Für andere ist ein Wiedereinstieg ins Berufsleben der richtige Weg.
ich glaube im Leben gibt es nicht richtig oder falsch, sondern für jeden den Weg, der zu einem passen soll.
Aber trotzdem würde es mich interessieren, wie man diese Balance zwischen Betrieb, Familie, Haushalt und ausserhäuslichen Beruf finden kann, ich habe es nicht geschafft.
Herzliche Grüsse
maria
Liebe Maria
Für mich war der Wiedereinstieg ins Berufsleben, mein Weg. Ich liebe meine Arbeit und ich habe das gefühl am richtigen Platz zu sein. Meine Arbeit wird geschätzt und meinen Fähigkeiten werden anerkannt.
Vieleicht, wenn mein Mann damals offener gewesen wäre, mit manchen von meinen Ideen, die ich umsetzten wollte, hätte ich vielleicht nicht eine Arbeit ausserhaus gesucht!

Vieleicht war er auch zu ungeduldig und ich bin weniger praktisch veranlagt... Weiss nicht???

Ich habe auch meinen Kopf, vor Jahren nahm ich mir die Mühe und ich half mit bei der Heuernte, um meinem Mann Freude zu zubereiten, den ganzen Morgen drehten wir das Heu mit einer Praktikantin von Hand und schwitzten und als mein Mann kam kurz vor zwölf, meinte er wir hätten überhaut nichts getan und alles war total falsch!

War ich wütend!
Seit dem schaue ich, dass wir genügend Hilfe bei der Heuernte haben und kochen für alle ist mir ein Vergnügen und das mache ich gerne.
Ich bin, was die Art zu Arbeiten anbelangt, einfach ein ganz anderer Typ, als er. Er ist Franzose, ein bisschen Chaot und ich Oberwalliserin (Schweizerin). Ich hatte so richte Gewissenskonflikte zwischen meinen Idealen und Vorstellungen, meine Fähigkeiten und der Realität und seiner Arbeitsweise. Und mich zanken, nur weil ich nicht die gleichen Fähigkeiten und ein anderes Arbeitsmangament habe als mein Mann habe, bringt auf die länge auch nicht's und ein gewisser Frust war auf meiner Seite vorhanden.
Wir lernten und akzeptierten, das jeder von uns seinen eigenen Arbeitsbereich hat, wir diskutieren viel miteinander und ich weiss was läuft, auch wenn ich nicht bei den Tieren und auf dem Feld mithelfe. Er weiss, was im Haus und mit den Kindren läuft. Wir haben unseren Weg gefunden und er passt uns.
Ich weiss noch als ich anfing zu gärtnern, so wie ich es in der Bäuerinnenschule lernte, mit Schnur, Meter und in regelmässigen Abständen wird geplanzt und gesät. Fächer von 1.20 m Breite, Salate alle 30 cm, Kohl alle 60 cm, u.s.w.
Er lachte mich toll aus, jetzt brauche ich meine Finger (Daumen und Zeigefinderbreite) um die Distanz der Salatsetzlinge zu messen und mein Schuhegrösse um die Fächerbreite abzustecken.

Also jeder seine Arbeit, sein Gebiet und ist Fachmann oder Frau, dort wo er tätig ist.
Ich habe viel Zeit in Ausbildungen und Kursen investiert, die mit die Möglichkeite gaben, eine interessante und auch eine gut bezahlte Arbeit zufinden. Für mich ist meine Arbeiten, als Berufsbildnerin wie Ferien und Erholung. Ich fühle mich in meinem Element und bin glücklich dabei. Es ist mir sogar, als ob mir mein Job die Motivation gibt, effizienter meine Hausarbeiten zu erledigen. Ich weiss, dann und dann bin ich nicht da, also husch jetzt mach ich noch schnell diese und diese Arbeit. Bevor ich Ausserhaus arbeitete, war ich viel uneffizienter und trödelte viel mehr bei meinen Arbeiten.
Ich glaube und bin überzeugt, wir haben alle unsere Talente und Fähigkeiten und es ist wichtig, diese zu finden und auszuüben.
Wie Romy schreibt, sie hat ihren Weg gefunden mit der Realisierung des Hofladen, eine Freundin von ihr gibt Kurse und eine dritte ist aktiv in Verbänden, u.w.s.
Selbstverwirkligung bei der Arbeit, bei einer schönen Freizeitsbeschäftigung, auf dem Hof, in der Familie und mit den Kindern, bei Gästebetreuung. Wobei mir das Wort SELBSTVERWIRKLIGUNG nicht unbedingt gefällt. Es tönt so egositisch und nabelorientiert (nombrilisme)!
Gott hat einen Plan und einen Lebensaufgabe für jeden Menschen auf Erden, nur diesen zu finden ist nicht einfach!
