Ich bin hier vor 30,5 Jahren auf dem Betrieb eingeheiratet.
Wie ich meine Ausbildung zur ländl. HW anfing hatte ich meinen Mann schon kennen gelernt, somit wäre eine solche Ausbildung zum Vorteil, aussage damals von meinen Eltern.
Die ersten Jahre bin ich noch außer Haus arbeiten gegangen. Nach dem 2 ten Kind bin ich auch mit voll im Stall/Betrieb eingestiegen. Zu dem Zeitpunkt erkrankte SV und Schwiegeroma verstarb, das war 2003.
Ich hatte im Stall meine Aufgaben und war auch immer Jahrelang beim melken dabei. Wir haben aber immer zu zweit gemolken. In Ausnahmefällen mal alleine.
Keine frage ich habe es genossen immer zu Hause sein zu dürfen und immer für die Kids erreichbar zu sein. Ich habe die Kids mal gefragt, ob sie was vermisst haben als Kind , weil wir Landwirte sind
Nein, sie sind zufrieden wie sie aufgewachsen sind.
Klar, es war nicht immer leicht. 4 Generationen Haushalt. Alles immer zusammen Bad, Küche....
Ich habe immer mehr darauf geachtet das wir einiges für uns alleine bekommen.
Ich habe auch bis 2003 immer nebenbei Minijobs gehabt habe in der Gastro gearbeitet und Uroma hat aufgepasst- es klappte ganz gut mit uns, mit der Zeit.
Jetzt sind nur noch göga, ich und der Sohn hier. Der Sohn hat eine geregelte Arbeitsstelle. Die Kühe sind seid einigen Jahren weg und wir betreiben nur noch Bullenmast (180), jeder hat weiterhin draußen seine Aufgaben und es klappt doch recht gut, wir sind ein gutes Team würde ich sagen.
vorgestellt wie es normal arbeiten zu gehen, habe ich mir auch oft.....
Es ist gut so wie es ist.
Freundinnen habe ich nicht viele . Die meisten haben es nicht verstanden, wenn wir zur Stall zeit zu Hause sein mussten.
Aber die die ich habe sind es wert und ich kann da so mit gut Leben. Leider sind die meisten meiner Freundinnen im BT - Land verstreut.
In dem Sinne. Ich bin Bäuerin und bin es auch recht gerne
