Bäuerinnentreff

Familie und Co. => Familienbande => Generationsprobleme => Thema gestartet von: reserl am 09.11.06, 08:50

Titel: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: reserl am 09.11.06, 08:50

.... kann das für die junge Betriebsleiterfamilie oft genug eine Belastungsprobe sein.

Wie habt ihr das geregelt?
Zahlen berufstätige Geschwister, die noch auf dem Hof wohnen, Kostgeld?
Wird von ihnen Mithilfe im Betrieb erwartet?

Welche Vereinbarungen gibt es dazu?
Titel: Re: Wenn Geschwister noch auf dem Hof leben.....
Beitrag von: Margret am 09.11.06, 09:42
Hallo,

es lebt bei uns noch ein Bruder(32) meines Mannes mit auf dem Hof.
Wenn ich mich recht erinnere,  hatte er lt. Hofübergabevertrag  bis zu seinem  30. Geburtstag  ein Wohnrecht eingetragen in der (rel. großen) Wohnung der Eltern.

Er lebt haushaltsmäßig bei den SE  in deren Haushalt dabei (kochen, waschen, bügeln, usw. geht mich nix an, das  macht im Moment meine SM für ihn mit).
Soviel ich weiß,  gibt er denen Kostgeld.   

Aber Strom und Wasser geht auf unsere Rechnung,  dafür bezahlt er uns einen bestimmten vereinbarten Pauschal-Betrag.
Er hat sein Auto dastehen,  seine Reifen im Schuppen usw.  Das finde ich aber auch völlig in Ordnung so.

Er ist ein ruhiger Bürger,  wir kommen gut aus,  er stört mich überhaupt nicht.
Betrieblich hat er keinerlei Interesse  und er mischt sich überhaupt nicht ein.
Weder betrieblich  noch familiär .

Wir erwarten eigentlich keine Mithilfe von ihm  außer in Ausnahmefällen.    Wenn er dann Zeit hat,  hilft er,  wenn nicht  eben nicht.
Ich denke,  da kann man nicht darauf aufbauen,  dass der Betrieb von den Geschwistern mit am Leben erhalten wird.

Ab und zu  "zwingt" ihn sein Vater,  dass er z.B. Hecken schneidet  oder so ums Haus.
Das ist aber sehr selten,  vielleicht 3 x jährlich.

Er ist beruflich gut ausgelastet   und er  stellt uns die ganze EDV unentgeltlich zur Verfügung.

Für uns ist das im Moment völlig in Ordnung so.

Wie es sich entwickelt,  wenn SE  später starke Unterstützung brauchen usw.  - das wird man sehen...

Margret
Titel: Re: Wenn Geschwister noch auf dem Hof leben.....
Beitrag von: Margret am 09.11.06, 19:46
Nachtrag:

ich könnte das Ganze vielleicht nicht ganz so locker sehen,  wenn

-  er keinerlei Geld abgeben würde
-  er in Freizeit schwelgen würde und diese demonstrativ ausleben würde daheim
-  er von der Persönlichkeit her anders wäre  (besserwisserisch,  einmischend,...)
-  die von ihm benutzen Zimmer  für uns in irgendeiner Weise geschickt verwertbar wären
(wir könnten sehr gut ein weiteres Zimmer gebrauchen,  aber die von ihm benutzten Räume  könnten von ihrer Lage her niemals  z.B. als unser  Büro, Gästezimmer, Kinderzimmer, Arbeitskräfte-Zimmer  o.ä.  dienen,  da mitten im Bereich der SE gelegen

Margret
Titel: Re: Wenn Geschwister noch auf dem Hof leben.....
Beitrag von: michlbeirin am 09.11.06, 20:04
Hallo beisammen!

bei uns lebt auch noch ein Bruder meines Mannes auf dem Hof. Unsere Kinder lieben ihn und freuen sich jedesmal, wenn er von der Arbeit heimkommt. Er zahlt kein Kostgeld (lt. Übregabevertrag müsste er was zahlen, aber wir wollen nichts). Er hilft, bei der Heuernte, richtet Maschinen, passt mal auf die Kinder auf. Ich finde ihn total praktisch, und hab kein Problem damit, das er noch auf dem Hof lebt. Im Gegenteil, wenn er mal ausziehen sollte, find ich das schade.

LG
Edith
Titel: Re: Wenn Geschwister noch auf dem Hof leben.....
Beitrag von: Helhof am 10.11.06, 21:27
Hallo Edith,
bei uns ist das ähnlich. Mein Schwager ist nicht sehr viel zu Hause, aber wenn er "verfügbar" ist, dann hängen die Kinder an ihm.
Titel: Re: Wenn Geschwister noch auf dem Hof leben.....
Beitrag von: Landmama am 11.11.06, 10:39
ich hab auch noch zwei Brüder, die noch im Hotel Mama wohnen ;D

wir kommen inzwischen ganz gut aus, helfen tun die im Notfall auch mal aber beide leben Ihr Leben mit 23 und 24 Jahre haben noch gar keine Lust ans heiraten zu denken, das ist eben ne andere Generation !

beide müssen auch kein Kostgeld abgeben, lagern Ihr "Gerümpel" auch in unseren Garagen und Hof....können auch alles brauchen  ;) vom Autostarterkabel bis hin zum Feuerzeug  ;
aber wie gesagt, wir kommen relativ gut aus, meine Kinder freuen sich auch jeden Tag auf die beiden....
Titel: Re: Wenn Geschwister noch auf dem Hof leben.....
Beitrag von: schoo am 11.11.06, 11:22
Hallo!

Mein Mann hat noch drei Brüder (31, 28, 23) die bis vor kurzem bei den SE im Austragshaus leben. Laut Übergabevertrag haben sie Wohnrecht, bis sie 30 sind. Der Älteste ist vor wenigen Wochen ausgezogen.

Sie müssen kein Kostgeld abgeben, Strom und Wasser gehen auf unsere Kosten. Ich finde es schon eine finanzielle Belastung, dass statt zwei alte Leuten ein Fünf-Personen-Haushalt Nebenkosten verursacht, die von uns bezahlt werden müssen.

In der Erntezeit hilft ab und an mal jemand von den dreien, Fahrsilo abdecken oder Stalldienst, das kann man sich aber an einer Hand abzählen. Schließlich sind alle berufstätig und haben auch nicht immer Zeit. Über diese Hilfe sind wir jedoch sehr dankbar, man kann da jede Hand gebrauchen.

Selbstverständlich werden sämtliche Maschinen und Werkzeuge von den Jungs mitbenutzt, was ich auch in Ordnung finde.
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Biobauer am 08.05.07, 12:50
Hallo,dann red halt deinen mann den hausbau wieder ein ,die option habts doch noch imma.
nachdem es bei uns in der familie letzte sjahr einen riesenkrach gab hab ich so ziemlich ale kontakte abgebrochen zu einen familienzweig und auch mal sehr deutlich meine meinug dazu gesagt.seitdem gelte ich zwar als stur und uneinsichtig,aber es lebt sich wesentlich leichter,würd ich imma wieder machen .
servus Herbert
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: fanni am 08.05.07, 15:39
Hallo Andrea,

ja das mit der Sippe ist hier ein "Ewigkeitsthema". Manchmal könnt ich auch....................Bei mir heißt eine meiner Schwägerinnen nur "schwarze Wolke," weil sich meine Stimmung echt zuzieht, wenn ich nur den BMW auf dem Hof seh.
Mag jetzt gar nicht mehr dazu sagen, aber ich lese aus Deinem Beitrag nicht nur den berechtigten Frust, sondern auch eine gehörige Portion Humor und auch Durchsetzungskraft, deinerseits.- Stimmt´s oder hab ich recht?

In diesem Sinne auf eine schöne Zeit für dich, im BT und auch in Haus und Hof soll es besser werden.

Fanni
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Wendi am 08.05.07, 20:36
Hallo Andrea,
Ratschläge kann ich Dir keine geben, aber mitfühlen kann ich gut. Ich habe nur eine Schwägerin (ledig, 44J), die die letzte Zeit eher selten "zu Gast" ist, aber während ihrer monatelangen Arbeitslosigkeit sich zuvor wieder auf dem Hof eingenistet hat. Sie hat alles beobachtet und uns um die Luft zum Atmen beneidet und manchmal in die Kartoffelkasse gegriffen. Frag nicht wie mein Blutdruck schon am frühen Morgen stieg, wenn ich um halb sechs in den Stall ging, während sie noch in den Federn lag. Solange sie bei ihrer Mutter (meiner SM) dann im alten Hofhaus lebte, natürlich z.T.mit auf unsere Kosten hat sie nie einen Finger krumm gemacht auf dem hof.
Gruß Wendi
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: michlbeirin am 08.05.07, 21:07
Dazu glaub ich, muß ich auch ein Kleines Erlebnis schildern:

ich hab zwei Schwägerinnen. Mit einer kam ich von Anfang an gut aus, die war auch hilfsbereit, nicht aufdringlich und wir haben gleiche Interessen. Bei der anderen war es bißchen anders. Sie kam mir zu oft vorbei, auch unter der Woche saß dann am Küchentisch und hat SM (ich hab mich so gut wie immer verdrückt) in Grund und Boden geredet. Ein schöner heißer Sommertag, sie kommt wieder: "Ach mir ist soo langweilig und weil ich daheim eh nichts zu tun hab, dachte ich ich schaue bei euch vorbei." Gut dachte ich, Arbeit kannst du haben.  Ich stellte zwei volle Schüsseln Birnen vor sie hin, drückte ihr ein Messer in die Hand, stellte Weckgläser hin und sagte, schälen, Birnen achteln und ab in die Gläser. Sie hat zwar lange gebraucht (SM hat ihr dann geholfen, ich glaub, der war das peinlich, wie ich ihre Lieblingstochter behandelt hab), aber die Aktion hat ihren Zweck erfüllt. Seither hab ich keine Probleme mehr mit ihr. Ihre Besuche haben sich auch sehr eingeschränkt  :-)

mfg
michlbeirn
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Sonnenblume2 am 09.05.07, 08:48
hallo,
kann bezüglich 'Geschwister von Ihm' auch schon ein Buch schreiben.
Mit seinem Bruder (zugleich Nachbar) sind wir nicht mehr gut zu sprechen, der ist ständig um Werkzeug, Hofprodukte, Brennholz, Hoftracktor, ... gekommen UND hat dafür (fast) nie geholfen.
Einmal musste ich mir von ihm sagen lassen "DU (also ich) hast hier (am Hof) NICHTS zu sagen"  :o :o .. da hab ich schon über 4 1/2 Jahre am Hof mitgearbeitet.
Seit dem ist Funkstille, denn das brauche ich mir von IHM nicht sagen zu lassen, den laut meines Freundes hat ER eh NIE zuviel für den Hof gearbeitet und dann auf Chef machen, weil er ein 'Kind' ist von den Schwiegereltern.
Die Schwester von meinem Freund, na ja, die ist so halbwegs in Ordnung. Die paarmal was die auf Besuch da ist, läßt sich verkraften. Aber auch von ihr habe ich mir schon mal sagen lassen müssen, als sie für ihre Mutter (für SM) ausgeputzt hat, dass sie das eigentlich für uns (also für mich und meinen Freund) macht, da sich somit die SM diese Arbeit ersparrt und uns deswegen wieder helfen kann  :-X.  .... wenn SIE das meint  ::)
Also, die beste Freundin wird (ist) sie auch nicht.

@andrea,
ich denke jeder, oder sehr viele von uns haben die selben oder ähnliche Probleme mit den "gewichenen Erben", die doch nie richtig gewichen sind (außer bei der Arbeit)
Willkommen im Club!  ;)

lg Sonnenblume


Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: gundi am 09.05.07, 10:22
Hallo!

Diese Probleme gibt es wohl überall. Wenn unsere "gewichenen" einmal ein od. mehrere Wellness- Wochenenden einlegen dann heißt es: die brauchen das auch denn sie arbeiten ja die ganze Woche fleißig-------wir haben natürlich "Urlaub am Bauernhof" deshalb braucht ein Bauer auch keine Ferien.ha, ha. Und den größten Aufstand gab es vor einigen Jahren als ich sagte das ich keinen Kraut - und Kartoffelacker mehr brauche. Denn ich hab den ganzen Sommer die Pflanzen gepflegt und wenn dann Erntezeit war da gehörte das Zeug auf einmal allen. Jetzt klappt es soweit ganz gut, und wenn ich Überschuß habe an Salat und dgl. dann verschenke ich auch gerne einmal etwas.

lg gundi
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Sasa am 09.05.07, 10:24
Ich hab ja auch so meine Probleme, aber allerdings mit meiner "Familien-Hälfte". Erst zankten sie sich untereinander, weil sie sich alle gegenseitig "auf dem Schoß" hocken und dann tauchten sie hier bei uns entweder auf oder riefen an und quakten mir die Ohren voll...Da platzte mir mal der Kragen und schmiß sie alle der Reihe nach vom Hof - hat dann zwar Wirbel gegeben, nach dem Motto "Sasa braucht wohl mal ne Kur, die ist ja völlig entnervt!", aber mittlerweile haben sie es eingesehen und lassen mich zufrieden...Und ich habe so ein ruhiges Leben jetzt, das hätte ich mal schon vor 10 Jahren machen sollen...

Schwierig allerdings, wenn die Geschwister vom Göga sind, da müsste er dann schon mal laut werden, sonst steht man als Ehefrau schnell mal als Furie da- wer will das schon...

Prinzipiell finde ich ja, daß erwachsene Kinder, die ständig zum Mittag und Abendessen auftauchen, obwohl sie eigentlich ausgezogen sind, irgendwie noch nicht erwachsen sind...Und wenn sie dann ständig betonen, das ein Zimmer, welches man irgendwie nutzt, ja mal "ihr" Zimmer war...da kann einem schon die Galle hochgehen...

Irgendwo hab ich mal gelesen, Kinder seien erwachsen, wenn sie sich nach einem Besuch bei den Eltern für Essen usw. bedanken, scheint was Wahres dran zu sein...
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: passivM am 09.05.07, 10:39
Irgendwie muss ich laecheln,
weil das wohl fast allen so geht.

So wie es gundi mit ihrem Kartoffelacker ging,
so ging es uns jahrelang mit der Kuehltruhe.
Wir haben alles bezahlt, und wenn die SM dann dastand, und ans Einfrieren ging, stand natuerlich nur reeeein zufaellig immer die Schwaegerin da, und sie ging immer mit einem dicken Korb voll Fleisch raus, und auch zwischendurch hat sie sich von SM nur all zu gerne mal was einpacken lassen. / Das tollste, der SV bot uns grosszuegigerweise an, dass wir uns auch Sachen aus der Truhe nehmen duerfen.... ::)
Irgendwann haben wir dann aufgehoert zu schlachten. Ich hab mal gesagt, das Bisschen, das WIR brauchen, das kann ich auch beim Metzger kaufen, das ist billiger... Nachdem wir dann Jahre spaeter wieder mal geschlachtet haben, ist die Truhe nun tabu. Sie haben es verstanden.
Meine intelligente Schwaegerin meinte vor einigen Jahren mal, DAS *Betriebskonto meines Mannes* sei ein *Famielienkonto*....  >:(  Ich hab ihr gesagt, dass ich mir nicht erlauben wuerde, so vom Gehaltskonto ihres Mannes zu sprechen.

Tja, so sind sie nun mal, die Kinder ihrer Eltern. Ich denke die Kinder, die nicht mehr im Haus leben, bleiben immer Kinder, und der Bauer im Haus, der hat so eine Art Vaterrolle fuer alle zu uebernehmen.  :(  ...und bei uns werden die *anderen* auch immer bemitleidet, weil sie *sooo viel Arbeit haben* und weil sie *drei Kinder haben* ...die Aermsten...

Eigentlich ist das ja zum Lachen. Aber manchmal vergeht einem das Lachen halt, darum> eine Prise Humor rueber schieb, an alle, denen es auch so geht ;)

lieben Gru-
Anna
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Mirjam am 09.05.07, 12:06
Hallo,

ich bin weichende Erbin und das Konto meines Bruders geht mich genau so wenig an wie das meiner Eltern.

Meine Mutter lädt uns gerne zum Essen ein - weil sie selbst nicht gesundheitlich in der Lage ist mich / uns zu besuchen, denn diese Gesundheit hat sie in den Betrieb gesteckt, wo sie heute auch noch aktiv ist.

Ich kann verstehen, dass bei den o.g. Beispielen der Frust enorm groß ist, aber bitte nicht pauschalieren, als wären alle weichenden Erben nur "Ausnutzer", "Beobachter" oder "Einmischer".

Auf dem Hof meines Bruders versuche ich mich als "Gast" zu benehmen, aber sicher werden auch mir / uns Fehler unterlaufen, die sich nur beheben lassen, wenn sie offen angesprochen werden.

Gruß Mirjam
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: ELLI47 am 09.05.07, 13:07
Hallo
Allso ich muß sagen,bei uns klappt es eigentlich auch ganz gut.
Obwohl ich am Anfang kein gutes Verhältnis zu meinem SV hatte,ist es jetzt alles in Ordnung.
Mein Mann hat nur eine Schwester,ich habe keine, von daher klappte es von Anfang an gut.
SV hat ihr,ihr  Erbteil vom Hof schon vorher gegeben,ohne den Hof zubelasten.
Und wenn es zwischendurch mal etwas gab,bekam "mein Mann" auch immer etwas.
Heute sind SE flegebedürftig und wir machen es gemeinsam.Sie etwas mehr,weil
sie die Tochter ist.
   LG Elli
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: maggie am 09.05.07, 15:39
wir hatten auch nie probleme - oder dann göga und 2 schwestern gegen die älteste  - d.h. ihren mann vorallem - sie machte ja nur was ihr diktiert wurde -
beim erben - sie ging nach den gesprächen nach hause - waren nur die 4 geschwister und der waisenschreiber - wie das bei uns heisst -

und wenn sie sich das nächste mal trafen - wurden wieder alle vereinbarungen über den haufen geworfen, da ihr herzallerliebster eben andere wünsche hatten...

wir mit dem betrieb hatten ja sowiso alles gratis bekommen - muss in der schweiz gekauft werden, zu einem spezialpreis, aber teuer genug als junger bauer der noch nie einen lohn hatte....

nun von der ältesten hören wir nichts mehr - und bei jeder beerdigung in der familie gab es auf's neue "lämpen" - wegen ihm....

na ja - wir andern können leben damit, die schwestern überlegen sich shcon immer mal wieder ob sie nicht mal versuchen sollten mit ihrer "grossen" schwester in kontakt zu kommen...
doch wenn wir dann wieder von bekannten von seinen äusserungen hören vergeht es uns wieder...

dabei haben wir glück ..... - muss ich meinen schwägerinnen mal sagen, undmich bei ihnen bedanken....
die eine hat uns sogar finanziell unterstützt als wir den nachbarhof kauften, aber alles mit vertrag und geregelter verzinsung und abzahlung ... das war uns wichtig...
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Sasa am 09.05.07, 16:54
Ich habe manchmal das Gefühl, daß auch "erwachsene" Kinder aus ihren Rollen, die sie im Familiengefüge inne hatten, nicht rauskommen. Und oft "gären" Konflikte aus der Kindheit , die dann, spätestens bei Hofübergabe bzw. im Erbfall, richtig "knallen":  Das Kind, was das Gefühl hat, in der Kindheit zu kurz gekommen zu sein, fühlt sich dann finanziell benachteiligt. Wie oft hört man denn so Sachen wie "Immer habt Ihr schon.." oder "Ich durfte ja nie...". Als Aussenstehende steht man oft dabei und fragt sich, wo ist der Zusammenhang???

Versteht Ihr, was ich meine??

Andererseits denke ich, niemand hat, so wie Mirjam schildert, etwas dagegen, wenn die Geschwister regelmäßig zum Essen kommen- weil sie gebeten werden, von Muddern. Ich denke mir, jede (r) "Eingeheiratete" (r) kann verstehen und wird es auch akzeptieren, daß der Hof das Elternhaus der fortgezogenen Geschwister ist und bleibt. Sicher kann ein Geschwister z.B. beim Umbau eines Hauses "Bauchgrummeln" haben, schließlich verschwindet da ein Stück eigene Kindheit und dieses "Grummeln" auch kundtun....Aber nicht in einem entsetztem "Aber das war doch mein Spielzimmer, das möchte ich so und nicht anders behalten!" ( so ein Ausruf meiner entsetzten, 26jährigen Schwester, deren Spielzimmer, in dem immer noch alles Spielzeug ihrer Kinderzeit war, für meinen Neffen umgebaut werden sollte. Sie hat sich durchgesetzt: Neffe schläft mit 3 Jahren immer noch bei den Eltern, damit Schwesterlein ihr Spielzimmer unverändert behält ( sie wohnt übrigens nicht mehr zu Hause!) ). Sowas finde ich, ehrlich gesagt, "voll d..."" und da hat meine Schwägerin meine volle Sympathie!

Außerdem: Ich glaube, in fast jeder Familie sind "die anderen Kinder" die fleißigeren, ordentlicheren etc. ;D Sie sind halt nicht jeden Tag rund und um die Uhr da und müssen dies unter Beweis stellen...
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Sasa am 09.05.07, 17:39
Liebe Nic2811,

sowas kenne ich aber auch: Meine Mutter hat eine ältere Schwester. Die faltet sie heute noch bei jedem Besuch bei meinen Eltern zusammen, wie kümmerlich denn ihre Pflanzen aussehen?? Da frage ich mich immer, warum läßt meine Mutter sich das gefallen- sonst ist sie doch ein ziemlicher Besen?? Ich hätte an ihrer Stelle meine Schwester schon längst mal zusammen gestaucht.... ???
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: schnute am 09.05.07, 21:30
Ja ja......die "lieben"  :-X Geschwister......

Der Bruder meines Mannes meint auch wie selbstverständlich über alles hier an Gerätschaften verfügen zu können. Kommt einfach her (manchmal nicht mit meinem Mann abgesprochen, der den ganzen Tag außer Haus arbeitet, der Hof läuft im Nebenerwerb) und ist der Meinung, es reiche, sich mit meinem SV (also seinem Vater) zu besprechen, irgendetwas auszuleihen oder Müll und Schutt hier abzuladen.  :o
Da stehe ich dann und fühl mich wie ein unmündiges Kind, obwohl der Hof im Besitz meines Mannes ist.

Der liebe Schwager hat es neulich fertig gebracht, sich den Holzspalter auszuleihen, durch irgend jemand anderen zurück bringen zu lassen und mein Männe ist noch so blöd und hilft beim Abladen, weil der andere es alleine nicht gebacken gekriegt hätte. :o Und das, obwohl zur Zeit aus anderen Gründen eine enorme Zeitnot für Standardarbeiten am Abend herrscht.
Genauso gern lässt er seine eingelagerten Klamotten von anderen bei uns abholen, die eh nicht wissen wo's liegt und beanspruchen dann unsere Hilfe beim Suchen und Aufladen.

Wenn sich der Bruder mal zur Hilfe herablässt, dann muss mein Mann schon fast quengeln und wenn er dann kommt, dann meist zu spät und wir sind z.B. in der Ernte schon fast fertig. >:( >:( >:(

Und so was wird auch noch immer in Schutz genommen. Blut ist eben doch dicker.....

Mit der Frau dieses Bruders komme ich ganz gut klar. :) Wir verstehen uns ganz gut und tauschen uns auch dann und wann über persönliche Dinge aus. Können aber auch gut Abstand voneinander halten, gucken uns nicht in die Töpfe, wie man so schön sagt. Sie wohnen zwar im gleichen Ort, aber eben weit genug weg.

Das Verhalten ärgert mich deshalb, weil alles wie selbstverständlich genommen wird, so nach dem Motto "war ja früher auch mal mein Zuhause". Wir können über sein Zuhause schließlich auch nicht einfach so verfügen. >:(

Dabei kommen wir wohl noch glimpflich davon, wenn ich die Beiträge lese. Allein die Vorstellung, die "gewichenen" würden sich an Geschlachtetem gütlich tun, kräuseln sich mir die Nackenhaare. :o Es hat doch keiner von denen dabei geholfen das Fleisch schlachtreif zu bekommen. Der Weg dahin ist ihnen zu mühsam, schmutzig und arbeitsaufwendig. Das Ergebnis lassen sie sich aber schmecken.

Liebe Grüße schnute
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Sonnenblume2 am 10.05.07, 09:05
Ich denke mir, jede (r) "Eingeheiratete" (r) kann verstehen und wird es auch akzeptieren, daß der Hof das Elternhaus der fortgezogenen Geschwister ist und bleibt. Sicher kann ein Geschwister z.B. beim Umbau eines Hauses "Bauchgrummeln" haben, schließlich verschwindet da ein Stück eigene Kindheit und dieses "Grummeln" auch kundtun....
hallo Sasa,
also ich muss schon sagen, wenn der Hof übergeben wurde, dann müssen die anderen Geschwister mit dem Leben lernen und es akzeptieren, dass ab nun der Hof und das (Eltern)Haus dem Hofnachfolger gehört und nicht noch immer das ELTERNHAUS ist. (Wenn die Hofnachfolger, das Haus abreißen und neubauen, muss es den anderen Kindern auch egal sein.)
Der Hofnachfolger mischt sich ja auch nicht ein, wie die anderen Geschwister zu Bauen haben, welches Haus sie kaufen dürfen,...

Meine Mutter lädt uns gerne zum Essen ein - weil sie selbst nicht gesundheitlich in der Lage ist mich / uns zu besuchen, denn diese Gesundheit hat sie in den Betrieb gesteckt, wo sie heute auch noch aktiv ist.

Auf dem Hof meines Bruders versuche ich mich als "Gast" zu benehmen,
hallo mirjam,
Es sagt sicher niemand etwas, wenn die Geschwister hin und wieder zu Besuch kommen oder eingeladen sind ... und sich als Gäste benehmen!
ABER wenn der Besuch täglich am Hof ist und vielleicht nicht nur einmal sondern mehrmals täglich, ist es meiner Meinung kein 'Gast' mehr. Sorry, aber dass sehe ICH soo!
Was würden wohl die anderen "gewichenen" Geschwister sagen, wenn die Eltern bei ihnen wohnen würden, und man täglich auf der Schwelle stehen würde?

  ...und bei uns werden die *anderen* auch immer bemitleidet, weil sie *sooo viel Arbeit haben* und weil sie *drei Kinder haben* ...die Aermsten...
hallo Anna,
... fair halber muss ich hier sagen, für dies können die Geschwister nichts dafür, solche Aussagen werden meist von den Schwiegereltern (Eltern) gemacht
NUR was mich schon nervt oder ärgert, besonders bei der Frau vom Schwager, dass diese bei Familienfeiern ihre Arbeit so rüberbringt, als ob nur sie diiiiie währe, die soviel zu arbeiten hätte, und das glauben ihr die SE  >:(

Irgendwo hab ich mal gelesen, Kinder seien erwachsen, wenn sie sich nach einem Besuch bei den Eltern für Essen usw. bedanken, scheint was Wahres dran zu sein...
bei diesem Satz scheint sehr wohl was wahres dran zu sein!

wünsch euch allen einen sonnigen Tag und lasst euch von den 'lieben' Geschwistern nicht den Tag versauen!
lg Sonnenblume

P.S.: muss wohl wirklich mal ein Buch über die "gewichenen Geschwister" schreiben, würde sicher ein Bestseller werden!  ;)

Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: amazone am 10.05.07, 10:03
Geschwister leihen sich Gerätschaften aus, bringen diese nicht mehr zurück, bedienen sich aus Gefriertruhe usw usw.

wer erlaubt denen das? wenn die sachen eindeutig zum betrieb gehören, sollten nur dein mann UND du darüber bestimmen.
sollte deine schwiegermutter sich dazu äussern, dann gehört ihr freundlich klargemacht, dass es nicht mehr ihr bereich ist.

Mir wurde vor kurzen erst von Seiten der Schwägerin vor den Latz geknallt, dass mir hier auf dem Hof kein Strohhalm gehören würde. Die Arbeit ja - aber sonst hätt ich das Maul (wörtlich) zu halten!

diesen satz habe ich auch zu hören bekommen. ich wäre nur eingeheiratet und habe gar nichts zu melden, sowohl von (ex-) schwiegereltern,
als vom (ex-) schwager.
wichtig ist in solchen momenten, wie dein mann reagiert. ich weiß, man will keinen streit, aber trotzdem gehören die "weichenden"
in die schranken gewiesen! ich weiß nicht wie lange ihr (dein mann und du) den hof schon habt, aber ein gutes argument wäre in
einem solchem fall: (vorausgesetzt ihr habt keine gütertrennung ;) ) dass bei einer evtl. scheidung du den hof auf grund der
ansprüche ruinieren kannst und das dir sehr viel gehört und das *nur* weil du mit deinem mann zusammen bist.  ;)
knall doch das den weichenden mal vor den latz.
ein anderes beispiel wäre, wie wurde denn damals die mutter (oder der vater, je nachdem wer auf den hof gezogen ist) betitelt:
gehört der person auch nichts? muß wirklich erst eine generation tot sein, damit alle akzeptieren, das die zeit nicht still stehen bleibt??

liebe andrea, ich habe solche sachen leider auch erlebt und dieses "gezicke" hat auch  zum ende meiner ersten ehe beigetragen.
ich bin auch schuld, denn ich habe mir das viel zu lange gefallen lassen und hatte am ende keine kraft mehr.
mach nicht den gleichen fehler!
ich bin aber auch eine weichende erbin und musste auch erstmal begreifen, dass der betrieb nicht mehr UNS, der familie gehört,
sondern nur noch meinem bruder.
auch wir waren ständig bei meinen eltern, die sich darüber natürlich gefreut haben und meinem bruder hat es sehr gewurmt,
dass er für alle kosten aufkommen muß, die bei solchen besuchen entstehen.
damals konnte ich seine meinung nicht teilen, heute schon eher!
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Sasa am 10.05.07, 10:26
Hallo Sonnenblume,

da gebe ich Dir recht. Ich habe es allerdings eher so gemeint, daß man dieses "bin erwachsen und ausgezogen" sehr wohl mit dem Kopf begriffen haben kann, aber manchmal halt "seelisch" noch "zu Hause" ist...Ich geb Dir mal ein Beispiel, vielleicht verstehst Du dann, was ich meine:

Ich bin zu Hause mal mit dem Trecker auf dem Hof rumgefahren, verbotenerweise, und habe dabei ein Loch in die Hecke gemäht ( öhem...ich war 8!). Diese Hecke, mit Loch drin, stand bis zum vergangenen Jahr. Jeder, der fragte, wieso habt Ihr da so ein Loch in der Hecke, bekam zur Antwort, also, daß war so....Du verstehst schon. War halt immer "mein Werk!".

Letztes Jahr riß mein Bruder die Hecke weg. Natürlich ist das vollkommen in Ordnung, es ist sein Hof, er kann da tun und lassen, was er will. Aber als ich die ersten paar Male auf Besuch dort war, war es ein komisches Gefühl, daß die Hecke - mit Loch- plötzlich weg war und da ein Zaun stand. War halt anders. Aber gesagt habe ich nichts, wäre mir auch nie eingefallen! Sowas habe ich gemeint.
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Mirjam am 10.05.07, 10:50
Hallo,

ein paar Sachen vielleicht zum Nachdenken. Über diese Geschichten habe ich mich auch schon mit der Familienberatung unterhalten.

Diese meinten - die Hof-Übergabe und damit Übergabe der Verantwortung, Abgrenzung beginnt ja schon weit vorher, auch weit vor der Ehe und ist ein Job der eigenen Familien.

Wenn die Geschwister vorher dem jungen Mann in Gesprächen über den Hof etc. zur Seite standen, sie seine Ansprechpartner waren - und auf einmal nicht mehr sein sollen (jetzt mal im positiven Sinne - nicht im Reinmeckern!), so ist das ein Schritt, der eben neu getan werden muss - und zwar vom Hofübernehmer selber.

Die LFB meinte dazu, dass z.B. ein "Hofübergabefest" auch eine Gelegenheit wäre, nach aussen zu zeigen: Achtung - hier hat sich was verändert. Auch bauliche Veränderungen, Zutritt zu den Senioren getrennt von den "Jungen", einfach eine 200 Euro neue, eigene Kühltruhe etc. (die alten fressen weit mehr Strom..., Argumente finden sich immer).

Bei wiederum einer Bekannten wurde jedem! der weichenden Geschwister bereits zur Konfirmation das "Auszugsgespräch" geboten, d.h. der Vater machte klar: Bis zu eurem 22? Lebensjahr seit ihr hier ausgezogen - weil er selbst das mit den Geschwistern "mitgemacht" hat und es seinem Sohn nicht zumuten wollte.

Wiederum woanders hat die erwachsene Enkeltochter den bis in die Nacht die Oma besuchenden Onkel "hinauskomplementieren" müssen - bis hin zu Handgreiflichkeiten  :-[.

Im übrigen ist diese "Nahrungsmittelversorgung" auch so ein Muster, das einfach recht üblich ist - und hier traut man sich als Besuch auch manchmal nicht (unhöflich?) Nein sagen, wenn die Senioren das Bedürfniss haben, hier zu teilen, mitzugeben, zu schenken.

@ Sasa: Ich z.B. freue mich sehr, wenn ich sehe, was mein Bruder mit seiner Partnerin am Hof alles "reißt", verändert, verschönert, sich ein eigenes Heim schafft, neu gestaltet, zusammen etwas aufbaut. Denn meine Schatztruhe der Kindheit und alle Erinnerungen trage ich im Herzen - und nun ist die Zeit einer anderen Generation dort am Hof ;-).

viele Grüsse

Mirjam
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Mirjam am 10.05.07, 11:04
Hier ein Artikel für euch:

http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/lfb/pdf/literatur_und_medien/D_Willnow_0207.pdf
Titel: Re: "Gewichene Erben" und ihre ständige Präsenz
Beitrag von: Sasa am 10.05.07, 11:21
Kleiner Beitrag mal eben am Rande: Ich habe mich mit meiner SM gerade über dieses Thema unterhalten. Plötzlich fing sie furchtbar an zu lachen, ich dachte noch, nanu, was hat sie bloß?? Sie sagte hinterher zu mir: " Du bist jetzt fast 17 Jahre hier. Wenn Du Deine Eltern oder Deine Geschwister besuchst, hast Du bis vor 2 Jahren immer gesagt: Ich fahre nach Hause..." Hat mich doch wirklich erschreckt, ich glaube auch, daß sie recht damit hat. Wahrscheinlich habe ich erst mit Hochzeit und Hofübernahme meines Bruders gemerkt ( und eingesehen, wahrscheinlich :o), daß ich da nicht nicht mehr wohne..Uups. Macht mich wirklich nachdenklich....
Titel: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: reserl am 15.05.07, 11:15

Auf die Frage, wann seine ledige Schwester vom Hof wegzieht, erklärte mir ein Bekannter,
dass ein Wohnrecht bis zu ihrem 40. Geburtstag auf dem Hof hat. ::)

Ich hab gedacht, dass diese Zeiten eigentlich vorbei sind. ::)

Wird auch heute noch Wohnrecht für Geschwister eingetragen?
Wie seht ihr die Problematik?
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: Romy am 15.05.07, 13:44
wir haben uns damals dagegen gewehrt. Die SE wollten meiner Schwägerin das Wohnrecht geben, weil sie noch nicht verheiratet ist. Sie hatte aber, bis unsere Tochter dringend ein eigenes Zimmer brauchte, ein Zimmer bei uns, da hatte sie noch ihren ganzen Plunder drin. Als wir das Zimmer dann brauchten gab es einen Aufstand. Die SE haben dann in der Scheune das vorhandene Knechtenzimmer isoliert und ausgebaut für ihre Tochter (dabei hat sie eine Eigentumswohnung im Engadin). Gebraucht hat sie dieses Zimmer nie.

Meine Nachbarn haben auch ein Wohnrecht durchgesetzt für ihren geschiedenen Sohn, weil er doch keine Familie hat. Er hat das Wohnrecht solange die SE noch leben und die sind noch recht rüstig. Und bei meinen Nachbarn steht schon eine neue Genration vor der Tür.

Ich finde das echt das Dümmste was man machen kann - Wohnrecht für Geschwister. Ich kann mich für das Wohnrecht der Eltern schon überhaupt nicht begeistern
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: regi am 15.05.07, 14:03
Ich möchte Romy nur zustimmen.

Das Wohnrecht für die Eltern ist bei uns gang und gäbe. Die Eltern können in ihrer Wohnung weiterhin Leute wohnen lassen, das ist ihnen freigestellt. Weshalb also ein Wohnrecht für Geschwister eintragen lassen???

Ich jedenfalls bin nicht scharf auf ein Wohnrecht hier, obwohl wir drei Wohnungen haben. (in einer davon hat SM Wohnrecht). Aber geht es aus finanzieller Sicht immer ohne Wohnrecht?
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: maggie am 15.05.07, 14:39
wir mussten uns bei der übernahme auch zur wehr setzten -
sv verlangte von uns -
wir wären verpflichtet den schwestern von göga die heimat zu erhalten, also jederzeit bereit zu sein, sie hier aufzunehmen -
da haben wir kategorisch abgelehnt... - wir hätten sowas niiiiie unterschrieben -

habe das bei meinen eltern erfahren - da kann ich nur sagen "gott behüte uns von allem übel und der verwandtschaft im haus....

wir bauen ja jetzt unser stöckli aus, aber ich werde niiiiee einem unserer kinder ein wohnrecht in jenem haus einräumen,
die können es ja dann immer noch mieten, wenn junior es nicht für den betrieb braucht und sonst hat es genügend feie häuser und wohnungen hier im dorf... - im moment jedenfalls -

Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: fanni am 15.05.07, 21:09
Also bei uns in der Gegend gibt es das auch noch vereinzelt und es geht nie gut!

Ich hab jetzt mal die alten Resopal-Jugendzimmer meiner Schwägerinnen zum Sperrmüll gebracht. ;D ;D Wir mussten sie immer aufheben "denn das sind ja ihre Möbel" usw. bla bla, obwohl die alle schon verheiratet und eingerichtet waren, als ich in den Hof eingeheiratet habe musste ich immer noch deren "Müll" verwalten! ..............Wohlgemerkt es sind eigentlich die Eltern, die solche Spinnereien im Kopf haben und nicht loslassen können. Wenn man den Geschwistern klipp und klar sagt wo es lang geht dann sehen die es meistens auch ein und die wollen dann auch nicht mehr zu Hause wohnen, genauso wie ich jetzt gnädigerweise den Krempel wegschmeißen "durfte!"

Die Frage ist nur, wo ist die Grenze??? Und wenn sie schon da wohnen (ganz klar um sich die Mieten zu sparen und sich was aufbauen zu können, kann ich ja in manchen Fällen verstehen, wenn die Ausbildung noch nicht fertig ist oder so oder wenn die Geschwister noch recht jung sind wäre ich eher für ein "Bleiberecht" für kurze Zeit aber kein Wohnrecht) dann muss doch auch eine Regelung her über die Kosten (Strom, Wasser, Müll)


Fanni
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: Margret am 15.05.07, 21:24
Ein lebenslängliches Wohnrecht für weichende Erben ist der Wahnsinn !

In der Verwandtschaft haben wir so einen Fall,  da gibt es ein Leben lang nur Theater.

Bei unserer Hofübergabe wurde dem jüngsten Bruder meines Mannes (damals ca. 23 J.) ein Wohnrecht innerhalb der Wohnung seiner Eltern bis zu seinem 30. Geb.  vertraglich eingeräumt.
Das war für uns kein Problem.
(Wobei ich jetzt nicht weiß,  ob es für ihn alleine gegolten hätte,  falls SE vorher verstorben wären ?  Vermutl. ja.)
Diese Altersgrenze hat er inzwischen überschritten und wohnt noch da,  was aber kein Problem ist.
U.a beteiligt er sich an Ksoten wie Strom, Wasser usw.  und es harmoniert gut.

Siehe "Wenn Geschwister noch auf dem Hof wohnen".

Margret
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: regi am 15.05.07, 23:18
@margret: Ist doch ok, wenn er bei euch wohnt und es für alle stimmt. Jetzt hat er ja kein Wohnrecht mehr, dann ist Auflösung der Wohngelegenheit auch kein Problem.

Bei uns gilt Wohnrecht nur, solange die Betriebsübergeber in der Wohnung wohnen können. Dann können sie ohne Grundbucheintrag auch andere Leute in ihrer Wohnung leben lassen, zB. Kinder - könnte zB. auch Lebenspartner sein bei verwitweter SM.

Wohnrecht erlischt für alle Mitwohnenden, wenn Wohnrechtsinhaber ihr Wohnrecht nicht mehr ausüben (können).
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: Romy am 16.05.07, 07:16
Aber geht es aus finanzieller Sicht immer ohne Wohnrecht?

Das ist ja das traurige. Verstehen kann ich dieses Recht schon. Es gibt Sicherheit, man kann sie da nicht rauswerfen. So traurig wie es ist. Heute können sich die weichende Generationen oft gar keinen Wohnung mehr leisten. Es wurde immer alles in den Betrieb gesteckt, übergeben muss man für ein Butterbrot - da bleibt kaum was zum leben, denn eine dritte Säule wurde nie eingerichtet. Wenn man nicht schon früh vorgesorgt hat.

Aber ein Wohnrecht besteht bis zum ableben. Das heisst auch wenn beide im Altersheim sind, darf die Wohnung nicht verändert oder umgenutzt werden ohne Bewilligung der SE. Mein SV hat auch Wohnrecht. Aber er bezahlt mir immer wiedr etwas, jetzt liess er gerade ein paar Fenster neu einsetzen. Er meinte mal: Das Wohnrecht sei gerechnet bis ca 75-80 Jahre und nicht bis 90 wie er jetzt wird. Das ist ihm nicht recht, deshalb versucht er es so, das kann er dann ja auch von den Steuern abziehen.

Viel besser finde ich eine kleine Wohnungszins, wenns nicht anders geht. Das ist auch steuerlich gesehen besser für die SE.
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: maggie am 16.05.07, 12:02
hallo romy,
bei uns stand im vertrag, wenn se ins altersheim umziehen oder sonst wegziehen, müssten wir ihnen monatlich einen kleinen betrag überweisen und die wohnung gehörte uns....

da war das landw. amt in schaffhausen scheinbar vor gut 30 jahren sehr fortschrittlich, die haben sich nämlich für diese klausel eingesetzt, auch der betrag war aufgeführt....
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: Beppa am 16.05.07, 12:32
Sie meinte damit die Eltern.
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: Romy am 16.05.07, 13:23
Ja Beppa hats geschnallt  ;D meinte natürlich nur die SE. Ich habe dabei auf die Frage von Regi geantwortet. Sorry wenn das nicht so klar rüber kam.
Aber im Grunde genommen (wenn das nicht vorher geregelt wurde wie bei Maggi) könnten die Geschwister in die Wohnung ziehen wenn die SE ins Altersheim gehen. Vorausgesetzt die SE sind damit einverstanden.
Bei Wohnrecht gehört die Wohnung, oder die im Vertrag bestimmten Zimmer, den SE und damit können sie machen was sie wollen bis an ihr Lebensende.
Ich war einmal an einem Vortrag "Hofübergabe auf weite Sicht" Herr Thürer ist sehr kompetent und muss viele Hofübergaben regeln. Er hat schon ziemlich alles erlebt was man diesbezüglich erleben kann :)
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: fanni am 16.05.07, 19:38
Innhaltlich hast du recht Annelie, aber die Notare können wirklich alles, aber auch alles beurkunden (außér es ist sittenwidrig) und das gilt dann auch so...........für "alle Ewigkeiten".

Wir haben z.B, innerhalb der Gemeinde Probleme mit Nutzungen von bestimmten Gebäuden, weil sich der damalige Verkäufer notariell beurkunden hat lassen, dass auf diesen Grunstücken und Gebäuden nie und nimmer eine Konkurrenz für ihn (als Wirt) entstehen sollte. Das ist 50 Jahre her und gilt noch heute!! Und weiter!! Obs fürs Dorf sinnvoll ist oder nicht.

Also beurkunden kann man fast alles lassen und das gilt auch. Aber mann muss ja nicht alles unterschreiben!

Fanni
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: Linaria am 17.05.07, 11:06
Hallo
bei mir daheim hat meine jüngste Schwester (ledig) den Hof von meinen Eltern gepachtet, mein Vater und meine Mutter arbeiten noch voll mit. Meine mittlere Schwester hat vor über einem Jahr nach Augsburg geheiratet ca. 100 km von Hof weg. Hat auch noch eine Wohnung auf dem Hof, weil sie des öfteren mit ihrer Tochter kommt. Jetzt möchte meine jüngste Schwester zu ihrem Freund ziehen. Wir haben anfang Februar mit den Eltern über den Betrieb (ca 75 ha und 50 Stück Milchvieh, Aussiedlerhof) gesprochen wobei meine Eltern den hof nicht aufgeben möchten. Hab dan den Vorschlag gemacht das der Hof auch ein ein junges Landwirtspaar verpächtet werden kann.Meine Eltern sind von dem Gedanken nicht gans abgeneigt. Da kamm die Frage wo diese den dan Wohnen sollten. Meine Antwort war in der Wohnung von der mittleren Schwester die kann ja auch die paar Tage wo sie kommt im obersten Stock in einem 36 qm Zimmer wohnen, alls die das hörte das sie die Wohnung hergeben sollte
hat sie mich alles geheißen und das währe ihre Wohnung (etwa 140qm) und gebe die auch nicht her (gehört alles meinen Eltern)
 ???. Meine Antwort war nur noch wo den meine Wohnung im Haus ist seit ich verheiratet bin. Seit dem hat sie keinen Konakt mehr mit mir, läuft an einem vorbei wie wen es mich nicht mehr geben würde( ist schon immer sehr jähzornig und in sekunden von null auf hundert). Meine Eltern sagen zur Zeit nichts weil sie sonst ihre Enkeltochter nicht mehr sehen dürfen. Finde das ganze unterste Schublade und bin nur Sprachlos.
Viele Grüße Renate
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: maggie am 17.05.07, 14:48
eine frage renate,
bezahlt deine schwester denn für so eine grosse wohnung miete...??

wir hoffen ja, dass wir nächsten frühling in unser "stöckli" ziehen können -

nun ist das haus hier sehr gross und der oberste stock wird im augenblick von unseren söhnen bewohnt, so sie da sind...
der jungbauer, der zieht dann nach unten - 2 etagen - genügend platz für eine familie - waren bei uns unsere wohnung und wohnung von se -
dann ist noch das zimmer unseres ältesten - nur er übernachtet eigentlich nie mehr hier, doch ist ablage platz der andern beiden für ihre militärklamotten... (da sie jedes jahr ca. 3 wochen zum militär müssen, bis ca. 30, haben sie alles zuhause...
und der jüngste hat noch sein "puff" - wo er während des wochenendes nächtigt... wenn er nach hause kommt, im moment noch so alle 14 tage ungefähr -
ihm habe ich gesagt, du kannst dich dann mit deinem bruder absprechen ob du noch hier wohnen kannst, essen wirst du dann bei uns drüben (ca. 300 m), denn im moment wird er dort oben noch nicht umbauen, die unteren 2 etagen geben genügend arbeit und kosten...

sollte florian oben auch gerade bauen wollen, ist es klar dass felix bei uns drüben noch ein "zimmerchen" haben wird, nicht mehr so gross wie sein jetziges und auch keinen platz mehr für sein ganzes gerümpel, aber wenn er das aufbewahren will, hätten wir drüben einen grossen estrich...

mir ist einfach klar, die räume auf dem hof gehören dem bewirtschafter und nicht irgendwelchen geschwistern die mal einige tage zu besuch kommen....

meine tochter hat im moment auch noch ihr zimmer, doch da stehen nun 2 grosse betten und ein kinderbett drin und zusätzlich steht noch eine matraze drüben damit die 4 personen  übernachten können, doch wenn wir besuch haben, wird jenes zimmer dafür als erstes gerichtet und niemand von meiner jungmann/frau/schaft hat zu mäckern wenn das zimmer benötigt wird....
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: Linaria am 17.05.07, 18:14
Hallo maggi
nein sie bezahlt keine Miete ,keinen Strom noch sonst was. Es ist auch selbstverständlich das wen Sie und ihr Mann kommt das meine Mutter Groß Kocht usw. Für die kleine von denen kauft meine Mutter auch Gläschen und Obst usw.
Meine Mutter sagt immer wen sie weg ist wäre endlich mal wieder Ruhe in ihrer Wohnung und sie könnte abends machen was sie möchte und nicht vor meine Schwester sitzen und auf Enkel aufpassen. Wen ich dan sage sie soll sie einfach abends ab 19 Uhr aus ihrer Wohnung "entfernen" (weiß nicht wie ichs schreiben soll) ist die Antwort meine Schwester schreit dan nur herum und es gäbe wieder unfrieden.
Gruß Renate
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: regi am 17.05.07, 18:51
Renate, dein Beitrag macht mich sprachlos!

Unser Sohn, der auch 100 km weg wohnt (kommt etwa 1x pro Monat heim), hat hier ein Zimmer, (5 m2) - das wird auch für Schnupperlehrlinge etc. benutzt.

Als meine Schwester den Betrieb meiner Eltern übernommen hat, wurde im grossen Estrich alles ausgeräumt, was den Eltern oder mir gehörte, denn sie wolle nichts horten, was ihr nicht gehöre (und seit Jahren keiner mehr angerührt hatte...). Das war ein lustiger Tag! Nochmals alle Puppen, Barbies, Kinderwagen begucken, darüber lachen und weg damit.

Der Bewirtschafter des Betriebes soll nicht Museum hüten für die ganze Verwandtschaft.
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: maggie am 17.05.07, 20:30
hallo renate,
wie alt ist deine mutter ? liess sie sich immer os behandeln von ihrer tochter - ich begreiffe das nicht - ich bin 58, mein ältester sohn 32, tochter gut 30 -
aber sowas würde ichmir niiiiie bieten lassen....

habe mit meiner tochter schon manchen strauss ausgehalten... -


wie oft schon habe ich mich gefragt, warum diese "alten" bäuerinnen sich das von ihren kindern gefallen lassen und vor allem finde ich es furchtbar, dass dann die daheimgebliebenen darunter zu leiden haben....

Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: passivM am 18.05.07, 17:22
Ich hab's mir gestern schon beim Lesen gedacht:

..ist ja ein dicker Hund, dass die Tochter, wenn ich das richtig verstanden habe, mit ihrem Wohnrecht (das sie nur für gelegentliche Besuche nutzt) eine betriebliche Weichenstellung verhindert. :-\

Aber ich bin der Meinung, dass das den Geschwistern oft von den Eltern so anerzogen wurde, dieses Anspruchsdenken gegenüber "dem Hof", bzw. dem der auf dem Hof lebt/arbeitet.

Gerade heute habe ich mich auch wieder über so eine Frechheit geärgert:
Das ist sooo typisch für die Denkweise seitens mancher Eltern, und mit der die Geschwister aufwachsen.
Weil wir im Juli umziehen wollen, habe ich meine Blumentöpfe auf dem Hof nicht mehr bepflanzt, darunter auch zwei teuere, glasierte, die ich mitnehmen möchte. SM pflanzt schon seit ein paar Tagen Blumen auf dem Hof in Töpfe, von denen sie nie genug hat. Da werden meine Töpfe einfach mit bepflanzt - ohne zu fragen.
Nun könnt' ich da drüber weg gehen, nach dem Motto: Wir haben da wo wir hin ziehen einen großen Garten und einen rel. großen Vorgarten, und ich muss eigentlich keine Töpfe bepflanzen. Eigentlich brauche ich sie nicht wirklich, und ich bin eh bald weg. Aber ich ärgere mich so, dass ich mich mit dem Gedanken trage, die Töpfe beim Umzug leer zu machen, und trotzdem mit zu nehmen. Eigentlich bin ich doof, dass ich mich überhaupt noch ärgere. Aber ich kann da auch nicht aus meiner Haut raus. :-\
Ein Wort hätte genügt, und ich hätte sie IHR überlassen. Aber so? - Ohne zu fragen, einfach nehmen. Das ist soooooo typisch. - Und meinem Mann ist es natürlich viel zu leidig, sich mit so was zu beschäftigen. Der meint, ich hätte sie besser wegräumen sollen... Wo hin? Ins Wohnzimmer, oder was? --- Ich bin ja bald weg, und dann können die machen was sie wollen.
Aber so viele andere müssen bleiben, trotz der immer wiederkehrenden kleinen Ärgernisse, die einzeln für sich genommen, alle nicht tragisch sind, aber in ihrer Summe vergiften sie das Klima.
Und wenn immer solche "Kleinigkeiten" laufen, ohne dass der Bauer sich wehrt, muss man sich wohl nicht wundern, wenn es dann im Großen genauso läuft...

Übrigens: Bei uns räumt der Schwager unter Mithilfe seiner Frau und Sohn schon Möbel bei der SM ins Haus. Couch und Einzelbett, wahrscheinlich für den Filius - keine Ahnung. ..geht mich ja auch nichts an. Aber:
Da die SM Frust hat, dass wir vom Hof weggehen, hatte sie meinem Mann mal angekündigt, dass sie die Hofstelle dann seinem Bruder gibt. ...und mein "lieber" Mann hat nichts besseres zu tun, als den ehemaligen Kuhstall/Spalten, Güllekanäle... (auf seine Kosten) umzubauen, zur Lagerhalle, die wahrscheinlich sein Bruder dann übernehmen/vermieten wird...
...und bei uns ist das Geld im Moment echt knapp. - Aber daaa ist mein Mann großzügig >:(, und bei mir will er wegen den Möbeln rumknausern die wir brauchen, weil er sich HIER den "Stützpunkt" ja erhalten will, bzw. ich muss sie von dem bezahlen, was ich mir vom Kindergeld zusammen gespart habe. - Aber wisst Ihr was, ich kann die Möbel von hier auch mitnehmen...  ;) ICH brauche hier keinen Stützpunkt mehr !  ...und deshalb auch keine neuen Möbel.
Ich mein' ER zieht eh schon zehn Tage vor mir dort hin, wegen der Schulferien. Ich hab' den Umzug also alleine - mit einem Bekannten von mir, der mir auch den Miet-LKW fährt... Ich hab' meinem Mann das mit den Möbeln angekündigt, und wenn die erstmal in den NB angekommen sind, viola, dann sind 'se da... 8)

Bei dem Unverständnis von Maggie, dass die Mutter sich von der Tochter so behandeln lässt, da frage ich mich auch ganz allgemein, warum Eltern ihre Kinder so unterschiedlich behandeln. ...und warum die anderen (meistens der Bauer) sich so behandeln lassen? Ich mein', selber Schuld, oder. Wer sich nie wehrt, gibt den anderen damit doch unbewusst Recht. Oder hab' ich da was übersehen?

lieben Gruß
Anna
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: maggie am 18.05.07, 17:57
etwas anderes anna -
wo zieht ihr den hin und warum...? -

arbeitet dein mann weiterhin auf dem hof ?
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: passivM am 18.05.07, 18:10
Hallo Maggie !

Wir ziehen nach Mecklenburg-Vorpommern.
Da arbeitet mein Mann auf einem gr. LW-Betrieb mit.

Warum wir weg gehen?
Das sind betriebliche Gründe.


Ballungsgebiet. Zu hohe Arbeitsbelastung bei dem Zuschnitt des Betiebes hier in Hessen, tja, und auch die ungeklärten Eigentumsverhältnisse. Das "menschliche" spielte bei der Entscheidung (meines Mannes) keine Rolle. Aber das ist u.a. auch ein Grund, dass ICH froh über diese Entscheidung bin, auf die ich lange hingewirkt habe. Das hat (bei mir) auch etwas mit meinen Kindern zu tun, und so weiter... Aber aus DIESEM Grund hätte mein Mann nicht so enschieden. Für ihn zählen betriebliche Gründe,
und ich kann mich bei seinen Entscheidungen immer auf eines verlassen: Das Finanzielle, das hat er bis jetzt immer irgendwie hin bekommen. Da müsste ich mir eigentlich keine Sorgen machen... :-\

Ja, mein Mann arbeitet weiterhin auf dem Hof, aber nur noch Ackerbau - den er zum Teil im Lohn machen lässt (üb. Bewirtschaftungsvertrag), und er arbeitet auch weiterhin selbst mit, nur halt nicht die ganze Saison über. Er wird ein bisschen hin und her pendeln, und deswegen braucht er auch weiterin auf dem Hof einen "Stützpunkt".
Übrigens: diesen "Stützpunkt" hatten wir selbst und auf unsere Kosten ausgebaut, obwohl das Ganze der SM gehört... Ich will damit nur sagen: "Geschenkt" ist nichts. Mein Mann hat sich immer jede Gurke hart erarbeiten müssen. Aber das ist wohl bei allen "Daheimgebliebenen" so, und bei vielen anderen auch!  ;)

LG Anna
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 18.05.07, 23:17
übrigens anna,
ich würde die beiden töpfe bepflanzt mitnehmen -

du bedankst dich einfach bei smfür die schönen blumen in deinen töpfen...!!!
Titel: Re: Wohnrecht für Geschwister?
Beitrag von: schnute am 18.05.07, 23:25
Da werden meine Töpfe einfach mit bepflanzt - ohne zu fragen.
Nun könnt' ich da drüber weg gehen,   [... cut ...] Aber ich ärgere mich so, dass ich mich mit dem Gedanken trage, die Töpfe beim Umzug leer zu machen, und trotzdem mit zu nehmen. Eigentlich bin ich doof, dass ich mich überhaupt noch ärgere. Aber ich kann da auch nicht aus meiner Haut raus. :-\

Hallo Anna,

kenne diese Gefühle, die in solchen Situationen innen drin brodeln. Als hätte ich es selbst erlebt. Gefühl für Gefühl - Gedanke für Gedanke.



 trotz der immer wiederkehrenden kleinen Ärgernisse, die einzeln für sich genommen, alle nicht tragisch sind, aber in ihrer Summe vergiften sie das Klima.
Und wenn immer solche "Kleinigkeiten" laufen, ohne dass der Bauer sich wehrt, muss man sich wohl nicht wundern, wenn es dann im Großen genauso läuft...

Die Frage stellt sich mir oft.... warum wehrt sich der Bauer nicht?

 >>> Des lieben Friedens willen >>> hat sich ja eh bald erledigt >>> schweigen ist besser als auseinandersetzen >>> wofür soll ich mir den Mund verbrennen >>> sonst schmeißt er (Vater) ja die Arbeit hin (auf die er noch angewiesen war) >>> bin ich der Buhmann >>> hab ich mich gegen die Eltern gestellt, die schließlich den Hof aufgebaut haben (läuft glaub' ich nur unterbewußt ab) >>> usw.


 bzw. ich muss sie von dem bezahlen, was ich mir vom Kindergeld zusammen gespart habe. - Aber wisst Ihr was, ich kann die Möbel von hier auch mitnehmen...  ;) [... cut ...] Ich hab' meinem Mann das mit den Möbeln angekündigt, und wenn die erstmal in den NB angekommen sind, viola, dann sind 'se da... 8)

Da muss ich doch noch mal nachhaken, wieso solltet ihr eure Möbel nicht mitnehmen???
Mal abgesehen von den Zwischentönen, die bei mir ankommen, dass du sie bezahlen musst, während das Geld an anderer Stelle ausgegeben wird.



 Ich mein', selber Schuld, oder. Wer sich nie wehrt, gibt den anderen damit doch unbewusst Recht. Oder hab' ich da was übersehen?

lieben Gruß
Anna

Neeeee, ich glaub' da hast du gar nüscht übersehen  8) Das hab ich nämlich auch schon oft gedacht.

Liebe Grüße schnute
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: schnute am 18.05.07, 23:29
Ooohhhh Maggie,

die Reaktion ist ja nur guuut!!!  ;D ;D ;D

Ich komm aus dem Grinsen nicht mehr raus.

Siehst du, ich ärgere mich auch ständig nur, statt mal auf so 'ne Spitzenidee zu kommen.

Liebe Grüße schnute
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: passivM am 19.05.07, 09:09
Noch mal kurz zu den Töpfen (auch wenn's ein bisschen vom Thema ab ist):
Meine kleine Tochter, 7 Jahre, hat da mehr Courage  ;D
Die war wohl dabei, als Omi die Töpfe bepflanzte, und sie meinte, dass man erst mal Mama fragen solle, ob sie einverstanden sei. Da muss Oma wohl gesagt haben, dass ich die Töpfe ja nicht bepflanzt habe. Später ging meine Tochter zur Omi und erklärte ihr, dass Mama die Töpfe mitnehmen will, und dass sie daher nicht mehr bepflanzt wurden. - Da hat Omi sie wieder leer gemacht .... is' also nix mit den bepflanzten Töpfen... ;)

...aber als ich meinem Mann das erzählte, hielt er ihr auch noch bei. DAS ärgert mich am meisten. Ich würde mich über so was vieeel weniger ärgern, wenn mein Mann mehr, wie man in Hessen sagt: "Arsch in der Hose hätte".

Schnute, auf deine Frage, warum wir die Möbel nicht mitnehmen sollten:
Mein Mann will sich hier auf dem Hof einen Stützpunkt erhalten - idealerweise möbiliert. Der will/muss doch ein bisschen hin und her pendeln zwischen den neuen BL und hier.

...aber einen Trost wegen der Blumenumpflanz-Aktion hatte meine SM doch: Mein Mann war wieder bei den Erdbeeren / Pflücker beaufsichtigen u.s.w. , und da hat er 2.-Wahl-Erdbeeren mitgebracht, einen großen Korb voll, für seine Mutter. Für mich gab es keine.  >:(  ..ich hab's auch nur zufällig gesehen, als sie wieder fleisig beim Einfrieren war.
Es sind zwar "nur" Erbeeren, aber - meines Empfindens nach - wie Rosen, irgendwie ein Liebesbeweis (hab' ich ihm auch gesagt, aber er sieht es nicht ein, und macht mir statt dessen Vorhaltungen, was ich für 'ne unfähige Frau bin und so...) Und jetzt haben wir mal wieder Krach (war schon lange nicht mehr. Seit das Vieh seit etwa vier Monaten weg ist, hatten wir "Frieden") Hatte heute Nacht in meinem kl. Bauwagen geschlafen ...weil er seine Mama anscheinend "mehr liebt", als mich... Das richtigere Wort wäre wohl, dass er sie mehr "wertschätzt". Die darf sich wirklich alles erlauben, und er hält ihr bei. Logisch: Das bestärkt sie in ihrer Denkweise dann auch noch. Die hat doch bis jetzt damit bei ihm immer Erfolg gehabt, warum sollte sie also was ändern. - Das hatten wir ja gerade... 

Tja, so bekommt jedes Kind SEINE (individuelle) Behandlung - um mal zum Thema zurück zu kommen.   Die einen werden angefüttert, hofiert, gelobt, gebauchpinselt damit sie bei Laune bleiben, und Muttern immer schön "besuchen", und die anderen werden hingehalten, kurz gehalten, zurückgesetzt - damit sie sich immer schon nach der Wurst strecken, oder wie der Esel hinter der vorgehaltenen Karotte herlaufen. - Aber WARUM muss der Bauer (fast) immer der Esel sein..!? Das hat er doch gar nicht nötig !

Aber das allerblödeste daran ist, dass mein Mann und ich uns deswegen in die Wolle bekommen! Aber ich kann doch nicht eeeewig nur "schlucken". Wie gesagt, ich kann da manchmal nicht aus meiner Haut raus. --- Gut dass es den BT gibt. Mein Mann zweifelt ja gerne an meiner Denkweise. Aber wenn ich sehe, dass es anderen auch so geht: Da kann ich ja wohl nicht blemblem sein...!
Ei, da geht's echt manchmal um die Maßstäbe. Aber man sollte seine eigenen Maßstäbe dabei nicht verlieren -  höchstens ein bisssschen anpassen, aber nicht gänzlich aufgeben. Es ist auch nicht alles richtig, was "Hof" ist  ;) Hier auf dem Hof zählt nur Geld: Hast 'de was, bist 'de was. So was ist arm, und meine SM ist eigentlich 'ne ganz arme Socke, ich mein', die kommen doch eh alle nur zu ihr, weil sie was von ihr wollen...

lieben Gruß
Anna

Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Linaria am 19.05.07, 10:58
Hallo maggi
meine Mutter ist 67 Jahre und mein Vater noch etwas jünger.
Bevor sie ihren Mann kennen lernte war sie genauso mieß drauf wie Jetzt, danach wurde es besser und sie hat immer gesagt es geht ihr nicht schnell genug zum Mann zu ziehen, dort währen alle nur freundlich und nett.
Keine 2 Wochen nach der Hochzeit änderte sie die meinung und schwiegereltern sind die bösen( schwiegermutter und schwägerin dürfen nicht die tochter anrühren und ihr mann darf auch nicht zu seinen eltern gehenobwohl sie im gleichen haus wohnen).
Kommt jetzt wieder jede woche ca 5 Tage hier her. Ausgeartet ist das ganze seit Februar als mein Vater ihr zu verstehen gab das sie den Hof nicht bekommt, was sie wollte (möchte im alter nicht von ihrabhänig sein).
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 19.05.07, 15:08
Ooohhhh Maggie,

die Reaktion ist ja nur guuut!!!  ;D ;D ;D

Ich komm aus dem Grinsen nicht mehr raus.

Siehst du, ich ärgere mich auch ständig nur, statt mal auf so 'ne Spitzenidee zu kommen.

Liebe Grüße schnute

ob ich in meinem fall auch auf die idee gekommen wäre ?? - als aussenstehender kann frau vielleicht eher auf solche gedanken kommen

viel glück beim packen und umzug...

übrigens ich nähme auch so viel als möglich mit, dein göga braucht ja wenn er dort ist nicht eine toll eingerichtete wohnung, und mama wird sich ja doch um ihn kümmern und dann wird er öfter in ihren räumen anzutreffen sein - oder sehe ich das falsch ?
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: passivM am 23.05.07, 15:32
Neee, Maggie,

ich glaub', das siehst du falsch (und ich will es auch hoffen!) - Mein Mann hat selber Frust, weil das mit seiner Mutter so läuft. Nicht ohne Grund will er, dass ich den Fernseher dalasse... Und, das klingt vielleicht blöd, aber wenn wir eine Weile getrennt sind, dann vermisst er mich und unsere Tochter. Ich denke, wenn er runter nach Hessen fährt, dann zum schaffen. Da zieht der dann auch voll durch.

Auf die Idee, die Töpfe bepflanzt mit zu nehmen, war ich auch schon gekommen, aber dann hätte es wohl geheißen, ich hätte mir ihre wertvollen Blumen unter den Nagel gerissen. Das brauch' ich dann auch nicht. - Aber lustig finde ich diese Vorstellung schon auch irgendwie  :D

Momentan bin ich in Sachen "was mitnehmen, was nicht?" eher so drauf, dass ich so manches mit Absicht zurücklassen, oder hinter mir lassen will... Aber das ist dann auch nicht mehr gemütlich, wenn nur noch der Plunder da ist. Ich will am liebsten nur das mitnehmen, was ich brauche oder was ich besonders schön finde, und was dort auch rein passt. Also, mit anderen Worten: Ich schwanke noch ein bisschen, was ich mitnehme und was nicht.

Übrigens:
Das mit dem Zimmer
im Haus meiner SM, das soll das Zimmer vom Sohn meines Schwagers sein. Der ist viel bei Oma, auch um Mama zu entlasten (die Ärmste..) - Geht mich ja nichts an, nur angesichts der Tatsache, dass ich meinen Sohn vor gut 1 Jahr ins Betreute Wohnen geben musste, nachdem er von seiner Stiefmutter rausgemobbt wurde, und er nicht bei uns einziehen durfte, weil SM "keinen im Haus haben wollte", und weil bei uns ein Zimmer dazu fehlt - da interessiert mich das schon.
Ich mein' die hätten da mit ja auch warten können, bis ich ausgezogen bin, aber eine Freundin von mir und auch ein Nachbar meinten, dass SM das macht, um mich "zu ärgern". Aber ich bin da drüber weg. Allerdings könnte ich das, glaube ich, nicht ertragen, wenn ich weiterhin auf dem Hof leben müsste... Ehrlich ! Es war schon fast so weit, ich hätte meinen Mann verlassen, wenn das mit Mecklenburg nicht gekommen wäre - wegen der Sache mit meinem Sohn (das war dann der letzte Auslöser).

Aber dieses
im Alter nicht abhängig sein wollen, wie Linaria es beschreibt,
das kann ich schon verstehen.
Allerdings: Man kann fast jedes Problem irgendwie lösen, wenn man nur will. Oft hat diese (berechtigte) Angst aber zur Folge, dass man bis zum letzten Tage quasi "drauf sitzen bleibt", und dem Nachfolger jede Möglichkeit nimmt, rechtzeitig Weichen zu stellen. Ich denke, zur Altersvorsorge gehört es auch, neben dem Finanziellen, schon bei Zeiten tragfähige Beziehungen zur nächsten Generation zu pflegen... Auch das ist Altersvorsorge !

liebe Grüße
Anna
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 13.07.07, 12:04
jetzt habe ich eine frage - vor allem an die jüngeren bäuerinnen unter euch...

bis in einem jahr werden göga und ich ja wahrscheinlich im stöckli leben - ca. 200 m weg von hier -

ausser dem jungbauer lebt im moment noch der jüngste an den wochenenden - so alle 14 tage - auf dem hof -

ich habe ihm vorgeschlagen, er solle mit seinem bruder reden, ob er sein zimmer hier behalten könne -
es liegt im 2. stock, wo die beiden im moment "hausen" -
wenn junior hier umbaut, wird er dort oben voraussichtlich noch alles beim alten lassen, da die untern beiden etagen gross genug sind für eine familie (wir waren am anfang mit se und haben dann später den estrich ausgebaut - 3 zi und wc/lavabo)

natürlich hätten wir ein zimmer für ihn, wenn der jungbauer das ganze haus umbauen möchte, das ist nicht das problem,
das problem wäre die räumung des "schlages" !!!

und habe unserm jüngsten vorgeschlagen, essen könne er dann bei uns drüben (hat ja doch meist keine zeit, da er entweder weg ist oder am schlafen....) -
nun entsetzte sich gestern meine schwester und meinte, du willst ihn nur nicht loslassen, der kann doch gut beim bruder essen -
mein argument, es geht hier nicht um den bruder - sondern um die partnerin (sie kennen sich zwar gut und gehören zur selben "klicke") -

ich meinte, das müssten sie dann mit der partnerin abklären - sie darauf - was soll denn das, wenn es ja an diesen wochenenden nur 1 - 2 mahlzeiten sind (evt. sa abend und so mittag) -

meine schwester hat das gefühl - sie verstehe alles - auch wenn dem oft nicht so ist - und sie hat immer recht -
nun dann schweige ich eben und lasse sie im glauben...

ich hätte das jedenfalls nicht gewollt - nur waren bei göga "nur" schwestern da und der kontakt war auch nicht sooo gut -

was meint ihr nun dazu -
ich werde jedenfalls diesen vorschlag nicht an den "zimmerherrn" weitergeben und bleibe bei meinem vorschlag -
ich werde es vielleicht mal an die partnerin weitergeben, dass sie weiss, wenn sie ihn am tisch haben möchte, muss sie nicht auf mich rücksicht nehmen -
ich glaube ich werde das nicht so schlimm finden....

danke - an alle die sich gedanken machen...

Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: martina am 13.07.07, 12:57
Hallo Margrith,

wer weiß schon so genau, was die anderen wollen?

Ich würde mich mit den beiden Herren plus der Freundin zusammensetzen und bereden, wie das Jungvolk das haben möchte.

Wenn der auswärtige Sohn am Wochenende bei seinem Bruder mitisst, dann denke ich, hat der auch etwas Kostgeld verdient, bzw. sollte das junge Paar mit dem Bruder reden, wer dann für welche Bereiche zuständig ist?
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Margret am 13.07.07, 15:02
Hallo Maggie,

ist es denn überhaupt so,  dass die Partnerin immer  auf Zeit kocht ? 
Ich möchte ihr da nicht zu nahe treten,  aber vielleicht mag sie gar nicht immer kochen auf bestimmte Zeit  oder gehthmanchmal arbeiten / einkaufen usw. ?

Hilft er denen auf dem Betrieb irgendwas ?


Als ich hierher kam,  war meine SM öfters  betrieblich unterwegs (Direktvermarktung)  und ich habe deshalb für die Familie meines Mannes an all diesen Tagen mitgekocht. 
SV war ja in die betriebl. Arbeiten mit meinem Mann eingebunden und hat sich an die verabredete gemeinsame Essenszeit bei mir/uns gehalten.

Aber die Brüder meines Mannes !!!!! :o :o :o  Da hab ich manchmal schwer durchgeschnauft, um ja nichts zu sagen !
Sie waren sich ihrer Freiheiten als erwachsene Söhne bewusst und haben ihre Zeit eingeteilt wie sie wollten und sind gekommen und gegangen wie sie wollten und haben sich weder an- noch abgemeldet vom Essen !
Das wär nicht ewig gutgegangen mit uns !!! 
Ich fand ihr Verhalten manchmal sehr herablassend mir als Köchin gegenüber,  die ihnen freiwillig was gekocht hat. 
Sie  dagegen fühlten sich eingeschränkt durch unsere Zeiten.
Ich habe es eine Zeitlang geschluckt. 
Sie waren dann beruflich bedingt meist nicht mehr da  bzw. war dann SM daheim und wir haben  dann getrennt gekocht und gegessen.

Ich fände es regelmäßig nicht angemessen,  wenn dein Jüngster dort mitessen würde.
Aber frag doch mal vorsichtig die junge Frau,  wie sie das haben möchte.

Margret
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: fanni am 13.07.07, 15:19
Maggie,

ich finde du hast einen sehr guten Vorschlag gemacht, und da stecken gute Gedanken dahinter. Die Freundin/Frau des Hofübernehmers ist nicht die Köchin für den Bruder. Und denk mal nach, die Verbindungen auf einem Hof sind ja sowieso schon eng und grade beim Essen wollen die zwei Jungen oder dann auchmal als junge Familie für sich sein. Ist ja schon schön für ihn (also den kleinen Bruder), wenn er das Zimmer weiter haben kann. Und wie lange, das muss ja dann auch noch ausgemacht werden.


Fanni
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 13.07.07, 22:57
  so habe ich mir es auch gedacht -

und oft mag er sich ja nicht aus dem bett erheben zum essen -
wenn man abends soo spät weg geht, kommt er ja auch am morgen oft erst wieder wenn wir bereits im stall sind...

ist gerade eben weggefahren .... :o
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Trudi am 14.07.07, 10:38
Hallo Maggie,

 Warum möchte dein Sohn nicht bei euch wohnen und essen.Früher oder später gibt es
 doch Probleme .Sich in eine neue Familie einleben ist für eine junge Frau auch nicht
 einfach.
 Ist aber nur ein Vorschlag von mir.

   Trudi.
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 14.07.07, 11:16
hallo trudi,
er würde nur so alle 14 tage am wochenende dort "schlafen" -

darum meinte ich auch, essen auf alle fälle bei uns..

und wie lange er noch so oft nach hause kommt ??,
vielleicht braucht er ja schon nächstes frühjahr sein zimmer nicht mal mehr alle 14 tage - dann muss er ja sowiso mal räumen...
da hätte er dann noch sein eigenes zimmer und bei uns drüben würde es ebenauch noch von "andern gästen" benutzt -
darum den vorschlag... -

ich hätte mich auch noch nirgends dazu geäussert und mal abgewartet was die 3 miteinander abmachen, aber da meine schwester mich so als glucke hinstellte, weil ich fand, zum essen könnte er zu uns rüberkommen, wollte ich mal eure meinungen hören....
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: regi am 14.07.07, 16:26
Margrith, du schreibst doch, dass im Dackstock 3 Zi + Dusche/Lavabo sind.

Ich würde deinem Jüngsten einen andern Vorschlag machen: Ein 1- oder 2-Platten-Rechaud (2 Platten Fr. 100.-) und einen kleinen Kühlschrank kaufen, etwas Geschirr hast du sicher übrig.
Dann kann er sich mal selber etwas machen (Ravioli, Spaghetti, Suppe) und hat gekühlte Getränke in Reichweite (falls er sich welche besorgt) ohne den Kühlschrank des Bruders und der Schwägerin zu benutzen.

Ansonsten essen bei euch oder wo auch immer, nach Absprache.

Ich denke, ob und wieviel Miete er dem Bruder für die Benutzung der Räume bezahlt, sollen die Jungen selber aushandeln.
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 14.07.07, 18:17
liebe regi,
glaub mir, er würde sich nichts kochen, da er ja nur zum schlafen hier ist -

dass er sich nicht am kühlschrank hier bedienen soll, war mir von anfang an klar...
es geht nur um die "nächte" (ha - morgen - mittag !!!)-

und wie oft das bis in einem jahr ist ??-
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Wendi am 23.07.07, 10:07
Hallo maggie,

Du suchst ja ehrliche Antworten, deshalb hier meine: Dein Jüngster sollte m. M. nach mit Euch ausziehen.
Wenn er noch nicht komplett selbständig ist, dann ist das "Last " der Eltern und nicht der Geschwister.
Und wenn ich an seinen Rhythmus denke, den die "Schaffer" vom Hof dann hautnah mitkriegen müssen, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Nicht dass ich das schlimm fände, unsere Kinder stehen auch gerne mal später auf (wenn's geht). Aber in Kombination mit dem Hofpaar, das täglich seine Pflichten oft in aller Herrgottsfrühe zu erledigen hat - undenkbar für mich.
Meine erwachsene Schwägerin (damals 41 J.), ledig mit Superjob auswärts und ohne Wohnrecht bei den SE (endete mit 30J.) wurde arbeitslos und nistete sich in ihren alten Räumen (2) bei Mama zuhause wieder ein im Hofhaus. Wir wohnen 100 m daneben. Wir sind für Strom, Heizung, Wasser, teilweise Lebensmittel zuständig.
Während der ganzen Zeit (ca. 1 J.) hat sie auf dem Hof keinen Finger gerührt, lag bis spätvormittags im Bett, flog dann zu "wichtigen Terminen" aus, um nicht mit Oma kochen zu müssen. An einen Geldausgleich nicht zu denken! Die Wäsche wurde auch wieder von Oma gemacht. Und wenn SM uns wie üblich auf dem Hof half, dann am besten heimlich! Wir dagegen mußten morgens um 5:30 Uhr unter ihrem Fenster vorbei in den Stall. Also mein Blutdruck war da morgens schon auf 180 !!
Würde ich unserem Sohn niemals zumuten. Wenn er den Hof übernimmt, dann ohne Anhang von Geschwistern, die alle beide eine gute Ausbildung bekommen und sonst auch noch was.

Einmal muß Euer Junior ja ausziehen, warum dann nicht gleich?
Und essen nur bei Muttern. Ich würde nicht mal die junge Frau fragen. Was soll sie denn antworten? Ich trau mich heute noch nicht zu sagen, was mir am Verhalten von meinen Schwagern und meiner Schwägerin nicht gefällt und habe selbst 3 erwachsene Kinder.

Vielleicht haben die beiden Jungen auch was vor mit den Räumen und lassen es nur noch nicht raus!

Viele Grüße
Wendi
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 23.07.07, 12:15
danke wendi,
sollte er wirklich nochmals ganz zurückkommen wollen - dann nur bei uns drüben - das ist mir vollkommen klar...

aber so gut kenne ich ihn, dass er sich eher eine wohnung im dorf oder einem nachbardorf nehmen würde und nicht mehr für "ganz" hier wohnen....
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Sonnenblume2 am 05.01.09, 09:54
hallo,
mal wieder eine kleine Story, was mal wieder zeigt, dass die anderen gewichenen "Kinder" - "brav" sind und gewisse Dinge nicht machen (z.B.: lange im Bett liegen)
Freitag - normaler Arbeitstag - Sternsinger sind gekommen ca. 10.45 Uhr Vormittags
fragt der Begleiter der Kinder: "ob bei Michael (Name geändert) niemand zuhause ist"  .....das ist der Sohn von SE mit Familie, welche Nachbarn sind und von diesen die Sternsinger gekommen sind

SM sofort darauf: "Michael muss arbeiten"
dann hab ich darauf gesagt: "und die anderen liegen noch im Bett"
SM´s spontane Antwort auf meinen Einwurf: "das glaubt sie nicht"
ICH: "aber die Rollos sind noch alle herunten"  (wenn die Rollos bei dehnen herunten sind, dann sind die noch im Bett, DAS weiß auch SM )
Der Sternsingerbegleiter hat dann eingeworfen: "vielleicht sind sie fortgefahren! Wir schauen am Nachmittag noch mal bei ihnen vorbei"
SM´s Antwort darauf: "das kann sein"
... ich hab das dann so im Raum stehen lassen

.... als die Sternsinger dann bei unserem anderen Nachbar fertig waren und wieder weitergingen, waren dann plötzlich auch die Rollos von Schwiegerfamilie hochgezogen ... musste innerlich lachen   , weil es dann die Bestätigung war, dass sie nicht fortgefahren waren sondern bis kurz vor Mittag (unter der Woche!!!!) im Bett lagen!

ein andermal:
als ein Bekannter einmal zu Michael gesagt hat "an diesem Samstag war bei euch niemand zuhause, als ich bei euch vorbeigeschaut habe", da hat SM auch gleich bei diesem Gespräch einwerfen müssen "Da ward ihr den ganzen Tag in der Arbeit"

WARUM verteidigt SM die anderen immer für solche Sachen? (sie weiß selber auch ganz genau, dass diese z.B.: noch im Bett liegen) *Kopf schütteln*
sind andere SE (SM´s ) auch so?
lg Sonnenblume
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Sasa am 05.01.09, 12:12
 ;D ;D ;D

Wir hatten das früher als Kinder mit unserer Oma. Sie wohnte bei uns. Mein Onkel, ein Bruder meines Vaters, wohnte mit seiner Familie etliche Stunden weg, deshalb kamen meine Cousins, etwa im gleichen Alter wie wir, immer nur mal in den Ferien...Die waren natürlich immer lieber, braver...

Und meine Schwiegermama sieht es mit den Kindern meines Schwagers genauso...Die Beiden sind so gut erzogen, immer lieb, ruhig, freundlich- Besucherkinder eben ;D

Da stell ich einfach die Ohren auf Durchzug ;D
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Mirjam am 05.01.09, 17:53
Hallo Petra,

meine Abschlussarbeit hab ich mit einem halbjährigen Kleinkind auf dem Schoß geschrieben, da war jeden Morgen um 5.30 Schluss mit Ausschlafen - das geht  ;D!

Mirjam
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Selina am 05.01.09, 18:18
Hallo Mirjam,

natürlich geht das auch ..................aber wenn man es anders angehen kann, dann wirds halt so ausgenutzt!
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: muellerin am 05.01.09, 18:34
Oh Mädels, Ihr seid aber hart!
Als ich meine Diplomarbeit schrieb, war ich hochschwanger mit Nummer 1. Ich kann grundsätzlich abends viel besser schöpferisch sein, saß also oft bis nachts um 3 oder 4 an der Schreibmaschine (da hatte ich noch keinen PC, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen). Entsprechend gab es dann auch erst gegen 10 Uhr Frühstück! Solange man noch keine familiären Verpflichtungen hat, ist das doch in Ordnung und jedem selbst überlassen.

Gruß
Müllerin
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Sasa am 05.01.09, 18:58
Stimmt schon, aber dann sollte man auch nicht über Krach maulen- es können ja nun nicht alle bis Mittag im Bett sein, nur damit Studentin ausschlafen kann ;D
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: geli.G am 05.01.09, 20:28

WARUM verteidigt SM die anderen immer für solche Sachen? (sie weiß selber auch ganz genau, dass diese z.B.: noch im Bett liegen) *Kopf schütteln*
sind andere SE (SM´s ) auch so?


Hallo Maria,

mein SV hat immer gesagt, dass weichende Erben nicht neben dem Hof leben sollen  :D  Ich finde, dass das eine gute Entscheidung ist. Die Schwester meines Mannes hat einen Nachbarn geheiratet und wohnt deshalb ca. 300 m neben uns. Die anderen drei Brüder wurden vor ca. 25 Jahren mit einem Baugrund ausbezahlt, haben diesen dann verkauft und sich direkt nebeneinander jeder ein Haus gebaut..... 1 1/2 Kilometer von uns weg. Dieser Abstand ist grad richtig, auch wenn ich mich mit allen gut versteh. Und meine SE sehen nie was die machen oder auch nicht machen...... ;)
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Sonnenblume2 am 07.01.09, 10:07
mein SV hat immer gesagt, dass weichende Erben nicht neben dem Hof leben sollen  :D  Ich finde, dass das eine gute Entscheidung ist.
Hallo geli
Finde ich auch! Schon allein diese Einstellung deines SV zeigt, dass er schon eher "modern"-denkender eingestellt ist.  :D

Würde dieser Bruder mit Familie nicht neben uns leben bzw. auch die SE sich etwas anders verhalten, dass eben diese nicht immer die braveren, fleißigeren, netteren, .... sind, die gewisse Sachen (welche ich bereits erwähnt habe) ja nicht machen, diese sich dies und jenes verdient haben und es nötig haben usw. usw. ...
würde das Verhältnis zu ihnen sicher besser sein!  :-X

@all:
mir geht’s ja nicht darum, dass die Schwägerfamilie um diese Zeit noch im Bett liegt (ärgert mich zwar auch hin und wieder weil ich auch ganz gerne mal im Bett bleiben würde bis ich es dort nicht mehr aushalte),
mir gings/gehts darum, dass SM diese verteidigt und es bei Fremden/Bekannten so hinstellt, als ob die anderen das nicht machen bzw. dass die anderen so "brav" sind und arbeiten  (....ich arbeite ja nicht, weil ich sonst nicht da währe und die Sternsinger anhören könnte ;))

Aber bei meiner SM muss das arme Kind ja so schwer lernen und ist daher so beschäftigt, dass sie ihr nicht helfen kann.  ??? ???
@Petra2: das ist ja die eigene Tochter  ;) würdest DU "schwer lernen" müssen, würdest du auch dieses Verständnis von SM bekommen, dass man deswegen bis 10 Uhr im Bett liegen kann?  ???

lg an alle Sonnenblume
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: passivM am 10.01.09, 19:55

Heute wohnen sie häufig alleine und greifen bei Bedarf gerne auf den Hof zurück. Wie revanchieren sie sich dann?


"Die Frau meines Schwagers hatte an der Feier anlässlich des 65sten Geburtstags meiner SM vor großem Publikum eine lange Rede geahlten und die SM über den grünen Klee gelobt, was sie doch für ein ausgleichender Mensch sei, und wie toll sie sich um ihre Kinder (also die der Schwägerin) kümmern würde...."  *würg*  ::) 
Irgendwann scheint meine schöne Schwägerin dann wohl doch ein wenig in Ungnade gefallen zu sein, jedenfalls redet sie jetzt nicht mehr so gut von ihrer SM....

Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Sonnenblume2 am 12.01.09, 08:54
Heute wohnen sie häufig alleine und greifen bei Bedarf gerne auf den Hof zurück. Wie revanchieren sie sich dann?
Hallo Hopfi,
zum erste Satz "es wird gerne genutzt". Beim 2. Satz, welcher von mir 'fett' gemacht wurde, kann ich nur schreiben NICHT-keine Gegenleistung/Hilfe!
(und wehe man sagt was, wenn sie sich was hohlen, nehmen, leihen, brauchen, .... :o :o .... dann hat man mit SE wieder Ärger)

Zitat
"Die Frau meines Schwagers hatte an der Feier anlässlich des 65sten Geburtstags meiner SM vor großem Publikum eine lange Rede geahlten und die SM über den grünen Klee gelobt, was sie doch für ein ausgleichender Mensch sei, und wie toll sie sich um ihre Kinder (also die der Schwägerin) kümmern würde...."  *würg* 
JA, das "Honig um´s Maul schmieren" das kann meine auch gut. Aber wenns ums Helfen für SM geht, dann sieht und hört man sie nicht bwz. wenn sie doch einmal SM was hilft/macht DANN zählt das doppelt und dreifach!  >:(


Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: rabenbraten am 16.02.09, 20:03
Hallo alle zusammen!
Ich hab jetzt nicht alle Postings gelesen, möchte aber einmal die andere Seite beschreiben.
Ich bin sozusagen "gewichen".
Oder doch nicht?
Ich bin seit fünf Jahren nur noch Hausfrau und fahre täglich zu Mama und Bruder.
Mein Bruder und ich arbeiten jeden Tag zusammen und es klappt perfekt.
Mittagessen gibts bei Mutti.
Mein Bruder ist allerdings geschieden - sonst wär´s sicher ganz anders.
Ich helfe im Wald oder bei der Ernte, auch im Büro oder bei Reparaturen.
Ich hab den Traktorschein nachgemacht und wäre gerne Bäuerin.
Wenn ich mal was brauche hilft er mir.
Ich frage mich manchmal schon ob er nicht froh ist wenn ich am Abend wieder abrausche.
lg ingrid
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Ingrid2 am 16.02.09, 21:11
Hast du mit deinem Bruder drüber gesprochen, wie er das sieht?
Hat dich dein Bruder um Hilfe gebeten oder kommst du einfach so?

Und wie stellst du dir euer beider Leben zukünftig vor?

Gruß Ingrid
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: rabenbraten am 16.02.09, 21:15
Nein.
Ich bin einfach da.
Und wenn ich mal nicht komme ruft er an und fragt nach was ich tue.
Ich denke er hat sich an mich gewöhnt und plant meine Arbeitskraft auch überall ein.
Ihr macht mir jetzt aber schon ein schlechtes Gewissen.
lg ingrid
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Landmama am 17.02.09, 08:45
aber es gibt doch den fall auch ,das man sich einfach gut versteht als geschwister ,wichtig ist halt dass man den fall auch einplant dass der bruder mal eine neue beziehung eingeht und sich die ganze sachlage ändert oder,und dass man da auch noch ganz ruhig miteinander reden kann oder

so würde ich mal sagen ist es auch bei uns ;)

aber es gibt schon so manche Sachen, da könnt ich aus der Haut fahren....
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: rabenbraten am 17.02.09, 08:51
Genau so sehe ich das auch.
Ich denke wenn wir den Hof so richtig in Schuß haben und alle geplanten Umbauten abgeschlossen sind wird es Zeit für Ihn sich nochmals umzusehen.
Ich weiß daß er meine Hilfe schätzt. Und zu zweit geht vieles leichter.

Vielleicht geh ich dann auch wieder arbeiten.

Und schließlich will ich ihn nicht auch noch pflegen wenn er alt ist.
Aber Tatsache ist daß wir beide uns gut verstehen.
Es gibt noch zwei Geschwister, die kommen auch nur wenn sie was brauchen.
Und dann lästern wir beide darüber...
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Marjellche am 17.02.09, 09:07
aber es gibt doch den fall auch ,das man sich einfach gut versteht als geschwister ,wichtig ist halt dass man den fall auch einplant dass der bruder mal eine neue beziehung eingeht und sich die ganze sachlage ändert oder,und dass man da auch noch ganz ruhig miteinander reden kann oder

Gegen das gut Verstehen als Geschwister und sich gegenseitig helfen ist nichts einzuwenden.

Aber man muß dann zum richtigen Zeitpunkt loslassen, vielleicht auch ein bißchen selbstkritisch sein und sich überlegen, wie man es sich für sich und seine eigene Beziehung wünschen würde, damit die neue Beziehung des Bruders eine Chance hat.

In der ersten Zeit als ich mit meinem Freund zusammen war, wurde ich im Ort angesprochen, wie ich denn mit der "Majorin" zurecht kommen würde. Ich fragte, wer denn die Majorin wäre. Mir wurde dann erzählt, daß die Schwester meines Freundes im Ort so genannt werden würde, weil sie auf dem Hof meines Freundes (er hatte vor mir bereits eine Beziehung mit Kind, die u.a. auch daran gescheitert ist) das Regiment nicht abgeben würde.

Mein Freund selber hat auch Angst, sie von Aufgaben zu entbinden, die sie eigentlich nicht mehr machen bräuchte, seit wir zusammen sind, weil er befürchtet, er könnte sie damit verletzen und sie könnte dann beleidigt sein. Er sagt zu mir: "Wie soll ich ihr das denn sprechen?"

Und bei den anderen Geschwistern ist es ähnlich. Für sie ist die Hauptsache, daß sich für sie nichts ändert. Daß sie uns dadurch jeden Freiraum für unsere Beziehung nehmen, sehen sie gar nicht oder sie wollen es nicht sehen...
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: rabenbraten am 17.02.09, 12:58
Keine Sorge!
Natürlich denke ich auch daran -  und als er noch verheiratet war hab ich auch nicht geholfen.
Ich will ja helfen und nicht nerven.
Aber du hast natürlich in allen Punkten Recht.
Heute war er die ganze Nacht im Winterdienst - Einsatz.
Ich hoffe schon daß er sich freut wenn es jetzt bei ihm zuhause warm ist.
Also wäre da eine Frau, ich hätt mir´s zuhause gemütlich gemacht.
No Problem.
lg rabenbraten
die es allen Recht machen will

Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Ingrid2 am 18.02.09, 08:19
Sorry rabenbraten - du wirst es nie allen recht machen können.

Aber so wie du die Sachlage siehst, finde ich schon gut. Es ist schön, daß das Verhältnis zu deinem Bruder so gut ist. Allerdings sehe ich schon auch ein Risiko, daß dein Bruder sich wirklich an dich gewöhnt, daß ihm nichts wirklich fehlt. Es gibt Männer, die werden sehr bequem, auch wenn es um eine neue Beziehung geht. Wobei ich nicht behaupten will, daß dein Bruder genauso ist, ich kenne ihn ja nicht.

Ingrid
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: rabenbraten am 18.02.09, 08:55
Mein Bruder ist genauso!
Auch wenn du ihn nicht kennst.
Das ist eigentlich meine größte Sorge.
Ich fände es nicht schön wenn ich alleine wäre, er ist offensichtlich zufrieden.
Naja, aber darum kann ich mich nicht auch noch kümmern ;D
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Käfer am 08.05.09, 22:07
Hallo Leute!
Auch ich hab so meine Probleme mit den Geschwistern meines Mannes ( 3 Stk. an der Zahl ). Sie stehen jeden Sonntag und Feiertag bei uns vor der Tür, natürlich mit Familie. Wir sind mit SE und meiner Familie( habe 3 Kinder im Alter von 6 J., 3J. u. 11 Mo. ) insgesamt 17 Personen.
Wir haben zudem keine getrennten Wohnbereiche und seine Geschwister glauben sie befinden sich hier im Selbstbedienungsladen sprich es ist selbstverständlich die Spielsachen und auch das Stallgewand unserer Kinder zu nehmen. Wohlgemerkt ohne mich zu fragen und SM erlaubt ohnehin alles.

mein Mann hat auch schon mit den Geschwistern geredet oder besser gesagt gestritten. Seitdem herrscht dicke Luft
aber geändert hat sich an der Situation leider gar nichts.

Weis jemand Rat?

Käfer

Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: geli.G am 09.05.09, 08:35

Wir haben zudem keine getrennten Wohnbereiche

Da gibt´s nur eines....für getrennte Wohnbereiche sorgen!!! Du kannst den Geschwistern ja nicht verbieten, dass sie ihre Eltern besuchen.
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Stadtkind am 09.05.09, 09:13
Hallo,

gerade bei "Schutz- oder Stallkleidung" lässt sich doch bestimmt eine Lösung finden. Ich könnte mir vorstellen, dass eben die "Gastkinder" nur die Stallkleidung, die im gelben Wäschekorb oder linken unterem Schrankfach liegt, nehmen dürfen.

Bei mir wichtigen Dingen, wie Laptop, perönlichen Gegenständen fällt mir leider nur ein einschließen! Dann muss man sich leider zuhause so verhalten, wie in einer WG und alles was nicht niet und nagelfest ist wegschließen!

Gerade bei Lebensmitteln kann das oftmals zu Problemen kommen, von daher fände ich es besser, wenn ihr getrennte Wohnbereiche realisiert.

Was passiert, wenn Du und Deine Familie an den Feiertagen einfach mal nicht da seid? Entzerrt das nicht auch mal das Streitpotential? Oder, dass die anderen Geschwisterkinder mal am Sonntag zum Essen einladen und nicht immer die Oma?

Ciao
Stadtkind
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Käfer am 11.05.09, 16:52

Was passiert, wenn Du und Deine Familie an den Feiertagen einfach mal nicht da seid? Entzerrt das nicht auch mal das Streitpotential? Oder, dass die anderen Geschwisterkinder mal am Sonntag zum Essen einladen und nicht immer die Oma?

Hallo Stadtkind!

Ich muss sagen, dass wir eigentlich viel unterwegs sind an den Sonntagen. Das Problem ist nur das dieser " Besuch" vor meistens halb zehn abends nicht nach Hause fährt, obwohl sie kleine Kinder ca. 2 Jahre und Schulkinder dabei haben. Ich meistens ziemlich ein Theater mit meinen Kindern die spätendens um 8 Uhr ins Bett müssen. Und das nervt!!!!!
Und das die Geschwisterkinder die SE einladen kommt ganz selten vor vielleicht 1x pro Jahr. Hotel Mama ist viel bequemer.
Ich hab mir abgewöhnt bei der Bedienung mitzuhelfen, denn ich seh nicht ein dass ich SE Besuch alles nachtragen soll.Bin aber natürlich dadurch auch die"Böse".
Eine ziemlich vertrackte Situation.

Tschüss Käfer
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Romy am 24.05.09, 18:28
Wie Geli schon schrieb: "Getrennter Wohnbereich". Einen anderen Vorschlag gibt es da gar nicht. Heute dürften, in meinen Augen, solche Wohngemeinschaften mit SE gar nicht mehr vorkommen. Das ist eine Zumutung euch gegenüber.
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 24.05.09, 19:24
schliesse mich geli und romy an -

ich möchte niiiieee mit meinem sohn und st in der selben küche leben -
die haben das recht auf eine eigene wohnung wie die andern kinder -

natürlich wirst du noch länger die böse sein, wenn du auf getrennten bereichen bestehst, aber warte ab - nachher geniessen es alle -
natürlich wird dann nicht mehr alles vorhanden sein was jetzt da ist-

denn se müssen ja dann nur noch für einen kleinen haushalt sorgen !!!

viel glück, gute nerven und tolles durchhaltevermögen - hoffentlich unterstützt dich auch da dein mann ... toi, toi, toi....
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Käfer am 28.05.09, 16:09
Hallo Leute!

Danke für die netten Antworten, dass baut einen richtig auf. Schön langsam beginnt auch mein Mann umzudenken und auch er kann sich getrennte Wohnbereiche vorstellen. Nur das hat mich bis jetzt schon einiges an Überzeugungsarbeit gekostet und momentan liegt auch noch nichts konkretes vor. Und ich möchte lieber schon heute als morgen bauen, denn ich habe richtige Bauchschmerzen wenn ich an die ganze vertrackte Situation denke.
Außerdem steht uns noch " das Gespräch" mit meinen SE bevor, dass wir getrennte Wohnbereiche wollen. Schluck!

Liebe Grüße
Käfer
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 28.05.09, 16:28
hallo käfer,

versucht aber, ganz locker zu bleiben - vielleicht werden se auch froh sein, wenn sie mal ihre ruhe haben -

das ist bei mir ein wichtiger punkt - ich geniesse es, nicht immer den rummel mit der ganzen fam. mitzumachen...

da ziehe ich mich öfter mal an den pc zurück und schaue nach was hier so "vorfällt"....

viel glück beim gespräch !!!
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Clara am 07.02.12, 17:20
Hallo Leute!
Auch ich hab so meine Probleme mit den Geschwistern meines Mannes ( 3 Stk. an der Zahl ). Sie stehen jeden Sonntag und Feiertag bei uns vor der Tür, natürlich mit Familie. Wir sind mit SE und meiner Familie( habe 3 Kinder im Alter von 6 J., 3J. u. 11 Mo. ) insgesamt 17 Personen.
Wir haben zudem keine getrennten Wohnbereiche und seine Geschwister glauben sie befinden sich hier im Selbstbedienungsladen sprich es ist selbstverständlich die Spielsachen und auch das Stallgewand unserer Kinder zu nehmen. Wohlgemerkt ohne mich zu fragen und SM erlaubt ohnehin alles.

mein Mann hat auch schon mit den Geschwistern geredet oder besser gesagt gestritten. Seitdem herrscht dicke Luft
aber geändert hat sich an der Situation leider gar nichts.

Weis jemand Rat?

Käfer



Hallo Käfer,

Reden??? Sowas verstehen viele nicht.

Einfach mal die Aktionen spiegeln... Also hinfahren, sich bedienen an allem was gefällt und dieses und jenes auch mitnehmen (leihweise!) und wenn Fragen kommen, einfach mal reagieren: "Weisst du, ich fühl mich bei dir ebenso zu Hause, wie du bei mir."

Beste Grüße,

Anja

Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Sonnenblume2 am 08.02.12, 07:53
Die Erben(bzw. Kinder des Hofes) sollten ab einen bestimmten Zeitpunkt ein selbstbestimmtes Leben unabhängig des Hofes führen können.
Hallo Hopfi,
DAS braucht man ihnen eh nicht anzuschaffen, das haben sie gemacht sobald sie vom Hof weg waren.
Es ist eher so, wenn die gewichenen Erben/Geschwister am Hof zu Besuch sind, dass sie über uns und unser Leben bestimmen bzw. es durch das SM/SV-Sprachrohr machen lassen!
Gruß Sonnenblume
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Steinbock am 15.03.12, 19:19
Sollten die Geschwister/gewichenen Erben eigentlich ein bißchen Zeit bekommen, um sich umzustellen?

Es wird nämlich oft gerne gesehen, dass z.B. die Tochter des Hauses noch dies und jenes (mit)macht auf
dem Hof (weil sie es schon immer gemacht hat und dem Hof(erben) nützlich war). Und dann ist Hochzeit
des Hoferben und rumppps, ist frau ihre Rolle als nützliche Tochter los und ist ab sofort die böse, sich
einmischende, nicht loslassen könnende Schwägerin?

Was habt ihr da für Erfahrungen? Wie könnte man diesen Übergang ein wenig "entschärfen"?

Elisabeth
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Paula73 am 16.03.12, 12:55
Warum sollte man von jetzt auf gleich alles um schmeißen, wenn man miteinander klar kommt ist ein helfendes Paar Hände nie zuviel.
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: fanni am 16.03.12, 12:59
Sollten die Geschwister/gewichenen Erben eigentlich ein bißchen Zeit bekommen, um sich umzustellen?

Es wird nämlich oft gerne gesehen, dass z.B. die Tochter des Hauses noch dies und jenes (mit)macht auf
dem Hof (weil sie es schon immer gemacht hat und dem Hof(erben) nützlich war). Und dann ist Hochzeit
des Hoferben und rumppps, ist frau ihre Rolle als nützliche Tochter los und ist ab sofort die böse, sich
einmischende, nicht loslassen könnende Schwägerin?

Was habt ihr da für Erfahrungen? Wie könnte man diesen Übergang ein wenig "entschärfen"?

Elisabeth

redern reden reden und sich austauschen.......... ;)
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Romy am 28.03.12, 11:24
Und vielleicht auch selber im Kopf umstellen. Das ist oft Kopfsache.
Ich habe mich lange wegen der Schwägerin genervt. Dann wurde mir die Arbeit zuviel und plötzlich war sie für mich oft das Lichtlein am Horizont. Sie hat nie etwas verlangt, nur Arbeit, weil es ihr sonst zu langweilig war.
Ich hatte etwas Angst. Wir haben ja den Hof übergeben und da dachte ich: Ach je wie wohl die Schwiegertochter mit der Anwesenheit der Schwägerin zurecht kommen wird.
Aber ST nimmt das sehr locker. Im Gegenteil, wenn Schwägerin kommt hat sie gleich Arbeit für sie. Das klappt super!
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: frankenpower41 am 28.03.12, 11:40
.... schön, wenns denn so ist. 

Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: pauline971 am 30.07.19, 13:33
Meine Frage passt nicht genau zu dem Titel. Wie ist es denn wenn jemand sein Haus an ein Kind vererben möchte. Das soll bereits zu Lebzeiten passieren. Also konkreter Fall: Die Mutter möchte aus dem Haus ausziehen und das Haus ihrem Sohn vererben. Was bekommt der andere Sohn? Der müsste ja folglich ausgezahlt werden vom Bruder. Wie bemisst sich da die Höhe der Summe für den anderen Sohn?
Der Fall betrifft Verwandtschaft von mir und der Sohn, der erben soll, liegt mir am Herzen. Ich will nicht, dass er da in etwas gerät was er nachher bereut. Seine Mutter war nicht immer besonders ehrlich zu ihm und eher auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Ich habe mir überlegt, er könnte sich mal bei einem Notar beraten lassen. Kostet zwar vermutlich ein paar Euro. Aber das ist gut angelegtes Geld.
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 30.07.19, 15:18
Warum sollte man von jetzt auf gleich alles um schmeißen, wenn man miteinander klar kommt ist ein helfendes Paar Hände nie zuviel.

ja - wenn man miteinander klar kommt -

ich hätte es nicht geduldet dass die weichenden erben sich noch voll eingemischt hätten,
es ist nun mal eine Umstellung wenn eine junge frau auf den Hof kommt und das müssen auch wir alten akzeptieren -

wenn auf dem Hof hilfe gebraucht wird, ist es an den jungen um die evt. zu bitten,
und nicht die alten (gehöre ja auch dazu), sagen (oder sagen nicht mal was) den andern kindern komm, mach nur weiter das und das …

es ist eine eigene fam. und die muss gefragt werden ob sie wirklich die andern noch immer auf dem Hof will -
Pasta -

ich weiss ich war und bin noch immer, oft die böse  (leider bei sohn und st nicht nötig), aber sonst braucht es das öfter mal, und damit kann ich gut leben, besser als wenn ich alles schlucken würde ….
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: maggie am 30.07.19, 15:21
Meine Frage passt nicht genau zu dem Titel. Wie ist es denn wenn jemand sein Haus an ein Kind vererben möchte. Das soll bereits zu Lebzeiten passieren. Also konkreter Fall: Die Mutter möchte aus dem Haus ausziehen und das Haus ihrem Sohn vererben. Was bekommt der andere Sohn? Der müsste ja folglich ausgezahlt werden vom Bruder. Wie bemisst sich da die Höhe der Summe für den anderen Sohn?
Der Fall betrifft Verwandtschaft von mir und der Sohn, der erben soll, liegt mir am Herzen. Ich will nicht, dass er da in etwas gerät was er nachher bereut. Seine Mutter war nicht immer besonders ehrlich zu ihm und eher auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Ich habe mir überlegt, er könnte sich mal bei einem Notar beraten lassen. Kostet zwar vermutlich ein paar Euro. Aber das ist gut angelegtes Geld.

pauline ich würde ihm raten sich mit einem Notar oder einer andern fachperson zu besprechen -
das erbrecht ist eine sehr vertrackte sache - haben wir selbst erlebt
und ich glaube nicht dass es in Deutschland nicht so bürokratisch ist wie in der schweiz
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: goldbach am 30.07.19, 15:29
Ich meine, dass es sich dann um eine Schenkung handelt.
Kurzfassung:
"Eigentlich" hat der andere Sohn keinen Anspruch drauf, dass er auch was zu Lebzeiten bekommt. Und schon gar nicht von den Geschwistern.
Das sogen. "auszahlen" der Geschwister bei der Hofübergabe entspricht einem vorgezogener Erbteil und wird (hoffentlich meistens) im Übergabevertrag vermerkt und unterschrieben. 
Denn erben tut man ja nur, wenn wenn ein Todesfall vorliegt und dann zählt nur das, was am Tage des Ablebens an Geld, Immobilien und andere Wertsachen da sind.
Mein Tipp: Lasst Euch von einem RA beraten, der sich auf Erbsachen spezialisiert hat. Auch wenn ein Notar eine juristische Ausbildung hat, ist man beim Spezialisten besser aufgehoben.
Wie heißt es in Bayern: Geh zum Schmied und nicht zum Schmiedl....
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Gislinde am 30.07.19, 15:55
Aufpassen muß man da schon, damit nicht Unfrieden draus wird.
Wir haben an unseren Sohn übergeben, die Geschwister waren beim Notar dabei und haben einen Pflichteilsverzicht unterschrieben.
Wir können ein Privathaus an die weichenden Erben noch mal übergeben, im Moment wohnen sie ja schon drin.
Bei meinen Eltern war es so, dass der einzige Sohn den Hof erbte, wir 8 Schwestern unterschrieben auch den Pflichteilsverzicht und jede bekam eine bestimmte Geldsumme. Der Bruder hatte ja noch etliche Schulden abzuzahlen und die Eltern im Alter zu versorgen.
Der Familienfriede ist so gewahrt.
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Mathilde am 30.07.19, 16:21
Aufpassen muß man da schon, damit nicht Unfrieden draus wird.
Wir haben an unseren Sohn übergeben, die Geschwister waren beim Notar dabei und haben einen Pflichteilsverzicht unterschrieben.
Wir können ein Privathaus an die weichenden Erben noch mal übergeben, im Moment wohnen sie ja schon drin.
Bei meinen Eltern war es so, dass der einzige Sohn den Hof erbte, wir 8 Schwestern unterschrieben auch den Pflichteilsverzicht und jede bekam eine bestimmte Geldsumme. Der Bruder hatte ja noch etliche Schulden abzuzahlen und die Eltern im Alter zu versorgen.
Der Familienfriede ist so gewahrt.

Denkst Du  ::) Dem ist beileibe nicht so. Die haben alle eine Summe bekommen die mindestens für einen Bauplatz reichte und haben den Pflichteilsverzicht NICHT unterschrieben. Wir bekommen aber von dem was meine Schwiegermutter jetzt vererben kann und das ist nicht wenig haben wir die Verzichtserklärung unterschrieben.

LG Mathilde
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: pauline971 am 30.07.19, 21:08
Ich werde auf jeden Fall vorschlagen, dass er sich mal unverbindlich bei einem Notar beraten lassen soll. Denke auch es läuft eher auf Schenkung hinaus. Ich frage mich nur, wenn ich zu Lebzeiten alles meinem einen Sohn gebe, wie sichere ich den eigenen Lebensunterhalt. Ok, die gesetzliche Rentenversicherung. Doch ich denke schon, dass ein eigenes Haus den Lebensabend bequemer macht.
Danke für Eure Beiträge  :)
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: gammi am 30.07.19, 22:37
Je nachdem wie lange die Schenkung zurück liegt, kann der Sohn dann zur "Rückzahlung" zum Unterhalt der Mutter herangezogen werden.

Aber wie das ganz genau ist, da ist mit Sicherheit die Beratung beim Notar und eventuell auch Steuerberater sinnvoll. Der Fiskus hält da ja auch noch seine Hände auf.
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: Mathilde am 31.07.19, 00:27
Je nachdem wie lange die Schenkung zurück liegt, kann der Sohn dann zur "Rückzahlung" zum Unterhalt der Mutter herangezogen werden.

Aber wie das ganz genau ist, da ist mit Sicherheit die Beratung beim Notar und eventuell auch Steuerberater sinnvoll. Der Fiskus hält da ja auch noch seine Hände auf.

Da müsste ich jetzt meinen Schenkungsvertrag holen und den passus suchen. Ich glaube bei mir steht da was drin von Unterhalt wenn es nicht reichen würde.

LG Mathilde
Titel: Re: "gewichene Erben" und Geschwister am Hof...
Beitrag von: annelie am 31.07.19, 06:06
Wir haben letztes Jahr eine Schenkung vorgenommen. Da ich alleinige Eigentümerin der Sache war und Göga mir gegenüber erbberechtigt ist, hat er auf seinen Pflichtteil an der Sache verzichtet. Der Pflichtteil (auch im Erbfall) kann beim Beschenketen/Erben eingefordert werden, muss aber nicht, er wird nicht automatisch ausgezahlt. Es gibt ein zeitliche Frist, in der man das einfordern kann, aber ich weiß die nicht genau. In solchen Dingen ist es immer besser sich von Fachleuten beraten zu lassen und alles in Ruhe zu überdenken.
Der Notar hat bei der Verlesung des Notarvertrages den Beschenkten alles ganz genau erklärt und sie konnten auch Fragen stellen. Den Notarsvertragsentwurf hatten sie -genau wie Göga und ich- einige Tage vorher zugeschickt bekommen und konnten ihn überprüfen. Das ist ganz wichtig.