Tiere auf dem Hof > Rund um den Hund....

Wieviel Freiheiten für den Hofhund?

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gina67:
Hallo Lindenblüte
der Hund gehört ja nicht uns, sondern meiner Schwägerin, die ihn bei uns abgeladen hat. Zuerst ist sie mit dem Hund zur Hundeschule und ist dann auch mehrmals in der Woche gekommen, um mit ihm zu Üben. Dann bekam sie ihr Baby, dann bin ich aus Gefälligkeit mit ihm zur Hundeschule gegangen. Mir fehlte aber einfach die Zeit, mich intensiv um den Hund zu kümmern. Damals war SV Pflegefall, mein Sohn in der Ausbildung, Göga schwer krank. Meine Schwägerin kam immer seltener. Dann ist das mit der Erziehung eingeschlafen. Die Hundeschule hier vor Ort hat geschlossen, dem Hund wird beim Auto fahren übel. Es hat mir schon gereicht, dass mein Auto voll Hundek.... war, als ich ihn vom Kastrieren wieder abgeholt habe.
Sicher kümmern wir uns zu wenig um den Hund. Aber eigentlich sollte er hier nur "zwischengelagert" werden, bis meine Schwägerin sich eine andere Lösung überlegt hat. Mittlerweile ist der Hund 5 Jahre bei uns. Aber es ist keine Rede mehr davon, dass er mit zu ihr in ihr Siedlungshaus soll. Kann ich auch verstehen, weil er eben so wild ist.
Aber schenkt man dann so einen Hund einer 60 jährigen Frau, die gar keinen Hund will und das vorher auch geäußert hat?
Wir mögen diesen Hund, aber dass er alle anspringt mögen wir nicht.
Heute Nachmittag hat meine Schwägerin ihre Tochter hergebracht und da ist er wieder hochgesprungen. Da bin ich ihm vorsichtig auf den Hinterfuß getreten. Das hat gewirkt, fragt sich nur wie lange. Jedenfalls war meine Schwägerin ganz erstaunt, dass er es dann gelassen hat. Mal sehen wie er meine Nichte morgen früh begrüßt.
Viele Grüße
Nordlicht

Sasa:
Ich habe das letzte Wochenende bei meinen Eltern verbracht und mich die ganze Zeit mit der kleinen HÜndin amüsiert ;D Mittlerweile weiß ich, glaube ich, auch, warum mein Neffe solche Angst vor ihr hat- bei Kurzbesuchen fällt das nicht so auf.
Sie ist ziemlich lebhaft, wie schon gesagt. Dabei auch etwas "töffelig." Sie freut sich über jeden, der auftaucht, kommt im Galopp angerast, bremst dann ab- und rutscht weiter, weil die Fliesen so glatt sind. Sie prallt einem dann meist gegen die Beine ;D Erwachsene können darüber lachen- kleine Kinder wohl eher nicht.

Sie ist auch eine Anhängliche, will immerzu gestreichelt werden, und wenn man nicht reagiert, springt sie auch gerne mal an einem hoch. Ist das anfangs süß- was für ein freundlicher Hund!- nervt es nach ein bis zwei Tagen schon. Ich mag Hunde, will aber nicht immer, sobald ich irgendwo sitze, einen Hund ununterbrochen streicheln.

Ich habs dann so gemacht: Ich sitze, lese die Zeitung, Hündin jault ensetzlich und springt an meinem Bein hoch. Ich sage nein, unten bleiben, drücke ihr mit der Hand leicht hinten auf den Rücken. Hündin setzt sich hin und wartet. Nach 1 bis 2 Minuten hab ich dann die Zeitung beiseite gelegt und sie gestreichelt. Interessanterweise hatte sie es nach einem Nachmittag drauf- "die da" will wohl nicht ständig streicheln ;D
Nachts wars lustig. Erste Nacht: Ich liege auf meinem Gästebett, Hündin heult vor meiner Tür zum Steinerweichen. Ganz furchtbar. Dabei hatte sie sich vor Stunden schon in ihr Nest gelegt- als meine Eltern ins Bett gingen. Nach einigen Minuten denke ich, na, vielleicht muß sie raus- längere Zeit durchhalten ist nämlich nicht immer drin bei ihr. Ich schnappe mir Strickjacke, Schuhe, Leine, nehme die erfreute Hündin und stehe 5 Minuten frierend draußen- aber Madame muß nicht. Kaum wieder drin, geht das Gejaule von vorne los. Ich mache die Tür auf, schimpfe etwas- Hündin läuft ins Gästezimmer, springt auf mein Bett, legt sich auf  mein Kissen, rollt sich auf den Rücken- eine Runde Kuscheln, bitte....Von wegen! Nicht mit mir. Ich bin doch keine Hundesklavin! Hündin raus, Tür zu. Finger in die Ohren.
Am anderen Morgen sagt meine Mutter, warum in Gottes Namen ich denn die Kleine nicht ins Zimmer gelassen hätte? Sie hätte doch sooo geweint.... ;D Ich möchte keinen Hund im Bett. Ja, aber wenn sie doch so weint.... ;D

Ich hatte immer so den Verdacht, für meine Mama ist der Hund ein Kinderersatz. Für meinen Vater ebenfalls. Ich musste wirklich lachen- wenn sie mit uns so umgegangen wären, wir wären vielleicht verzogene Frätze geworden ;D

Ich hab jedenfalls festgestellt- man kann jemanden auch mit ständiger Anhänglichkeit ganz gewaltig terrorisieren ;D Und wäre sie meine Hündin, ich hätte da wahrscheinlich schon längst mal Grenzen gesetzt- die Kleine wird eine unerzogene Diva werden, die Herrchen und Frauchen ganz gewaltig im Griff hat ;D

Mirjam:
Hallo Sasa,

unerzogene Diva, ich glaub eher es ist ein anhänglicher Hund dem einige Unarten direkt "ankonditioniert" werden? Weil es "beigebracht" bekommt - ich muss diese und jene Verhaltensweisen zeigen - dann "belohnt" mich mein Herrchen/Frauchen dafür. Und manchmal muss sich das Tier da ganz gewaltig für anstrengen (lange jaulen).

Das diese Verhaltensweisen "negativ" sind, andere nerven - woher soll das Tier das wissen? Ich finde es klasse, das du da so genau hingeschaut hast, kannst du deine Eltern bewegen mal mit dem Tier (auch für das Tier selbst) in eine Hundeschule zu gehen?

Ich finde es auch richtig, richtig lästig wenn ich mir von Tieren Unarten/Aufdringlichkeiten "gefallen" lassen soll, nur weil das Herrchen/Frauchen Bedenken hat dem Tier Grenzen zu setzen, Ablehnung zu zeigen (jetzt nicht!) und hatte da mal unschöne Diskussionen, dass ich im Sommer beim Kaffeetrinken NICHT die Beine abgeschleckt haben wollte "wieso denn, so zeigen Hunde ihre Zuneigung"  ??? :-X

viele Grüsse

Mirjam

Sasa:
Hallo Mirjam,
ja, genau so ;D Ich liebe Hunde, Tiere im allgemeinen, aber bitte keine Schleckerei die ganze Zeit ;D Ist doch wie bei Kindern- denen setzt man doch auch Grenzen, und bringt ihnen bei, wie man sich angebracht verhält? Hunde muß man doch auch erziehen- man hat sie nur schneller groß, finde ich ;D

Bei meinem Vater macht sie das übrigens nicht so. Der lässt sich zwar auch etwas um den Finger wickeln- aber nicht so. Vor dem hat sie wirklich "Respekt"- aber keine Angst. Ich muß dazu sagen, mein Papa war 30 Jahre lang Wachmann und Diensthundführer beim Bund- der hat insgesamt 5 Schäferhunde in dieser Zeit "verschlissen", dh. als junge Hunde übernommen, in Lehrgängen ausgebildet, allerdings eben als Wach- und Schutzhunde, dann täglich mit ihnen gearbeitet, bis sie dann in Ruhestand gingen- das war bei den Hunden eher der Fall als bei meinem Vater ;D Ich denke, er hat einfach mehr "Hundeverstand" als meine Mama und meine Schwester, die Zwei sehen Ginny- so heißt die Kleine- wohl als lebendiges Plüschtier. Papa und ich sind eher der Meinung, ein Hund ist ein Hund und sollte wie ein solcher behandelt werden....
Bestes Beispiel: Ginny hat einen Sockentick, dh. liegen irgendwo zusammengerollte Sockenpaare im Korb und Ginny findet sie, werden sie aus dem Korb gefischt, als Beute durchs Haus geschleppt, versteckt und erbarmungslos zerlegt. Sie hat durchaus ihr Kauspielzeug- aber nein, Madame möchte Socken ::) Papa erwischt die junge Dame, wie sie gerade mit Socken in der Schnauze um die Ecke biegt- ruft: "Hey! Leg die weg!" Ginny lässt die Socken fallen und rast schnurstracks im Torpedotempo zu meiner Mama, springt aufs Sofa, versteckt sich hinter ihr ;D Wie ein Kind, irgendwie..."oops, Papa hat geschimpft..." ;D

Zusätzlich zu dem Hund haben meine Eltern auch drei Katzen- ich sag ja, früher die Kinder, heute die Tiere. Stellen die Katzen etwas an, mein Vater schimpft- Ginny steht hinter meinem Vater und verbellt die Katzen, so richtig nach dem Motto: "Habt Ihr nicht gehört?" ;D Aber nur, wenn Papa in der Nähe ist- sonst geht sie den Katzen aus dem Weg- die sind nämlich größer als sie ;D

Ja, die Hundeschule hab ich schon vorgeschlagen- Papa meinte ja, aber dann nur Deine Mama und Deine Schwester, die sind ja total verrückt mit ihr. Ich schaff das schon so- so ist es auch. Papas Wort ist Gesetz ;D Und für meine Mama und meine Schwester ist die Hundeschule indiskutabel- die arme Kleine könnte ja unter die Räuber fallen ;D

Ich gebs bald auf. Aber bei mir brauchen sie sich nicht beschweren, wenn die süße Kleine zum Teufel wird ;D

Jacky:
Doris, hast du mal nach ausbruchsicheren Hundegeschirr, bzw. Panikgeschirr gegoogelt. Die haben zwei Gurte über Bauch und Rücken. Ich hab mir damals für Sam eins gekauft, weil er bei allen normalen Hundegeschirren Ausbruchkönig war. Damit war dann Ruhe! :)

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