen die Arbeit diktieren wollen  geht schlecht.
Ich denke mal ohne Aussprache mit deinem Mann wirst du nicht weiter kommen .
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: LuckyLucy am 26.02.16, 08:32
Zunächst einmal musst Du gesund werden! Und ich schätze mal, unter den aktuellen Bedingungen wird das nichts werden.

Sicher sinnvoll wäre, die Notbremse zu ziehen und mit dem Mann zu sprechen, wie er das sieht. Wäre es für ihn eine Option, Deinen Herkunftshof zu übernehmen?

Eine gute Lösung für die Probleme wünsche ich Dir!

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: pauline971 am 26.02.16, 08:57
Hallo KBK,
ich kann mich nur meinen Vorschreiberinnen anschließen; insbesondere auch Katrin und Heidi. Ich selbst habe zwar keinen aktiven Bauernhof und verdiene meine Brötchen nicht mit der Landwirtschaft. Ich habe den Hof nebst Grund von den Eltern überschrieben bekommen. In den ersten Jahren war noch alles super. Aber dann trat jemand in mein Leben, der auf dem Hof einzog und anfing (mit meinem Einverständnis selbstverständlich) ordentlich umzukrempeln. Das passte weniger meiner Schwester (die nicht auf dem Hof lebte) als meinen Eltern. Dann wurden irgendwann die Eltern älter und pflegebedürftig. Es ging um Pflege, Versorgung, Heim usw. Meine Schwester führte sich auf, als wäre sie die Alleinherrscherin. Es gab riesen Streitereien und mein Mann (damals noch Freund) war immer der Böse, da ER ja als Fremder herkam und sich anmaßte, alles umzuändern.
Das ist jetzt nur die Kurzform meiner Geschichte.
Aber ich will Dir nur eines damit ausdrücken: Hätte ich damals nicht 100%ig zu meinem Mann gehalten und er nicht zu mir, wären wir heute nicht verheiratet. Soll heißen, ihr beide müsst euch einig sein. Sonst kannste alles vergessen und - ich muss Deinen Nick aufgreifen - Du solltest schnellstens die Beine in die Hand nehmen, und den verbleibenden Personen viel Spaß auf ihrem Misthaufen wünschen.
Hier im BT gibt es viele viele Geschichten und Schicksale zum Nachlesen. Ich bin der Überzeugung, wenn man zusammenhält und ein gemeinsames Ziel hat, kann man vieles bewegen. Ihr seit jung und hoffentlich (abgesehen von Deiner Depression) gesund. Da hat man Kraft, um zu arbeiten. Aber ihr müsst reden und Eure Ziele feststecken. Sonst vergess es und zieh heim zu Deinen Eltern.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: annelie am 26.02.16, 11:17
Hallo Ihr Lieben,
ich habe mich gerade hier angemeldet weil ich nicht mehr weiter weiß und erst mal meinen Mann nicht mit meinen Problemen belasten will da er über das was ich über seine Familie zu sagen habe eher weniger erfreut sein wird.

Ich würd sagen, dass Dein Mann Dein erster Ansprechpartner in der Situation sein sollte. Das hat nichts mit belasten zu tun, sondern mit gemeinsamen Leben und miteinander Leben. Ich würde sagen, ihr Beide solltet gemeinsam (und keiner von Euch alleine, Du nicht und er nicht) entscheiden was Sache ist, vielleicht gibts ja Möglichkeiten, die Dir jetzt noch gar nicht bewußt sind. Weiß er von Deiner Depression?

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: fanni am 27.02.16, 07:50


Alles in allem müsste ich meinen SE (und auch meinem Mann) klar machen, dass sie in meinen Augen ziemliche Dreckschweine sind und ich mich vor Ihrer Arbeitsweise regelrecht ekele.



Hallo, zunächst einmal schreibst du recht ehrlich und ich will hier keinerlei Kritik an deinem  Anliegen üben. Den Depressionen sind sehr ernst zu nehmen und es geht dir nicht gut, aber an diesem Satz bin ich regelrecht hängen geblieben, deshalb hab ich ihn nochmal rausgehoben, auch wenn´s hart ist.
Ich glaube euer Problem ist nicht die Hofübergabe, die bringt nur einiges ans Tageslicht, was nicht passt, denn der Hof und der Mann und die Eltern sind ja nicht erst seit gestern so, wie du ihn beschreibst. Da ihr ein Kind zusammen habt ist es doch spätestens jetzt an der Zeit sich zusammenzusetzen und zu überlegen was man gemeinsam will, findest du nicht? Das wäre für mich der allererste Schritt, das Gespräch mit dem Partner plus evt. landw. Familienberatung mit im Boot.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 27.02.16, 08:03
...mich stört jetzt bei so jemand wie "Misthaufen" schon ein bisserl, dass man so eine Diskussion entfacht und dann schweigt!
Das hatten wir schon einige Male hier so.
Wir bemühen uns, oft auch anhand von uns selbst erlebten Beispielen oder anhand unserer eigenen Situation Tipps zu geben. Wir lehnen uns aus dem Fenster und wollen helfend zur Seite stehen. Und dann ist Funkstille!

Das kann ich verstehen, wenn sich jemand schwer tut mit Schreiben und nur in kurzem, knappen Beitrag hier klagt. Aber das von Misthaufen ist ja ein ausgewachsener, ziemlich korrekter Beitrag. Deshalb wundere ich mich, dass jetzt so gar nix mehr kommt.

Sie war auch, vermutlich seit dem Beitrag nimmer offiziell eingeloggt. Ist schon etwas seltsam?!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Tina am 27.02.16, 08:26
Moin Martina,
mich wunderts nicht, das ist schon des Öfteren so gewesen.
Des wegen gebe ich meine Meinung dazu nicht kund.
Bauchgefühl.
Und der Schreibstil zeugt m.E. nicht von Respekt, egal wie schlimm das ist. Aber wenn ich hier das erst Mal schreibe...Ich mach jetzt nen Knoten!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 27.02.16, 08:43
Ja, Tina,
magst recht haben.
Ich finde es halt schade. Weil eigentlich gehe ich jeden Beitrag (auch von neuen Mitgliedern) so an, dass ich ihn über alles ernst nehme... :'( :-[ So gestalte ich auch meine Antworten.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: suederhof1 am 27.02.16, 09:11
Guten Morgen

Antworten brauchen seine Zeit und Frau hat sicher noch was anderes um diese Uhrzeit zu tun .

Fasst euch bitte noch in Geduld .
Ausserdem hörte es sich so an,als wär bei KBK im Moment viel los und das Statement unter arger seelischer Anspannung geschrieben.
Viele von uns stehen manchmal unter Druck und brauchen ein Ventil.
Bitte seid gnädig mit unseren Neuen .
Wir haben das immer so gehalten. :D

LG Barbara
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: mamaimdienst am 27.02.16, 09:23
Danke Barbara, sehe ich auch so. Das Ausgangsposting ist grad mal einen Tag alt. Und den Nick.... vielleicht beschreibt der auch nur ihren seelischen Zustand.


@ KBK: Eine Hofübergabe ist keine Sache von ein paar Tagen, da braucht es schon jahrelange Planung und Überlegungen. Wirklich offen und ehrlich alle Bedenken und
Zweifel ansprechen. Vielleicht kannst du ja mal ohne Partner und SE beim Bauernverband oder anderen Fachleuten ein Beratungsgespräch bekommen, wo Du mal alleine
Deine Sorgen anbringen kannst.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 27.02.16, 09:35
Danke Barbara, sehe ich auch so. Das Ausgangsposting ist grad mal einen Tag alt. Und den Nick.... vielleicht beschreibt der auch nur ihren seelischen Zustand.


@ KBK: Eine Hofübergabe ist keine Sache von ein paar Tagen, da braucht es schon jahrelange Planung und Überlegungen. Wirklich offen und ehrlich alle Bedenken und
Zweifel ansprechen. Vielleicht kannst du ja mal ohne Partner und SE beim Bauernverband oder anderen Fachleuten ein Beratungsgespräch bekommen, wo Du mal alleine
Deine Sorgen anbringen kannst.

1. hofübergabe - Barbara da hast du sowas von recht - wir hatten ja überhaupt keine Probleme bei der übergabe, aber wir waren ca. 3 jahre im Gespräch mit den Fachleuten, der Berater wollte eigentlich ein jahr früher, doch ich habe gebremst, ich wollte zeit haben um alles genau anzuschauen - meine Männer haben das alles immer nur überflogen (der "alte" und der "junge"   :( ), hat mich manchmal schon etwas geärgert - Kommentar unseres sohnes, du schaust das ja schon recht an ! wow, ich war schon etwas überrascht über sein vertrauen, da er ja doch nicht immer so "zufrieden" war mit mir  ;)

2.  aber der Partner sollte über deine Unternehmung (beratungsgespräch) unterrichtet sein - ich persönlich hätte es vorgezogen ihn dabeizuhaben, aber das müsst ihr wissen !
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: gammi am 27.02.16, 10:33
Misthaufen, eure Situtation ist mit Sicherheit nicht einfach. Aber Du musst das ganze mit Deinem Partner besprechen.

Wie alt seid ihr eigentlich? Und wie alt sind die Schwiegereltern?
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Anemarie am 27.02.16, 13:55
hallo "Misthaufen" (schade sich so einen abwertenden Namen zu geben),

was hast du eigentlich gedacht, als du das erste Mal bei deinen zukünftigen Schwiegereltern warst? Hats dich da auch geekelt? Und hast du das auch deinem zukünftigen Mann gegenüber geäussert? Der Dreck war vermutlich schon immer da.

Ich meine, man muß ja nicht irgendwo einheiraten, wenn man so starke Abneigungen hat, man kann doch auch rechtzeitig darübersprechen und dann versuchen, die Probleme einigermaßen zu klären. Oder hast du alles nur durch eine rosarote Brille gesehen, die du jetzt abgenommen hast?

Liebe Grüße
Annemarie
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Antonia am 27.02.16, 20:21
Des wegen gebe ich meine Meinung dazu nicht kund.
Bauchgefühl.
Und der Schreibstil zeugt m.E. nicht von Respekt, egal wie schlimm das ist. Aber wenn ich hier das erst Mal schreibe...Ich mach jetzt nen Knoten!
Hallo,
Tina Du machst Dir einen Knoten, denkst Dir Deinen Teil und mein Bauchgefühl sagt mir, da stimmt etwas nicht mit dem Anliegen vom "Misthaufen"- da liegt doch irgendwo der "Hase im Pfeffer" und die Btler können mich steinigen wenn ich´s ausspreche ohne mich in Geduld zu üben für einen Neuling:
was macht Euch so sicher, dass es sich um keinen Fake handelt?
Mir ist das alles suspekt und ich bin in einem Alter wo ich glaube, ich lasse mir einfach keinen "Bären" mehr aufbinden.

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maria02 am 27.02.16, 20:55
Davon gehe ich auch aus  8)
und wenn dann hat sei sich auch hier nicht mehr eingeloggt zum lesen
oder Antwort schreiben....
Hab zwar keine Ahnung warum und weshalb man so etwas tut  ???

Gruß Maria
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Ricka am 28.02.16, 07:03
Ich bin der Meinung wir geben ihr noch etwas Zeit vielleicht meldet sie sich ja wieder, wenn man seelisch so angeknackst ist brauchen manche Sachen eben länger.

Lg Katrin
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Misthaufen am 28.02.16, 22:33
Guten Abend die Damen,

ich hoffe eiige hier mussten nich zu lange auf mich warten. So viel Zeit für Internet und Co. hab ich im Moment dann doch nicht. Schließlich hat man noch so seine sozialen Verpflichtungen wie Kuchen für den Basar backen usw.

Da ich nächsten Mittwoch wieder zu Arbeiten anfange (Steuerkanzlei für LuF) habe ich meinem Mann jetzt klar gemacht, dass ich erst einmal die Unterlagen (nicht EÜR's, die bringen da nämlich nix) der letzten 3 - 4 Jahre brauche damit ich damit mal ein paar ordentliche betriebswirtschaftliche Abschlüsse erstellen kann und die mit meinem Vorgesetzten durchgehen kann. Er hat sich nach einem langen Gespräch um 3 Uhr nachts dann auch Bereitgefunden, jemanden zu holen der sich die Ställe ansieht damit wir wissen was wir da noch machen könnten damit es weiter geht oder ob da Hopfen und Malz verloren sind.
Er meinte auch, dass er im Jungviehstall, in dem es aussieht wie Kraut und Rüben (lauter zusammengeschusterte Bretterverschläge) vor ca. 8 - 9 Jahren, nachdem er darüber sein Haus gebaut hat, ordentliche Kälberbuchten eingerichtet hatte die sein Vater dann wieder heruntergewirtschaftet hat. So schlimm wie sich das vielleicht dargestellt hat, ist das mir der "vererbung" (noch?) nicht. Mein Mann ist z. B. so einmal im Jahr mind. eine Woche damit beschäftigt, den gesamten Hof weinigsten halbwegs aufzuräumen, heißt Silofolienreste und Pressschnüre aufsammeln zum wegwerfen usw. Aber das ist halt ein Kampf gegen Windmühlen. Das der nicht vorhandene Ordnungssinn seiner Eltern doch etwas auf ihn abgefärbt hat sehe ich halt vor allem im Haushalt (wo er mir, was ich unbedingt erwähnen sollte, immer hilft wenn ich ihn frage). Er wirft seine Kleider einfach im Flur auf den Boden wenn er von der Arbeit (bei einem Handwerksbetrieb) kommt, es stört ihn nicht wirklich, wenn es bei uns aussieht wie Kraut und Rüben weil ich lieber genäht habe als zu Saugen usw. Sonst muss ich sagen, ist er eigentlich ein halbwegs ordentlicher und gewissenhafter Mensch.

Aufgrund der Probleme mit dem Hof wäre für mich eine Alternative zu dem zu meinen Eltern ziehen auch noch verkaufen und im Hauptort (wo er arbeitet und viele seiner Freunde wohnen) ein neues Haus bauen. JHalt einfach alles hinter uns lassen und so weiterleblen wie bisher. Heißt er geht auf seine Arbeit, ich mache Haushalt, Kind(er?) und gehe sowiel arbeiten wie mir gefällt und ich brauche um den täglichen Bedarf und meine Hobbys zu finanzieren. Nur glaube ich halt nicht das er bereit ist den Hof in irgend einer Weise zu verlassen.

Einfach nur Zusperren und hierbleiben ist halt auch keine Lösung. Eben aufgrund der Problematik mit den SE. Wir müssen dann auch einen Haufen Geld investieren um die alten Stallgebäude, Betriebsvorrichtungen usw. abzureisen, müssten aber damit dann 10 Jahre warten weil die PV-Anlage auf dem Stalldach erst 10 Jahre alt ist. 10 Jahre in denen in den leerstehenden Ställen wahrscheinlich so einiges "mal schnell untergestellt" wird.

Es ist zwar schön das mein Mann inzw. bereit ist, da mal jemand externen drauf schauen zu lassen, aber je länger das ganze dauert, und je mehr Gedanken ich mir darüber mache wie das gehen könnte, desto mehr möchte ich eig. nur noch weg - mit meinem Mann - um das klarzustellen.

LG

KBK
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 29.02.16, 00:27
Hallo,
ja, ich war schon etwas ungeduldig! Wir hatten hier im Forum schon manche die uns nur aushorchen wollten. Zum Schluss meldeten sie sich nimmer. Heißt man in der Internetsprache "Troll!"
Sorry, dass ich da Verdacht hatte!

So wie sich das liest seid Ihr ja beide berufstätig. Hm... dann kommt mir der Gedanke, dass Deine SE noch etwas jung sind für eine Übergabe und dass Dein Mann dem Betrieb nicht immer zur Verfügung steht.

Für mich stellte sich das zuvor eher als Vollerwerb dar. Das sind natürlich ganz andere Voraussetzungen!
So lange Deine SE noch ihre Puten auf der Hofstelle haben, wird wohl von Verkauf auch keine Rede sein.

Wie gesagt, ihr beide müsst das zusammen wollen oder nicht! Aber das haben ja andere auch schon hier geschrieben.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Steinbock am 29.02.16, 05:28
Hallo Misthaufen,

da Ihr beide einen außerlandwirtschaftlichen Beruf habt, könnt Ich ja mittelfristig mit
der Tierhaltung aufhören, wenn die Ställe schon so runtergekommen sind. Natürlich
können die SE weiter ihre Puten halten, usw.

Was ich nicht ganz verstehe: Kommt auf dem Hof nie eine Kontrolle (Vet-Amt, CC, offene Stalltür, usw.)?
Muss doch alles soweit hygienisch, dokumentiert und sicher sein. Kann mir gar nicht vorstellen, dass es heute auf
einem Betrieb noch so aussieht, dass einem ekelt?

Mit Ackerbau, außerlandwirtschaftlichen Berufen und Familie seid ihr doch eh ausgelastet.

Elisabeth

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: annelie am 29.02.16, 09:22
Na wenigstens bist Du vom Steuerfach, das find ich schon mal super.
Ich weiß jetzt nicht, ob ich richtig verstanden habe, dass Du Dir vorstellen könntest nach der Übergabe zu verkaufen?  Z. B. in meinem Übergabevertrag steht drinnen, dass ich, falls ich in einem bestimmten Zeitraum nach der Übergabe die Hofstelle verkaufe, meine Schwester als weichende Erbin am Erlös beteiligt wird. Im Übergabevertrag meines Mannes steht ähnliches, nur dass bei ihm bei Verkauf egal welcher Fläche (außer das Geld wird zur Pflege seiner Eltern benötigt), die Eltern und seine Geschwister zu gleichen Teilen am Erlös beteiligt sind. Fand und finde ich persönlich immer noch sinnvoll, wäre ja irgendwie unfair, wenn ich den Hof übernommen hätte und ihn dann gleich versilbert hätte und meine Schwester wäre mit einem Minimum des Wertes abgespeist worden.

Beide Regelungen haben sich bei uns erledigt, weil der Zeitraum schon weit überschritten ist.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Heidi.S am 29.02.16, 09:28
Hallo KBK
Wenn ich das jetzt Recht verstanden habe , geht es dir bei der Hofübernahme gar nicht darum einen wirtschaftlichen landw. Betrieb zu übernehmen,  da ihr ja beide euer Einkommen anderweitig verdient,  sondern eher darum, die Altenteiler mit zu übernehmen,  mit deren Tun und Walten ihr nicht zurecht kommt.
Ist dein Mann denn der einzige Sohn oder kümmern sich im Alter noch mehr Geschwister um die Schwiegereltern? Hat dein Mann Freude an der Landwirtschaft oder macht er es nur seiner Eltern wegen ?
Was passiert wenn ihr weg seid? Sind deine SE in der Lage für sich selbst zu sorgen? 
Von allem reisaus zu nehmen ist sicher eine Vorstellung  die verlockend erscheint, aber es gilt auch zu überlegen , welch andere Herausforderung dann auf einen zukommen.
Betriebswirtschaftlich  zu entscheiden ob und wie lange ein Betrieb weiter geführt wird, ist sich ein Hauptargument,  aber der Mensch der dahinter steht , ist auch ein Argument.  Oft gibt es ja zwischen ganz und gar nicht viele Möglichkeiten die in Betracht kommen könnten.
Aber sowas regelt sich nicht von alleine, sowas geht nur durch zuhören und argumentieren und machmal muss man  auch Entscheidungen treffen  die nicht jeden gefallen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft für die bevorstehenden Zeit
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 29.02.16, 09:58
Zitat von: annelie
Ich weiß jetzt nicht, ob ich richtig verstanden habe, dass Du Dir vorstellen könntest nach der Übergabe zu verkaufen?  Z. B. in meinem Übergabevertrag steht drinnen, dass ich, falls ich in einem bestimmten Zeitraum nach der Übergabe die Hofstelle verkaufe, meine Schwester als weichende Erbin am Erlös beteiligt wird. Im Übergabevertrag meines Mannes steht ähnliches, nur dass bei ihm bei Verkauf egal welcher Fläche (außer das Geld wird zur Pflege seiner Eltern benötigt), die Eltern und seine Geschwister zu gleichen Teilen am Erlös beteiligt sind. Fand und finde ich persönlich immer noch sinnvoll, wäre ja irgendwie unfair, wenn ich den Hof übernommen hätte und ihn dann gleich versilbert hätte und meine Schwester wäre mit einem Minimum des Wertes abgespeist worden.

Ja, das wird oft so gehandhabt. Und ich denke, auch wir werden mal so ähnlich übergeben, mit dieser Klausel.
Ich finde das auch irgendwie wichtig! Weil verkaufen, das hätten die Übergeber ja auch können. Dazu hätten sie uns nicht gebraucht.
Nur haben die sich ja auch was aufgebaut und das will man dann als Übergeber auch gerne sehen, wie es weiter geführt wird.

Und was Geschwister anbelangt - wie bei Annelie, genau, das ist der Punkt!

Wir hatten so eine Klausel wegen Verkaufen und Reinvestition. Also wir hätten schon verkaufen dürfen, aber nur um anderes, gleichwertiges oder höherwertiges Betriebliches zukaufen zu können.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: frankenpower41 am 29.02.16, 10:23
Das sehe ich genauso, eine Klausel in der drin steht dass Geschwister noch was bekommen sollte der Betrieb innerhalb eines bestimmten Zeitraumes verkauft werden, die gehört unbedingt rein.
Mein Eltern erzählen immer von einem Fall, da hat einer vor 40 Jahren kurz nach Übergabe seinen Hof in Stadtrandnähe verkauft, waren lauter Bauplätze, der schwamm im Geld, seine Schwester war mit einem Bauplatz abgespeist worden. Wie denen ihr Verhältnis war brauche ich nicht zu schreiben.
Man wünscht sich doch auch, dass seine Kinder auch später gut miteinander auskommen und man  die Weichen dazu so stellt, dass man sich dann selber hinterher nicht auch Vorwürfe machen muss.

Was ich nicht ganz bei KBK verstehe ist, Du warst doch bereit hinzuziehen, vermute mal Umbau wurde mit Dir gemeinsam gemacht. Damals wusstest Du doch auch schon wie es auf dem Hof aussieht.

LG
Marianne
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: fanni am 29.02.16, 12:50
nur mal so als Einwurf, bitte nicht ausdiskutieren!!!!!

Also bei uns steht eine Hofübergabe erst so in 10 Jahren an, also falls z.B. meine  zukünftige Schwiegertochter und mein Sohn ans Verkaufen denken würde............würd ich sagen...........das kann ich selber auch :P :P :P 8) 8) 8)

 
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: susabe68 am 29.02.16, 14:38
Hallo ihr Lieben,
auch bei uns stellt sich immer häufiger die Frage, wie es betrieblich weiter gehen soll.
Mein Mann ist letztes Jahr 50 Jahre geworden, durch das ständige hin und her unseres Juniors geht es ihm gesundheitlich nicht gut und auch die Nerven liegen ziemlich blank, bzw. sein Arbeitseifer und die Kraft den Betrieb zu verbessern und zu erhalten schwinden immer mehr.
Seit Ende der Lehrzeit Mitte 2010 sucht unser Junior die Möglichkeit Chef oder Großlohnunternehmer zu sein ohne dafür viel arbeiten zu müssen. Nachdem ich jahrelang alle Flügel über ihm ausgebreitet habe und unsere Ehe fast daran zerbrochen wäre, ziehen mein Mann und ich nun immer mehr an einem Strang. Vergangenen Herbst war unser Sohn ausgezogen und hat auch anderweitig gearbeitet, nachdem aber kurz vor der Geburt seines ersten Kindes die Schwiegermutter plötzlich gestorben war, er mit seiner Freundin in einem zugigen und wenig kinderfreundlichen Haus gewohnt hat, haben wir die beiden wieder bei uns aufgenommen. Wir wollten halt nicht, dass die Schwiegertochter nach dem Verlust der Mutter und ohne Hilfe das Baby versorgen muss,  unser Sohn arbeitete in der Zeit von morgens 6.00 - abends 19.00 Uhr und länger, daher hatten wir Angst um unser Enkelkind.
Im Februar wollte er bei einem anderen landwirtschaftlichen Betrieb anfangen, mein Mann und ich wollen ihn ja nur in die Milchviehhaltung drängen und das ist nicht sein Ding. Er will Lohnunternehmer werden, aber Papa soll die Maschinen dafür kaufen und die Aufträge reinholen, er (Junior) ist dann Chef, stellt Leute ein und managt. Vollkommen unrealistische Vorstellungen, denn ohne regelmäßiges Einkommen (Milchgeld), wenn auch im Moment sehr wenig, kann unser Betrieb nicht funktionieren. Als das mit dem neuen Betrieb nicht geklappt hat, wollte sich die Freundin mit Kind von ihm trennen,
seine Reaktion darauf war, dann muss er jetzt erst mal zum Anwalt und sein Besuchsrecht regeln oder er nimmt gleich sein Auto und fährt gegen einen Baum, weil er ja sowieso nichts auf die Reihe kriegt. Momemtan hat sich das wieder geregelt, er arbeitet wieder bei uns als Angestellter, nimmt sich aber viele Freiheiten und Vorteile heraus. Er meint halt wir brauchen ihn, um den Betrieb zu erhalten, aber verkleinern oder verkaufen können wir eigentlich auch selber. Wir haben einfach nur Angst, dass er seine Familie ohne uns verliert oder nicht ernähren kann, deswegen lenken wir immer wieder ein, aber es ist schon echt anstrengend und frustrierend, nur unser Enkelkind bringt Sonnenschein und Zuversicht!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Muhkuh am 29.02.16, 15:49
wie alt ist Dein Sohn ?? 

Meine Eltern arbeiten und ich gebe das Geld aus  ::)

ich hoffe ihr findet eine Lösung.
mit unter muß man die Kinder aus dem Nest werfen    damit sie fliegen lernen.
viel Kraft wünsche ich Dir



Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 29.02.16, 18:58
Hallo,
ich hab das von susabe68 schon auch immer mit verfolgt.
Uns geht es ja ähnlich. Wir denken auch noch nicht an Übergabe. Und das hat ähnlichen Grund wie bei susabe68.
Nur, dass wir keinen Enkel vom Sohn  haben. Zum Glück. Weil da wird das dann gleich noch mal komplizierter.

Aber wir haben zwei Enkelinnen von unserer Tochter. Also unbedingt sind wir nicht darauf angewiesen, dass der Sohn den Hof bekommen muss.
Er hatte schon mehrere Freundinnen. Und er ist auch nie solo. Mal sehen was sich da entwickelt.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Heidi.S am 29.02.16, 20:55
Also ich weiß nicht,
wenn ein junger Mensch keine Lust auf Milchviehhaltung hat, dann hat es glaub ich auch keinen Sinn ihn in die Rolle stecke zu wollen. Ohne 100 % Einsatz kommt man heutzutage bei den Michpreisaussichten auch auf keinen grünen Zweig.
Aber ab einen gewissen Alter sollte ein junger Mensch auch sein eigenes Geld verdienen und nicht mehr am Finanztropf der Eltern hängen.
susabe, ist es nicht möglich euren Enkel direkt zu unterstützen,  anstatt euch von eurem Sohn ausnehmen zu lassen?
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 01.03.16, 00:00
susabe, ist es nicht möglich euren Enkel direkt zu unterstützen,  anstatt euch von eurem Sohn ausnehmen zu lassen?

das habe ich mir auch überlegt -
und gibt es für euren sohn keine alternative zur milchviehhaltung - evt. viehlos und daneben arbeiten bei einem lohnunternehmer - vor allem müsste er fremdarbeiten, sonst lernt er nie zu arbeiten - wie er sich scheinbar jetzt bei euch aufführt  :o
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mucki am 01.03.16, 07:49
Hir ein paar gedankenspiele , Meine SE haben auch immer geglaubt das ihr Sohn das nicht schaft vor allem wegen mir, sie hatten wenig vertrauen in die Iden ihre Sohnes.

Mich erstaunte das immer ,sie haben ihn großgezogen ,und zu dem gemacht was er war, und dann fehlte das vertrauen  ???
Wir bewirtschaften nun seit 20 Jahren den Hof, wir haben Stall gebaut ,modernisiert, und viel gerbeitet(vor allem mein Mann), Anerkennung hat er dafür nie bekommen zumindest ned von seiner Mutter.

Die Weichende Erben bekamen alle einen Bauplatz mit Rohbau, die Schwestern dem entsprechen Geld und Aussteuer . Die bekamen sie ohne bdingungen.
Wir bekamen den Hof, und die Arbeit und müsssen Austrag Zahlen mitlerweie sind an die Hundertausen Euro zusammen gekommen was wir gezahlt ahben auf die Jahre.

Irgend wie finde ich es nicht so gercht da die anderen Geschwister alles umsonst bekommen haben, aber egal nun sind wir in dem alter wo man ans aufhören denkt , keiner will den Hof  und wir akzeptieren des auch so , wir haben immer gesagt das unsre Kinder frei wählen dürfen.
Und nun ist die frage wie sollen wir des gercht lösen  ???

Eine frage hätt ich noch an die übergeber, habt ihr so wenig vertrauen in eure Jungen Leute  ??? Und woher kommt das mistrauen  ??? Es ist euer fleisch und blut und eure Erziehung, also woran zweifelt ihr  ???

lg Mucki
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: frankenpower41 am 01.03.16, 10:31
So ganz kann ich Deine Gedankengänge nicht nachvollziehen, Mucki

Wenn Du kürzlich schreibst, dass ihr die Felder evtl. verkauft, dann habt ihr dann (kommt drauf an wie viel das ist), evtl. schon mehr bekommen als die anderen.
Der Austrag gilt als Altersvorsorge für die Übergeber, ist steuerlich absetzbar, Du rechnest doch auch nicht auf wie viel ihr in den Jahren an Pacht an andere bezahlt habt.
LG
Marianne
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mucki am 01.03.16, 10:46
verkaufen erwegen wir im alter wen wir in Pflege müßenten ,
ich hab lediglich geschrieben das wir Verpachtet haben ab 2017, und das sind nur zwei Felder .

Also wen wir alles verkaufen würden hätten wir schönes Geld  :D, aber wovon soll man dann leben,bei den zinsen kanst des Geld schlecht anlegen.

Verkaufen werden wir evntuel die Hofstelle da sie zum erhalten mit 2 Häusern und dem Stall zu teuer käme wen wir mal nur noch Rente bekommen

So ganz kann ich Deine Gedankengänge nicht nachvollziehen, Mucki

Wenn Du kürzlich schreibst, dass ihr die Felder evtl. verkauft, dann habt ihr dann (kommt drauf an wie viel das ist), evtl. schon mehr bekommen als die anderen.
Der Austrag gilt als Altersvorsorge für die Übergeber, ist steuerlich absetzbar, Du rechnest doch auch nicht auf wie viel ihr in den Jahren an Pacht an andere bezahlt habt.
LG
Marianne


Nun ja wen ich nun rechen das ich meiner SM schon fast Hundertausen eure gegeben habe , hab ich mir eien teil vom Hof schon erkauft, also ist des was wir verkaufen schon unsres.Und mit den 400 euro die sie im Monat bekommt it es ja nicht abgetan den die neben kosten zahlen auch wir also kommen wir auf 550 Euro und dem Pächter zahlen wir im Jahr vielleicht 300-800 Euro im Jahr.
Und bei dem Milchpreis ist es ned grad leicht auch noch 400 euro im Monat an Oma zu zahlen die das Geld dann weihnachten herschenkt an alle ihre Kinder.(sei ihnen vergönnt)
Wen Oma ins alterheim kommt müßen des auch wir finanzieren, so könnte es durchaus sein das wir irgend wann den Hof abbezahlt haben.

Auch die Nerven die uns Oma kostet können wir als anrchnung auf die Felder nehemn.dies alles bleibt den weichende erben erspart.

Wir haben unser ganzen schöne Geld immer wieder in den Hof gestekt, und nun müßen wir sehen wie wir über die runden kommen (so lang nix großens anliegt geht es ) , die andern haben ihr Haus schon lang abbezahlt und können nun schon Jahre ein gute Geld für später zur seite legen, des könne wir nicht.

  Frankenpower kannst du das den Geld auf die seite legen für´s Rentenalter  ??? Oder soll euer Sohn auch austrag zahlen, und wen der Milchpreis so bleibt oder noch mehr sinkt wie soll er des dann machen ???

Ja man krigt den Hof aber was hat man auser Arbeit davon ??? Mann kann vieles nicht entscheiden obwohl einem der Hof gehört weil im Übergane vertag viel Klauseln sind. Doch oft ist es von nöten mal etwas anders zu amchen als die Alten und dann hat man streß am Hof .Das nant man dann selbständig ???

Vielleicht seh ich vieles anders da wir aufhören, ich seh alles mehr aus der perspektiefe des zu übernehmenden , und nicht als abgebender , klar jeder muß an sich denken .

Und Mann sollte nicht nur an die armen weichende erben denken , sondern auch an den Hoferben, den man eien große bürde auferlegt ind er Momentanen zeit .

lg Mucki
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: susabe68 am 01.03.16, 20:45
Hallo ihr Lieben,
hier noch einige Antworten:
Unser Sohn ist 24 Jahre alt. Das mit dem aus dem Nest werfen, haben wir ja fast geschafft, wir waren soweit, dass er woanders arbeiten ging und ausgezogen war und die Stimmung in der Familie sogar noch einigermaßen gut war. Dann kam der plötzliche Tod der Schwiegermutter und mein Mann und ich meinten die Retter in der Not sein zu müssen, eigentlich ging es da aber mehr um den Enkel als den Sohn, wir hatten einfach Angst, dass er im Chaos oder Müll aufwachsen muss oder ST überfordert ist. Scheinbar sind beide, Sohn und ST mit vielem überfordert z.Bsp. mit Geld zu wirtschaften oder den Haushalt zu wuppen. Unser Sohn brauchte schon als Kind mehr Unterstützung als sein Bruder, Ergotherapie, LRS Therapie, Erziehungsberatung und Psychologen wegen ständigen Einkoten bis ins Teenageralter, auch sein Selbstbewußtsein ist sehr gering. Leider bin ich eine ziemliche Glucke und habe lange alle Flügel über ihm ausgebreitet, vielleicht zu lange, so dass er nicht selbständig werden konnte und sich auch jetzt nicht viel zutraut. Er hat uns schon einige Male auflaufen lassen, indem er einfach gekündigt hat, von jetzt auf gleich und mein Mann und ich standen mit der ganzen Arbeit alleine da, aber immer haben wir gemeint, wir müßten den Betrieb für Ihn erhalten, bis er reif genug ist.
Das Vertrauen in ihn hat dadurch schon sehr gelitten. Naja mal sehen wie es die nächste Zeit so läuft.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: gammi am 01.03.16, 21:25
Ich denke schon, dass ihr richtig gehandelt habt.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 01.03.16, 22:02
liebe susabe68,
ich würde aber nur versuchen den betrieb für euren sohn weiterzuführen, solange ihr das körperlich (vor allem) und finanziell verkraften könnt
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Bärbel am 01.03.16, 22:09
u wir müßten den Betrieb für Ihn erhalten, bis er reif genug ist.

Und wann ist er reif genug dafür? Diese Frage stelle ich mir dann immer mal wieder.

Muß ich meine Gesundheit evtl.ruinieren um den Betrieb für den Sohn oder die Tochter zu erhalten?
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mucki am 02.03.16, 07:15
liebe susabe68,
ich würde aber nur versuchen den betrieb für euren sohn weiterzuführen, solange ihr das körperlich (vor allem) und finanziell verkraften könnt


Ich würde fast sagen er wird nie erwachsen genug sein um eien Hof zu führen, das heißt sie müßetn immer da sein bis es nicht mehr geht.
Würde ihn arbeitenschiken und auf eigen Füßen stehn lassen und nur beobachten ,und vor allem für den enkel da sein.
Wie es mit dem Hof weitergeht müßt ihr entscheiden ob ihr arbeiten wollt bis ans Lebensende oder ob ihr auch noch von was anderem Träumt .
Aber bis der Enkel soweit wäre ist es noch eien lange zeit.

lg Mucki
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Misthaufen am 03.03.16, 12:13
Also vielleicht sollte ich da noch ein wenig genauer darauf eingehen,

Gebaut hat mein Mann 2005 2006 oder so. Wir sind erst seit 2010 zusammen und ich bin 2011 eingezogen. Und ich bin damals sozusagen in das fertige Nest gezogen. Und meine Entscheidung für meinen Mann habe ich nicht von seinem Besitz oder den Aussichten auf diesen abhängig gemacht. Natürlich ist mir aufgefallen, dass es an manchen Ecken nicht so aussieht wie ich das bevorzugen würde, aber ich habe als "Fremde" da nicht überall meine Nase reingesteckt. Ich persönlich finde sowas nämlich total unmöglich. Ich hab eine Tante die mir immer "beim Putzen helfen" wollte und dann überall geschnüffelt hat, Das find ich echt unter aller Kanone und selbst mache ich sowas schon gleich garnicht. Nur, wenn man dann halt mal ein paar Jahre da wohnt, dann kommt man halt doch mal überall hin und sieht alles.

An sich würde ich ja viel mittragen, nur ist es halt auch so, dass ich jetzt ca. 1 Stunde von allen meinen Freunden entfernt wohne und hier fast niemanden kenne. Das Sozialleben meines Mannes ist nun auch nicht wirklich überfüllt. Ich habe hier niemanden mit dem ich mich mal so auf einen Kaffee oder so treffen könnte. Alle die hier leben sind einfach älter bzw. haben ihren eigenen Freundeskreis und kommen gar nicht auf die Idee mich irgendwohin einzuladen. Aufdrängen will ich mich da auch nicht. Andere Mütter mit Kindern im Alter meines Sohnes treffe ich zwar 1 x die Woche bei einer Kleinkindgruppe im Hauptort. Da sind schon einige dabei die echt nett sind, aber ansonsten sehe ich die auch nicht, während die sich ständig sehen und inzwischen auch so Ihre Grüppchen bilden.

Dadurch türmt sich für mich hier ein großer Berg auf:

 - ich bin hier einsam
 - ich kann langfristig mit seine Eltern nicht und der Gedanke die mal pflegen zu müssen weckt in mir das nackt grauen
 - der Hof ist nicht wirklich zukunfstfähig weiter zu bewirtschaften
 - wenn wir aufhören müssen wir wieder Geld reinstecken um die überflüssigen, nicht anderweitig nutzbaren Gebäude abzureisen
 - ich glaube nicht, dass ich die Kraft habe, meinen Schwiegereltern die ganze Zeit hinterher zu räumen und ich möchte eigenlich auch nicht, dass mein Mann das macht. Er soll sich lieber um unsere Familie kümmern.

Dass wir im Falle eines Verkaufes mit den Geschwistern teilen müssten, dass ist mir schon klar. Wobei ich ganz klar sagen muss, dass von jedem erziehlbaren Kaufpreis vorab ca. 100.000 € alleine uns zustehen. Das ist dass, was mein Mann, rein an Geld, in unser Haus gesteckt hat, also selbst gezahlt. Und da gibt es bei mir keinen Weg für einen Kompromiss. Das wird auch so im Übergabevertrag stehen sollte es zur Übergabe kommen.

Irgendwie ist das ganze einfach eine total verfahrene Situation. Ich bin echt allen dankbar, die dich die Zeit nehmen meinen Käse zu lesen und mir zu Antworten.

PS. ich werde nicht näher auf meinen Wohnort o. ä. eingehen, da ich nicht weiß wer hier alles mitliest und ich nun nicht wirklich nette Dinge über so einige Personen in meinem Umfeld äußere. Vielleicht werde ich mich irgendwann noch mal mit einem "richtigen" Nick und mehr Informationen registrieren.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: apis am 03.03.16, 12:42
Hallo Misthaufen,

du fühlst dich einsam und verlassen, hast fast keine Kontakte zu deiner Umgebung. Fehlende Integration macht dein Leben schwer.

Aus eigener Erfahrung weis ich wie schwer man in einem fremden Dorf Fuß fasst, zumal dein Liebster wohl auch nicht sehr kontaktfreudig ist.
Lade doch einfach mal Mütter mit gleichaltrigen Kindern zum Kaffee ein. Du bist dort neu, du musst den ersten Schritt hin auf die Alteingesessenen machen. Das ist nicht einfach, aber nur so zeigst du Interesse an den anderen Frauen.

Gibt es bei euch Vereine wo du dich anschließen kannst? Frag an ob die noch ein Mitglied gebrauchen.

Man kann durch Änderung des eigenen Verhaltens oftmals viel bewegen. Tus, dann wirst du dich in deiner Umgebung wohler fühlen und manches ist nicht mehr gar so schwer.

Kluge Sprüche, ich habe selbst jahrelang sehr isoliert hier gelebt - bis ich das Wagnis der eigenen Kontaktaufnahme eingegangen bin. Danach lief alles besser.

Nur Mut, versuch es. Versuch macht kluch, klappts nicht gleich dann eben beim nächsten oder übernächsten Mal. Spring über deinen Schatten...... ;) ;) ;)

vG apis
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 03.03.16, 14:51
Aus eigener Erfahrung weis ich wie schwer man in einem fremden Dorf Fuß fasst, zumal dein Liebster wohl auch nicht sehr kontaktfreudig ist.
Lade doch einfach mal Mütter mit gleichaltrigen Kindern zum Kaffee ein. Du bist dort neu, du musst den ersten Schritt hin auf die Alteingesessenen machen. Das ist nicht einfach, aber nur so zeigst du Interesse an den anderen Frauen.

Gibt es bei euch Vereine wo du dich anschließen kannst? Frag an ob die noch ein Mitglied gebrauchen.

Nur Mut, versuch es. Versuch macht kluch, klappts nicht gleich dann eben beim nächsten oder übernächsten Mal. Spring über deinen Schatten...... ;) ;) ;)

vG apis

ich möchte mich diesen worten anschliessen, auch ich kam vor gut 40 jahren in ein kleines Dorf, kannte niemanden, wohne auf einem Aussiedlerhof (2km vom Dorf), mein mann war - wie man so sagt - ein richtiger höfler -
ich ging kurz nach der Geburt unseres ältesten - gut 1/2 jahr im Dorf - in den frauenturnverein, das waren zwar Frauen die mind. 10 jahre und mehr älter waren als ich, aber der damentv nahm oft an wettkämpfen  teil und das konnte ich nicht, da ich auf dem Hof mitarbeiten musste (auch meinen heissgeliebten Job als Buchhändlerin musste ich aufgeben, gut die ersten jahre fehlte er mir nicht), aber das leben auf dem Hof mit dem bösartigen schwiegervater war oftmals die hölle .... - z.g. war ich selbstbewusst genug ihm zu kontern, so war ich eben schon bevor ich auf den Hof kam, die böse st... - macht nichts - ich konnte damit leben - und vorallem stand mein mann voll hinter mir, er hat dann auch gewagt gegen sv aufzustehen -

also - such dir den kontakt mit den Frauen im Dorf, glaub mir, sie denken eher, wenn sie sich nicht meldet will sie nichts mit uns zu tun haben
du kannst ja auch mal die eine oder andere wo du das gefühl hast, das könnte passen zum Kaffee oder so einladen !!!

kopf hoch und durch - und vor allem - schäm dich nicht wegen der Schwiegereltern, das ganze Dorf weiss was bei euch abgeht und wie es aussieht - ich habe das bei meinen Nachbarn erlebt !!!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: susabe68 am 30.03.16, 14:57
So jetzt hat es wieder geknallt, mein Mann und unser Sohn sind sogar körperlich aufeinander los gegangen und das alles zwei Wochen vor der Hochzeit/Taufe. Eigentlich lief alles recht gut  auch betrieblich, die beiden haben sogar fast gut zusammen gearbeitet. Der Sohn hat mehr die Feldarbeit und Maschinenarbeiten gemacht, mein Mann und ich den Stall. Leider haben wir gemeint, wir müssten uns Gedanken über die Hochzeit bzw. die Vorbereitungen dazu machen, weil wir ja auch ein schönes unvergessliches Fest für die Drei wollen. Eine 0815 Feier könnte ja auch schlechtes Licht auf uns werfen, wir haben den Beiden vorab schon mal 2000,00€ für div. Vorkosten gegeben, vielleicht hat mein Mann daraus geschlossen, dass er nun auch das Sagen hat?! Sohn und Schwiegertochter wissen genau, wie sie es nicht wollen, tun aber rein gar nichts dafür ihre Wünsche in die Tat umzusetzen, haben 200 Leute zum Polterabend eingeladen, wollen aber dass diese Ende April im Freien feiern sollen - dann bleiben sie auch nicht so lange. Alles ist egal, es kommt doch sowieso nicht drauf an und warum wir uns überhaupt Gedanken machen. Nach dem Kampf sagte unser Sohn er werde alles daran setzen, dass sein Vater den Hof verliert bzw. pleite macht, er gäbe nicht eher Ruhe bis sein Vater am Frontlader hängen würde, zur Hochzeit darf er auch nicht kommen und seinen Enkel nie wieder sehen. Was soll ich nur tun? Klar hätte sich mein Mann mehr zurückhalten müssen, aber alles sollte doch nur zu ihrem Besten sein. Alleine werde ich sicher auch nicht zur Hochzeit gehen, ich weiß sowieso nicht wie das gehen soll. Die Feier war bei uns im Dorf geplant, jetzt ziehen sie wohl wieder 70 km weg. Ich habe Angst vor der Rache unseres Sohnes und dass mir das Herz bricht, wenn der Enkel aus dem Haus ist.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: apis am 30.03.16, 15:09
Susabe, ich bin erschrocken über das Geschehene, muß erst mal nachdenken.

Ich wünsche dir viel Kraft das alles auszuhalten.

Grüße von apis
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 30.03.16, 15:11
ich weiss nicht was mein sohn machen würde wenn wir ihm ratschläge für seine hochzeit geben würde ... - käme mir nie in den sinn

weisst du denn überhaupt ob sie wirklich nichts geplant haben -


und wieso muss die feier im Dorf stattfinden, wenn die nicht wollen, dann wollen sie nicht - ist ganz allein ihre Sache...
wenn du wüsstest was meine se von mir zu hören bekommen hätten, wenn sie sich eingemischt hätten (und auch von meinem mann - und das war vor über 40 jahren)

lass ihn mal erwachsen werden und wenn sie wegziehen, dann kann es ja nur besser werden, dann müsst ihr eben den Hof so bewirtschaften dass es für euch passt, und keine Rücksicht mehr nehmen auf Junior -
gut - ich begreiffe dich mit dem enkel, aber ich denke, mit der zeit wird sich das wieder etwas beruhigen -
jedenfalls besser so, als du lebst in angst vor den Drohungen eures sohnes ...

es tut mir leid - aber so haben wir es vor über 40 jahren mit sv erlebt, wenn du wüsstest was der uns alles angedroht hatte !!! - doch z.g. war er gesundheitlich so angeschlagen dass er gar nicht mehr fähig war etwas "anzustellen" - ich weiss , böse bin, aber ich lebte immer gut damit
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Entlein am 30.03.16, 16:08
Nun habe ich ja keine Kinder und kann daher eigentlich gar nicht mitreden. Von aussen draufschauend würde ich sagen: Euer Sohn packt mit seiner Familie seine 7 Sachen zusammen und verlässt den Hof, aber dalli! Wenn Ihr mit Eurer ST gut auskommt, könnt Ihr doch Besuche mit ihr und dem Kind vereinbaren. Obwohl ich mich frage, ob sie Euren Sohn nach der Aktion noch heiraten möchte. So rosarot kann doch keine Brille sein, oder? Dass Mutterliebe über viele Dinge hinwegsehen lässt, ist schon klar, aber hier ist echt Schluss mit lustig. Viel Kraft Euch allen bei der Bewältigung dieser Krise!
liebe Grüße,
das Entlein
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Luetten am 30.03.16, 20:08
"eine 0815 Hochzeit könnte ja schlechtes Licht auf uns werfen"
Hast du das mal selbst gelesen????
Was tut ihr den Kindern an? Es ist ihre Hochzeit! Was hättet ihr getan wenn euer Sohn einen Partner hätte?
Nee, tut mir leid, da habe ich kein Verständnis für.
Luetten
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 30.03.16, 20:16
Da ist guter Rat teuer!
Ich kann Susabe verstehen!
Das ist die unendliche Geschichte von Hoferben die sich nie was selber erarbeiten mussten. Und die alles so nehmen sollen, wie es Generationen vor ihnen in die Wege geleitet haben.

Wenn so einer selber von Grund auf immer Hand anlegen hätte müssen, dann wäre das vermutlich besser.

So sind die der Meinung dass alles immer so locker weiter geht und wenn sie mal keine Lust haben, dann wissen sie, dass die Arbeit trotzdem getan wird!

Wäre niemand da der einspringt, dann müssten sie. Und sie müssten sich auch was einfallen lassen müssen.

Hm... Ich glaub, die 2000 Euro waren schon falsch, denen in den Rachen zu schmeißen. Ich rede mich leicht; ich weiß!
Aber ich kann es nachvollziehen. Man will immer, dass alles passt und dabei geraten die in die Passivrolle. Eine Rolle mit der sie dann irgendwann auch nicht zufrieden sind. Auf der anderen Seite ist gar keine Energie da selber was auf die Beine zu stellen. Geht ja einfacher anders! Und die gehen immer den Weg des geringsten Widerstands.

Das ist wie mit Drogenabhängigen. Erst wenn die mal ganz tief unten sind, dann besteht evt. die Chance für einen Neubeginn.

Das alles zehrt an den Nerven. Und unbewusst wissen die auch  wie sie einen treffen können. Mit Entzug des Enkels z. B. Alles sehr schmerzhaft. Menno, Rat hab ich Dir auch keinen. Ziehen lassen und vermutlich nichts mehr in Sachen Hochzeit unternehmen. Und wenn keine Entschuldigung kommt, auch nicht hingehen.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Geranie am 30.03.16, 20:57
ich oute mich hier mal,
auch wir hatten diese Generationsprobleme und ich muss zugeben auch mit körperlicher Gewalt von beiden Seiten, trotzdem ist es im Lauf der Jahre besser geworden. Es gab oft Zeiten mit schlimmen Szenen, aber wir haben auch draus gelernt.
Jetzt sind wir selbst die Alten ;D und denken an Hofübergabe, ich hoffe sehr, dass es uns besser gelingt, schon allein deswegen, weil wir mehr räumlichen Abstand zueinander haben.
Das ungefragte Reinreden z.B. bei der Planung der Hochzeit geht m.M nach gar nicht, das hat mir selbst auch nie gepasst
Im Streit sagt man Worte und Drohungen, da ist alles unüberlegt und spontan ohne Hirn, ich hoffe es findet sich für euch eine aktezeptable Lösung

LG Lydia
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 30.03.16, 21:51
Zitat von: geranie
Im Streit sagt man Worte und Drohungen, da ist alles unüberlegt und spontan ohne Hirn, ich hoffe es findet sich für euch eine aktezeptable Lösung

Hallo,
ja, das mag so sein. Aber ehrlich ich finde es sehr erschütternd wenn man so niveaulos und so unkontrolliert los ballert! Ich habe mich immer dagegen gewehrt!
Hier im Haus waren es die Senioren welche Worte in den Mund genommen haben die ich einfach nicht hören will. Jetzt ist es wieder unser Ältester der einfach ausflippt. Es zeugt nicht gerade von besonderer Menschenwürde und Achtung des Gegenüber wenn man sich Titel an den Kopf wirft die man auf der Gasse hört.

Da braucht man sich dann nicht wundern wenn man so wenig Achtung auch vor den Landwirte hat.

Hier im Dorf gab es mal eine Diskussion um eine BGA. Ich war nicht vor Ort bei der Bürgerversammlung. Und was mir unser Ältester erzählt hat, das dachte ich, das stammt halt aus seinem Mund. So könnten halbwegs gebildete Menschen nicht miteinander umgehen.
Den anderen im See ertränken und solche Sätze sind da gefallen.

Dann bekam ich aber ähnliche Berichterstattung von jemand anders und nicht aus unserer Familie und normal auch kutlivierter Person zu hören, dass ich es glauben musste wie es da zur Sache ging.
Sorry, aber für so was habe ich kein Verständnis und ich mag auch keine Gewalt in der Familie! Das muss auch anders zu lösen sein!

Von Susabes Sohn habe ich den Eindruck, dass der auch die Hochzeit nicht gewuppt bekommt. Nicht so wie bei uns, die mit beiden Beinen fest am Boden stehen. Ich denke, das war weniger einmischen. Eher wollte man unterstützen. Aber das wird natürlich anders gesehen und Bevormundung kann jemand, auch wenn er nicht in die Puschen kommt, nun mal gar nicht haben.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: gatterl am 30.03.16, 21:54
Das alles liest sich ganz ganz furchtbar für mich Susabe.  :'( :'( :'(
Was mir ins Auge sticht


]Leider haben wir gemeint, wir müssten uns Gedanken über die Hochzeit bzw. die Vorbereitungen dazu machen, weil wir ja auch ein schönes unvergessliches Fest für die Drei wollen. Eine 0815 Feier könnte ja auch schlechtes Licht auf uns werfen

Wie bitte?
Sowas ist wichtig? Das Fest muss doch dem Brautpaar gefallen...



und eine 0815 Feier, was bitte ist das?
Was für ein schlechtes Licht???
Ich glaube, ich kann Dir da echt nicht folgen.....


"Es soll doch alles zu ihrem Besten sein."

Dieser Satz löst bei mir allergische Reaktionen aus.
Genau, wie wenn jemand sagt: Ich / Er / Sie meint es doch nur gut.

Jetzt ist das vielleicht ungerecht, aber Geld zu geben...für meine Begriffe viel Geld und daran Bedingungen zu knüpfen fühlt sich falsch für mich an.

Und ich glaube wirklich in Eurem Fall fast, dass es besser ist, die junge Famiie ziehen zu lassen.

Veilleicht beruhigt sich das ganze durch die Entfernung.

Schmerzhaft...besonders für Dich ...ist das alles allemal. :'(
Ich glaube, das ist alles wirklich schlimm für eine Mutter.
Und das Enkelkind.


Von Susabes Sohn habe ich den Eindruck, dass der auch die Hochzeit nicht gewuppt bekommt.

Ich weiss nicht...wenn es denn so ist, dann ist das doch auch kein Weltuntergang oder?
Mit Gewalt erzwingen kann man das doch nicht....


Ja, auch ich rede mich leicht...und hoffe, dass wir nie so grosses Weh mit unserer Familie erleben.
Es fühlt sich für mich einfach furchtbar an.  :'( :'( :'(

Vielleicht kann mir niemand folgen, es ist ein wirres Durcheinander.
Aber wenn ich mir vorstelle, ich würde mich irgendwie in die Planungen oder Nichtplanungen einmischen ohne gefragt worden zu sein...
das könnte auch nur schiefgehen...
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: annelie am 30.03.16, 22:10
Ich möchte zu Bedenken geben, dass susabe68 nur geschrieben hat, was ihr Sohn für - wirklich - schlimme Äußerungen gemacht hat, wir wissen aber nicht, was ihr Mann im Streit zu ihrem Sohn gesagt hat. Es ist nur eine Momentaufnahme, die sicherlich eine sehr lange Vorgeschichte hat.

Gatterl, Lütten und Geranie, bei Euch kann ich nur unterschreiben.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: LunaR am 30.03.16, 22:28
Zitat
Gatterl, Lütten und Geranie, bei Euch kann ich nur unterschreiben.

Geht mir auch so. So sind auch meine Gefühle. Es ist schwer, die Umstände nicht genau zu kennen und sich ein Urteil zu bilden. Mir kommt noch so ein Gedanke: Nie, nie im Leben, würde ich der Hochzeit fernbleiben und wenn ich nicht zur Feier ginge und mit blutendem Herzen bei der Trauung hinten in der Kirche sitzen würde, ich würde es tun. Ja, natürlich ist für die bösen Worte eine Entschuldigung notwendig, wobei ich nicht weiß, ob von Vater auch Worte oder Sachen von sich gegeben hat, die einer Entschuldigung bedürfen.  ??? Aber mit dem Entschuldigen, Nachgeben, Verzeihen ist es so eine Sache, wenn jeder darauf wartet, dass der Andere den ersten Schritt macht, entsteht leicht eine langjährige Fehde. Eine schreckliche Vorstellung in einer Familie. Ich finde, manchmal muss man in der Familie  einfach weiter machen und darauf hoffen, dass es später wieder gut wird. Räumliche Trennung und eine größere Entfernung können da helfen.

Susabe, ich wünsche dir, dass ihr noch vor der Hochzeit wieder zueinander findet.

LG
Luna
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: frankenpower41 am 30.03.16, 22:44
Da hast Du recht Luna, eine schreckliche Vorstellung wenn in einer Familie eine langjährige Fehde entsteht.
Wir haben in der entfernten Verwandtschaft so einen Fall.  (Kein Hof). Ich kenne zwar die genauen Hintergründe nicht, vermute es hängt mit dem Vater zusammen. Der ist sehr von sich eingenommen. Die  erwachsenen Söhne haben vor Jahren jeglichen Kontakt zu ihren  ( wohlhabenden)Eltern abgebrochen. Haben beide inzwischen Kinder. Die kennen die Großeltern nicht. An der STelle der Mutter würde ich Kontakt zu ihnen suchen. Sie steht aber anscheinend hinter ihrem Mann.  Ich glaube, ich könnte das nicht, da würde ich dran zerbrechen wenn meine Kinder gar nichts mehr mit mir zu tun haben wollen, dann gleich Beide.
Als im letzten Jahr der Opa (er hat immer versucht auf die Jungen einzuwirken sich wieder anzunähern) starb, war das bei der Beerdigung ganz seltsam.


LG
Marianne
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 30.03.16, 22:45
also mal die Theorie! Eine Theorie, die Ihr Euch gar nicht vorstellen könnt weil Euer Umfeld anders ist, die Familie anders geprägt und damit die Einstellung der Kinder anders gestrickt:
Aber nur mal so als Impuls:

Also ein Sohn, eine Tochter möchte Hochzeit machen.

Die Einladung ist schon draußen. Viele vom Dorf sind mit eingeladen (je nachdem wie sehr Ihr damit verbunden seid). Alle Verwandtschaft natürlich usw. usf.

Die Zeit bis zur Hochzeit eilt mit riesen Schritten.

Und Ihr müsst tatenlos zusehen wie so gar nix passiert. Das Brautpaar lebt in den Tag. Gestaltet die Tage so wie sie es für richtig finden. Nicht erkennbar, dass mal jemand in die Puschen kommt.

Ihr steht morgens auf, rennt in den Stall, versorgt die Tiere. Aber außer Euch zwei; also Dir und Deinem Mann ist niemand zu hören und zu sehen.

Sicher, es ist den Jungen ihre Sache wenn sie nicht arbeiten, dann haben sie eben auch keine Kohle! Und klar, wenn sie es nicht schaffen bis zur Hochzeit ihr Umfeld ein bisserl zu gestalten, vielleicht mal den Besen in die Hand zu nehmen und den Ort für den Polterabend ein bisserl zu säubern... Alles am allerletzten Drücker wird wohl nicht gehen...

Und ihr seid wie alle Tage am Rennen, Machen und Tun!

Alles soll bei Euch am Hof stattfinden; Ihr sollt natürlich auch vor Ort sein und evt. sogar noch auf den Enkel aufpassen, die Landwirtschaft nebenher wuppen.

Und ich möchte wetten hinterher sogar noch alles aufräumen weil sonst steht das Ganze bis zum St. Nimmerleinstag und blockiert das Alltagsgeschehen.

Das wäre alles viel einfacher, wenn die Brautleute gar nicht am Hof wohnen würden, jeder ein gesichertes Einkommen hätte und auf den Betrieb nicht angewiesen wäre. Sie sind aber darauf angewiesen und so wäre evt. Mithilfe schon auch ein bisserl angebracht. Wäre auch einfach, wenn die Feier gar nicht erst für auf dem Hof geplant gewesen wäre.

Ich denke mal weder Susabe, noch Ihr Mann haben die 200 Leute zum Polterabend eingeladen. Sollen da aber mitziehen. Und nix im Vorfeld passiert!

Dass es da kracht ist für mich nicht verwunderlich!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: gatterl am 30.03.16, 23:00
Ich denke,  es ist muessig,  sich da was zusammen zu reimen. Ich spreche von meinem Gefuehlen zu Susabes Zeilen. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich kann zu der ihrigen Sachlage nichts sagen.

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 30.03.16, 23:05
Hallo,
wenn man das aber über all die Monate so verfolgt hat, dann macht sich der Sohn ein schönes Leben und will anschaffen und die Eltern sind auf ihn eigentlich angewiesen, auf seine Mithilfe. Dann steht die Hochzeit vor der Tür und nix passiert.
Aus dem Grund verwahre ich mich da den Eltern anzulasten, dass sie das Brautpaar absichtlich bevormunden wollen.


Ich könnte mir vorstellen, dass, wenn das Fest in die Hose geht weil sich die Eltern von vorne herein distanziert haben (was ja bei dem Verhalten auch logisch wäre) dann auch den Eltern die Schuld zugesprochen würde wegen mangelnder Unterstützung!


Wie sie es machen würden, würde es falsch sein!

Die beiden haben nie gelernt auf eigenen Beinen zu stehen, so meine Sicht der Dinge!

Nur weil Susabe da geschrieben hat, dass sie den beiden 2000 Euro gegeben haben um sich eben um das Fest zu kümmern kann ich auch nicht herauslesen, dass sie dafür was erwarten. Sie haben ihnen durch den Zuschuss ermöglicht was draus zu machen.
Sie sind eben auch enttäuscht weil trotzdem so wenig passiert.

Das hat nichts mit Erwartungshaltung zu tun. Sie sind schlicht überfordert und fühlen sich vielleicht auch etwas ausgenutzt.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Luetten am 30.03.16, 23:09
Martina, du kennst, genau wie wir, nur eine Seite der Medaille. Und ich finde den Spruch - urteile nicht über Menschen, deren Weg du nicht gegangen bist - sehr schön.
Luetten
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 30.03.16, 23:16
Ja, ich kenne nur die eine Seite der Medaille.
Aber so wie hier alle schreiben versuchen sie auch nicht den Weg beider Seiten in derer Schuhe zu gehen.
Sie schlagen sich sofort auf die Seite des Brautpaars. Und das sehe ich auch nicht  so ganz als richtig.

Ich hab nämlich schon auch so einen daheim. Der würde mich glatt ein ganzes Fest wuppen lassen und die Arbeit obendrein. Und würd sich ins Fäustchen lachen über so viel Dummheit von mir.
Und wenn der eine Freundin hat, dann versteht er es wunderbar die so hinzubiegen, dass auch diese vom Tisch aufsteht ohne die Tasse weg zu tragen, wenngleich sie das anfänglich gemacht hat.
Das hab ich schon 2 x so erlebt.
Die legen sich in die Koje und bei uns brummt der Melkmaschinenmotor. Also mir wäre das als junge Frau peinlich  gewesen!
Ich hätte da an der Ernsthaftigkeit meines Mannes gezweifelt, dass der wirklich den Hof übernehmen will.
Beide Male waren die Frauen aus der Landwirtschaft. Also Leute die das wissen müssten. Ich kam ja nicht mal von einem Hof.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Anneke am 30.03.16, 23:19
Oh je, den momentanen Zustand bei dir susabe68 sehe ich momentan so kritisch, dass eine räumliche Trennng auf längere Zeit die einzig machbare Lösung scheint.

Ihr geht an eurem Verhältnis zueinander kaputt, wenn ihr weiter auf engem Raum zusammenlebt. Wenn ich die Situation so mitverfolge, stellen sich mir die Nackenhaare auf, diese Spannngen schaukeln sich dermaßen hoch, dass nur eine räumliche Trennung schlimmeres verhindert, sorry, dies stellt sich mir als "Außenstehende" als einzige Lösung dar. Und da möchte ich erst mal gar nicht bewerten, was nun der Auslöser für solche Aussagen des Sohnes war bzw. ob solche Aussagen "gehen". Vielleicht muss er wirklich erst massiv auf die Schnauze fallen bzw. weit nach unten rutschen, um selbst auf die Beine kommen zu müssen, das lässt sich schwer einschätzen. So kannst du kaum weitermachen, das würd auch deinem Enkelkind nicht nützen, in so einer verfahrenen Situation aufzuwachsen, Kinder erspüren Konflikte sehr wohl. Viele hier könnten davon wohl ein Lied singen, wesentlich mehr als ich, die diesen Generationenkonflikt nicht durchleiden musste.

Susabe68, du stehst buchstäblich zwischen allen Fronten und reibst dich auf. Du musst auch auf dich achten, lass die Jungen ziehen, betriebliche Aspekte traue ich mch hier nicht zu beurteilen, aber klar ist auch, sobald einer von euch ausfällt, ist der Betrieb sowieso in Frage gestellt, die derzeitige psychische Belastung bringt euch an Grenzen.

Und: Wir hier kennen sicher nicht alle Fakten, aber zu der vermeintlichen Einmischung bezüglich Planung der Hochzeit  kann ich nur sagen: "Gut gemeint ist sehr oft das Gegenteil von wirklich gut". Ob das nun ein ausschlaggebender Fehler war, vermag ich nicht zu beurteilen, als soooo schlimm kann ich dies aber  nicht sehen, hätte sich mit einer klaren Aussage der Jungen, dass sie dies selbst entscheiden und auch angehen wollen, auch regeln lassen. Aber gerade in dieser mangelnden sachlichen Ebene liegt wohl schon das Kernproblem. Das Vehältnis ist schon dermaßen geschädigt, dass alle Diskussionen nur noch überhitzt oder gar nicht mehr stattfinden.

Letztendlich steckt hinter der Schilderung der Situation hier sehr viel Verzweiflung, viele fühlen mit, aber eine schmerzfreie Lösung scheint wohl fraglich.

LG Anneke


Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: annelie am 30.03.16, 23:46
also mal die Theorie! Eine Theorie, die Ihr Euch gar nicht vorstellen könnt weil Euer Umfeld anders ist, die Familie anders geprägt und damit die Einstellung der Kinder anders gestrickt:


Martina, die Meisten von uns haben Eltern, Schwiegereltern und/oder Kinder, ich glaube wir können uns sehr viel vorstellen oder haben unsere  Erfahrungen gesammelt ;)



Jetzt mal ganz was anderes, da gehts nicht um susabe68, sondern um uns alle. Ganz was menschliches, ich sage jetzt mal, jeder hat eine ganz andere Wahrnehmung von sich selber, wie sein Umfeld die hat. Mirjam hat -sinngemäß- immer geschrieben: "gut meinen, ist nicht unbedingt gut(es) tun". Ich übersetze es für mich so: was ich ganz toll finde oder was ich meinen -mittlerweile erwachsenen- Kindern "gutes tue", können meine Kinder als totale Einmischung/Bevormundung empfinden, haben sie genug Selbstbewußtsein sagen sie es mir, streiten auch mit mir,  wenn nicht, werden sie es ertragen oder aushalten, aber es macht ihnen negative Gefühle, manchmal sogar krank. Dafür gibts ja genügend Beispiele im Bt. Ich hab jetzt ausdrücklich von mir selber geschrieben, weil ich es so empfinde und da auch an mir arbeite.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 31.03.16, 00:04
Hallo Anneke,
so sehe ich das auch. Hast Du gut geschrieben!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Ricka am 31.03.16, 07:14
Auch ich kann Anneke nur recht geben. Man meint es vielleicht gut und macht dabei nur alles noch schlimmer. Ich habe mir angewöhnt mich zu fragen (bevor ich mich bei den Jungen einmische) ob es mir früher gepasst hätte wenn Schwiegermutter sich eingemischt hat.

LG Katrin
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Frieda am 31.03.16, 08:45
Anneke hat das sehr gut geschrieben.
Meiner Meinung  nach sind da Fehler auf beiden Seiten gemacht worden.
Ich halte eine räumliche Trennung, auch wenn das jetzt für Dich susabe68 schmerzhaft ist, für momentan die einzige sinnvolle Lösung, da ich den Eindruck habe, dass die Situation so aufgeschaukelt ist, dass es da erst mal gut Abstand braucht, um irgendwann - vielleicht -  zu einer für alle Seiten befriedigenden Lösung  zu kommen
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Steinbock am 31.03.16, 09:00
Ich finde mich gut in Martina-S und Annekes Zeilen wieder.

Susabe ist wirklich zwischen allen Fronten. Wenn die jungen Leute wirklich 200 Leute auf den Hof eingeladen haben,
dann müssen da alle zusammenarbeiten, sonst klappt so ein Fest gar nicht. Und die Eltern können es wohl (aus Sicht
der jungen Leute) nur falsch machen: Entweder sie planen und arbeiten mit - dann "mischen sie sich ein"  o d e r
sie tun nichts - dann sind sie faul, missgünstig, unmöglich.

Susabe hat auch geschrieben, dass dieser Sohn schon immer mehr Förderung in verschiedenen Bereichen brauchte.
Wann soll sie wissen, dass ihr Sohn keine Förderung/Unterstützung mehr braucht? Mit 18, mit 20, nach der Hochzeit?
Ihr Sohn und die junge Familie verhalten sich so, dass "normale" Eltern erst einmal helfen wollen! - Dass sie dafür
nicht unbedingt Dank erwarten können, ist mir schon klar. Wenn das alles aber in verbalen und (einmalig?) körperlichen
Attacken ausartet, dann hilft nur eine räumliche Trennung. Und es aushalten können, dass die Jungen (wahrscheinlich)
eine Bruchlandung machen.

Wirklich unerträglich finde ich die Situation wegen dem (Enkel)Kind/für das Enkelkind. Auch hier können Susabe und
ihr Mann scheints nur verlieren. Wenn sie sich für Mutter und Kind engagieren, sind sie dumm, weil sie sich einmischen
und ausbeuten lassen. Wenn sie sich um Mutter und Kind nichts scheren, sind sie herzlos, usw. - und am Ende irgendwie
mit schuld, wenn dem Enkel keine gute Kinderzeit ermöglicht wird.

Ein Dilemma....

Elisabeth
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Steinbock am 31.03.16, 09:19
/ Alleine werde ich sicher auch nicht zur Hochzeit gehen, ich weiß sowieso nicht wie das gehen soll. Die Feier war bei uns im Dorf geplant, jetzt ziehen sie wohl wieder 70 km weg. Ich habe Angst vor der Rache unseres Sohnes und dass mir das Herz bricht, wenn der Enkel aus dem Haus ist.

Liebe Susabe, ich würde unbedingt zur Hochzeit gehen. Der Konflikt betrifft doch viel mehr Deinen Mann und Deinen Sohn.
Das wirst Du Dir sonst nie verzeihen!

Und noch was (ich weiß, ich lehne mich sehr weit aus dem Fenster, aber ich muss das einfach noch einwerfen):
Wieso heiraten zwei scheints eher unreife Menschen? Wegen dem Kind muss es doch nicht mehr sein, oder?

Elisabeth
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 31.03.16, 09:24
susabe - ich weiss wovon ich schreibe ...

bei meinen Eltern und bruder war es genau so - die beiden (vater u bruder) gingen mehrmals aufeinander los, z.g. hat mein bruder leine gezogen, ist ausgezogen -
und dann war erst mal während mehr als 2 jahren totale Funkstille - sogar zur hochzeit meines bruders waren meine Eltern nicht dabei (dabei fand sie nur im Nachbardorf statt, wo mein bruder auch mit seiner fam. wohnte)

darum - lass die finger davon, mit der zeit wird es sich schon einrenken -
und ich weiss selbst, wir Eltern haben immer das gefühl, wir müssten helfen ...

mein sohn hier zu hause sagte mal - bei den andern (die weg sind) weisst du auch nicht alles, also lass mich endlich in ruhe !!! (er hat es sehr viel anders ausgedrückt, wir waren oft am hampeln - z.g. nur "verbal"  :o )
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: ulliS am 31.03.16, 10:00
Liebe Susabe,

ich hab Deinen Bericht traurig gelesen!
Es ist wirklich nicht immer leicht , dass richtige zu sagen und zu tun!
Oft sind Kleinigkeiten schon zuviel!

Der Satz: Ich hab Angst vor der Rache vom Sohn erschüttert mich auch!

Leider kann ich Dir nicht helfen.So kann ich Dir nur wünschen, dass alles wieder einigermassen gut wird!!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Lulu am 31.03.16, 10:11
Hallo susabe,

deine Verzweiflung ist wirklich spürbar in deinen Zeilen. Es ist mühsam, jetzt einen schuldigen zu suchen, es bringt ja nix mehr. Ich kann eure Situation kaum beurteilen, aber wenn man körperlich aufeinander losgeht, dann zeugt das von viel angestauter Wut und die kommt nicht von einer Situation. Und wenn es so ausartet, dann kann man wahrscheinlich Fehler auf beiden Seiten suchen und man würde fündig.

Jetzt heißt es erstmal die Situation zu entschärfen. Ich würde nicht jedes böse Wort so auf die Goldwaage legen. In der Wut sagt man so manches, was man drei Wochen später vielleicht schon nicht mehr so sieht. Vielleicht musste es jetzt einfach mal raus. Eine räumliche Trennung wäre vielleicht gar nicht schlecht. Zur Hochzeit würde ich aber gehen, das verzeiht ihr euch später nicht. Egal wie gemein es sich anfühlt, seit die "Großen" und macht es einfach. Sagt doch einfach klipp und klar, wir sind zwar im Moment nicht einig, aber da sollte euer großer Tag nicht drunter leiden und das Enkelkind schon mal gar nicht. Zeigt Größe, auch wenn es euer Sohn vielleicht tun müßte.

Meine SE sind zur Taufe unserers Sohnes nicht erschienen, in der Hoffnung uns eins auswischen zu können. Ihnen hat damals die Wahl unserer Paten nicht gepasst. Heute wo unser Sohn Kommunion hat und bei der Gelegenheit die Bilder sieht, merkt man schon, das es weh tut, Oma und Opa auf den Taufbildern nicht zu sehen. Aber letztendlich haben die Zwei sich selber etwas weggenommen. Ich denke, heute tut es meinem SV sehr leid, das es damals so war. Er würde es heute anders machen, da bin ich mir sicher. Ich habe meinen Frieden damit gemacht, es ist Vergangenheit. Meinem Sohn habe ich es versucht zu erklären und das Menschen einfach manchmal nicht miteinander können und das es dann besser ist, sich aus dem Weg zu gehen.

Du siehst, jeder hat sein Päckchen zu tragen, dafür muss man sich nicht schämen. Und hier ist genau das richtige Forum um das loswerden zu können. Wäre vielleicht eine Beratungsstelle eine Option für euch?

Auch wenn es jetzt ausweglos scheint, es kann sich noch alles zum Guten wenden.

Wünsche dir viel Kraft

Lulu
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: susabe68 am 31.03.16, 12:30
Hallo ihr Lieben,
vielen lieben Dank für eure Anteilnahme und eure Ratschläge, besonders dir martinaS!!!
Ich glaube und habe schon mehrmals festgestellt, dass wir uns wohl in fast der gleichen Lage befinden.
Sicherlich ist es schwer für Außenstehende die Situation zu bewerten oder zu verstehen, aber eure Antworten tun mir gut.
Im Moment sitze ich hier am PC und heule nur noch und frage mich ob oder wie ich die Eskalation hätte vermeiden können.
Wieder suche ich die Schuld bei mir, obwohl ich immer diejenige bin, die einlenkt und wieder Friedensverhandlungen in die Wege leitet. Wir waren auch schon bei der landwirtschaftlichen Familienberatung 2-mal mit beiden Söhnen, das Dritte Mal ging unser Großer nur noch widerstrebend mit (das bringt ihm sowieso nichts, das ganze Problem liegt eh nur bei Vater, er selbst bemüht sich ja sich Mühe zu geben). In der Beratung war es dann so, dass ich fast gar nichts sagen konnte, nur heulen und danach sind wir Kinder und Eltern getrennt nach Hause gefahren sind, weil ich den Hass oder die unerfüllten Erwartungen von Vater und Sohn nicht ertragen konnte. Das Ergebnis war, das unser Sohn am 15.02. auf einem anderen betrieb anfangen wollte zu arbeiten, weiter bei uns wohnen und unser bisschen Ackerbau (150 ha) nach Feierabend noch erledigen wollte.
Leider wollte der neue Chef ihn dann doch erst Ende März oder später einstellen, dummerweise hatte unser Sohn aber die ersten zwei Monatslöhne wohl schon ausgegeben. Das Resultat daraus war, dass seine Freundin noch am selben Tag mit dem Kind ausziehen wollte, wegen Existenzängsten und er mit dem Auto vor den nächsten Baum fahren wollte, weil er ja eh nichts auf die Reihe kriegt und sowieso doof ist.
Weiteres später ...
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: LunaR am 31.03.16, 12:45
Susabe, ich frage mich gerade, wie alt ist euer Sohn eigentlich? Du schriebst, dass er schon immer mehr gefördert werden musste. War er lernbehindert oder Spätentwickler? Oder was war sein Problem? Das sind Dinge, die mir durch den Kopf gehen. Wenn du nicht magst, brauchst du nicht antworten. Ich war nur am Überlegen, ob der Sohn evtl. immer noch Defizite hat.

Aus deinen Beiträgen spüre ich deine Not und deinen Kummer und wie du zwischen den Fronten aufgerieben wirst. Wünsche dir ganz viel Kraft und gute Nerven.

LG
Luna

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Matzi am 31.03.16, 15:56
Als unser Sohn heiratete  hatten wir eigendlich Funkstille. Es war so viel vorgefallen, das wir Abstand halten mußten um nicht daran kaputt zu gehen.
Wir hatten zwar keinen Hof, aber unser Verbindung war so kaputt.

Mein Sohn und mein Mann konnten gar nicht mehr miteinander, er ist deshalb auch nicht zur Hochzeit gegangen.
Ich habe es mir nicht nehmen lassen und bin da gewesen und es war sehr schön. Mir war es egal was die anderen dachten als ich am späten Nachmittag wieder gefahren bin.

Das ist jetzt sechs Jahre her und wir haben wieder einen engeren Kontakt zueinander und unserer Sohn und auch die Schwiegertochter kommen wenn wir sie brauchen.

Nehmt etwas Abstand zueinander und sagt auch mal nein. Denkt an Euch und nicht was andere sagen.
Die Kinder leben anders als wir und es muß den Kindern auch mal weh tun wenn sie auf die "Gusche" fliegen.

Ich habe früher gedacht, ich habe ihn verloren. Aber dem ist nicht so.

Matzi
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: susabe68 am 01.04.16, 15:00
Hallo ihr Lieben,
mit etwas Abstand zu dem Streit, sehe ich die Dinge mittlerweile etwas anders. Irgendwie geht es wohl immer darum, dass unser Sohn nicht so ist wie mein Mann (ehrgeizig, erfolgsstrebend, fleißig, unermüdlich ...). Der Sohn wollte zwar schon immer Bauer werden, obwohl wir ihm auch angeboten haben ruhig einen anderen Beruf zu wählen, ich weiß nur nicht ob es so war, weil es seine Berufung ist oder ob er Angst hatte nichts anderes zu können.
Er war schon immer ein Spätzünder und etwas langsamer als Gleichaltrige, aber nicht dumm, er hat den qualifizierten Hauptschulabschluss und auch die landwirtschaftliche Lehre erfolgreich bestanden. Er sieht halt bei seinem Bruder, der im Moment ein duales Studium als Maschinenbauer macht, dass das Leben auch andere schöne Seiten, wie Freizeit und Zeit für Freunde und Familie, haben kann. Für meinen Mann kam immer die Arbeit und der Betrieb an erster Stelle und sein Hobby war sein Betrieb, Freunde braucht man dazu nicht. Ich habe ihn dabei immer unterstützt, obwohl ich nicht aus der Landwirtschaft komme, aber mittlerweile gehe ich auch darin auf und kann mir nichts anderes mehr vorstellen. Ich bewundere unseren Jüngsten für seinen Ehrgeiz und wie er sich für seine Wünsche und Ziele einsetzt ohne viel Rücksicht auf andere zu nehmen, man könnte auch sagen er ist sehr egoistisch und stur, aber er hat für sich seinen Weg gefunden und sagt, dass er zufrieden ist, so wie sein Leben ist.
Unser Älteste hatte wohl schon immer das Problem nicht gut genug zu sein oder nichts gut genug zu machen, halt sehr wenig Selbstbewusstsein.
Und wenn es Probleme gab, haben wir ihn immer wieder aufgefangen und geholfen, vielleicht hat mein Mann dafür mehr Dankbarkeit erwartet, auch dafür dass er ihn immer unterstützt und ihm viele Wünsche (Maschinen für den Betrieb), den zukunftsfähigen...
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mathilde am 01.04.16, 15:47
Hallo,

wenn ich das hier so lese wird mir abwechselnd kalt und warm  :-\
Ich kenne Eure Verhältnisse so gar nicht und weiss auch nicht aus welchem Bundesland Ihr seid aber:
Es gibt von der Sozialversicherung doch diese Übergabe-Tagesseminare und so etwas hätte ich sehr gerne besucht aber da im Norden habe ich vom Termin her verschlafen und das im Süden könnte vielleicht für Euch noch was werden denn dort geht es nicht um steuerlich und betrieblich sondern auch um die Menschlichen Aspekte.
Mein zweiter Vorschlag wäre eine Mediation denn ich denke Ihr unterschätzt diesen Sohn ständig und das tut weh und daher wird dann auch gebockt.
Ich hab grad so gar nichts dazu zu melden eigentlich denn wir haben seit 1 Jahr unsere eigenen familiären Probleme die aber sicherlich aus so etwas resultieren. Ich könnte mich heute noch ärgern dass ich vor 1,5 Jahren die Mediation nicht einfach vorangetrieben habe denn dann wäre uns so einiges erspart geblieben.
Die Landwirtschaftskammer in Schleswig-Holstein soll da sehr gut sein

LG Mathilde
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: asti am 02.04.16, 01:29
Hallo,
Mathilde sprach gerade so ein Übergabeseminar an - wir haben vor ca. 2 Jahren ein 3 tägiges Hofübergabeseminar von der Berufsgenossenschaft besucht und waren schwer begeistert.Wir waren 8 Paare aus der ganzen Republik mit jeweils anderer Ausgangssituation und man kann sich garnicht vorstellen,was in manchen Familien so abgeht.Das tolle war,das wir eine super Sozialtherapeutin hatten,die uns wirklich geholfen hat,herauszufinden,was man selbst will und wie eine Lösung für jeden Betrieb individuell aussehen könnte.Gut war auch,dass wir alle so 300 - 400 km auseinander her waren,sodass jeder offen über seine Situation sprechen konnte ohne befürchten zu müssen,dass Nachbarn und "Kollegen" Interna erfahren.Außerdem waren wir noch eine ganz tolle Truppe und haben jeden Abend noch zusammen geratscht.Es war von Gemüsebau,Winzer,Schweinemast,Milchvieh,Lohnunternehmen und Pferdebetrieb auch alles dabei und wir hatten viel Spass aber auch Tränen.Es waren 3 tolle Tage und ich kann es wirklich nur empfehlen,auch wenn es Geld gekostet hat- es hat aber auch was gebracht - und wenn es nur geholfen hat,sich selbst und seinen Partner in anderer Situation besser kennen zu lernen.Wie schnell gibt man für irgendeine Maschine oder Ersatzteil mal 600 Euro aus ,aber hier hat man was für sich getan und es war gut zu beobachten,wie sich die Leute von Tag zu Tag mehr geöffnet haben und Ängste,Sorgen und Probleme ausgesprochen haben,die sonst immer totgeschwiegen wurden.

Gruss

asti
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 02.04.16, 07:55
Hallo,
bei so Hofübergabeseminaren ist aber auch von allen die Mitarbeit gefordert. Das heißt, beide Parteien müssen wollen!
Bei Mediation ebenso. Was hilft so eine Mediation wenn eine Partei gar nicht dazu teilnimmt? Und wenn diese alles für einen Schmarrn anschaut weil ja selber so schlau?

Sicher, es geht oft einiges in Betrieben "ab" wie schon Asti aus ihrem Seminar erkannt hat. Macht jedoch einen Unterschied, ob eine Partei nur stur ist und aber arbeitetet und so nur der Dickkopf eine Rolle spielt. Diese Partei sieht halt dann Betriebsperspektiven anders oder Arbeitsweisen. Oder ob ein Part sich einfach nur hängen lässt und nebenzu die große Klappe führt. Die eigentliche Arbeit aber die Übergeber immer noch und nach wie vor so gut wie alleine wuppen.

Dann nämlich wird das teuflisch schwierig. Und da  beißen sich auch dann alle Berater die Zähne aus. Weil die sind ja auch nicht immer da. Die sagen zwar schon, dass man die Jungen unterstützen und machen lassen soll. Können sich so eine Istsituation oft gar nicht vorstellen. Der Betrieb muss ja weiter laufen. Ob mit oder ohne Mediation.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: gschmeidlerin am 02.04.16, 08:20
Vielleicht hilft so ein Seminar aber trotzdem mit der eigenen Situation besser umzugehen. Mein Schwiegervater wäre niemals mit zu einer Beratung gegangen, aber wir haben gelernt, mit der Situation besser umzugehen. Man kann sich eben wie schon oft hier geschrieben, nur immer selbst ändern.

Eva
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 02.04.16, 09:05
Ja, Gschmeidlerin,
man muss sich selber ändern. Und man kann lernen mit der Situation umzugehen. Aber ich vermute mal, wenn so Familien durch eben diese Situation so "überlastet und überbeansprucht" sind, dass sie dann oft auch nicht die Kraft haben da für ein paar Tage weg zu fahren um an so einer Veranstaltung teil zu nehmen.
Und wenn der Mediator auf den Hof kommt, dann wird der sich auch für einige Zeit an den Tisch setzen wollen und nicht zwischen den Arbeiten mit den Leuten herum springen um reden zu können. Alles erfordert Zeit! Und wenn da einer, so wie Susabes Sohn eh aus der Reihe tanzt und nie greifbar ist, dann fehlt die Zeit noch mehr. Und nicht jeder kann es sich leisten für diese Zeit einen Betriebshelfer zu organisieren. Nicht überall bekommt man solche Leute; auch nicht im Winter.
Da beißt sich m. W. oft die Katze in den Schwanz.
Mit einer Auszeit wäre vielen oft schon gedient. Aber die ist nicht erreichbar wegen Überbeansrpuchung. Und durch die Überbeanspruchung bekommt man auch seine Situation nicht in den Griff.
Noch dazu weil man ja auch Dinge aufarbeiten muss die über Jahre entstanden sind und zu der jeder durch sein eigenes "Ich" ja kräftig beigetragen hat. Und das "Ich" verhindert dann noch zusätzlich die  positive Entwicklung.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: frankenpower41 am 02.04.16, 10:29
Martina. da kann ich Dir nur zustimmen. Bei uns wäre es schlichtweg nicht möglich, dass alle Parteien an so einem Seminar teilnehmen.
Ich habe aber, wenn es soweit ist auf jeden Fall den Vorsatz, dass jemand von der landwirtschaftlichen Familienberatung mal über den Vertrag guckt. Nicht dass es so läuft wie bei Göga und seiner Mutter (ist kein Problem, Oma glaub ich hat den Schmarrn genauso überlesen wie mein Mann vor über 30 Jahren).  Bernd meint immer, da sitzt Du drinn und nimmst das gar nicht so richtig wahr beim Notar. Denn abgesprochen war es anders.

Beim Seminar der Landwirtschaftsschule in Pappenheim war der eine Herr der Familienberatung, ich habe ihn mal auf Vortrag erlebt, ich hoffe er macht das dann noch. Der Mann hat sowohl mir als auch unserem Sohn gut entsprochen.

LG
Marianne
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 02.04.16, 10:58
Hallo Marianne,
wir haben das damals übern Bauernverband gemacht. Aber da hat mich persönlich gestört, dass die mehr auf die Übernehmer geschaut haben. Also auf uns!
Meine SE wären da sehr schlecht gefahren.
Ich hab dann einiges zu unserem Nachteil einbauen lassen. Was ich aber für richtig fand. Denn wenn Altenteiler gar nichts mehr im Haus benutzen dürften, nur weil man das jetzt nimmer so rein schreibt in einen Übergabevertrag (vor 30 Jahren), dann kann mal eine doofe Wende kommen wenn es blöd geht, dem eigenen Sohn was passiert, ST neu liiert und deren neuer Partner sehr dominant - oder auch ST passiert was und dann  ganz fremde Leute u. U. auf dem Hof! Was dann?
Das hätten die alles hingenommen.
Ich fand das damals so nicht in Ordnung.
Da ist es auch so wie beim Arzt: Wenn man Guten erwischt, dann hat man Glück; erwischt man jemand, der nur seinen Job macht, und den nur unzureichend, dann hat eine Partei die A... karte. Das kann es dann auch nicht sein! Und ich finde, es verdienen mit so einem Übergabevertrag nicht nur der Notar schon auch Kohle. Da putzen sich solche Beratungsstellen schon auch die Finger hin. Ich glaub, beim BBV kostet das momentan 85 Euro
Dafür möchte ich dann aber auch Leistung sehen und nicht nur, dass der Nachweis gebracht wurde, beraten worden zu sein.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: annelie am 02.04.16, 11:14
So wie Asti und Gschmeidlerin das geschrieben haben, gehts eigentlich drum, dass ihnen persönlich das Seminar was gebracht hat und nicht  unbedingt die Übergabe geregelt hat.

Vielleicht hilft so ein Seminar aber trotzdem mit der eigenen Situation besser umzugehen. Mein Schwiegervater wäre niemals mit zu einer Beratung gegangen, aber wir haben gelernt, mit der Situation besser umzugehen. Man kann sich eben wie schon oft hier geschrieben, nur immer selbst ändern.

Eva

Das ist doch ein sehr großer Gewinn.

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 02.04.16, 11:25
Hallo Marianne,
wir haben das damals übern Bauernverband gemacht. Aber da hat mich persönlich gestört, dass die mehr auf die Übernehmer geschaut haben. Also auf uns!

auch wir haben es über den Bauernverband gemacht, und z.g. hatte kurz zuvor unser Buchhalter gewechstelt (er war sehr gut der alte  ;)), aber der neue war vorher bei der schätzung und hat dann seine Nachfolgerin eingearbeitet und war normalerweise auch dabei !
und ich bin froh, dass wir das über 2 jahre hingezogen haben, ich habe den Termin nochmals ein jahr geschoben, da ich meine Männer immer schieben musste damit sie die unterlagen auch etwas "durchschauten" - da wollte ich einfach zeit haben
das meiste ist auf meinem mist gewachsen, d.h. ich habe immer wieder mit Junior das Gespräch "gesucht" ... grrrrr -
ich hätte den über den tisch ziehen können (glaube ich)!!!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: frankenpower41 am 02.04.16, 11:44
ja, man muss sehr vieles bedenken und viele Eventualitäten durchdenken.
Trotzdem kann es sein, dass es dann nicht richtig ist.
So ähnliche Fälle (Tod und Wiederheirat), gibt es ja immer wieder. Da kennt sicherlich jeder im Umfeld was.
Bei uns im Kreis war einer, da hat jetzt alles das Kind aus zweiter Ehe, was eigentlich von der anderen Seite herstammte. Das will doch auch niemand, wenn eigene Nachfahren da sind, oder?
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mathilde am 02.04.16, 12:04
Hallo,
bei so Hofübergabeseminaren ist aber auch von allen die Mitarbeit gefordert. Das heißt, beide Parteien müssen wollen!
Bei Mediation ebenso. Was hilft so eine Mediation wenn eine Partei gar nicht dazu teilnimmt? Und wenn diese alles für einen Schmarrn anschaut weil ja selber so schlau?


Hallo Martina,

dann wäre bei mir die Sache schon gelaufen denn verkaufen oder einem anderen geben kann man auch!
Wenn es der Hofübergeber ist würde ich als Sohn oder Tochter auch handeln denn gute Leute sind gesucht.
Man muss auch mal betriebs- und branchenfremd gucken. Mir hat jemand von einem großen Werk erzählt da war der eigentlich angedachte Sohn lange bei Siemens in Brasilien und alle sagten der kommt nie mehr. Weit gefehlt, er kam aber erst wie der "Alte" nicht mehr wollte und wirklich ganz weg ist aus der Firma.
Ich denke oft dass es wirklich nicht schlecht wäre wenn die angedachten Hofübernehmer erst mal weg wären dann würde man auch die Betriebe nicht immer auf 2 Familien auslegen bei der Arbeit.
Meine Meinung

LG Mathilde
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: AnniH am 02.04.16, 13:04
Hofübergabe Seminare finde ich grundsätzlich gut,aber wie bereits mehrfach geschrieben, müssen alle Beteiligten das auch wollen.
Gut wäre schon mal , wenn beide Übergeber so ein Seminar besuchen würden, um eine gemeinsame Lösung anzustreben , erst dann kann man sich mit den Übernehmer an einen Tisch setzen um gemeinsam einen Vertrag zu erarbeiten.

Wir haben das durch, es dauerte fast drei Jahre bis der Übergabevertrag beim Notar unterschrieben wurde. Mein Mann und ich hatten verschiedene Vorstellungen, einig waren wir uns nur, wer auf welchen Hof über nimmt. Wir hatten das Glück eine sehr gute Steuerberaterin zu haben und einen Notar i.R. der uns freundschaftlich zur Seite stand, der sehr viel Praxiserfahrung hatte und mit uns gemeinsam , mal mit Söhnen , mal ohne Söhne offen über unsere Vorstellungen sprachen.
Ich muss dazu sagen unsere Söhne hatten damals noch keine festen Partnerinnen, das erleichtert natürlich Einiges, es war auch kein Druck vorhanden, lediglich mein Mann war kurz vor den Rentenalter.

Unser Übergabevertrag ist relativ kurz und überschaubar, für die weichenden Erben haben wir gesorgt, es gibt für uns keine Deputate , alles was mich bei unseren Übergabevertrag gestört hat wurde nicht übernommen.
Sicherheiten für uns gibt es , auch ein Rückgaberecht, falls gravierende Veränderungen vorgenommen werden, bei unerwarteten Todesfall des Übernehmers gibt es eine Regelung, ohne das die Ehefrau leer ausgeht , bzw. ein neuer Partner auf den Hof kommt und wir als Fremde vieleicht nur geduldet sind.....auch das gibt es öfters als man denkt, eine Tragödie für alle.

Ich war sehr erleichtert als alles in trockenen Tüchern war, unsere Söhne können früh genug ihre Betriebe so entwickeln wie es ihnen entspricht, wir mein Mann und ich sind unabhängig, finde ich sehr wichtig, NICHT das letzte Hemd hergeben , sorgt für Frieden " Beiderseits " !!!

@ Susabe68 , mir tut es aufrichtig leid für dich, es ist entsetzlich zwischen zwei " Männern " zu sein die man eigentlich liebt, lass deinen Sohn ziehen , er wird erwachsen werden. Es ist schwerdas durch zustehen, noch schwerer wird es für euch auf Dauer sein jetzt wieder nach zugeben , dann lernt er es nie.
@ Martina ,s  , ich würde das euren Hofnachfolger nie , nie durch gehen lassen, ihr habt schon soviel geleistet , jetzt wird es doch höchste Zeit , das euer Georg auch mal Verantwortung übernimmt, auch ohne Hofübergabe, wenn nicht gibt es für euch auch andere Optionen oder ???

Grüße Anni
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 02.04.16, 16:15
Hallo Anni,
weißt, da müssten zwei an einem Strang ziehen. Und nicht erst seit heute oder gestern.
So was wächst über die Jahre. Und dann wird man selber auch irgendwann einmal müde. Ich habe auch keine Lust ständig hier schlechte Laune zu verbreiten. Vor allem nicht, wenn man mir, wie immer schon üblich in den Rücken fällt.

Tatsache ist, dass man nicht alle Betriebe miteinander vergleichen kann.

Mathilde hat es schon ganz treffend formuliert.
Die Betriebe sind von der Arbeit her oft auf zwei Generationen ausgelegt. Und diese Auslegung ist dann auch fest gefahren.

D. h. mein SV hat den Betrieb schon so aufgebaut, dass es erforderlich ist, dass ihn mind. 3 Personen bewirtschaften.

Mein Mann hat sich dann in den Kopf gesetzt zu erweitern und zu bauen. Dabei hat er auch ziemlich so geplant, dass 4 Personen lässig beschäftigt sind alles korrekt zu bearbeiten.

Dass mein SV sich dann verabschiedet, das konnte man nicht wissen. Und dass unser Ältester damals eigentlich zu jung war um voll einzusteigen, das war Fakt. Und wir waren alle psychisch angeschlagen.
Jetzt bin ich eher physisch angeschlagen. Auch etwas was belastet und nicht förderlich ist.

Und mein Mann will eigentlich den Stiefel so weiter machen - sicher für den Betrieb nicht förderlich. Und der Stiefel hält auch am Sohn fest. Und mein Mann ist nicht der Techniker. Das ist der Sohn. Somit macht sich mein Mann abhängig. Der war immer unter der Autorität meines SV gestanden. Wird nie anders können wie er kann.
Und als Frau sind hier meine Grenzen auch erreicht. Vor allem habe ich keine Lust ständig draußen mit herum zu hüpfen nur damit alles so passiert wie ich es mir vorstelle. Ich habe ja  hier im Haus auch niemanden der mir mal einen Haken in die Wand dübelt oder was plant und in Ordnung hält. Ganz im Gegenteil! Ich räume ständig hinterher. Selbst die Scheitholzheizung ist mein Metier.

Zu allem Überfluss kam nach unserer Erweiterungsphase das Dilemma mit den schlechten Preisen. Kalkuliert wurde von Amts wegen ganz anders. Aber das interessiert hinterher niemanden dort. Ja, war nicht abzusehen.....

Unser Betrieb ist eigentlich nicht für Fremd - AK ausgelegt. Und jetzt in der Krise noch viel weniger!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina am 02.04.16, 18:02
ja, man muss sehr vieles bedenken und viele Eventualitäten durchdenken.
Trotzdem kann es sein, dass es dann nicht richtig ist.
So ähnliche Fälle (Tod und Wiederheirat), gibt es ja immer wieder. Da kennt sicherlich jeder im Umfeld was.
Bei uns im Kreis war einer, da hat jetzt alles das Kind aus zweiter Ehe, was eigentlich von der anderen Seite herstammte. Das will doch auch niemand, wenn eigene Nachfahren da sind, oder?

Hallo Marianne,
so pauschal verurteile ich das nicht. Was ist, wenn das Kind aus 2. Ehe mit Lust und Liebe den Hof weiterbewirtschaften mag und die Kinder aus 1. Ehe kein Interesse zeigen?

Die Mutter meiner Schwiegermutter ist hier auf dem Hof in 2. Ehe eingezogen. Meine Schwiegermutter stammt aus ihrer ersten Ehe. Vereinbart war damals, dass SM den Sohn des Stiefvaters aus dessen erster Ehe heiratet. Der ist aber im Krieg geblieben und so hat sie den Hof bekommen. Gut, in diesem besonderen Fall waren keine Geschwister da, aber manchmal spielt das Leben seltsame Lieder.

Fakt ist, dass es harte Arbeit ist, einen Übergabevertrag zu entwickeln, der allen Seiten gerecht wird.

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 02.04.16, 19:14
ich weiss von einem betrieb da hat die Bäuerin (etwas jünger als ich) eine tochter in die ehe mitgebracht, der stiefvater hat sie adoptiert und obwohl noch 2 jüngere brüder da sind, hat sie dann den Hof mit ihrem mann übernommen -
sogar die grossmutter fand es toll, dass die tochter weiter macht -

es gibt also auch ältere Generationen die Verständnis haben !
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 03.04.16, 11:27
Hallo,
ich denke, Marianne hat auch nicht geschrieben, dass es so sein  muss, sondern dass es so was gibt. Was die Leute dazu bewegt einen völlig anderen ungeplant die Landwirtschaft zu übergeben, das sind lange Prozesse. Nur nach Schema "F" weil es so üblich ist, muss man ja nicht gehen.
Wenn jemand Spaß daran hat, bitte warum nicht?
Dann ist es bestimmt 1000x besser dem den Hof zu geben wie dem eigenen Kind, welches sich vielleicht damit überhaupt nicht anfreunden kann. Manche sind halt noch so verknöchert, dass sie da anders denken.
Ob das dann förderlich für den Betrieb ist, das ist zweifelhaft. Aber das sind halt Wendungen innerhalb der Hofgeschichte. Hinterher ist man oftmals schlauer!

Jedoch leichter tut man sich bei der Übergabe schon, wenn Vermögen da ist uns man mit z. B. Realteilung nicht auch noch die Hofstelle gefährdet ist.
In meiner Heimat hat der Nachbarsohn studiert und wollte von LW nix wissen. Da hatte dann eben der Zweite den Hof bekommen. Für den eigentlichen Hofnachfolger wurde ein Haus gebaut und das Mädchen kam auch mit Haus gut weg. Der Jüngste hat ein Areal mit eigener Metzgerei und da ist auch noch eine Gaststätte dabei: Weiß nicht, ob es bei denen untereinander Neid gibt. Gemerkt hab ich noch nichts davon.
Die Bauersleute haben im Austrag entfernt vom Hof ein neues Haus gebaut. Auch alles vom Feinsten!
Der ehem. Betriebsleiter war aber auch ein guter  Geschäftsmann!

Wenn man aber jetzt nur einen Hof hat ohne Baugrund und zusätzlichem Einkommen; sich praktisch von 6 Kühen beim SV angefangen bis wir übernommen haben mit 40 Kühen und jetzt gut 60; und nur vom Milchvieh lebend, dann tut man sich m. E. schon schwer allen gerecht zu werden bei der Auszahlung.
Und solche Betriebe kenne ich viele!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: frankenpower41 am 03.04.16, 12:22
Der Fall war nicht so, dass das einvernehmlich lief. Inzwischen ist Hofstelle verkauft. 
Die Ehefrau, ihr Mann verunglückte tödlich als Kinder noch jünger waren, hatte in 2. Ehe Kind.
meinte mal.  "dabei war es der Freund meines Mannes, aber was soll ich machen".
Das lief nicht friedlich ab.  War also nicht so, dass die kein Interesse gehabt hätten. Da lief sehr vieles schief.
Ging auch nicht ums weiterführen des Betriebs, sondern eher darum, dass die um ihr Erbe gebracht wurden.

Marianne
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 03.04.16, 13:17
Ja, Marianne, das gibt es auch.
Aber auch unter eigenen Kindern. Haben wir hier in der Nähe. Da hat auch Tochter einst übernommen. Und der Mann von der ist total daneben. Der Seniorchef durfte nicht mal mehr in den Stall. Auch nicht durch das Fenster gucken. Und wurde ziemlich unfair behandelt. Die Tochter war dem Mann hörig und hat nix dagegen gemacht. Nun sind sie pleite und er musste vom Hof. War auch schon Polizei da. Schrecklich, so was!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Maja am 03.04.16, 14:24
Davor habe ich auch Angst. Deshalb lass ich mir zeit mit der Hofübergabe. Auch wenn dadurch unser Sohn nicht an Kredite kommt.
Aber verkaufen kann ich auch selbst.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 03.04.16, 18:26
Oh je, Maja!
na, so was braucht man nicht. Mal sehen, wie es bei uns weiter geht. Kommt eben immer auch auf die Partnerin, den Partner an, welche sich unsere Kinder aussuchen. Und da ist bei uns im Moment mal gerade wieder nix in Sicht.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mucki am 03.04.16, 19:11
Aber warum hängt es von der Partnerin /ner ab?
Wen er nie eien findet was wird dann?

lg Mucki


Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: annelie am 03.04.16, 19:21
Keine Ahnung Mucki, meine Mutter war und ist ein Werklerin, der Betrieb kam immer an 1. Stelle und trotzdem hat meine Oma immer gesagt:"Euch kann man den Hof ja nicht geben" Mein Vater war das einzige Kind und hat dann den Hof erst mit 45 Jahren übergeben bekommen, bis es soweit war haben meine Mutter und er für ein Taschengeld gearbeitet.... schon sehr bitter.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mucki am 03.04.16, 19:49
Ja des ist wirklich traurig , ich werde dieses denken wohl nie verstehen.

Ich hab mir immer geschworen die Partner meiner Kinder zu akzeptieren, und bisher ist mir des auch gelungen, ob es nun an der guten Wahl meiner Kinder liegt, oder an meinem guten Willen ,oder auch daran weil bei uns der Hof nicht übergeben wird,kann ich nicht sagen.

Aber ich vertrau bei der Wahl ihrer Partner meinen Kinder voll und ganz.

lg Mucki
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Maja am 03.04.16, 21:42
Schön für dich mucki, wenn du das kannst.
Ich hatte beim Notar schon fast alles unter Dach und Fach. Doch dann gab es plötzlich Aussagen und Ereignisse die mir unheimlich Bauchdrücken verursachten.
Ich konnte es dann nicht, den Hof übergeben, das Risiko für unser Alter war zu groß.
Es würde aber zu nichts führen das hier zu erörtern.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: gammi am 03.04.16, 22:12
Ich denke auch, dass es halt leide auch Situationen gibt in denen Vertrauen nicht ausreicht.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 04.04.16, 00:14
Ich hab nicht gesagt, dass man die Übergabe von dem Partner/ der Partnerin abhängig macht. Vielmehr war meine Aussage so gemeint, dass es auch viel von der Partnerin/ dem Partner abhängt ob und wie der Hof weiter geführt wird.

Hier im Dorf haben wir einen ehem. Landwirt. Der hatte guten Beruf und hätte den wohl auch ausgeübt. Aber seine Partnerin war Bäuerin mit Leib und Seele. Dann haben sie halt weiter gemacht. Der Sohn führt ihn nimmer weiter. Haben da jetzt eine Firma rein.

Anders herum kann es aber auch gehen...

Ich bin auch nicht gegen die Partner meiner Kinder. Aber ganz ehrlich habe ich auch nicht vor, dass ich große Kontakte aufbauen möchte.
Beim Sohn hab ich schon mehrere Freundinnen durch. Inzwischen verausgabe ich mich nimmer so. Ich habe ein Eigenleiben, sie haben ein Eigenleben. Wenn sie da sind, ist es gut. Aber ich distanziere mich immer mehr.
Vermutlich werden die denken, dass ich komisch bin. Dürfen sie auch ruhig!
Ich muss ja keine heiraten. Und hab auch nicht vor, dass ich mit denen, sollte es mal zu einer Ehe oder Lebensgemeinschaft kommen, ständig zusammen sitze. Das hab ich schon mit SE durch. Schafft nur Probleme!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mucki am 04.04.16, 07:17
Hallo Martina, des mit der Hofübergabe und Partnerin, war mehr so allgemein.
Das du distanziert bist finde ich Persönlich nicht so gut, wie soll sich eine  zukünftige ST den da fühlen wen du von anfang an auf distanz gehts,
klar muß man sich nicht dauert auf der Pelle sitzen, aber distanzieren würde ich mich nicht.
Mir ist wichtige das ich mit meinen beiden Zuküntigen ST und auch mit meinem SS gespräche führe und ich freu mich wen sie auch von sich aus zeigen ds sie sich gern mit mir unterhalten. Letztes mal war so ein Abend unsre Tochter ist ins Bett gegangen und mein SS war noch etwas 1 Stunde bei uns in der Küche und hat mit uns über das neue haus gesprochen und wie froh er ist wen nun bald alles vorbei ist, mein mann kennt des auch von seine Baustelln und so wurde es ein sehr sehr offenes geprächen zwischen den beiden, was mich sher freut.
Mit meien beiden ST kommt es sehr oft zu geprächen auch ohne meien Jungs , und auch über Themen die Persönlich sind , über Beruf, Familie, und auch über die zukünftigen vorsellungen.
Vieleicht fält es mir deswegen leicht ihnen zuvertuaen weil ich ihre ziele im leben kenne und es sehr vernünftige ziehle sind, auch she ich das sie meine Kindern gut tun, auch sieht man das sie sehr verliebt sind .


@ Maya ich weis nicht was bei dir vorgefallen ist und will deshalb auch nicht urteilen.
Aber meien SM hatte auch immer angst das ihr zum beispiel das geld aus geht im alter, Aber sie hat genug ,hat ein Auto, und fährt auch noch viel weg, kauft sich was sie will, und jamert auch nicht das ihr was fehlen würde.

Wir haben damals um den HOf sehr kämpfen müßen und den von meiner Mutter hab wir immer noch nicht(sie ist 80 Jahre) weil sie uns nicht traut , des tut auch sher weh und verletzt, deshalb seh ich die andere seite, und möchte nie so werden, so mistrauisch .

lg Mucki

lg Mucki
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: frankenpower41 am 04.04.16, 07:37
Ich verstehe Maja schon, es ist ihr Lebenswerk.
Unsere Kinder haben zwar alle Partnerinnen, die ich mag, aber es gibt es eben auch anders.

@Mucki, ich kenne einen Fall, da hat eine Frau den Hof nie übergeben und sie wurde sehr alt. War aber anders als bei Euch, die haben den bewirtschaftet. Es lag nicht an der ST, das war eine ganz Gutmütige, andere wären da längst gegangen. Der Hof Deiner Mutter ist ja nicht da wo ihr wohnt, da sieht sie halt keine Notwendigkeit. Ihr braucht den doch nicht.

LG
Marianne
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 04.04.16, 08:17
Hallo Mucki,
seit der letzten festen Freundin hatte mein Sohn jetzt ein Paar Mal eine mit hier.
Vielleicht bin ich auch altmodisch. Oder es liegt an mir - möchte ich nicht ausschließen.
Aber ich sehe die ja kaum!

Weihnachten hatten wir jemand mit am Tisch sitzen von der erfuhr ich nicht einmal den Namen. Weder sie hat sich vorgestellt, noch ist sie mir vorgestellt worden. Braucht mich nicht zu interessieren, hat es geheißen. Sorry, da bleibt mir nur Distanz!
Dann kam eine "Nachfolgerin" die auch mal kurz bei mir in der Küche auftauchte. Auch nicht direkt um sich vorzustellen. Die gehen oft hinten durch die Tür, bei mir am Büro vorbei und dann verschwinden sie in Georgs Zimmer. Ganz ehrlich über so ein Verhalten komm ich schon ins Grübeln ob es wirklich Sinn macht, mich mit so jemanden intensiv zu beschäftigen. Früher hat mich das geärgert. Jetzt denke ich mir: "Wenn ihr was von mir wollt, dann werdet ihr euch schon melden!" Ansonsten gehe ich der Sache bewusst aus dem Weg.

So wie ich jung war und hier ankam - das geht anscheinend nimmer. Wir saßen alle an einem Tisch und haben uns unterhalten. Hier Georg will Freundin für sich und nur zu Festtagen kommt man mal an. Und wie gesagt ist mir da auch dann zu viel Wechsel.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maria02 am 04.04.16, 08:51
Also Martina wenn sie mit am gemeinsamen  Tisch sitzen würde, dann würde ich schon meine Sohn vor versammelter Runde ansprechen
wer das den diese Dame sei  und in welcher Beziehung die Dame sie zu ihm stehen würde  8) ;D 8)

Das wäre doch peinlich genug für Sohnemann!
Du kannst doch nicht alles schlucken?!
Das mit den Damenbesuch der durch die Hintertür entschwindet hab  ich zwar auch schon erlebt, finde es aber nicht weiter tragisch für uns!
Die Mädchen sind diesbezüglich für sich selbst verantwortlich, die müssen sich schon klar sein für was sie die Nacht denn da verbracht haben  ::)
Solange die Fluktuation noch so hoch ist brauch es  sich das genauere Kennenlernen eben noch nicht  !

Lieber GRuß Maria
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 04.04.16, 08:59
Hallo Maria,
ich glaub, wir sind in falscher Box  :-[


Ja, das mit dem Vorstellen, das hat irgendwie nicht gepasst. Man nahm halt an, dass wir schon wissen wer sie ist. Das war situationsbedingt!

Zitat
Das mit den Damenbesuch der durch die Hintertür entschwindet hab  ich zwar auch schon erlebt, finde es aber nicht weiter tragisch für uns! [/font]
Die Mädchen sind diesbezüglich für sich selbst verantwortlich, die müssen sich schon klar sein für was sie die Nacht denn da verbracht haben 
Solange die Fluktuation noch so hoch ist brauch es  sich das genauere Kennenlernen eben noch nicht  !

Fände ich jetzt auch nicht so tragisch. Aber wenn es über Wochen die selbe ist - dann ist das für mich schon .... und wenn Sohn auch immer in ihre Richtung verschwindet und morgens wiederkommt - über Wochen, dann glaube ich, ist das andere Situation. Und wenn ich nicht in der Küche sondern im Stall bin, dort Kaffee getrunken wird - alles das muss man im Gesamtbild sehen...
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mucki am 04.04.16, 10:28
Ich verstehe Maja schon, es ist ihr Lebenswerk.
Unsere Kinder haben zwar alle Partnerinnen, die ich mag, aber es gibt es eben auch anders.

@Mucki, ich kenne einen Fall, da hat eine Frau den Hof nie übergeben und sie wurde sehr alt. War aber anders als bei Euch, die haben den bewirtschaftet. Es lag nicht an der ST, das war eine ganz Gutmütige, andere wären da längst gegangen. Der Hof Deiner Mutter ist ja nicht da wo ihr wohnt, da sieht sie halt keine Notwendigkeit. Ihr braucht den doch nicht.

LG
Marianne


Nun ja was heißt hir wir brauchen den Hof nicht , die Felder hätten wir schon gern bewirtschaftet weil sie ja im umkreis von 4-5 km liegen, wir hätten halt ned fremdpachten müßen.
da sich meine Mutter aber sichr war das wir die Pacht oder austrag eh ned zahlen Können ( so war es bei ihnen) hat sie die Fleder lieben fremden gegeben,einner davon fährt 10km bis zu den Feldern, es hat sie auch kein Bauer rings rum bekommen.

Sie jammer viel wegen Papierkram und schmeist zum teil Briefe von Gemeinde, Krankenkassen und Banken einfach weg , sie sagt des hab ich ned verstanden und scheist sie enfach weg .
Die große gefahr ist halt bei dem nicht übergeben das die "Alten" von Heute auf morgen sagen können ihr könnt gehn und jemand anders bekommt den Hof , oder es giebt ein Testament und da steht dann Pötzlich anderer erbe drin, hatten wir hir im Ort schon mal ,dan konnte der ,der den Hof jahre lang bewirtschaftet gehn, und mußte sogar ertmal alle Maschien auch die ,die er gekauft hatte auf den HOf lassen weil ein gericht Prüfen mußte wer was gekauft hatte .
Der Erbe hat alles verkauft ,aber natürlich nicht an den der es bewirtschafttet hatte nein alles einzeln verhöckert.

Das wen die Verfasseren des testamnetes gewust hätte.


lg Mucki
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 04.04.16, 13:12

Weihnachten hatten wir jemand mit am Tisch sitzen von der erfuhr ich nicht einmal den Namen. Weder sie hat sich vorgestellt, noch ist sie mir vorgestellt worden. Braucht mich nicht zu interessieren, hat es geheißen. Sorry, da bleibt mir nur Distanz!
Dann kam eine "Nachfolgerin" die auch mal kurz bei mir in der Küche auftauchte. Auch nicht direkt um sich vorzustellen. Die gehen oft hinten durch die Tür, bei mir am Büro vorbei und dann verschwinden

nein Martina,
da wäre mir der hut hochgegangen - ich möchte wissen für wen ich koche und den tisch decke ..... -
ich glaube ich hätte Sohnemann gebeten sich und seinen gast an einem andern ort zu verköstigen .. - finde auch das Mädchen etwas doooof, wenn die da mitmacht  :(
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 04.04.16, 13:31
Hallo Maggie,
ich denke mal, sie hat gedacht, dass Georg schon im Vorfeld gesagt hat, wer da kommt.
So was ärgert mich dann nicht so wie jemand, der immer hinten herein spaziert  und nur so "umeinander schleicht!"
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: LunaR am 04.04.16, 13:36
Ich kann Martina schon verstehen. Habe eine Freundin, die sieht das auch so. Sie hat sich bei einigen Partnern emotinal auch an diese gebunden und es hat sie dann sehr mitgenommen, als die Beziehung vorbei war. So hatte sie bei dreien ihrer Kindern einige Male die Situation und es ist ihr eben dann auch nahe gegangen. Heute meint sie, sie wolle die neuen Partner gar nicht mehr so früh kennen lernen, und sie will  auch nicht mehr so früh eine emotionale Bindung an die Partner der Kinder haben.

LG
Luna


PS: Um wieder zum Thema zu kommen. Ich finde es eine schwere Entscheidung, wenn Stiefkinder, Halbgeschwister da sind, die richtige Entscheidung für die Hofübvernahme zu treffen. Bei einen Cousin ist es auch so. bin sehr gespannt, wie es da gelöst wird. Drei Söhne, davon einer Stiefkind von ihm, und alle sind begeistert von der Landwirtschaft. Haben auch schon beruflich entsprechend die Weichen gestellt. Leider weiß man immer erst hinterher, was richtig war.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 04.04.16, 15:12
Zitat
Ich kann Martina schon verstehen. Habe eine Freundin, die sieht das auch so. Sie hat sich bei einigen Partnern emotinal auch an diese gebunden und es hat sie dann sehr mitgenommen, als die Beziehung vorbei war. So hatte sie bei dreien ihrer Kindern einige Male die Situation und es ist ihr eben dann auch nahe gegangen. Heute meint sie, sie wolle die neuen Partner gar nicht mehr so früh kennen lernen, und sie will  auch nicht mehr so früh eine emotionale Bindung an die Partner der Kinder haben.
Völlig korrekt ausgedrückt. So ist mir auch!
Danke, Luna!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina am 04.04.16, 17:49
Also wenn mir meine Jungs jemanden zum Essen mit an den Tisch setzen, ohne uns vorzustellen, dann bricht mir aber auch kein Zacken aus der Krone beim Nachfragen: "Hallo, ich bin die Mutter, wie darf ich Dich anreden?"

Das hat mit emotionaler Bindung an die jeweilige Freundin aber gar nix zu tun.

Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Clara am 04.04.16, 18:00
Also wenn mir meine Jungs jemanden zum Essen mit an den Tisch setzen, ohne uns vorzustellen, dann bricht mir aber auch kein Zacken aus der Krone beim Nachfragen: "Hallo, ich bin die Mutter, wie darf ich Dich anreden?"

Das hat mit emotionaler Bindung an die jeweilige Freundin aber gar nix zu tun.

Martina,

dazu nur so viel...

Hoffe und bete, dass dir in jeder, aber auch wirklich jeder besonderen Familiensituation das richtige Wort einfällt. Manches ist nämlich von aussen viel leichter zu betrachten, als wenn man selbst von einer besonderen Konstellation betroffen ist und so richtig mitten drin steckt...

Denn gerade wenn Jungs ihre Herzenschönen mit heim bringen, da gibt es sehr bizarre Konstellationen... Ja wo selbst den eloquentesten Eltern nix einfällt ausser zu staunen.

Beste Grüße und allen alles Gute,

Anja


Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mucki am 04.04.16, 18:27
Meinen Kindern hab ich immer schon gesagt das keiner/keine bei uns Übernachtet ohne das wir sie kennen, hab dann immer als beispiel gesagt das ich nicht morgens im Bad leichtbekleidet jemanden begegnen will den ich nicht kenne.

So wurden uns immer alle vorgestellt die Übernacht bleiben wollten . Und dadurch pasierte es nie das ich nicht wuste wer im haus war und dem entsprechend war auch nie jemnad am Tisch ohne das ich ihn kannte.


Sollte das jemals vorkommen würde ich mich einfach vorsellen und dann erwarten das es mein gegenüber auch tut.

lg Mucki
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 04.04.16, 19:11
ich gebe es ja zu; liegt vielleicht an mir. Aber mir war in der Situation echt nicht danach. Weiß bis heute nicht, wie die heißt. Hätte jetzt mal deren Arbeitskollegin fragen können. Die ist bei uns im Schützenverein. Aber alles muss ich auch nicht wissen.
Und nein, die Mühe spare ich mir auch zukünftig.
Vielleicht hab ich auch was versäumt und meinen Kindern zu wenig beigebracht....
Na, die paar Jahre die ich hier noch verbringe, bringt mich das auch nicht um.
Entweder es wird mir jemand gerne vorgestellt, oder sie sollen es sein lassen. Dann bin ich auch zu nix verpflichtet.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina am 04.04.16, 20:10
 
Martina,

dazu nur so viel...

Hoffe und bete, dass dir in jeder, aber auch wirklich jeder besonderen Familiensituation das richtige Wort einfällt. Manches ist nämlich von aussen viel leichter zu betrachten, als wenn man selbst von einer besonderen Konstellation betroffen ist und so richtig mitten drin steckt...

Denn gerade wenn Jungs ihre Herzenschönen mit heim bringen, da gibt es sehr bizarre Konstellationen... Ja wo selbst den eloquentesten Eltern nix einfällt ausser zu staunen.

Beste Grüße und allen alles Gute,

Anja




Ach weißt Du Anja, ich kann mich da eigentlich nicht beschweren, unsere Jungs kommen durchaus von selber darauf, uns ihre Damen vorzustellen. Ich habe da vollkommenes Vertrauen in meine Söhne.

Und ja, das sind selber auch durchaus selbstbewußte Damen, die auch von sich aus den Mund aufmachen und Hallo sagen und sich durchaus bei uns wohl fühlen.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Beate Mahr am 04.04.16, 20:45
Hallo

mitbringen ... ist das eine ...

Hier kam mal ein junger Mann zum Frühstück an ... den kannten wir nicht ... war auch nicht angekündigt
naja ... den hat wohl der übliche Wahnsinn Sonntags Morgens abgeschreckt  :P
zumindest wurde er nicht mehr gesehen ...

Gruß
Beate
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 04.04.16, 22:12
Das soll wohl heißen, Beate, er hat sich oder er wurde nicht vorgestellt? ;D
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: susabe68 am 06.04.16, 12:13
Hallo ihr Lieben,
die Lage hat sich mal wieder beruhigt. Mein Mann hat sich auf meinen Wunsch hin, bei unserem Sohn entschuldigt, dieser hat umgehend voller Eifer seine Arbeit wieder aufgenommen, mit dem Problem dass seine Freundin damit wohl nicht so einverstanden war. Sie wollten wohl am Sonntagabend mit den Freunden, die sie aufgenommen haben Grillen und unserem Sohn war auf einmal der Betrieb wichtiger als sie und die Freunde. ST fuhr daraufhin alleine mit der Aussage sie bliebe auch einige Tage weg und wahrscheinlich sei es sowieso besser die Beziehung zu beenden, die Hochzeit abzusagen und alleinerziehend zu sein. Unser Sohn ließ sie ziehen, aber staun! am nächsten Tag kam sie wieder, lieferte das Baby beim Vater ab und fuhr weg, um ihr Brautkleid abzuholen. Ich versteh die Welt nicht mehr, versuche jetzt mich vollständig aus den Konflikten Sohn/Vater, Sohn/ST und Hochzeit bzw. Babyerziehung bzw. Pflege rauszuhalten. Ich war am Dienstag alleine zur Familienberatung, diese meinte ich könne nicht alle Konflikte lösen, alle würden ständig zu mir kommen und alles auf mich abwälzen, ich würde daran zerbrechen und müsse mich abgrenzen und mal die Hilfe der anderen einfordern bzw. klar sagen, dass sie mich in Ruhe lassen sollen. Zur Zeit sagt mein Körper mach Pause, die Grippe hat mich niedergestreckt. Dadurch sind alle etwas zurückhaltender als sonst.
Mal sehen wie es weiter geht.
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: maggie am 06.04.16, 14:08
siehst du susabe, es kann sogar was bringen wenn einer allein hingeht -

nur eben, frau muss auch hören was sie einem mitteilen wollen - aber ich weiss, geht mir auch öfter mal so, früher eher, heute kann ich besser "egoistisch" sein !!!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: Mathilde am 06.04.16, 16:50
Hallo,

maggie ich stimme Dir da voll zu. Habe heute auch schon unmissverständlich jemandem klar gelegt dass er für sein Leben selbst verantwortlich ist und nicht ich. Hab Ihn in die Apotheke geschickt mit den Worten es seien doch seine Medies. Hat das früher alles selbst gemacht.

@ susabe: aber die Freiräume für privates müssen auch gewährleistet sein. Die Auswirkungen von "immer Betrieb" die hab ich jetzt bei mir zuhause und das kanns dann am Ende auch nicht sein.

LG Mathilde
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: martina-s am 06.04.16, 17:19
Tja,
manche haben aber gar kein anderes Hobby als Betrieb. Kann ich dann auch irgendwie verstehen, so lange sie damit glücklich sind. Nur wenn sie dann auf andere los gehen weil die ihre Lebenszeit anders gestalten wollen, dann wird das ungerecht!
Titel: Re: Hofübergabe steht an - Ich bin verzweifelt!
Beitrag von: susabe68 am 03.05.16, 15:19
Hallo,
nach vielen ereignisreichen Tagen/Wochen will ich mich nun mal wieder melden.
Nach vielem hin und her hat die Hochzeit unseres Sohnes nun doch statt gefunden, zwischen meinem Mann und ihm läuft es so lala.
Mein Mann nimmt sich sehr zurück und versucht kaum zu kritisieren, obwohl es genug Grund dafür gäbe. Die Vorstellung wie der Betrieb zu führen ist, liegen doch sehr weit auseinander und gerade in den schwierigen Zeiten mit schlechtem Milchpreis/Getreidepreis u.a. sollte man doch gut kalkulieren und sparen, aber das sehen scheinbar nur mein Mann und ich so, für unseren Sohn scheint Geld keine Rolle zu spielen - Papa zahlt ja.
Die Hochzeit und vor allem die Taufe waren sehr schön, ohne größere negative Zwischenfälle, aber Dank oder Freude darüber kam von den Brautleuten nicht, selbst die Helfer oder Kuchenbäcker erhielten keinen Dank, damit macht man sich keine Freunde. Mein größtes Glück ist unser Enkelkind, ein richtiger Sonnenschein, der alle um den Finger wickelt. Leider ist ST nicht so sehr gluckig wie ich und meint der Kleine müsse abgehärtet werden und es kann sich nicht immer alles nur um seine Bedürfnisse drehen, immerhin ist er ja schon 5 Monate alt. Ich versuche so gut es geht meine Kommentare zurück zu halten und genieße einfach nur jede Sekunde mit dem Kleinen, das entschädigt wirklich für vieles. Ich bin mal gespannt wie die Ehe jetzt so weiter läuft, unser Sohn muss sich viel um den Kleinen kümmern (Wickeln, füttern, anziehen u.a.), auf der einen Seite macht er es ja auch gerne, aber ST bringt sich sehr selten im Betrieb oder Haushalt ein, selbst ihre Zimmer hält sie nicht in Ordnung und lebt so in den Tag hinein, in der Gewißheit, dass unser Sohn, wir und die Urgroßeltern ja immer für den Kleinen da sind, immerhin hat sie ihn ja schon geboren ...
Mein Leben fühlt sich an, als laufe ich ständig über ein Minenfeld, ich versuche zwar ständig den Minen auszuweichen, aber alle anderen suchen scheinbar nur welche, um sie loszutreten. Das macht auf Dauer schon sehr mürbe.