Bäuerinnentreff

Zuerwerb/Einkommensalternativen => Berufstätigkeit der Frau => Thema gestartet von: mali am 05.06.08, 13:55

Titel: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: mali am 05.06.08, 13:55
Hallo ihr,
weil es hier ja auf fast alles und jedes einen Antwort gibt... ;D frage ich mal bei euch nach:


Meine Kinder gehen ab Sommer beide bis 16 Uhr zur Schule  :'(
Das ist nicht das,was ich gewollt habe,aber nunja,man kann sich nicht immer alles aussuchen...

Eigentlcih bin ich hier auf dem Betrieb gut eingespannt,ich fahre Kälber kaufen und mache die Aufzucht bis sie von der Milch ab sind.Außerdem großes HAus,Garten,springen wenn der Göga was will und natürlcih das tägliche ..meine Freizeit heißt:meine Pferde!

Allerdings ist es so,daß cih mcih irgendwie im"Umbruch" fühle.Ich weiß nciht,wie ich es beschreiben soll,aber ich möchte gerne irgendwas anderes noch machen.
Das hat folgende Gründe:
-ich möchte meiner FAmilie zeigen,wie selbstverständlcih ich für sie bin.Das merken sie aber erst,wenn ich nicht mehr greifbar bin!
-wir sind immer knapp bei KAsse.DAs geht mir auf den Geist,ich traue mcih nichtmal mit meiner Tochter shoppen zu gehen.Ich möchte "eigenes" Geld haben
-mit etwas Organisation läßt sich das auch im Betrieb regeln...
-ich habe manchmal das Gefühl,ich muß hier raus!Mein MAnn ist nciht grundsätzlich loyal zu mir und mit der angeheirateten Sippe ist es mir dann hier zu "eng"

Gelegentlcih gucke ich mal,was der Stellenmarkt so hergibt,ich MUSS nicht,aber wenn cih arbeiten gehe,dann etwas,das Spaß macht und zeitlich mit der FAmilie hinhaut.

Nun habe cih heute eine Stelle gefunden,die mir vielleicht Spaß machen könnte,etwas mit Pferden (das leidige misten allerdings auch dabei  :P)!!!!
15 Std/Woche,400-Euro-Basis,10 km von hier weg,kein Stadtverkehr,ich weiß wo das ist....


Hört sich gut und machbar an,allerdings jetzt an Euch:

-wie wirkt sich so ein Job steuerlich auf den Betrieb aus?
Was ist mit Alterskasse usw.???
-was muß ich beachten?

-Und....soll ich mich wirklich trauen mcih zu bewerben?????? ::)
Der Job stellt mcih nciht vor unlösbare Aufgaben,ich sehe in dem Profil ncihts,was ich nicht könnte...aber habe cih echt den Mut,hier auszubrechen und wieder eine feste Verpflichtung einzugehen???

MAli

Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: amazone am 07.06.08, 10:40
rechtlich kann ich dir gar keine auskunft geben.

aber: TRAU DICH!!!!

400,-€- jobber haben anspruch auf bezahlten urlaub und lohnfortzahlung im krankheitsfall,
nur leider "vergessen" das die meisten arbeitgeber.

es klingt als müsstest du wirklich mal raus.

also.... schreib ne bewerbung, ruf da an, vereinbare am tel gleich ein vorstellungsgespräch
und dann LOS  :D
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Erika am 07.06.08, 18:00
-wie wirkt sich so ein Job steuerlich auf den Betrieb aus?
Was ist mit Alterskasse usw.???
-was muß ich beachten?


Ein 400,-- Euro Job ist steuerfrei und wirkt sich auf den Betrieb überhaupt nicht aus, die Alterskasse musst Du ganz normal weiterzahlen und in der LKK bleibst Du Familienversichert wie bisher. Es darf aber kein Euro mehr sein !!!


-Und....soll ich mich wirklich trauen mcih zu bewerben?????? ::)
Der Job stellt mcih nciht vor unlösbare Aufgaben,ich sehe in dem Profil ncihts,was ich nicht könnte...aber habe cih echt den Mut,hier auszubrechen und wieder eine feste Verpflichtung einzugehen???


Einfach versuchen  ;) Warum nicht. *Eigenes* Geld ist immer schön und ein paar zusätzliche Euros kann heutzutage fast jeder gebrauchen. Sollte es sich mit der Arbeit zu Hause nicht vereinbaren lassen, dann hat man es wenigstens versucht.



Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Sasa am 07.06.08, 22:51
Und sollte es zu Hause anfangs etwas "zähe" gehen- nicht entmutigen lassen. Ich habe seit 2 Jahren einen Putzjob für nebenbei- nur samstags und nur im Sommer. Nach ein paar Monaten kam ich mal nach Hause- und hätte gleich ne Sonderschicht einlegen können >:(.

Ich hab einen Tobsuchtsanfall gekriegt und gesagt, gut , dann kündige ich eben. Au wei, was wurden meine Töchter da flott- im Null komma Nix war alles gemacht. Sie wussten ganz genau, wo Mamas extra Euros meistens landen ;D
Titel: Ausgenutzt im Minijob
Beitrag von: passivM am 01.03.09, 11:00
Hallo Ihr Lieben,

ich schreibe es mal bei "400-Euro-Job", aber es ist nur ein 165-Euro-Job (ohne Hartz4-Bezug):
Ich hätte gerne mal euere Meinug gewusst.

Als Wiedereistiegsmöglichkeit habe ich mich für diesen Minijob entschieden, 15 Wochenstunden für 165 Euro. Ich bin Schneiderin, arbeite in einer Boutique als Änderungsschneiderin und als Verkaufshilfe. Wenn ich noch Zeit habe, mache ich auch mal ein paar Entwürfe (z.B. schickes kurzes Kleid oder Oberteil), erstelle den Schnitt, und dann nähe ich das Teil.
...also viel Engagement für wenig Geld.

Ich sehe es als sich selbst finanzierendes Hobby an.

Aber langsam bekomme ich Frust:

Irgendwann war meine Chefin auf einer Messe. Eigentlich sollte ich mit, und meine 17-jährige Tochter sollte bei der Brautmodenschau modeln. - Das hat meine Chefin so sang und klanglos unter den Tisch fallen lassen. Mehr beiläufig hat sie mir erzählt, dass meine Tochter doch nicht laufen soll. Ich soll an dem Sonnabend in den Laden gehen - für 5 Euro/Stunde. Wow  ::).
Es muss da jemanden geben, der kann meinen (leichten) hessischen Aktzent nicht leiden. Und ich vermute, dass DAS der wahre Grund für ihren Sinneswandel ist.

Und dann kam am Freitag auch noch so eine Bemerkung von ihr, als ob ich ihr nicht schnell genug nähe...

Ich hab' das Gefühl, wenn ich der den kleinen Finger gebe, dann will sie gleich die ganze Hand.

Eigentlich hatte ich für nächsten Sonnabend ja schon zugesagt - als ich noch davon ausging, dass meine Tochter mit modelt. Jetzt überlege ich, ob ich für Sonnabend absagen soll   ....vielleicht weil wir mit den Mädels nach Rostock oder Berlin fahren, was auch eine kleine Entschädigung für unsere Große wäre....

Ich finde, die Frau erwartet zu viel für das bisschen Geld.
Ich muss mir da wohl mal ein bisschen REspekt verschaffen.

Aber die Alternative zu diesem Job wäre entweder KEIN Job oder ein Job in der Produktion (also immer die gleiche Naht nähen, fast wie Fließbandarbeit). Das würde mir auch nicht gefallen. - Also überlege ich mir, wie weit ich mich aus dem Fenster lehnen kann.

Ich muss dazu sagen: Hier in Meck-Pomm ist die Arbeitlage ziemlich besch......
In Hessen würde man für etwa 2,80 Euro Sundenlohn nicht mal in der Nase bohren, wenn gerade kein Kunde im Laden ist.

Auf mehr Lohn zu bestehen ist auch keine Lösung. Die KANN keinen Arbeitsplatz vernünftig bezahlen, mangels Umsatz.

Was meint Ihr denn zu dieser Sachlage?

(Ich warte auf Antwort, zwecks Entscheidungshilfe am Montag.  ;) )


Nachtrag: Ich habe sichereitshalber mal ein paar kl. Details rausgelöscht.
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Marjellche am 01.03.09, 13:28
Hallo AnnaAnna,

wie würde denn der Verdienst bei einem Job als Schneiderin in der Produktion aussehen?

Klar ist das mit Sicherheit kein Traumjob, aber wenn da durch ein einigermaßen angemessenes Gehalt Deine Leistung mehr anerkannt würde - warum nicht?
Hatte auch schon mehrere Schüler-/Studentenjobs am Fließband - sicher, die Arbeit ansich ist relativ eintönig, aber es hat mir immer Spaß gemacht, weil die Arbeitskollegen immer ne ganz lustige Truppe waren... und das Geld am Monatsende hat mir mit Sicherheit auch dabei geholfen, daß ich meine Freizeit schöner gestalten konnte und auch ein besseres Selbstwertgefühl hatte.

Aber sowas kann nur jeder für sich entscheiden.

Bevor ich eine Entscheidung treffen würde, würde ich an Deiner Stelle nochmal mit der Chefin sprechen. Vielleicht sieht sie es ja ein und es findet sich eine Lösung.

Lieben Gruß!

Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 01.03.09, 13:53
Hallo Ihr Beiden,

das stimmt mich schon nachdenklich, vor allem Naimas Beitrag.
Demnach sollte ich wohl doch nicht "so große Rosinen im Sack haben" (kennt Ihr den Spruch?  :D )
Ich hab' ja noch keinen anderen Job an der Hand.

Das mit dem Fließband  ???
Sooooo viel verdient man in der Textilbranche am Band auch nicht, und es ist Schicht.
Jetzt hole ich mir viel Bestätigung durch die Kundschaft,
im Grunde habe ich auch viel Spaß mit meiner Chefin,
Ich werde langsam als Schneiderin bekannt,

und ich könnnnnnnnte mir ja vooooorsichtig die eine oder andere Änderung privat an Land ziehen.... :-X
(Ich muss nur mal schauen was mit dem Keilriehmen an meinem Schnellnäher ist. Ich glaube, den haben wir beim Ab- und wieder Aufbauen -Transport aus Hessen  :D- irgendwie überdehnt. Der die Maschine "dreht etwas durch", und so ist mein Schnellnäher zur Zeit ein Langsamnäher....)

Und ich kann noch ein bisschen "üben" in Sachen Schnitte erstellen. Die Stoffe bezahlt die Chefin  ;)  Ich mein, ich bin ja (nur) Schneidergesellin. Schnitte konstruieren ist Sache der Meisterin, einer Schnitt-Directrice oder evtl. auch die Sache einer Desingnerin. Ich hab' mir bei meiner Lehrmeisterin vieles abschauen können, und jetzt "vervollkommne" ich meine Kenntnisse auf dem Gebiet.

Vielleicht ist das die bessere "Rache" -wink zu wombel, die im Moment ja auch Rachegedanken hegt ;) (Bei ihr ist die Lage allerdings unvergleichbar schlimmer).
Aber: Die beste "Rache" ist wohl eher eine logische konsequenz, von der man selbst am meisten profitiert.
Richtig?  ;)

Ich halte also erstmal die Klappe, tue schön naiv, und sehe zu, dass ich langsam aber sicher ein "eigenes Einkommen" erreiche. Dabei ist mir die Arbeit in der Boutique sicher hilfreicher, als wenn ich schmollend in meinem Dorf hinter 'm Ofen sitze.  (Eigene Visittenkarten hab' ich schon  ;)  -  mit der Boutique-Adresse und meiner priv. Handynummer. Die Chefin kennt meine Visittenkarten, und sie ist damit einverstanden...  Viola!  8) )

Was meint Ihr?
Eine gute Idee?
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Mogli am 01.03.09, 14:00
Ich denke auch, das ist eine sehr gute Idee. Viel Glück und du schaffst das schon. Du hast schon so viel auf die Reihe bekommen. Aber ich frage mich, wie kann man hessischen Dialekt nicht mögen? Ich find den schön. LG Helga
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Filia am 01.03.09, 16:32
Hallo Anna,

wenn du jetzt für den nächsten Sonnabend absagst, könnte deine Chefin das schon als kleinen Rachegedanken wegen des Nicht-Modelns deiner Tochter werten.  ;)

Was passiert denn mit den von dir genähten Entwürfen? Werden diese verkauft? Vielleicht kannst du da auf Dauer einen Kompromiss finden, in dem du am Verkaufserlös beteiligt wirst?

Sieh es positiv, gehe nächsten Sonnabend in den Laden und zaubere einen schönen Schnitt.  :D

Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 01.03.09, 20:06
Danke für euere lieben Antworten  :)

Aber dass die mich am Verkaufserlös (angemessen) beteiligen würde, glaube ich nicht.
Neulich hatte sie mal kein Geld in der Kasse, als eine kl. Lieferung kam. Ich legte aus. Am nächsten Tag erhielt ich mein Geld anstandslos zurück, aber auf Heller und Pfennig. Dabei hätte sie doch um den 1,50 Euro auf den nächsten Zehner aufrunden können, oder? Also, ich finde so was kleinlich.

Ich hab' jetzt angefangen, bei eBay und bei payPal ein Konto einzurichten.

Nach Absprache mit meinem Mann will ich sehen, dass ich ab und zu mal was bei eBay verkaufen kann, damit ich wenigstens ein bisschen Geld rein bekomme. Ich nenne das Projekt "Meine Mode".
...... für Tipps diesbezüglich bin ich übrigens sehr dankbar !

Ich sag' mal für Samstag ab, und dann sehen wir weiter.
...oder ich kopiere mir meine Schnitte. Da hab' ja wohl so was wie ein Urherberrecht drauf.  ;)
Mein Mann meint, das bringt nichts, schon wegen der einfachen Strecke von jedesmal 23 Kilometern.
Und ich muss erstmal nähen, Bilder machen....
....und Stoff brauche ich auch!  (Den bestelle ich im Internet.)
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 01.03.09, 20:25
Aaaah, Schlagwörter!
Der erste Tipp  :D

Nach was würdet Ihr denn suchen, wenn Ihr ein schickes Kleid sucht, oder einen Zweiteiler zum Beispiel?
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 01.03.09, 20:56
Anna, an anderer Stelle hat doch jemand ein festliches Kleid für die Tochter gesucht, die zu groß für Kinderkleidung und zu schmal für Damenkleidung war. Vielleicht ist dass eine Marktlücke?

Luna

Es gibt so viele Frauen, denen die Standardgrößen nicht passen. So wie mir auch (1,60 m). Die Kurzgrößen sind oft so omamäßig.

He, das ist eine tolle Idee !

Das ist mir im Laden auch schon aufgefallen - wegen der bevorstehenden Jugendweihe und Abiball und so!  ...hauptsächlich Jugendweihe. Das ist dieses Jahr schon etwas spät, glaube ich. Aber macht ja nichts! Das muss ich mir merken!  :D Größe 34/36 oder so.
Ich muss mir in der Größe mal einen schmalen Etuikleid-Schnitt besorgen. Dann hätte dich fast einen Grundschnitt, den ich dann entsprechend varriieren könnte.
Notfalls kann ich ja Taille, Hüft- und Brustweite bei eBay angeben.


Nachtrag:
Mensch! Ich Depp... ich hab' doch 'ne Größentabelle mit Körpermaßen ab Gr. 32... ::)

Nachrag: Ich hab' sicherheitshalber mal ein paar kl. Einzelheiten rausgelöscht.
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: peka am 01.03.09, 21:03
Hallo Anna,
ich kann nicht nähen!!!  Daher finde ich es toll, wenn andere selbstgeschneiderte Sachen tragen oder ändern und flicken.

Meine Leidenschaft ist das Kochen. Da ich immer wieder bei Bekannten zur Kommunion gekocht habe, habe ich vor ein paar Jahren ein Gewerbe als Mietköchin ( Neben-Selbstständigkeit) angemeldet. In der Buchführung / Steuererklärung läuft das unter "eigene Einkünfte der Ehefrau". Die Leute können meine Rechnungen als Haushaltsnahe Dienstleistung absetzen und mir kann keiner etwas wegen Schwarzarbeit. Wichtig: Verdienst darf nicht zu  hoch werden, sonst muss man sich selbst versichern.

Mein Vorschlag wäre: Erst mal Faust in der Tasche machen und weiterarbeiten. Nebenher Nähmaschine wieder in Gang bringen und hier und da anbringen: ich nähe, mache vielleicht auch Änderungen oder flicke. Vielleicht auch Aushänge in Geschäften oder lokalen Zeitungen.
Ich kenne eine Frau, die macht genau das!!! Sie hat einen Raum als Nähzimmer eingerichtet und hat auch eigene Creationen dort ausgestellt. Die kann man sich dann " auf den Leib schneidern lassen".  Ich habe dort schon Arbeitswäsche von meinem Mann zum Flicken hingebracht. Rechnung kam nachher sogar in die Buchführung.

liebe Grüße
peka
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 01.03.09, 21:21

Ich kenne eine Frau, die macht genau das!!! Sie hat einen Raum als Nähzimmer eingerichtet und hat auch eigene Creationen dort ausgestellt. Die kann man sich dann " auf den Leib schneidern lassen".  

Hallo peka,

DAS war meine erste Idee  :) bevor ich auf die Idee mit eBay gekommen bin.
Ich hätte unser Gästezimmer (mit Doppelbett mittendrin  ::) ) Ich brauch' sowohl das Nähzimmer, als auch das Gästezimmer. Deswegen wird es mit dem Ausstellen schwierig. Und den Kundinnen muß ja auch das passende Ambiente geboten werden. Ein weiteres Problem ist, dass wir halt ziemlich weit drausen wohnen. So kam ich auf eBay  ;)
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Marjellche am 02.03.09, 09:07
Wir haben auch eine Frau im Ort, die macht für den gesamten Ort (ca. 1200 Einwohner) in ihrem Nähzimmer daheim Änderungen und Reparaturen.

Was soll man machen, wenn das Kleidungsstück noch gut ist, aber der Reißverschluß kaputt. Also ich kann keinen neuen einnähen...  ::)
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Sasa am 02.03.09, 17:57
Hallo AnnaAnna,
die Dame, die festliche Kinderkleidung für ihre etwas aus der Norm geratenen Töchter suchte, war ich ;D

Nachdem ich jetzt meinen Kurs "Meine Nähmaschine und ich" bei der Volkshochschule besucht habe (hieß wirklich so!) und meiner "Näh-Lehrerin" mein Leid geklagt habe, bekam ich zur Antwort: "Aber das kannst Du doch selber!"
Dieser Kurs war wirklich spitze; wir trafen uns zum Vorgespräch mit ihr und wurden in Gruppen mit jeweils 4 Frauen eingeteilt. Jede brachte ihre eigene Maschine mit und etwas, was sie nähen bzw. reparieren wollte. Bisher konnte ich zwar gerade Nähte nähen, aber Reißverschlüsse oder etwas enger bzw. weiter machen waren immer eine echte Herausforderung für mich ;D
Wir saßen zu viert an drei Vormittagen in einer ehemaligen Schule. Die Dozentin hatte durch die kleine Gruppe wirklich die Möglichkeit, sich zu jeder an die Maschine zu setzen und ihr zu zeigen, wie die Maschine funktioniert, wie man zuschneidet, misst usw. Mir hat der Kurs wirklich viel gebracht. Reißverschlüsse sind jetzt kein Problem mehr und mit der Dozentin habe ich einen einfachen Grundschnitt für die Kleider herausgesucht und schon mal mit günstigem Baumwollstoff jeweils ein "Probekleid" genäht ;D Sind mir gut gelungen!

Unsere Dozentin sagte, vor Kursanfragen könne sie sich kaum retten- sie könnte die dreifache Menge an Kursen geben. Viele Frauen möchten sich etwas ändern, einen Reißverschluß austauschen, können aber kaum oder gar nicht mit der Nähmaschine umgehen.
Vielleicht wäre so etwas auch eine Möglichkeit für Dich? Die Zeiten kann man sich ja frei einteilen...

Wo ich bei Ebay das Problem sehe: Wenn Du auf Bestellung nähst, ´mußt Du Dich ja nach den Maßangaben der Kunden richten. Wenn die sich nun vermessen und das Kleidungsstück nicht passt, hast am Ende Du das Theater?
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 02.03.09, 20:53
Hallo Sasa,

nein, ich will nicht nach Maß nähen. Das wäre nichts, wenn eine andere misst (wer weiß, wie ::) ) und ich soll dann danach arbeiten, bzw. den Kopf dafür hinhalten dass das dann passt. Und ich müsste ja auch in Vorlage treten, Stoff kaufen, Reißverschluss und, je nach Modell, evtl. noch Spitze, Samt- od. Satinbänder und so weiter. Und was ist, wenn es hinterher nicht gefällt?

Ich stelle mir das so vor, dass ein ein Teil nähe und es dann mit Größen- und/oder Maßangaben ins Internet zum Verkauf stelle.
Ein fertiges Teil kann ich fotografieren, und ins Internet stellen, und jeder sieht gleich das Ergebnis.

Und die Stoffe kann ich so ordern (auch übers Internet) dass ich sie günstig bekomme.
Es nutzt mir ja nichts, wenn mir jemand schreibt: "Ich möchte einen bordeaux-gründigen Rosenjaquard" und ich finde so einen Stoff nicht, oder nur für ab 35 Euro pro Meter...

Mit meiner Chefin habe ich mich übrigens wieder "vertragen". Das war von denen nicht so gemeint. Sie hat mir die Einzelheiten erklärt und ihr Mann (den sie anrief) muss wohl zu ihr gesagt haben: "Sprecht euch aus." Na ja. Irgendwie bin ich froh. Wir haben uns ja von Anfang an gut verstanden.

Aber das mit eBay mache ich trotzdem !  ;)

Sasa, hast du denn jetzt was für deine Tochter gefunden?
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Sasa am 03.03.09, 11:39
Hallo AnnaAnna,
ja, habe ich. Eine BT-Kollegin hatte einen Link eingestellt, in dem ein wunderschönes Kleid abgebildet war, genau so, wie die Kleine es haben wollte ;D Schwieriger war es mit der Mittleren- die mag eigentlich gar keine Kleider, und wenn schon ein Kleid oder Rock, dann soll es (Zitat) " ein richtiges Abendkleid sein". Aber eine Elfjährige ( gerade mal so!) im Abendkleid? ???

Aber, ich habe ja eine Mutter, die nie etwas wegwirft ;D Auf dem Dachboden meiner Eltern fanden sich dutzende alte Burda Hefte aus den 50gern und 60gern. Da schleppte Tochter eines an und sagte: " So ein Kleid will ich - wie in der Bräuteschule im Fernsehen". Oje, und das mir... :o
Mit Hilfe unserer Dozentin des Nähkurses- sie hatte ihre Telefonnummer rumgegeben, wir könnten sie gerne anrufen, wenn wir Fragen haben, habe ich einen Schnitt gefunden, der, nachdem ich wusste, wie man solche Schnitte "liest" auf die Maße unserer Mittleren übertragen wurde. Damals waren wohl die Damen allgemein etwas kleiner, es musste gar nicht viel geändert werden. Dieses sei ein ganz einfach zu nähendes Modell, ermutigte mich die Dozentin. Dann habe ich ein "Probekleid" aus Baumwollstoff genäht- sieht klasse aus. Immerhin hat das Kind somit schon mal ein Sommerkleid, ein Bekleidungsstück, was sie schon seit Jahren nicht mehr besaß ;D
Und nun sitze ich am "Abendkleid"- aus einfarbigen Stoff, denn Muster machen mich nervös ( damit kann ich nicht umgehen; ich musste schon mal eine fast fertige Übergardine wieder aufmachen, weil die Teddybären auf einer Seite auf dem Kopf standen ;D), nähe vorsichtig Naht um Naht und finde mich ab und an
für schwierige Passagen bei der Dozentin ein- bisher klappt es gut...
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 03.03.09, 20:46
Hallo Sasa,

das klingt ja super. Du lernst das noch  ;)  Wenn man es erstmal ein bisschen kann, dann macht es auch richtig Spaß.  Ich musste lachen, als ich deine Geschichte von dem Kleidermodell aus den 50ern a la Bräuteschule gelesen habe  :D

Nur so lernt man das.  Üben  ;)  :)

Ich hab' zwar noch nie so einen Nähkurs mitgemacht. Ich glaube, die nähen da unter Anleitung ein oder zwei einfache Modelle...? Aber ich glaube, mit deinem Sprung ins kalte Wasser lernst du mehr.
Wenn ich einem Nähanfänger begegne, gebe ich mein Wissen gerne weiter, erkläre, zeige, und lege auch mal mit Hand an. Das ist für den anderen, der es nicht kann, sicher hart - härter als ein Nähkurs "ohne Risiko" inmitten vieler Nähanfänger. Aber ich denke, so lernt man mehr...
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: gschmeidlerin am 19.03.09, 23:10
Liebe Anna und alle mit Minijobs- ich glaube Anna du bist am richtigen Weg - mach dich selbstständig. Ich habe auch ein Nebeneinkommen gesucht und backe jetzt zweimal in der Woche "Die gesunde Schuljause", die ich in drei Schulen anbieten kann - verdiene ca. 800 Euro im Monat und kann zuhause in meiner Küche arbeiten und fahr dann eine Zustelltour. Komme im Schnitt auf einen Stundenlohn von 12 € - also traut Euch!

Liebe 'G'rüße Eva
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: peka am 20.03.09, 20:52
Hallo Eva,

es wundert mich ein wenig dass du in deiner eigenen Küche arbeiten darfst. Hier in NRW muss man eine "angemeldete Küche" haben, um Essen außer Haus liefern zu dürfen. Nach meiner Gewerbeanmeldung hatte ich das Lebensmittelamt hier um meine Küche zu begutachten. Denen musste ich dann wieder mal erklären, dass ich in den Küchen der Auftraggeber koche.
In der Küche des Heuhotels, in dem ich von April bis Oktober arbeite, haben wir 1 x im Jahr eine Kontrolle. Dabei wird die Sauberkeit geprüft und ob sämtliche Aufzeichnungen wie z.B. Kühlschranktemperatur, Desinfektionen und auch meine Belehrung odnungsgemäß geführt worden sind. Viel Schreibkram!!
Bei deinem Verdienst ist es denke ich auch ein eher ein 2. Standbein, als ein Nebenjob. In der Größe muss man sich ja schon selber versichern. Das möchte ich, wenn möglich nicht. Dann würde sich meine Arbeit nicht mehr lohnen -oder ich müsste mit meinen Preisen höher gehen. Die Folge wäre, die Leute lassen evtl. doch das Essen von einem Partyservice liefern, der dann billiger ist als eine Mietköchin.

liebe Grüße
peka
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Beate Mahr am 10.04.09, 13:39

Liebe Anna und alle mit Minijobs- ich glaube Anna du bist am richtigen Weg - mach dich selbstständig.


Hallo Anna

hab da einen Link www.vondir.de dort kann man selbst hergestelltes verkaufen
ähnlich wie ebay denek ich

Gruß
Beate
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 10.04.09, 23:43
Hallo Beate,
das ist ja ein super Link. DANKE  :-*
...hab' mich gleich da angemeldet  ;)
Lach' mich nicht aus, aber bei eBay hatte ich mich (noch) nicht getraut  :D
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Marlis am 11.04.09, 11:49


Huhu Anna hier kannst Du auch selbstproduzierte Sacehn verkaufen.

http://de.dawanda.com/
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 08.07.09, 15:27
Hallo Ihr Lieben,

*seufz*, zur Zeit nähe ich gerade an meinem Wintermantel. Denn will ich dann auch im Internet auf meiner Mode-Homepage als "Auftragsarbeit" und als "unverkäuflich" im Shop bei vondir.de ausstellen.

Das mit dem Verkaufen der Mode via Internet will nicht klappen.
Deswegen nähe ich zur Zeit für den Hausgebrauch. Nach meinem Mantel ist ein Mantel für meine Tochter dran.

Jetzt habe ich mich entschlossen (gegen den Rat meines Mannes) noch einmal alles auf eine Karte zu setzen und eine eigene Duftlinie anzubieten (purpur somnio).

Ich habe mir folgendes überlegt: Die Flacons könnte ich zum Beispiel in einer Boutique oder in einem Frisör-Salon in Kommission geben. D.h. dem Ladeninhaber entstehen erstmal keine Kosten. Wenn er einen Duft verkauft, erhalte ich den Kaufbetrag und er erhält eine kleine Provision.
Im Internet will ich, ohne weitere Versandkosten, 47 Euro nehmen. Statt der Versandkosten (die ich trage) könnte ich zum Beispiel dem Frisör seine Provision geben.

Was haltet Ihr denn von dieser Idee?

Die Flacons und die Verpackung haben übrigens mein eigenes (von mir entworfenes) Logo  :D  Ich könnt ja mal nachschauen, wie Euch das gefällt ( http://somnio.jimdo.com (http://somnio.jimdo.com) )

*

Und nochwas, weil 's gerade so gut zum Thema passt:

Falls jemand von Euch Lust hat, selbst einen eigenen Duft zu entwerfen,
dann schickt mir bitte eine pm.
Ich kann Euch die website und einen Gutscheincode übermitteln,
bei dem Ihr 10% Rabatt auf Euere Duftbestellung erhaltet  ;)
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: Mucki am 08.07.09, 15:45
hallo Anna ,
nähst du des alles selber? und den entwurf wo hast du die her?
 Hochachtung
LG Mucki
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 08.07.09, 17:37
Hallo Mucki,
danke für das Lob. Ich habe Schneiderin gelernt, und die Entwürfe mache ich selber. Hobby :-)
Titel: Re: 400-Euro-Job---worauf achten???
Beitrag von: passivM am 25.07.09, 22:48
Hallo Ihr Lieben,
und: Hallo Marlis,

jetzt habe ich mich doch bei daWanda angemeldet, und zwei meiner genähten Sachen eingestellt. Das Einstellen kostet eine kleine Gebühr. Naja, mir ist aufgefallen, dass ich beim Googlen immer wieder daWanda finde. Ich habe mich also nur wegen dieser Werbung da eingetragen. Mal sehen, ob es was bringt. - Es ist gar nicht so einfach, an das Geld der Leute zu kommen.  ;D

Wegen der Parfumgeschichte, Purpur Somnio, habe ich eine günstigere Vermarktungsstrategie gefunden, bei der ich nicht erst in Vorkasse treten muss. Und für den Kunde ist es auch wesentlich billiger.
Jetzt suche ich noch ein Labor, das mir mein Tus-Naturparfum abfüllt ...günstig abfüllt  ::).

Aber so recht will es mit dem Verkaufen nicht klappen.  :( Langsam zweifele ich an meinem Verkaufstalent. Aber solange sich die Kosten im Rahmen halten, kämpfe ich weiter. Liegt es am (falschen) Produkt, an der Aufmachung oder an der allgemeinen Wirtschaftslage oder was? Aber Aufgeben gilt nicht.  ;)

Drückt mir mal die Daumen  ;)