Bäuerinnentreff

Familie und Co. => Familienbande => Generationsprobleme => Thema gestartet von: Landmama am 07.07.11, 09:18

Titel: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Landmama am 07.07.11, 09:18
Hllo zusammen,

ich wollte mal fragen, denn wir haben eine ( die 2. ) und die ist wirklich ein Glücksgriff, ne ganz liebe und nette auch lustige, bemüht sich sehr um die deutsche Sprache.....aber Oma und Opa machen ihr es glaub arg schwer...ich habe einen sehr guten Draht zu ihr, nehme sie auch immer mit zum shoppen und integriere sie in die Familie, nun meine Frage, wie sieht denn der Tag bei euch so aus, wieviel Freie Zeit hat sie am Tag ??, muss sie kochen und putzen,bügeln ???? immerhin muss sie ja permanent für Oma und Opa da sein .....
nicht dass, ihr meint, wir wollen sie nicht pflegen, nein, das tun wir Kinder schon lange genug, denn beide wohnen alleine im Haus und wir sind eigendlich immer greifbar, aber jeder von uns hat auch arbeit und Familie.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Paula73 am 07.07.11, 12:48
Du solltest dich nicht entschuldigen weil du Hilfe bei der Pflege in Anspruch nimmst.

Bei uns haben die Pflegerinnen den gesammten Haushalt der Senioren übernommen. Außer Arzttermine und Einkaufen.
Es kommt aber sicher darauf an wie zeitintesiv die Betreuung der zu pflegenden Person ist.
Ich denke am besten versuchen viel miteinander zu reden und sich um ein vertrauensvolles Verhältnis bemühen, so das sie von sich aus kommt wenn es zu Problemen kommt.

Probleme gab es bei uns auch u.a. wurde da die Vorratskammer abgeschlossen ( Polen = klauen), macht sich nicht gut wenn sie das Essen kochen soll. Wir waren auch sehr überrascht weil es gar nicht die Art unserer Oma war, sie ist eine herzensgute , aber es kann auch schon an der beginnenden Demenz gelegen haben.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Sasa am 07.07.11, 15:29
Unsere Nachbarn haben eine polnische Pflegekraft für die Oma engagiert. Sie halten es so, daß die junge Frau zwei freie Tage in der Woche nach Absprache hat- entweder zwei komplett freie Tage, wenn sie was Besonderes vor hat oder mehrere freie Nachmittage, wie es gerade von der Familiensituation her passt. Die junge Polin putzt,wäscht und bügelt "so nebenher", sagt sie- sie nimmt die Oma dann immer mit, d.h. sie schiebt sie den ganzen Tag im Rollstuhl mit sich. Das klappt sehr gut, und Oma hat die junge Frau, die im Alter ihrer Enkel ist, schon ins Herz geschlossen....
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Irmgard3 am 18.04.12, 13:01
Stiftung Warentest hat auch mal die Agenturen geprüft, ist aber schon eine Zeit her.
Schau mal unter www.stiftung-warentest.de
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Selina am 23.05.12, 18:15
Hallo zusammen,

gestern war im Politmagazin "Frontal 21" ein Bericht über die Abzocke der alten Leute da.
Besonders in den Städten sei es oft exorbitant auffällig, wie die Alten mißbraucht werden, um an Geld ranzukommen.
Inzwischen hat es sich im ausländischen Osten herumgesprochen, dass man auf diese Weise eine leichtes Geld verdienen kann.
Man spricht alte Leute in Cafe`s oder anderen Orten an und fragt nach unter welchen Umständen sie leben müssen.

....... Und dann "kümmern sich diese Typen um jene Alten und sorgen dafür, dass sie eine Pflegestufe bekommen.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Sasa am 23.05.12, 18:58
Ich hab  den Bericht auch gesehen- und in diesem Bericht ging es darum, daß diese alten Leute oft zusätzlich Leistungen vom Amt beziehen. Man sucht sich speziell Lokale, Spielplätze und Co. in eher sozial schwachen Stadtvierteln aus, und spricht dann nicht die Alten an, sondern deren Kinder.....so nach dem Motto- macht ja sehr viel Arbeit, man wisse da jemanden....

Zu Wort kamen Vertreter aus Berlin (Neukölln/Hellersdorf/Marzahn).
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Christel Nolte am 26.10.12, 12:05
Ich möchte das Thema mal anschubsen: Wer hat Erfahrungen mit ausländischen Pflegekräften, kennt eine gute Agentur. Es kommt nur eine legale, faire Lösung in Betracht, muss aber bezahlbar sein.



Liebe Moderatorin, ich hab das jetzt 3 x gepostet, weil ich nicht weiß, wohin gebau es passt, evtl dies und die Themen

http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,43690.0.html
http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,32160.30.html
zusammenführen?
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Christel Nolte am 01.11.12, 13:46
Ich hol das Thema nochmal hoch, denn letzte Woche waren ja viele in Bad Hersfeld und es wurde wenig geschrieben. Hat denn niemand Erfahrung mit solchen Pflegekräften? Wenn nein, warum nicht? Kein Platz im Haus? Oder Bedenken, fremde Menschen  im Hause zu haben? Oder andere Befürchtungen, dass es nicht klappt?. Oder liegt es daran, dass wir immer noch meinen, alles selbst leisten zu können/ zu müssen?
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: SiegiKam am 01.11.12, 20:14
Gammi, es gibt diesen Notrufknopf zum Umhängen. Unsere Nachbarin hatte einen, der war super. Mal ist ihr Besuch umgekippt, sie hat den Knopf gedrückt, eine Stimme fragte sehr deutlich, was passiert sei, sie erklärte es kurz und im Nu standen die Sanitäter im Haus. Sie war auch sehr zuverlässig mit dem Umhängen, hat ihn nicht irgendwo liegen gelassen, da ihre einzige Tochter 120 km weit weg wohnte und nicht so oft vorbeischauen konnte. Aber dein Vater wird ja auch haushälterische Hilfe brauchen können.

Siegi
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: mogli am 01.11.12, 20:37
Hallo! Den Notrufknopf gibt es auch als "Armbanduhr". Das hat den Vorteil, dass er immer am Handgelenk ist und nicht beim Waschen oder anziehen abgelegt werden kann und vergessen wieder umzuhängen.
DAs Teil ist super! Zuerst meldet sich über Lautsprecher eine deutliche Stimme um zu fragen- kann ja auch ein Fehlalarm sein. Wir hatten 3 Telefonnummern angeben, die werden im Notfall angerufen. Sollte sich da Niemand melden, kommt der Rettungsdienst. Spätestens nach einer Stund ruft von dort jemand zurück und erkundigt sich, ob Hilfe gekommen ist.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Clara am 01.11.12, 21:37
Hallo in die Runde,

was ich bei der Pflegefrage immer wieder auffällt, ist, dass wir als Kinder/Geschwister/Freunde meinen das Sagen zu haben.

Dabei steht die gebrechliche Person im Mittelpunkt des Geschehens, denn sie muss sich von der Pflegeperson anfassen und waschen lassen... im Gesicht, im Intimbereich und am ganzen Körper.

Die Generation unserer "Alten" wuchs in einer gänzlich anderen Welt als wir auf. Da zeigte man sich nicht so freizügig im Alltag.

Was ich auch erstaunlich finde, wenn es um die Kinderbetreuung geht, da möchte auch hier manche, dass nur sie das Kind betreut und sonst niemand.

Geht es um unsere ältere Generation, da versucht sich manche(r) aus der Verwantwortung zu stehlen... Da "darf" dann auch mal jemand anders mit anpacken, am besten eine Frau aus Osteuropa... die 24 Stunden Dienste schiebt und am besten 4 Stunden bezahlt bekommt. *Ich weiss, es ist jetzt "etwas" überspitzt formuliert.*

Was Pflege angeht, ich weiss, was es im Alltag heisst. Ich bin dankbar für diese Lektion meines Lebens, auch wenn sie eine der härtesten Lektionen war.

Herbstliche Grüße,

Anja
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: gammi am 01.11.12, 21:49
Aber grad aus der Sicht des zu Pflegenden kann ich mir vorstellen ist es einfacher, wenn es eine fremde Person macht als wenn es die Tochter/Schwiegertochter macht.

Den Pflegnotrufknopf kenne ich schon. Aber er ist ja nur für den absoluten Notfall gedacht. Meine Schwiegermutter würde ihn sicher nicht betätigen, die würde vorher leiden. Der Opa bei meiner Schwester drückt bei jeder Gelegenheit drauf.
Bei meinem Vater bin ich mir nicht sicher. Er ist Herzkrank und ist dann eventuell gar nicht mehr in der Lage ihn zu betätigen?

Es war ja auch eher mal für einfache Dinge gedacht. Fängt ja oft bei Kleinigkeiten an. Z.B. dass jemand schaut, dass auch die medikamente genommen sind usw.
Hier ging es dann auch um so kleinere Dinge wie Holz nachlegen usw.
Für mich wär es tatsächlich beruhigender wenn jemand dort wohnen würde. Und meine Eltern haben sich ja auch selber schon Gedanken in der Hinsicht gemacht. Nur haben sie es noch auf das Frühjahr verschoben. Dass meine Mutter nun eben kurzfristig ausfällt wird die Entscheidung vielleicht beschleunigen.

Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: gammi am 01.11.12, 23:01
Möchte noch was zu meinem Fall anfügen.
Ich habe im Moment hier auch eine pflege bedürftige Schwiegermutter zu versorgen. Damit bin ich momentan eigentlich - eher psychisch - schon ausgelastet.

Trotzdem würden wir Töchter die pflegerischen Dinge wie waschen usw. bei meinen  Eltern selber übernehmen. Es ginge lediglich darum, dass jemand in ihrer Nähe ist. Ich sehe es grad an meiner Schwiegermutter. Es sind ja oft nur Kleinigkeiten, dass ihr was runterfällt und sie es selber nicht mehr aufheben kann.
Dazu kommt, dass mein Vater depressiv ist und er einfach wenn er lange Zeit alleine ist zu viel grübelt.
Er freut sich einfach auch darüber, wenn ihm jemand einfach nur zu hört (auch wenn es immer das gleiche ist ;))

Nun warten wir mal ab wie es bei meiner Mutter weiter läuft. 
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Mucki am 02.11.12, 08:33
Hallo also des mit dem Pflegen ist ein heikles Tema,ich für meine teil könte die pflege nicht machen,da ich eien rücken OP hatte und nicht mehr schwer hebn darf.
Die meisten Alten leute wollen in ihrer umgebung bleiben,da ist die möglichkeit mit eienr Pflegerin schon gut,und das sie 24 stunden da sein muß stimmt auch ,aber sie arbeite ja keien 24 stunden ,sie hat ja auch mal frei ,oder wen die arbet erledigt ist kann siesich ja auch ausruhen,wen sie eien zweipersone haushalt führt und sich um den zu pflegenden Menschen kümmert ,wird sie auch frei stunden zwischen durch haben.

Es kommt auch drauf an wie viel pflege braucht ein Mensche offt fängt es ja mit eienr art haushaltshilfe an ,die kocht wascht und putzt,und einfach da ist als art geslschafterin.
Die ander sache ist es jemandne zu pflegen der Bettlägerig ist über jahre hinweg,dies ist für beide seitens ehr belastend,hab das bei mein Großeltern geshen,
meien Tante wollte es allein amchen ohne pflegdinst und unterstüzung,nur ein paar mal im jahr paste meien Mutter mal eien sonntag auf das sie mal weg konnte,das ergebnis war ein jahr nach dem Tot des letzen zu Pflegenden kam meien Tante ins Krankanheus und da wurde festgestellt das sie sich ihre wirbelsäule total ruhiniert hat und ostoporose hatte ,seit dem hat sie kein tag ohne schmerzen,und das nun seit 23 Jahren.
Die Ärzete meinten sie hätte sich einfach übernommen gehabt und ist bis an die körperliche granzen gekommen.

Das waschen von Fremden ok ist ned einfach,ich mußte des alter von 17 jahren durchmachen da ich 14 Tage tolal ruhig im bett liegen mute ganz Flach,es ist ned angenehm aber man gewöhnt sich dran,da man siht wer des berufsmäsich macht hat rutiene und für das Pflegpersonal ist es normal .

Also ich denke das eien Pflege karft im Haus eien gute lösung ist für beide seiten.

LG Mucki
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Margret am 02.11.12, 10:29
@ clara:

deine Bemerkungen sind sogar ziemlich  "überspitzt".  :-X
Warst du alleinige Pflegende ?  Wie waren deine Arbeitsbedingungen daneben im Haupt-Beruf ? Wusstest du, wie lange es geht mit der Pflege ?
Es klingt bei dir für mein Verständnis  immer ein bisschen so , als ob die Bäuerinnen alle keine Lust hätten zu jedem Handgriff an ihren Senioren.  Darum gehts doch weniger.

Ich weiß,  was ich jetzt im Alltag leiste  und es wird mir Angst und Bang  wenn ich nur dran denke, wie ich das stemmen sollte mit meinem Mann  wenn Versorgungsfälle und gar Pflegefälle dazu kommen sollten.

Erika fragte extra nach Agentur mit legalen und fairen Arbeitsbedingungen und Vertragsbedingungen und ich bin mir sicher, sie meinte beide Seiten.

Ich finde es auch nicht angemessen, einer Person aus anderer Umgebung etwas zuzumuten, was ich selber nicht tun und leisten mag und kann.
Also, 7 Tage mit 24 Stunden oder so ähnlich, das halte ich für absolut unzumutbar.  Für JEDEN  Pflegenden bzw. Anwesenden  alleine.


Margret
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: apis am 02.11.12, 12:07
Ich war durch längere Krankheit schon zweimal pflegebedürftig.
Jedesmal kam für einige Wochen eine Frau aus dem Nachbarort um mich zu versorgen. Sie war täglich 10 Stunden da und machte praktisch alles für mich. Natürlich gegen entsprechende Bezahlung.
Meine Tochter hätte das neben ihrer Arbeit niemals schaffen können. Und ich war froh sie nicht noch zusätzlich zu belasten, immerhin war sie die restlichen 14 Stunden regelmäßig für mich da.
Pflegebedürftig zu sein und zu wissen das man seine Liebsten überfordert ist ganz, ganz schlimm!

Viele Angehörige stellen doch Pflegekräfte aus dem Ausland ein weil hier niemand zur Verfügung steht.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Margret am 02.11.12, 12:44
Das ist ein schöner Beitrag, apis ! Die Denkansätze finde ich sehr gut.
Das Leben muss für alle Beteiligten noch lebbar bleiben.

Ich beobachte bei den Älteren in meinem Umfeld eher, dass sie es sehr vermeiden, irgend etwas Greifbares für sich und die nahen Angehörigen zu regeln, wie es mit Versorgung und Pflege laufen soll.
Ob sie ganz sicher erwarten,  dass nur eigene Leute pflegen und wie das gehen soll neben dem normalen Wahnsinn.  
Ob sie jemand Ausländisches dulden würden,  ob sie lieber ins Heim möchten oder wie.  
Da ist fast nur Hoffen,  dass man nicht pflegebedürftig wird.  
Nichts Konkretes, an dem die Angehörigen sich  "heben können", aus dem der Wille klar hervorgeht.
Pflegebedürftige können ja nicht mehr immer ihren Willen eindeutig  kundtun.
Dann denke ich,  müssen sie es annehmen, wie die Kinder/Angehörigen es  mit ihrem Leben, ihrer Kraft  und  ihrem Gewissen vereinbaren, die Pflege zu stemmen.

Wie ich bei meinem Opa gesehen habe und von anderen Pflegefällen öfters gehört habe:
sie wollen möglichst wenig allein sein,  wollen möglichst viel Zeit bekommen und haben nicht mehr das Verständnis für die Hektik des Arbeitsalltags.
Meien Mutter pflegte einige Zeit ihren Vater, von dem sie den Hof übernommen hatte.
Früher  hatte sie ihm gar nicht genug im Betrieb arbeiten können  :'( :-\,    nun überhäufte er sie mit Vorwürfen, wenn sie nicht immer da war :
 "Wenn die Kälber schreien, hörst du es und hast Zeit;  mich hörst du nicht !"  :'( :'( :'(
Das war ganz , ganz schlimm für meine Mutter  und ihm scheint es auch an was gefehlt zu haben.

Da denk ich heut,  es wäre ein Segen gewesen für beide Seiten, wenn da jemand gewesen wäre mit mehr Zeit.

@ Erika:
sowohl bei meiner Mutter damals  als auch heute hier bei uns  wäre vorrangig ein Platzproblem da (kein Zimmer frei,  erst recht kein Bad oder gar eine abgeschlossene Wohneinheit  für die Pflegekraft)

Margret
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: gammi am 02.11.12, 13:52
Margret, da sprichst du auch etwas an. (Was mir grad am meisten Probleme bereitet)

Die Häuser sind oft nicht für Pflege ausgerichtet. Bei meiner Schwiegermutter ist das Bad und das WC einen ganz langen Gang nach hinten im Oberstock.  Den Weg hat sie bald nicht mehr geschafft und wir mussten sehr schnell auf den Nachtstuhl umstellen.
Für sie ist es noch viel unangenehmer, dass den jetzt jemand leeren muss. Jetzt macht es mir auch nix mehr aus. Aber nach meinem dritten Kind hatte ich eine Phase, da musste ich mich schon übergeben, wenn ich nur an so etwas gedacht habe. Damals hätte ich es nicht gekonnt.
Aus dem Grunde denke ich auch, dass es für die alten Menschen angenehmer ist, wenn fast immer jemand in der Nähe ist. Ist ja auch kein tolles Gefühl, wenn der Topf sonst den ganzen Tag steht und man dann nochmals drauf muss.

Meine Eltern haben vor ca. 10 Jahren ihr Haus umgebaut und haben ihren gesamten Lebensbereich in die untere Etage verlegt. So könnte man jetzt relativ einfach den oberen Bereich noch weiter ausbauen.

Und weil es weiter oben um die Ausbeutung ausländischer Pflegekräfte ging: was ist mit den deuteschen. Die werden doch auch nicht besonders gut bezahlt und die Pflege muss auch im minutentakt erfolgen.

@margret:
bei meiner Schwiegermutter ist es eher andersrum. Sie sagt mir nicht, wenn ihr etwas fehlt, damit ich schneller wieder an die Arbeit kommen.
Nur wenn ich nicht weiß was ihr fehlt, dann kann ich ihr ja auch nicht helfen.  Aber inzwischen hat sich das auch gebessert, weil sie gemerkt hat, dass es ihr dann doch gut tut.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Mucki am 02.11.12, 14:15
Das ist ein schöner Beitrag, apis ! Die Denkansätze finde ich sehr gut.
Das Leben muss für alle Beteiligten noch lebbar bleiben.

Ich beobachte bei den Älteren in meinem Umfeld eher, dass sie es sehr vermeiden, irgend etwas Greifbares für sich und die nahen Angehörigen zu regeln, wie es mit Versorgung und Pflege laufen soll.


@apis schöner beitrag dem muß ich zustimmen   :D

@Margret
genau des hab ich auch festgestellt meien SM sagte auf die frage wie sie sich des den mal vorstelle das sie so lang es geht ihr zeug selber machen möchte,und ob sie Patienverfügung oder sowas gemacht Habe meient sie nen warum den ihr habt den hof gerbt ihr werdet des dann schon regeln für mich ,wir hebn ihr dann nahe gelegt vielcht ihre Tochter eien volmacht auszusellen für solche netscheidnungen,sie meinte nur Ach für bank hat sie eine und alles ander könnt ihr entscheiden,ich fall sowie so mal einfach um war bei allen ihren cusins (geschwister lebn noch alle ) so.
Des nen ich doch mal eine gute ausischt oder  ???

Meine Mama meinte daraufhin nur das du mich ned Pflegen kanst wissen wir doch eh,also zuwas soll ich sowas schreiben,ja gerade darum sollte du das machen meinet ich ,aber sie will nix regen weder übergabe noch Pflege noch sonst was ,ich meinte dann das es dann sein könnte das sie mal eien Staatlichen vormund beckäme im schlimsten fall,ja sagte sie der wird dann schon gut für mich sorgen du kannst es ja eh ned  ??? :o :'(.

Nun so wissen wir nicht was auf uns zu kommt die eien ist 80 die ander 76 beide momentan noch fit und mit dem Auto slebständig unter wechs aber wie lange noch und was dann ,beide wohen auf dem land ohne einkaufsmöglichkeit und bus verbindungen die wirklich praktisch wären.

Des ander Problem ist ja mein SM sagt halt wen sie hilfe braucht ab wir ihr da helfen könnten mal zu mir mal zu ihren töchter oder den andern ST wir sidn 5 also eien hat immer grad mal zeit .
Meien Mama würde nie um Hilfe fragen des ist unter ihre würde sie kann alles selber udn weis alles besser,da durch kann ihr auch niemand helfen und ich bin die einzige die sie hat und trotzdem behandlt sie mich wie eine sehr doffe Persohn die zu allem zu dum ist zum waschen,putzen,kochen,kindererziehn udn so weiter. Da soll man dann Helfen  ???wie soll man des machen wen man weis das eh egal was man tut ned gut genug ist ,davor hab ich echt angst.

Lg Mucki
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: maggie am 02.11.12, 14:47
ich hätte nie jemnden von den senioren gepflegt - weder meine eltern noch se ... - gibt es nicht, ich hatte zu jener zeit mehr als genügend arbeit - und heut - mit gut 60 würde ich es auch nicht mehr machen ....
meine mutter träumte immer von einer hilfe die im haus wohnen würde - nur - ihr hätte es nie jemand recht gemacht -

und auch ich will nicht dass mal sohn oder st - sind ja die einzigen die in der nähe wohnen, mich mal pflegen müssen, wir haben auch den unteren stock so gebaut, dass wir da leben könnten ohne gross treppen zu steing -
aber, wenn es so schlimm wird, werde ich nicht hier auf dem hof bleiben, was soll ich, wenn ich nicht mehr selbst autofahren kann - entweder gibt es dann eine kleine wohnung oder eben das altersheim - ich weiss, das wird schwierig sein, aber darum mache ich mir ja heute schon gedanken darüber (und hoffe ich brauche es nicht !!)
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: apis am 02.11.12, 15:05
Was wir bei "den Alten" schwierig finden oder schwer zu händeln ist sollten wir "Jungen" besser machen.

Mein Mann und ich haben mit 50 Jahren unser uraltes Haus so renoviert das man bis auf den Duschbadzugang in unserer Wohnung mit dem Rolli unterwegs sein kann. Die zT neue Einrichtung haben wir so gewählt das wir auch mit körperlichen Schwächen drin klarkommen, also höhere Bettstellen, Sitzhöhe von Sofa und Sessel, rutschfester Fußboden.

Ganz wichtig war uns die Patientenverfügung (notariell), die Gespräche mit den Kindern über unsere Wünsche in Bezug auf evtl Hilfsbedürftigkeit.
Wenn einfache häusliche Versorgung nicht mehr ausreicht müssen eben andere Wege gegangen werden. So brauchen sie sich später keine Sorgen machen wenn unser Gesundheitszustand die Versorgung in einem Heim erforderlich machen sollte. Das ist dann eben so.
 
Unsere Tochter soll niemals mit schwerster Pflege überlastet werden, wir haben es mit SM erlebt und wünschen keinem diese Hölle. Wir wünschen uns Besuche, unbelastet und möglichst fröhlich.
Hoffen wir das die finanzielle Situation das alles zuläßt.  -  Pflege ist teuer und leider manchmal lang.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: gammi am 02.11.12, 15:29
Meine Oma (die Mutter von meinem Vater) habe ich nicht gekannt, denn sie ist schon in jungen Jahren ins Altenheim gegangen. Weil sie hat gemeint, dass sie es überall besser hätte als zu Hause.
Als sie dann aber dort "alt" und pflegebedürftig wurde (sie hatte am Schluß Demenz) hat sie immer darum gebeten, dass sie wieder heim darf.

Meine Eltern haben sie dann als pflegebedürftige Person nach Hause geholt .- genau den anderen Weg wie es sonst üblich ist. Damals war ich 12 Jahre alt. Und ich hab dann meiner Oma Märchen vorgelesen - auch genau andersrum wie sonst üblich.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: apis am 02.11.12, 15:43
Hallo gammi,

es gibt aber auch die andere Seite.
Ich besuche des öfteren Menschen in Altersheimen. Nur sehr wenige sind dort unzufrieden, die meisten der Bewohner fühlen sich sehr wohl und gut aufgehoben. Vor allem schätzen viele die Geselligkeit, endlich sind sie nicht mehr allein.
Ständig ist ein freundlicher Mensch zur Hilfe bereit, man braucht kein schlechtes Gewissen haben weil man die Tochter oder ST belastet. Natürlich bleiben Alter und Krankheit eine Last.

Hier in der Region gibt es sehr viele Alleinstehende die in den Altenwohnheimen mit Pflegeeinrichtungen Ansprechpartner und sogar für den letzten Lebensabschnitt noch mal eine Liebe gefunden haben.
Ich freue mich immer darüber und hoffe mit meinem Liebsten in hohem Alter noch genauso liebevoll zu sein. Warten wir es ab!

Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: clara22 am 02.11.12, 16:29
Ich sage zwar auch immer ich will nicht von meinen Kindern gepflegt werden aaaaaaaber.
Wenn ich mal alt bin dann möchte ich noch ein Ziel haben, und wenn es nur da sitzten und zuhören ist, wenn es auch nur eine winzig kleine Arbeit wäre am Tag, wenn es auch nur ein kurzer Händedruck wäre, oder dass weinen und lachen unserer Enkelkinder. Dass wünschen wir uns. Aber die Realität ist nun mal ganz anders. Die Jungen müssen viel mehr und auch viel schwerer arbeiten als wir zu unserer Zeit um überhaupt ein einigermaßen gutes Leben führen zu können.
Was wir tun können      (aber leider tun wir zu wenig) sich stark einsetzen dass unsere Pflegekräfte gut bezahlt werden dass die Heimstrukturen sich ändern in z.b kleine Wohngemeinschaften  Ideen gäbe es viele aber  viel zu wenig die sich dafür einsetzen.

Meine Idee ist, unser Haus so umzubauen dass oben eine komplette Wohnung enstseht in den Pflegekräften wohnen können, der Rest eine WG.

Meine Kinder können mich uns ganz bestimmt nicht pflegen wie denn auch?
Wenn wir pflegebedürftig sind  werden sie ihre Enkelkinder und auch noch (je nach alter) ihre eigenen Kinder haben. Sie werden arbeiten müssen, wie sollen sie dann dass auch noch Schultern?.

Meine Oma ist in einem Altersheim     nein es ist keine ideale Lösung,     weil einfach der Sinn fehlt die Aufgabe und ist sie auch noch so klein. Aber wer von uns könnte dass Schultern?
Wir sind alle zerstreut in ganz Deutschland, sie kann keine Minute mehr allein sein. Ich habe einmal gepflegt für eine kurze Zeit, rund um die Uhr für jemanden da zu sein ist alleine nicht machbar. Sehr wohl gibt es einige die dass können   aber viele sind dann restlos ausgebrannt und dass kann auch nicht der Sinn einer Pflege sein. Pflege kann nur funktionieren wenn alle aber auch wirklich alle in der Familie mithelfen und unterstützen. Alle Schwiegertöchter Schwiegersöhne usw. Nur dass ist ganz selten der Fall. Werde ich alt ohne Demenz und nur mit den körperlichen Gebrechen so ist dass sicherlich einfacher.

Ganz einfach unser System müßte sich ändern aber dazu braucht es Menschen die sich wehren und dass kann nur unsere Generation     aber leider sind es viel zu wenige die sich ernsthaft damit aus einander  setzten.

Lg clara
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: maggie am 02.11.12, 16:39
danke apis,
genau so habe ich es auch erlebt - meine mutter wollte einfach nicht ins altersheim - wenn wir mit vater darüber sprechen wollten hiess es immer, nein heute nicht - es geht ihm nicht gut ...
als wir uns dann mal über ihren willen hinweggesetzt hatten, meinte er - ich wäre schon lange gegangen, oder in eine kleine wohnung - aber mutter wollte nicht -
nun das war im frühling 2003, mutter konnte nicht mehr viel machen - sie war normalerweise mit 2 stöcken unterwegs (osteoporose an der wirbelsäule) - vater war wirklich nur noch "ihr gango" ... -
und ihm wurde es einfach zu viel, da sie auch dement wurde und oft ein furchtbares durcheinander ausrichtete .. -
sie hatten nötige hilfe für's haus - aber nix war recht - meine brüder waren oft da, haben eingekauft und sonst viel erledigt - sie wohnten in der nähe - wir schwestern 80 km weg...

gut - wir gaben ihnen zeit bis zum herbst, sie würden für dann ins altersheim angemeldet - wenn ihr wüsstet wie mutter versuchte uns alle gegeneinander auszuspielen, damit sie nicht aus dem grossen haus raus müsse ...

nun - sie liess sich fallen und starb im oktober 03, ein monat später war vater im altersheim und genoss die gut 5 jahre die er dort noch verbrachte (87 - 92 jahre), er hatte immer gesellschaft, wenn er es wünschte, sonst sass er in seinem zimmer, las seine alten bücher, die wir ihm immer wieder tauschten -
genoss das feine essen - wie im hotel (wenn er mal wieder ins krankenhaus musste, war seine erste frage - wann kann ich wieder heim in die "abendruh" ), auch wenn wir mal wieder ein fam. fest feierten in unserem haus, wollte er gegen abend immer wieder heim in sein zimmer, obwohl, es war sein geburtshaus !!! (ein bruder wohnte noch einige zeit drin, jetzt steht es leider lerr - da sehr schwer zu verkaufen),
und ich habe dort viele bekannte erlebt die vor allem die gesellschaft mit den "gleichaltrigen" (oder fast) genossen, und nicht allein in ihrem leeren haus hocken mussten  -
ich finde es einfach falsch, wenn die altersheime immer verteufelt werden, natürlich müssen persönliche abstriche gemacht werden, aber es kann auch ein aufatmen sein für die senioren -
in dem haus wo wir heute wohnen, lebte auch ein junggeselle während 20 jahren allein hier - mit gut 60 bemerkte man dass er an altsheimer litt, da ich im nachbarhaus wohnte habe ich mit einer kollegin aus dem dorf bei ihm haushalthilfe gemacht - und wir versuchten ihn zu überzeugen ins altersheim zu geheh - ohne erfolg (ca. 200m - und wir waren die einzigen nachbarn, und das haus hatte keine heizung - kachelofen und holzherd, kein bad - duschkabine in der waschküche, die auch mit einem holzofen geheizt werden musst !!) - als es dann nicht mehr ging, dass er allein lebte, wurde er durch seinen beistand und den hausarzt ins altersheim eingewiesen, wir hatten schon angst, dass er sich dagegen sperren würde - doch nichts, er ging friedlich mit -
und als ich einige tage später bei ihm zu besuch war, meinte er ganz glücklich, es ist so schön hier, ich bin nicht mehr allein und muss nicht mehr selbst für's essen sorgen !! -
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: mary am 02.11.12, 16:44
Dieses Gebraucht werden, eine sinnvolle Aufgabe zu haben, mir ist das noch nie so klar geworden als heute.
Ich hab heute jemand zum Arzt gefahren und die Wartezeit im Wartezimmer verbracht, bin mit einer alten Dame ins Gespräch gekommen, die mir von ihrem Leben erzählte, der Mann gestorben, die Kinder in allen Himmelsrichtungen, die einen Bekannten und Freunde sind gestorben, manche im Pflegeheim- und sie fühlt sich zwar noch gesund vom körperlichen her, aber ihre Seele leidet, weil sie das Gefühl hat, für niemanden mehr wichtig zu sein, von niemanden mehr gebraucht zu werden. Bis 80 so hat sie erzählt, hat sie noch viele Ehrenämter geschultert und heute frägt sie niemand mehr, ob sie mitgenommen werden möchte zu den Veranstaltungen, die sie so viele Jahre mit sehr viel Herzblut organisiert und geleitet hat.
Ich war vor einigen Jahren in einer Veranstaltung, die sich um das Leben im Alter in der Stadt drehte, wer genug Geld hat, kann sich gute Pflege, Betreuung, Versorgung leisten, aber was wird mit den vielen Menschen, die diese Dienstleistungen einmal nicht mehr bezahlen können?
Und wir können nur hoffen, dass es für die grosse Zahl an Menschen, die im Alter Hilfe brauchen, genug Menschen gibt, die diese Tätigkeit leisten können und möchten.
Nach meinen Gefühl kommt hier ein Tsunami auf uns zu und er wird nicht gesehen.
Einen Satz hab ich mir aus der Pflegeveranstaltung damals mitgenommen-
so wie wir im Alter leben und behandelt werden möchten, sollten wir versuchen, auch den jetzigen alten Menschen zukommen lassen.
Wir werden alle selbst einmal alt-  jung sterben ist auch nicht erstrebenswert.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: apis am 02.11.12, 17:56
Jetzt sind wir aber doch weit ab von der Fragestellung...........

Ihr schreibt das die Menschen im Alter noch eine Aufgabe brauchen um sich nicht nutzlos oder überflüssig zu fühlen.
In den mir bekannten Seniorenhäusern bekommen viele, soweit es die Gesundheit zuläßt, eine "Arbeit". 
Je nach Eignung besucht der Eine bettlägerige Mitbewohner, manche lesen anderen vor, einige Frauen helfen in der Küche beim Kartoffelschälen. Ein älterer Herr hat einen Bücherverleih aufgebaut, sein Freund verleiht Zeitungen. Unser ehemaliger Nachbar, ein Landwirt und jetzt im Rollstuhl, legt in der Waschküche Handtücher zusammen und ist mit 87 Jahren stolz auf seine Leistung. (Handtücher und Waschlappen werden zur Beschäftigung der Hausbewohner dort gewaschen, der große Rest vergeben)

Freiwillige Mithilfe ist überall sehr gewünscht. Sie strukturiert den Tag und bringt Zufriedenheit. Zudem stellt sich durch vielfältige Kontakte, auch wenn es mal Krieg unter den Alten gibt, längst nicht so schnell eine Depri ein als wenn der Mensch allein zu Hause sitzt.
Ich wundere mich immer wieder wie man in solchen Häusern selbst Menschen die bettlägerig waren wieder auf die Beine bringt. Seelisch wie auch körperlich.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: mary am 02.11.12, 18:38
Hallo apis,
ja, die Fragestellung geht weit auseinander, aber sie beinhaltet die Probleme, die das Alter aufwirft- und wir müssen uns auch damit auseinandersetzen.
Die Frage, wo die vielen Pflegekräfte aus dem Osten einmal alle herkommen sollen- wie die Heimkosten in Zukunft geschultert werden-
es gibt auch schon Überlegungen, die alten Leute nach Asien, Afrika zu schicken, um sie dort pflegen zu lassen, weil es dort billiger kommt.
Vielleicht wird es einmal so werden, dass die jungen Kräfte für die Wirtschaft zu uns kommen und die Alten in die Billiglohnländer?
Meine Tante wurde von osteuropäischen Pflegekräften versorgt, sie haben sich bestimmt gut um sie gekümmert. Sie war sehr schwerhörig, die Verständigung war nicht so ganz einfach, ihr ist das Heim erspart geblieben. Mag sein, dass ein Altersheim mehr Geselligkeit bietet- wenn ich Menschen im Pflegeheim besuche- dann brauch ich immer ein paar Tage, um mich wieder zu sortieren-
meine Hochachtung, was dort die Pflegekräfte leisten.
Bei den Altersheimen gibt es eine grosse Bandbreite, gut geführte Heime, die sogar Tiere halten, um den alten Menschen noch eine sinnvolle Aufgabe zu geben und andere, die die Menschen versorgen.
Vor ein paar Tagen war eine Diskussion mit Sandra Maischberger über das Alter, von Marianne Sägebrecht bis ............ Politiker, eine Professorin, ........., die berufliche Bandbreite war relativ eng oder weit gemischt, wie man es sehen mag.
Wer über genügend Geld verfügt, kann dem Alter und der zunehmenden Pflegebedürftigkeit gelassen entgegensehen- das war das Fazit, das ich aus dieser Diskussion gezogen habe.


Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Antonia am 02.11.12, 19:16
es gibt auch schon Überlegungen, die alten Leute nach Asien, Afrika zu schicken, um sie dort pflegen zu lassen, weil es dort billiger kommt.
Hallo,
Bin mir nicht sicher war im Stern der Artikel zum Thema dass man das Pflegepersonal nicht mehr nach Dtld. holt, sondern die "Alten" quasi auf ihre letzte Reise schickt in ein Altenheim in Osteuropa. Es war die Geschichte eines Mannes der von seinen Kindern quasi zwangsverschickt wurde. Ich empfand das auch befremdlich, aber denke das ist der Anfang von dem was Zukunft haben könnte und nicht als Räuberpistole gehandelt wird. Im TV kam unlängst auch etwas da gingen die Senioren nach Thailand. Für 800€ ließe es sich gut leben und man hatte den Eindruck wie schön - die nötigen Massagen zum Schnäppchenpreis und die Pflegerinnen wirklich schwer in Ordnung bis auf die Verständigung. Gute Beispiel berichtete über eine Schweizer Seniorin, eine Frau die wohl viel gereist in allen Kontinenten in der Blüte ihres Lebens, durch die berufsbedingte Tätigkeit ihres Mannes, besaß gute Englischkenntnisse und hat den Pflegerinnen englisch beigebracht  somit gab es eine bessere Verständigung. Aber last not least wäre sie halt doch liebend gerne zurück in die CH. Doch der Sohn meinte, unbezahlbar die Rundumpflege dort wäre.

Da häng ich grad noch ein zweiten Diskussionspunkt an, was geschieht mit den Leuten wenn sie sterben? Wo finden die ihre letzte Ruhe? Viele Städte, die für die Ruhestätte ihrer (Armen z.B. Sozialhilfeempfänger)Bürger verantwortlich,  schicken die sterblichen Überreste(Urnen) weit umher in eine Gegend wo sich´s günstig bestatten läßt. Da kommt es dann schon vor, dass ein Sozialhilfeempfänger, der am B´see Zeit seines Lebens verbrachte plötzlich im anonymen Grabfeld in Koblenz landet.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Christel Nolte am 07.11.12, 16:30
Hallo in die Runde,

was ich bei der Pflegefrage immer wieder auffällt, ist, dass wir als Kinder/Geschwister/Freunde meinen das Sagen zu haben.

Das finde ich absolut nicht, ich denke an erster Stelle stehen die Wünsche der betroffenen Person unter Berücksichtigung der pflegerischen Notwendigkeiten.

Zitat
Dabei steht die gebrechliche Person im Mittelpunkt des Geschehens, denn sie muss sich von der Pflegeperson anfassen und waschen lassen... im Gesicht, im Intimbereich und am ganzen Körper.

Die Generation unserer "Alten" wuchs in einer gänzlich anderen Welt als wir auf. Da zeigte man sich nicht so freizügig im Alltag.

Eben darum fällt es manchmal Menschen dieser Generation leichter, sich von fremden, quasi "Amtspersonen" (Ärzte, Krankenschwestern, Pflegedienstlern) waschen usw zu lassen.

Zitat
Was ich auch erstaunlich finde, wenn es um die Kinderbetreuung geht, da möchte auch hier manche, dass nur sie das Kind betreut und sonst niemand.

Geht es um unsere ältere Generation, da versucht sich manche(r) aus der Verwantwortung zu stehlen... Da "darf" dann auch mal jemand anders mit anpacken, am besten eine Frau aus Osteuropa... die 24 Stunden Dienste schiebt und am besten 4 Stunden bezahlt bekommt. *Ich weiss, es ist jetzt "etwas" überspitzt formuliert.*

Den ersten Satz verstehe ich nicht, den zweiten finde ich eine Frechheit. Ich weiß nicht, ob  Du das mal so allgemein stammtischniveaumäßig loswerden wolltet, oder ob Du mich meinst, weil ich das Thema aktiviert habe.

Für mich kann ich nur antworten, dass es der 3. Pflegefall innerhalb der Großfamilie ist und ich davon gesundheitliche Folgen zu tragen habe und es mich ankotzt, so etwas zu lesen:
da versucht sich manche(r) aus der Verwantwortung zu stehlen.

Und ich habe sehr deutlich geschrieben, dass nur eine faire Lösung in Frage kommt. Das heißt die Pflegeperson hat einen geregelten Vertrag un d in der Regel eine 38,5 Stunden Woche und das ganze läuft über die Arbeitsagentur oder eine seriöse Vermittlungsstelle. Und dann bleiben mir immer noch 129,5 Stunden die Woche übrig...

Wen Du allerdings nicht mich meinst sondern....ja wen meinst Du mit solchen Aussagen?



Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Marina am 07.11.12, 19:52
Eben darum fällt es manchmal Menschen dieser Generation leichter, sich von fremden, quasi "Amtspersonen" (Ärzte, Krankenschwestern, Pflegedienstlern) waschen usw zu lassen.

 


Das kann ich voll unterschreiben. Mein SV hat sich anstandslos von den Schwestern der Diakonie duschen lassen.
Von uns hätte er diese Pflegeleistung nie im Leben machen lassen!

Gruß
Marina
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: martina am 07.11.12, 20:18
Marina, da schließe ich mich an, genauso war es bei uns auch und das wollte ich gerade selber schreiben.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Selina am 12.11.12, 11:07
Hallo zusammen,

unsere Oma (SM) hätte eine Ausländerin niemals akzeptiert.
Jetzt ist sie ja eh im Pflegeheim aber es paßt ihr dort überhaupt nicht, wenn sie männl. Pfleger duschen, anziehen oder für die Nacht fertig machen.

Es gibt immer irgendwas zu bemängeln .....................
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Christel Nolte am 12.11.12, 13:14
gammi, und so dreht man sich immer wieder im Kreis,

gute Heimerfahrung kontra  schlechte Heimerfahrung,
gute Erfahruing mit Pflegedienst zu Hause und schlechte,
das Gleiche mit den osteurop Haushaltshilfen....

was ist gut, was passt zur betroffenen Person...es ist eine enorme Verantwortung und eine Situation, in der man selten allen Beteiligten alles recht machen kann. Und dazu auch noch die Unbeteiligten, die meinen, sich ein Urteil erlauben zu können....


In der Kurzzeitpflege, in der sich "meine" betroffene Person zur Zeit befindet, als Übergangslösung, ist auch eine Frau für die Station zuständig, die ich selber kaum verstehen kann. Das ist ein Phänomen unserer Zeit, Mitbürger mit Migrationshintergrund die mangelhafte Deutschkenntnisse haben oder eben osteurop. Pflegekräfte, damit werden wir leben müssen. Wichtig ist aber doch der Umgang mit den alten Menschen, egal welche Sprachprobleme - eine liebevolle Zuwendung ist trotzdem möglich.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Clara am 12.11.12, 18:45
Hallo und guten Abend,

da es einige ja brennend zu interessieren scheint, ob ich weiss, wovon ich schreibe...

Das kann ich mit einem eindeutigen JA beantworten. Ich wusste im März 2011 nicht, auf was ich mich einlasse und wie lange es dauern wird. Ich war 15 MONATE 24 Stunden in der Pflege aktiv allein. Sterben übten wir 2 Mal in den letzten 6 Wochen der Pflegezeit. Waschen, füttern und windeln und Bett frisch beziehen, wenn jemand im Bett liegt, kann ich inzwischen auch.  Ich kenne auch Nächte mit 2 Stunden Schlafphasen aus eigenem Erleben. Es gab Höhen und Tiefen.

Beruflich stieg ich aus, denn mit einem Pflegefall Pflegestufe 2 bin ich darf  noch 20 Stunden extern arbeiten. Zum anderen zeige mir auch mal nur einer hier solch einen verständnisvollen Arbeitgeber, der jemanden beschäftigt, der absolut flexibel in die Firma kommt und geht. Das ist für beide Seiten unzumutbar nach meinem Verständnis. Fokussierung ist das A und O in solchen Zeiten.

Soweit es mir möglich war, war ich auf Feldtagen und auch hier und da auf einer beruflichen Weiterbildung.

Was ich in der Zeit lernte? Ich bin der wichtigste Berater meines Lebens, beten hilft, lachen und singen entspannen ungemein in stressigen Momenten/Zeiten. Ich kann und schaffe mehr, als ich dachte und denke. Ich wuchs und wachse mit und an meinen Aufgaben. Ich wurde noch kreativer, was die Umnutzung  von vorhandenen Dingen wie Plastiktüten und Co angeht.
Ich lernte erneut, dass es Fragen und Problemstellungen im Alltag gibt, wo es besser ist, dass Taten folgen und Worte besser ungesagt und/oder ungeschrieben bleiben.

Beste Grüße,

Anja

PS. Es war mein 3. Pflegefall... und ich war zum allerersten mal komplett ALLEIN in der Verantwortung gegenüber mir, meinem Vater und nach aussen.

Und noch was, "schlaue" Ratschläge aller Art erhielt ich en masse per mail, telefonisch, per Weihnachtskarte oder als Geburtstagsgruss....und auch jetzt noch in der Trauerpost. Ich nahm und nehme zur Kenntnis, entschied mich jedoch dazu mir diverse Kommentare zu denken und mir die Antwortzeit zu schenken. Denn ab und an einfach mal nur 3 Stunden am Stück zu schlafen, ist mir wichtiger. Herausfordernde Zeiten verschieben auch die persönliche Prioritätenliste.
Ganz ehrlich, ALLE dürfen und können es besser machen als ich.  Ich versteh mein Tun lediglich als "Nullvariante" für alle anderen. In diesen Sinne- auf gehts.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Marina am 13.11.12, 09:12
... und auch nicht jeder hat die Nerven dazu.
Eine Verwandte hatte mit ihrer Mutter jetzt den 3. Pflegefall zu betreuen.
Zwischendurch ist ihr Mann von jetzt auf gleich verstorben und sie sie stand
mit dem Hof alleine da.
Vor 3 Wochen hat sie ihre Mutter ins Pflegeheim gegeben, weil sie nervlich am
Ende war und ihre Mutter nur noch angeschriehen hat.

Gruß
Marina
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: martina am 14.11.12, 10:09
Tja Andrea,

als Angestellte kann man sich halt für heimische Pflege freistellen lassen. Das ist dann wieder der Unterschied zum selbstständigen kleinen Familienbetrieb.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: martina am 14.11.12, 18:21
Andrea, ICH weiß das 8)

Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: annama am 14.11.12, 19:41
es gibt auch schon Überlegungen, die alten Leute nach Asien, Afrika zu schicken, um sie dort pflegen zu lassen, weil es dort billiger kommt.


Da häng ich grad noch ein zweiten Diskussionspunkt an, was geschieht mit den Leuten wenn sie sterben? Wo finden die ihre letzte Ruhe? Viele Städte, die für die Ruhestätte ihrer (Armen z.B. Sozialhilfeempfänger)Bürger verantwortlich,  schicken die sterblichen Überreste(Urnen) weit umher in eine Gegend wo sich´s günstig bestatten läßt. Da kommt es dann schon vor, dass ein Sozialhilfeempfänger, der am B´see Zeit seines Lebens verbrachte plötzlich im anonymen Grabfeld in Koblenz landet.

Hallo mary und Antonia ,

wenn ich hier so einige Beiträge lese kommen mir die Tränen  :'(   :o
Selbst habe ich fünf Pflegefälle in den Tod begleitet und weiß wovon ich rede.Es tut gut , dass ich diese Zeit für meine Eltern und S.Eltern geopfert habe. Was haben sie für uns nach dem Krieg für Opfer gebracht , mit wenig Geld sind wir aus gekommen und dafür bin ich Ihnen Dankbar!

Es gab damals noch keine Pflegeversicherung , keine Sozialstationen ,es ging auch ohne Geld ect. Man war jung , gesund u. hat die Pflege gerne getan neben Haushalt ,Familie und Betrieb.

Stehe selbst schon im Herbst des Lebens und mache mir meine Gedanken übers Älter werden , die Gebrechen und vielleicht auch über die bevor stehende Pflege . Es läuft mir kalt den Buckel runter wenn  Kinder  Vater oder Mutter nach Thailand in die Pflege schicken würden .

Genau so traurig macht es mich wenn ich sehe ,das viele Verstorbene Anonym beerdigt werden. Keiner hat mehr Zeit für die Grabpflege und deren Kosten.

Wir müssen wieder lernen die Werte zu schätzen !

Geld ist nicht alles auf der Welt , nur der Mensch zählt .

Genieße den Frühling des Lebens,
leb den Sommer nicht Vergebens,
denn gar bald stehst du im Herbste ,
wenn der Winter kommt dann Sterbste.





Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Clara am 15.11.12, 20:24
Annama,

ich sehe es nicht so, dass ich meine Zeit "opferte". Es gibt Dinge, die kann ich nur in einem bestimmten Zeitfenster erledigen und dann nie mehr.

Wenn ich jemanden auf seiner letzten Wegstrecke im Leben begleite, dann werde ich mir auch bewusster, was mir wichtig ist im Leben.

@ all,

Ich finde es mal wieder super interessant, wie die Reaktionen hier sind. Auf einem Familienbetrieb geht dieses und jenes nicht... Ja, hallo, woher wisst ihr denn das alles so genau, wenn ihr weder drüber nachdenkt und noch viel weniger ausprobiert? Und noch was, wenn eine von euch morgen zu 100% auf dem heimischen Betrieb ausfällt, dann muss der betriebliche Alltag auch irgendwie weitergehen und wird es auch.

Ich weiss schon, warum ich mir wichtige Themen nie öffentlich zur Diskussion stelle.
Ich weiss auch, dass ich selten die Wege gehe, die andere gehen, sondern eher  meiner Wegen gehe, die auch andere gehen könn(t)en.

Und noch was, Pflegebedürftigkeit und Tod richten sich nach unserem Verständnis, wie das leben sein sollte eher selten. Beide Arbeiten vollkommen frei und selbständig und quer durch die Alterklassen.

Munteres Weiterplaudern. Ich verabschiede mich hier aus der Thematik häusliche Pflege, denn ich vertrete noch paar Ansichten in diesen Fragen, die jetzt noch nicht en vougue sind.

Anja

Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: maggie am 15.11.12, 20:33
Und noch was, wenn eine von euch morgen zu 100% auf dem heimischen Betrieb ausfällt, dann muss der betriebliche Alltag auch irgendwie weitergehen und wird es auc

Anja



liebe anja,
gut, wenn ich ausfalle, aber dann hat meine fam. die möglichkeit fremdarbeitskräfte "anzufordern" - wenn ich aber meine ganze zeit für die pflege einsetze, bekommt meine fam. die wahrscheinlich von der vers. nicht zugesprochen -
also - sind das doch einige unterschiede -

und - ich weiss jetzt nicht wie deine fam. verhältnisse sind, aber wenn du noch mann und kinder und evt. angestellte im haus hast, kannst du das nicht alles zur seite schieben und dich "nur" der pflege widmen-

denn das ist für die fam. auch nicht gerade das "himmelreich" - ich würde das meiner fam. nicht zumuten - und ehrlich - ich würde auch nie eine pflege übernehmen !! - und ich werde es auch bei mir nie verlangen - schon so manche fam. ist dabei in die brüche gegangen und/oder die pflegerin wurde selbst (fast) zum pflegefall
ich weiss - es heisst das sagt sich jetzt so leicht, aber ich hätte ein schlechtes gewissen, wenn ich das von fam. angehörigen verlangen würde, und wenn ich mir heute schon gedanken darüber mache kann ich mich (vielleicht) eher ins unabänderliche finden

wir hatten gerade gestern ein gespräch mit einem berater über die hofübergabe - und ich bin froh, dass er von anfang an betont hat, so etwas kommt bei uns nie mehr in einen vertrag !!!
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Christel Nolte am 15.11.12, 21:36
...
Ich finde es mal wieder super interessant, wie die Reaktionen hier sind. Auf einem Familienbetrieb geht dieses und jenes nicht... Ja, hallo, woher wisst ihr denn das alles so genau, wenn ihr weder drüber nachdenkt und noch viel weniger ausprobiert?
Anja



Was weißt denn Du, was andere schon ausprobiert, erlebt, erliitten und verworfen haben?

Ich finde es ganz schlimm, was hier auf eine Sachfrage, siehe Titel, für Kommentare kommen. Wenn ich nach Erfahrungen mit diesem oder jenem  frage, heißt das doch, dass ich mir schon so meine Vorüberlegungen gemacht habe. Únd womöglich mehr Informationen brauche.

Was ich nicht brauche, ist mich rechtfertigen zu müssen, weil anderen mein Weg nicht passt. Und was absolut keine braucht, die in solch einer körperlich und seelisch belastenden Situation ist, ist dieser eitle Wettstreit, wer denn  nun am meisten geleistet, geopfert oder sonstwas hat. Das finde ich einfach nur zum kot..n !

Wieviele Beiträge hier antworten auf die Titelfrage und wieviele naja, wie soll ich es nennen...tun es jedenfalls nicht ?

Warum bekomme ich zwar pm- Antworten, aber die Frauen outen sich nicht, trauen sich nicht hier zuzugeben, dass sie diesen Weg gegangen sind?
Denkt mal drüber nach, was wir Frauen, die wir doch in einem Boot sitzen, denn Pflege ist immer noch überwiegend Frauensache, uns gegenseitig antun.

Ich werde meine Beiträge hier auch überarbeiten, denn auch ich habe mich hinreißen lassen, weil ich momentan so angefressen bin von dem Thema. Wer meint, über außerhäusige Betreuung von Kindern oder Senioren grundsätzlich diskutieren   urteilen zu wollen könnte dazu ja an anderer Stelle ein n eues Thema eröffnen.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Finchen am 15.11.12, 22:08
Hier gibt es keine Pauschalantwort was richtig ist oder nicht.  Wer einen Pflegefall in der Familie hat, muss ganz inviduell entscheiden was geht und was nicht.

Die Verbindung zu den gebrechlichen Angehörigen.  Wer wie Hund und Katz ist, wird mit der Pflege scheitern.

Welchen Rückhalt bekommt von der Restlichen Familie, und Geschwistern etc.  Moralisch, seelisch, betrieblich, auch wenn die nicht in der Lage sind, die Pflege zu übernehmen. Es kann nicht jeder seine mama oder papa, etc.... füttern, waschen, windeln usw....

Wie sieht die Einkommenslage aus ?  Selbstständig o. Arbeitnehmer.

Was kann der Betrieb verkraften, an Wegfall von einer Arbeitskraft - die dann sich der Pflege widmet.
Kann auf dem Betrieb jemand eingestellt werden, wirft er soviel ab.  Oder auch kann jemand im Haushalt eingestellt werden ?

Wie ist der Betrieb strukturiert, Ackerbau und/oder Viehhaltung, Direktvermarktung, Dienstleistung oder oder
usw.  Ist der Verfahrensablauf der Produktion gut, mittelmässig, schlecht. usw.

Ich hatte über Jahre gleichzeitig 2 Pflegefälle (1 mal Pflegestufe 3) - das hat sicherlich viel Subtanz gekostet, doch die enge Bindung und Liebe zu den Menschen haben mich das durchstehen lassen.

Doch man wird auch einsam, Ausstehende können nicht verstehen, das man keine Zeit mehr hat, ausgelaugt ist und sich eben alles nur noch um die kranken Menschen dreht.
Vorwürfe hatte ich zu Hauf, man würde sich nicht helfen lassen usw. - waren  schwere Messerstiche.
Das war die schlimmste Erfahrung, das es kaum Verständnis gab das ich mich FÜR die Pflege entschieden habe.  
Das man keinen Respekt gezollt bekam, wenn man erschöpft war, seelisch so angeschlagen, wenn der Krankheitschub sich verschlechterte und darüber verzweifelt war,...auch enttäuscht war, über das abwenden der Anderen (Geschwister, Freunde).
Dann kamen Sätze wie:
warum tust du dir das denn an, du ziehst nur deinen Geschwistern einen Nagel aus dem Zeh.
Gedankt wird dir dies nie, was du tust.
Wenn du dir das antust, brauchst du dich auch nicht zu beschweren, das Du belastet bist und es dir seelisch nicht gut geht.
Warum hast du deine Existenz runtergeschraubt, das kannst du nie wieder aufbauen. Tua culpa - ich machte mich auch noch schuldig. Weil ich ja so dumm war.
Wenn der Mohr gedient hat - kann er gehen.  Du wirst schon sehen, wenn deine Lieben nicht mehr sind, ..... wir haben dich gewarnt.
Hole dir doch eine osteurp. Hilfskraft oder einen Pflegedienst, die leiden nicht so, den Zerfall ertragen zu müssen, die sind da abgebrüht.
Du hast keine Zeit mehr für dieses und jenes,.... du kommst da nicht mehr hin und dort nicht mehr,....  das echt grausm mit Dir,...... wie lange soll das noch so gehen.
  
Ja, ich hab auf vieles verzichtet, vieles verloren,finanziell, materiell, Freunde ( das waren aber auch keine)  uvm.  

Aber ich habe meine Versprechen eingelöst, für meine Lieben bis zur letzten Minute anwesend zu sein.
Erhalten habe ich eine tiefe Dankbarkeit von den Menschen um die ich mich kümmern durfte - ich habe mich nicht geopfert.
Solche Menschen werden mir im Leben nie mehr begegnen, doch ich war so nah wie kein ander an ihnen dran. Das kann mir keiner nehmen, ich habe diese Menschen ganz intensiv kennengelernt ( obwohl es zuvor schon eine enge Bindung war), man bekommt Dinge mit, die man sonst nie erfahren hätte.

Gewünscht hätte ich mir:

das wenigsten ab und an, ein kleines Danke gekommen - von der Familie oder die Frage können wir dir wo anders helfen.

das Geschwister und enge Weggefährten der kranken Menschen sich mal Zeit genommen hätte - eine halbe Stunde, ja wenigstens einige Minuten sind immer drin, sich ans Bett zusetzen, die Hand zu halten, zu reden, einfach da sein,.... da lass ich keine Ausrede zur - man kann das nicht ( ausser das Verhältnis ist so massiv gestört).

Das Aussenstehende Personen mit denen ich einen Konflikt und Probleme hatte, Bereitschaft gezeigt hätten, die Störungen zu klären und somit zusätzliche Belastung wegfallen ( Habe es oft probiert, um Gespräche gebeten - doch wurde ignoriert und wieder als schuldig abgestempelt).

Das Freunde mit mir das ausgehalten hätten und nicht noch dick Vorwürfe aufgetischt bekommen.

Einen Tipp kann ich nicht geben, ich kann meine Erfahrungen mitteilen.

Egal wie sich jemand entscheidet:
Urteilen sollte niemand. Vor urteile und Ver urteilen hinterlassen seelische Wunden.
Ich war oft erstaunt, was für Ratschläge ich bekam ( von den unterschiedlichsten Personen) , ich müsste nur so und so,.... und wenn man das nicht teilen konnte,.... war man selbst schuld.
Darüber muss ich noch nachdenken,......... ich bin sehr kritisch und auch unsicher geworden meinen Mitmenschen gegenüber.
In wieweit ich das Problem meistere wird die Zeit ergeben.

Ich wünsche jedem, der mit Pflegefällen konfrontiert wird,.... die richtige Entscheidung und die Kraft das alles zu bewältigen und ich wünsche ein stabiles Umfeld (Familie und Freunde - nämlich unbezahlbar und durch nichts zu ersetzen) .....

In dem Sinne alles Gute.
Finchen



Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Finchen am 15.11.12, 22:45

Ich wollte nur aufzeigen,

auch wenn man sich für die Pflege entscheidet,

das es immer welche gibt, die es besser wissen, was richtig wäre.

Entscheidet man sich dafür,.... siehe in meinem o. Beitrag,..... 

Entscheidet man sich dagegen,.... wissen es andere auch alles besser.

Ein schlechtes Gewissen hat also immer zu haben,........ 

Auch wenn man sagt, ich mache es,..... darf man nicht mehr schwach werden, seelisch am Boden liegen.....
man hat es sich ja so ausgesucht (ein Satz den zigmal zu hören bekam),.......

Doch die Meinungen dieser Personen sind überhaupt nix wert. 

Weil man selbst weiß was man tut und vor allem das eigene Herz weiß es.

 
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Gislinde am 15.11.12, 23:01
Hallo
erst mal großen Respekt vor allen, die jetzt pflegen oder in der Vergangenheit gepflegt haben.
 Leider ist es traurig, wenn nicht immer der Rückhalt von der übrigen Familie da ist.
Ich habe meine Schwiegermutter für fast 2 Jahre gepflegt, sie war sehr pflegeleicht, nun wechseln die Familie meines Bruders und ich halbjährliche in der Pflege des jetzt 94jährigen Vaters mit Pflegestufe 2 ab.
 So habe ich eigentlich nur im Bekanntenkreis gehört und gesehen, wie diese mit rumänischen Frauen sehr zufrieden waren.

Allerdings gibt es leider auch negative Erfahrungen, ein alleinlebender 90jähriger Onkel wurde von Polinnen und Tschechinnen versorgt, eine deutsche Frau kam an deren freien Tagen und auch sonst mal in dessen Haus. Der Onkel war zwar ein schwieriger Charakter, deshalb öfters Wechsel. Er hatte einen Schlaganfall, bettlägerig, nun ist er gestorben nach 6 Wochen in einem Pflegeheim. Die ausländischen Damen sind weg, wie nun die deutsche Frau schon zusammen mit dem Onkel feststellen mußte, fehlen etliche Dinge aus dem Haus, Laptop, Drucker, Kaffeemaschine, diverse neue Kleidungsstücke, auch vermißte der Onkel eine Geldkassette mit angeblich 40000 Euro, die nicht mehr auffindbar war. Wie ich selber schon mitbekommen habe, hat der Onkel meist mehr Geld bar abgehoben und zuhause nicht mehr gefunden, öfters am Suchen und dann sagen, ich bin bestohlen worden. Allerdings hatten auch andere Personen einen Haustürschlüssel bekommen. Der Sohn möchte nun auch deswegen nichts mehr unternehmen, wen soll man da noch beschuldigen können?
Von einem Bekannten habe ich gehört, dass seine Tante auch eine polnische Frau hatte, diese hat in einer Nacht und Nebelaktion den meisten Hausrat ausgeräumt und ist verschwunden.

Ich hoffe aber, dass über eine Agentur die Ausländerinnen  überprüft und zuverlässig sind. Es wird sicher nicht schlecht sein, wenn die Familie auch immer wieder dazu schauen kann.
Bei meinem Onkel waren die 2 Kinder sehr weit weg, der Onkel hatte auch keine so guten Kontakt zu diesen, er wollte auch die Betreuungsvollmacht seinem Sohn entziehen.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: clara22 am 16.11.12, 00:38
Was pflege bedeutet wissen eigentlich nur die die es tun.
Aber was nun wirklich gut oder nicht gut ist kann man so niemals beurteilen.
Denn jeder Fall ist anders jeder Mensch ist ein individium. Der eine kann Pflegen und kommt gestärkt aus der Situation raus andere wiederum werden richtig krank. Ist jetzt der der krank wird durch Pflege schwächer? Nein seine leidensgrenze ist einfach von haus aus viel niedriger angesetzt.
Wir haben hier sehr gute Erfahrungen gemacht mit Pflegekräften aus dem Ausland eigentlich müsste man ja sagen mit Menschen die uns bei der Pflege unterstützen. Sehr wohl haben alle geregelte Arbeitszeiten sind voll dabei in der Familie. Werden behandelt und wertgeschätzt dass sie uns helfen. Ich habe nur eine kurze Zeit gepflegt rund um die Uhr davor habe ich SM besucht bekocht und mit ihr geredet. Ihr erzählt was so alles grad am Hof läuft. Als es ihr dann ganz schlecht ging habe ich sie auf den Hof geholt und dort konnte sie dann auch sterben so wie sie er gerne wollte. Nur in dieser kurzen Zeit ganz auf mich gestellt bin ich sehr wohl oft an meine grenzen gekommen. Oh ja wir hatten super Gespräche und ja wir konnten  vieles verzeihen was geschehen war wir konnten ihre liebe dass erste Mal spüren.
Aber ich weiß auch, wäre es länger gegangen hätte ich Hilfe gebraucht, es wäre so niemals händelbar gewesen. Außer ich hätte auf mein und unser leben verzichtet. Dann wäre ich wahrscheinlich nach einer Zeit körperlich zusammengebrochen. Ich kenne sehr viele, allein durch meine Ehrenamtlich Arbeit, die seelisch am Ende sind. Oh nein es braucht keine Opfer sondern den Mut zu sagen nein dass schaff ich so nicht!
Oft wird des Beispiel gebracht als Kinder  war sie ja auch für uns da, nur ist dass ja eine ganz andere Situation überhaupt nicht vergleichbar.
Ja und früher   ja wie war es denn da?   Wir können es uns ja gar nicht mehr leisten wenn ein Verdienst ausfällt  früher da waren Mägde und Knecht auf den Höfen Tanten usw. halfen mit wo bitte gibt es dass noch?

Ja ich hätte SM auch noch länger gepflegt aber nur mit einer Hilfe wäre es langfristig möglich gewesen. Dazu noch Sozialstation so dass wir noch Luft gehabt hätten, denn eine Zeitlang hätte mein Mann sicherlich alles allein händeln können, aber niemals für eine lange Zeit.
Ich will auch noch leben denn mein und unser leben geht weiter.
Es gibt keine Richtlinien was gut und was schlecht ist, sondern meine und unsere Situation allein ist ausschlaggebend wie wir und ich handeln.

Wie gesagt wir haben hier im Dorf drei Fam. Die auf polnische Hilfskräfte gesetzt haben und die Damen sind sehr sehr liebe Frauen haben alle Familie daheim sind überaus liebenswerte Frauen und werden mit sehr viel Respekt behandelt.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: fanni am 16.11.12, 13:09
Was pflege bedeutet wissen eigentlich nur die die es tun.



so ist es.........

umso schmerzlicher ist es in so einem Forum so angegangen zu werden wie Erika....die hat es auch getan und sich nicht gedrückt, aber um welchen Preis????.......ich kann dich voll verstehen Erika :-* und deinen Ärger über bestimmte Äußerungen und bei uns im Dorf gibt es auch "immer mehr" Familien, die sich trauen sich eine ausländische Hilfe zu holen, oder sich überhaupt Hilfe zu holen und das ist doch nur gut so!!!!!

Im Nachhinein hätte es mir auch gutgetan, aber die Zeit war damals noch nicht reif dazu.

Im übrigen an die entsprechende Dame gerichtet..........was ist so schlimm daran "schöne letzte" Zeit miteinander zu  verbringen?

Ich hätte z.B.meiner SM gerne öfters aus der Tageszeitung vorgelesen oder Fotoalben angeschaut..........weil sie immer gerne Anteil genommen hat an dem Geschehen hier........es war keine Zeit , denn ich war mit Klogehen, Wickeln usw. beschäftigt und abgehetzt und überarbeitet und übernächtigt (1 Jahr intensivster Schlafmangel, ich leide heute noch unter Störungen und es ist schon 1,5 Jahre her....schrecke hoch und liege stundenlang wach, weil ich meine Stimmen zu hören ???). Und dann das schlechte Gewissen, weil ich eigentlich im Stall sein müsste ach ja und eigene Kinder hat man ja auch noch....in der intensiven Pflegezeit meiner SM erkrankte mein Jüngster, und ich hatte zuwenig Zeit für den (an eigene Bedürfnisse hab ich damals gar icht gedacht und krieg jetzt die Quittung dafür, gesundheitlich)...also Pflege bis zum Äußersten?????......und habs auch gemacht, aber das andere (Gespräche) hätt ich genauso gerne gemacht (leider haben das die lieben Geschwister nicht überommen, und kann ich was dafür oder mein Göga?..........nein.......deswegen find ich so und überhaupt alle  Hilfen wichtig und legitim.........punkt)  und genau deswegen wurde dieser Diskussionsstrang auch eröffnet, nur weil eine Hofübergabe erfolgt ist, deswegen hat man doch nicht Vater und Mutter abgegeben. Das wird mir oft zu sehr vergessen.

@ finchen: find ich toll, dass du so Erfahrungen mitteilen kannst, bei mir dauert das vielleicht noch ein Weilchen.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Christel Nolte am 16.11.12, 13:49
, nur weil eine Hofübergabe erfolgt ist, deswegen hat man doch nicht Vater und Mutter abgegeben. Das wird mir oft zu sehr vergessen.


Es hat ja nicht einmal mit einer Hofübergabe zu tun, es sind auch nicht einmal die Eltern oder Schwiegereltern und trotzdem übernimmt man Pflege, aus einer Überzeugung heraus...

Danke für die letzten 7 Beiträge, habt mich glatt zum heulen gebracht
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Irmgard3 am 17.11.12, 18:23
Es ist spannend, die unterschiedlichen Erfahrungen und Berichte über Pflege in der Familie zu lesen.

Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Clara am 20.11.12, 15:55
Ich bete jeden Abend, dass die Kinder der osteuropäischen Pflegekräfte und Saisonkräfte es total Klasse finden, was ihre Eltern in Deutschland leisten und es deshalb auch für sich als Berufsziel anstreben. Ansonsten werden einige Berufszweige in Deutschland ganz schön alt aussehen...

An dieser Stelle danke ich auch bei 2 Bt-lerinnen, mit denen ich von Anfang an über Pflege reden konnte OHNE Anschuldigungen und OHNE diverse Beleidigungen.

Ich bin nach wie vor erstaunt, was manche hier in JEDEN meiner Beiträge hineininterpretieren. Mir fehlt die Zeit für solche geistige Akrobatik.

Ich weiss, was es heisst mich als Frau im ldw. Hochleistungsspannungsfeld zu bewegen und gleichzeitig mindestens einen Pflegefall daheim zu haben. Ich frage hier ganz offen, wer diese Erfahrung in der Kombination und dann noch in meinem Alter tatsächlich teilt.
Ja, ich bin recht jung und alle anderen hier sind um so vieles älter als ich, die mit dem Thema Pflege konfrontiert sind.

Was den Einsatz von osteuropäischen Pflegekräften angeht... Da sind wir immer noch nicht juristisch auf der sicheren Seite, denn diese Frauen sind offiziell nach wie vor Haushaltshilfen und KEINE Pflegekräfte.


Danke und allen alles Gute,

Anja
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Hamster am 20.11.12, 17:17
Es ist spannend, die unterschiedlichen Erfahrungen und Berichte über Pflege in der Familie zu lesen.



Ja Irmgard,
das finde ich auch.
Ich würde auch gern meine Erfahrungen schreiben bzw. brauchte auch mal einen
Gedankenaustausch, aber aufgrund Clara/Anjas Beiträgen werde ich mir schön einen Knoten in die Pfoten machen.  :-X

LG
Hamster-
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: clara22 am 20.11.12, 19:08
Ich bete jeden Abend, dass die Kinder der osteuropäischen Pflegekräfte und Saisonkräfte es total Klasse finden, was ihre Eltern in Deutschland leisten und es deshalb auch für sich als Berufsziel anstreben. Ansonsten werden einige Berufszweige in Deutschland ganz schön alt aussehen
Meinst du dass jetzt sarkastisch oder empfindest du es wirklich so?

Ja dass wird ein Problem denn der Beruf wird schlecht bezahlt! Solange sowenig bezahlt wird, wird es immer weniger geben die diesen Beruf erlernen wollen. Wer von den jungen leuten will noch diesen Beruf erlernen? und wir werden immer weniger. also werden sich die jungen die berufe aussuchen die gut bezahlt werden.
Meine Herren, jeder Mensch ist anders und hatt das Recht seine Gedanken seine Gefühle so zu leben wie er es als richtig empfindet.

Wenn du liebe cara dass alles so leisten kannst dann Hut ab! Und meinen vollen Respekt aber bedenke bitte : dass ist dein Lebensweg meiner ist ganz anders.

Auch meine Grenzen liegen ganz anders,ich kann damit leben dass ich zwar vieles schaffe aber ich auch weiß ich brauch mich nicht zu opfern.

Ich habe keine Probleme meine Angehörigen zu pfegen aber ich weiß auch dass ich dann alles an Hilfe annehmen werde was nur geht. Denn ich kann nur pflegen wenn ich mich noch spüre und noch Zeit habe für die die nicht gepflegt werden müssen.

Gestern hatte ich ein nettes Gespräch und da habe ich sehr wohl gesagt es gibt in diesem Fall nur eine möglichkeit die Pflege in einem Heim. Auch wenn viele Kinder da sind so müßte doch die Frau alles leisten da alle Kinder arbeiten, eine Kraft die mithilft ist nicht möglich da die räumlichkeiten fehlen. Heute haben wir schon einen Platz gesucht in einem Pflegeheim nicht so weit weg so dass die Frau täglich ihren Mann besuchen kann.

Anderswo ist eine Kraft aus dem Ausland die richtige Lösung. Wie gesagt die damen die hier im Dorf geschafft haben haben alle einen guten Eindruck hinterlassen kommen oft noch zu besuch, einige arbeiten in der Nachbarortschaft. Ja sie sind weg von ihren familien, aber nach drei monaten gehen sie zurück und kommen dann wieder für drei monate, ind der regel sind es immer die gleichen die sich abwechseln. Es liegt immer daran wie ich jemanden behandel .
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: SiegiKam am 20.11.12, 19:23
Was den Einsatz von osteuropäischen Pflegekräften angeht... Da sind wir immer noch nicht juristisch auf der sicheren Seite, denn diese Frauen sind offiziell nach wie vor Haushaltshilfen und KEINE Pflegekräfte.

Was soll es denn für juristische Probleme geben? Die wenigsten, die zuhause die Pflege selbst übernehmen werden Pflegefachkräfte sein. Wenn die osteuropäische Haushaltshilfe auf den Opa aufpasst ist das in Ordnung, sie darf lediglich keine Behandlungspflege machen, das ist eine vom Arzt verordnete Pflegemaßnahme wie Blutentnahme, Blutdruckmessung, Blutzuckerkontrollen, Medikamentengabe, Injektionen, Vitalzeichenkontrolle und die Wundversorgung. Wobei ich sagen würde die Medikamentengabe macht der pflegende Angehörige auch, eben nach Medikamentenplan des Arztes. Die Grundpflege und die Betreuung darf jeder machen, der sich das zutraut und vom Senior oder dessen Angehörigen beauftragt wird. Passieren darf so oder so nichts. Wenn der Senior dement ist, wegläuft und ertrinkt, einen Unfall verursacht oder die falschen Tabletten nimmt, dann ist wohl immer der dran, der mit der Betreuung betraut war.

Genau das ist der Unterschied zwischen Pflegeheim und häuslicher Pflege. Im Pflegeheim muss eine gewisse Quote an Fachkräften vorhanden sein, in der häuslichen Pflege ist diese nur für die Behandlungspflege erforderlich.

Siegi
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: gammi am 20.11.12, 22:26
Ich bete jeden Abend, dass die Kinder der osteuropäischen Pflegekräfte und Saisonkräfte es total Klasse finden, was ihre Eltern in Deutschland leisten und es deshalb auch für sich als Berufsziel anstreben. Ansonsten werden einige Berufszweige in Deutschland ganz schön alt aussehen
Meinst du dass jetzt sarkastisch oder empfindest du es wirklich so?



In der Nachbarschaft von meinen Eltern hat auch ein lediger Bauer eine polnische Pflegekraft für seine Mutter eingestellt. Die war zwar Lehrerin, aber ohne Arbeit.
Ende der Geschichte: nun ist sie mit dem Bauern verheiratet und sie haben seit einem Vierteljahr ein gemeinsames Kind.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: mary am 21.11.12, 08:15
Hallo gammi,
schön, wenn es auf diese Art zu einer Ehe gekommen ist.
Eine halbe Million Pflegekräfte fehlen in der nächsten Zeit, zumindest war das eine Überschrift in der Zeitung.
Da können wir doch eigentlich nur hoffen, dass in den osteuropäischen Ländern genügend Leute dort keine Arbeit finden und hier bei uns die "ungeliebten Arbeiten" machen.
Pflege ist nicht nur sehr schlecht bezahlt, sondern hat auch nicht unbedingt ein sehr hohes Image.
Die Schleckermitarbeiterinnen werden schnellstens zu Kindergärtnerinnen umgeschult, die Pflege wird das nächste grosse Problem-
die "typisch weiblichen Arbeiten" wie Kinderbetreuung, Pflege, Reinigung der Wohnung, billige Fertigprodukte, billige Kleidung, sie müssen alle irgendwie gemacht werden, dürfen aber nicht viel kosten, denn Frauen verdienen generell weniger.
Warum das Thema Pflege, das uns alle auch einmal später mit uns selbst betrifft, so emotional geführt wird, kann ich nicht ganz verstehen.
Wir werden alle selbst alt, jeden Tag um einen Tag.
Und wie wollen wir am Alter einmal versorgt, gepflegt werden?
Vielleicht haben wir darüber dann gar nicht mehr gross zu entscheiden, weil das Geld darüber entscheidet, ob wir uns ein Altersheim leisten können oder irgendwo in Afrika oder sonstigen Ländern gepflegt werden, wo Menschen  viel billiger arbeiten.
Bis jetzt haben wir nur die Textilindustrie, die Lebensmittel zum Teil und viele andere Bereiche Dank Globalisierung in Billiglohnländer ausgelagert, wissen wir, ob in nicht allzufernern Zukunft nicht auch die nicht mehr leistbaren Lebensbereich ebenso ausgelagert werden.
Es gibt noch einige Kulturen und Zivilisationen, die den älter werdenden Menschen Achtung und Respekt entgegenbringen-
ob es dann auch noch für die vielen ausgesourcten Alten reicht?
Also bitte, hauts euch nicht die Köpfe ein, wir sind die nächsten, die alt werden.
Herzliche Grüsse
maria
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: maria02 am 21.11.12, 09:37


[/quote]

In der Nachbarschaft von meinen Eltern hat auch ein lediger Bauer eine polnische Pflegekraft für seine Mutter eingestellt. Die war zwar Lehrerin, aber ohne Arbeit.
Ende der Geschichte: nun ist sie mit dem Bauern verheiratet und sie haben seit einem Vierteljahr ein gemeinsames Kind.
[/quote]

Hallo,

sicher mal ein Beispiel mit Happyend,
aber ich möchte nicht wissen wie viele Familien kaputt gehen wenn die Mutter und Partnerin immer wieder über Wochen und Monate 
fern der Familie ist?!
Es ist schon traurig wenn so ein "Reiches gebildetes Land" es nicht auf die reihe bringt seine alten Leute von Einheimischen Pflegepersonal zu
versorgen lassen.
Ein etwas angemesseneres Gehalt für gut ausgebildete Pfleger wäre doch schon mal ein Anfang!

Lieber GRuß
Maria
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: gammi am 21.11.12, 11:52
Ich weiß, dass ganze macht mich ja auch sehr nachdenklich. 

Wo führt unsere Gesellschaft hin? Kein Platz für die Alten? Ab wenn fängt verzichten an? Wie viel kann/darf man sich zu muten?

Hab grad gesehen dafür gibt es jetzt eine extra Box.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Clara am 22.11.12, 15:44
Ich weiß, dass ganze macht mich ja auch sehr nachdenklich. 

Wo führt unsere Gesellschaft hin? Kein Platz für die Alten? Ab wenn fängt verzichten an? Wie viel kann/darf man sich zu muten?

Hab grad gesehen dafür gibt es jetzt eine extra Box.

Gammi,

Patentrezepte gibt es nicht.
Nur, die wenigsten Altenteiler sind Einzelkindeltern...  und auch Enkelkinder können und dürfen sich durchaus hier und da in die Pflege einbringen.

Pflege ist eine Bereicherung für das Leben und auch ein Teil des FAMILIENlebens, sicher sehe ich das nicht so, wenn ich gerade mittendrin stecke.

Beste Grüße,

Anja
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Stephanie am 22.11.12, 15:56
wir haben einen jungen mann aus rumänien bei uns angestelllt. der hat nun im september seine freundin mitgebracht. wir haben ihnen eine wohnung vermittelt. sie ist gelernte krankenschwester.
in einem altenheim in unserer gemeinde werden schon seit 5 monaten...ist ständig in der zeitung...arbeitskräfte gesucht. die freundin unseres mitarbeiters würde dort sehr gerne anfangen. die leiterin ist auch sehr bemüht dass sie dort anfangen kann, aber die arbeitsgenehmigung ist immer noch nicht da. pflegenotstand..da könnte das doch mit den papieren etwas schneller gehen, da sich ja auch noch keine deutsche rbeitskraft gefunden hat.
stephanie
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: maggie am 22.11.12, 16:20
Pflege ist eine Bereicherung für das Leben und auch ein Teil des FAMILIENlebens, sicher sehe ich das nicht so, wenn ich gerade mittendrin stecke.

Beste Grüße,

Anja

da kann ich dir leider nicht recht geben - für mich wäre das "unzumutbar" - ich weiss dass es dafür leute braucht, doch heisst das noch lange nicht, dass sich die familienangehörigen wirklich dazu eignen -
weisst du wievielen kranken in einem pflegeheim besser aufgehoben wären, als in den "händen" der fam. - ich weiss da leider von einigen fällen -
und ich könnte nicht garantieren ob ich das längere zeit durchhalten würde, wenn ich müsste -
vor allem wenn es um eltern oder se geht ....
beim partner oder bei einem kind ist das natürlich etwas anderes -

obwohl ich im bekanntenkreis den fall mit dem partner hautnah erlebt habe, und es war für die ganze fam. "eifach en chrampf" - früher, als die eheleute zusammenarbeiten konnten lebten sie eigentlich gut zusammen - doch nach der krankheit des einen, war es für beide  >:(  :-X und sie waren noch relativ jung !!!!
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: reyem39 am 22.05.13, 16:42
Hallo zusammen,
Ich habe auch Erfahrung mit osteurop. Pflegekraft und bin sehr zufrieden. Meine Eltern haben seit 9 Monaten eine Betreuerin, die uns durch [Werbung gelöscht} vermittelt wurde. Die Betreuerin ist dauerhaft bei meinen Eltern und gehört schon irgendwie zur Familie. Alles läuft super und wir hoffen, dass sie noch lange bei uns bleibt. Lg
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Hamster am 22.05.13, 17:45
tolle werbung.. und was hasr du uns sonst noch mitzuteilen?
wer bist du? woher kommst Du?
welches Problem haben deine Eltern?
Wie habt ihr die Wohnsituation gelöst?
etc.etc.
Was hälst DU von Claras Beitrag auf dieser Seite?


LG
Hamster
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: martina am 22.05.13, 17:51
Jo,

da ich nicht in Kempten wohne, komm ich gar nicht erst in Versuchung, mir dort eine Pflegekraft zu suchen oder vermiteln zu lassen ;)

Allerdings schließ ich mich Hamsterchens Fragen an Reyem mal voll und umfänglich an.
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Nelly am 22.05.13, 20:02
Als meine alleinlebende Oma zum Pflegefall wurde, da standen wir alle ganz doof da. Ich arbeite weiter weg, habe 2 (relativ) junge Kinder, Landwirtschaft, instabilen Mann, unberechenbare SE. Eine Pflege bei MIR zuhause wäre nicht infrage gekommen, zumal wir keinen Raum dafür gehabt hätten und alle (unterstützender Pflegedienst, Ärzte etc) bei Se durchgemusst hätten.

Meine Onkel, Tanten etc. wohnten weiter weg, arbeiten in erfolgreichen Positionen.

Da haben wir schon über eine osteuropäische Pflegekraft nachgedacht, die in unserem Fall fast von heute auf morgen hätte da sein müssen.
Dann hat ein Onkel im Netz recherchiert und kam auf einen Lohn von bis 2500 Euro, Privatraum/Badezimmer und 2 freie Nachmittage pro Woche.
Das gestaltete sich schon als schwierig, da ich als Ersatz für die freie ZEit hätte einspringen müssen, weil sich der REst der Verwandtschaft wie ein glatter Aal gewunden hat und unsere herrschsüchtige ( leicht rechts angehauchte) Oma sich mit Händen und Füßen (soweit noch möglich) wehrte.
Also haben wir uns für ein Pflegeheim entschieden. Selbst dort habe ich sie 2 mal wöchentlich besucht, habe mich um ihr Haus gekümmert, Papierkram erledigt. Auch das ging nicht so nebenher, schon garnicht an meinen NErven. Ich hätte da die Pflege nicht direkt übernehmen können wollen. Was da an Lagerung, Tabletten, Schmerzmitteln und Essenreichen, Körperpflege nötig war.

Hut ab vor den Pflegekräften aus Osteuropa, die so ein "PRogramm" alleine wuppen, ebenso vor allen selbstpflegenden Frauen, ich bewundere eure mentale Kraft!!!!

Wenn meine SE mal Pflegefall werden sollten, werde ich auch nicht pflegen wollen (Hund-und-Katz-Konstellation), aber das wollen die auch nicht wirklich. Allerdings haben wir einen Pflege-zuhause-Passus im Übergabevertrag, den ICH allerdings auch nicht unterschrieben habe.

Nell
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Beate Mahr am 22.05.13, 20:21
in einem altenheim in unserer gemeinde werden schon seit 5 monaten...ist ständig in der zeitung...arbeitskräfte gesucht. die freundin unseres mitarbeiters würde dort sehr gerne anfangen. die leiterin ist auch sehr bemüht dass sie dort anfangen kann, aber die arbeitsgenehmigung ist immer noch nicht da.

pflegenotstand..da könnte das doch mit den papieren etwas schneller gehen,


Hallo

das größte Problem ist die

Anerkennung ausländischer Ausbildungen in Gesundheitsfachberufen (http://www.rp-darmstadt.hessen.de/irj/RPDA_Internet?rid=HMdI_15/RPDA_Internet/nav/abc/abc04593-f81e-5317-9cda-a2b417c0cf46,98911120-cd8e-31f0-12f3-12b417c0cf46,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=98911120-cd8e-31f0-12f3-12b417c0cf46.htm&uid=abc04593-f81e-5317-9cda-a2b417c0cf46)

Zitat

Beim Regierungspräsidium als hessenweit zuständiger Behörde wurden im Jahr 2012 insgesamt 720 Anträge
auf staatliche Anerkennung von ausländischen Ausbildungen in Gesundheitsfachberufen
(beispielsweise Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Hebammen, Physiotherapeuten) gestellt.
Gegenüber dem Jahr 2010 hat sich die Zahl der Anträge damit mehr als verdoppelt.

Besonders deutlich ist der Anstieg bei den Anträgen von ausländischen Pflegekräften.
Mit 554 Anträgen im Jahr 2012 hat sich die Zahl der Anträge zu 2010 (188) hier sogar fast verdreifacht


Steuerlich und Arbeitsrechtlich hat sich - privat - einiges getan
aber sonst ist noch viel zutun

Gruß
Beate
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Landmama am 22.05.13, 20:41
ab Juli werden ja die EU Gesetze für die osteurop.Länder wieder vereinfacht, dann ist es einfacher hier in Deutschland zu arbeiten !
Titel: Re: wer hat auch eine osteurop. Pflegekraft für die Eltern???
Beitrag von: Stephanie am 23.05.13, 07:21
rumänien und bulgarien sind erst ab 2014 frei.
stephanie