Betriebsperspektiven - die Zukunft, wie soll es weitergehen > Pacht und Hofübergabe

Verpachten oder Übergeben ?

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Vitus:
Verpachtung an den Jungbauern - statt Hofübergabe

Bei meinen jungen Kollegen erlebe ich es immer wieder,
dass der Hof an den Jungbauern verpachtet wird,
statt ihn zu übergeben.

Frage:
1. Welche Vorteile hat das
a) für die verpachtenden Altbauern?
b) für den pachtenden Jungbauern?

Wo viel Licht ist,
ist sicherliich auch Schatten.

reserl:
Hallo Vitus,

eine interessante Frage, die ich mir auch schon öfters gestellt habe.
Ich hab deinen Beitrag aus der Box "Hofübergabe" abgetrennt, weil er auch ein eigenes Thema wert ist.


Wer von euch hat Erfahrungen gemacht mit dem Pachten des Hofes von den Eltern/Schwiegereltern?

Heidi.S:
Im Prinzip gefällt mir diese Vorstllung vom verkaufen auch ganz gut, dann sind wenigstens die Fronten geklärt. Worüber ich mir allerdings gar keine Vorstellungen machen kann ist von Preis. Einerseits darf er nicht zu hoch sein damit auch noch Investitionen drin sind, andereseits müssen der Altenteil ja auch noch ein Auskommen haben. Und wie sieht es mit der Schuldenübernahme aus die noch auf dem Hof laufen?

Biobauer:
ich weiss ,das das verkaufen in frankreich oder niederlanden üblich ist,aber wie willst du als hofnachfolger hierzulande das nötige kapital  dafür aufbringen .ich glaube auch nicht das da eine bank mitzieht bei der heutigen situation der landwirtschaft.wen man den hof aber wirklich kauft,dann müssten die altenteiler auch bereit sein auszuziehen ,ob da simmer so gewollt ist dann.
ich für meinen teil werde es so machen ,wen die klitsche wer haben will kann er sie gerne haben ,sollte keiner meiner vier kids dazu bereit sein werde ich mich relativ schnell von der sache trennen ,habe auf jeden fall nicht vor bis zum umfallen zu schaffen .

Mathilde:
Hallo,

also wenn ich Euch hier so lese bin ich  :o

Wir haben den Hof übergeben bekommen nachdem mein Männe Ihn eine weile pachtweise hatte. Den nun so einfach als unser Eigentum zu sehen mit dem wir tun und lassen können was wir wollen empfinde ich als verrat ( und das als Eingeheiratete) Man kann doch da nicht einfach alles verkaufen worauf die weichenden Erben natürlich auch z.T. verzichtet haben.  Kommt natürlich auch immer drauf an ob hinter dem Hof  eine "Klitsche" (fürchterlicher Ausdruck) oder wirklich ein Hof mit gesicherter eigener Grundlage steht.
Die Erste Generation die das Verkaufen des Hofes dann vornimmt ist dann wohl diejenige die den "Gewinn" macht und dem FA zahlt.
In Kanada ist das wohl schon über Generationen so und da werden sich dann wohl die abzulösenden Darlehen und der Erlös die Waage halten so dass nicht so "viel" übrigbleibt was wiederum auch relativ ist.
 Der Gedanke erst zu verpachten der gefällt mir allerdings ausserordentlich gut. Dann sieht man auch die Richtung wo es hingeht und der Hofnachfolger hat seiner Früchte Arbeit erst mal selbst.

LG Mathilde
(Wir brüten auch schon eine Weile darüber wie wo wann und wer..........aber ein bisschen Zeit haben wir ja noch  ::) :-X)

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