Autor Thema: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum  (Gelesen 18572 mal)

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Offline martina

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #45 am: 07.03.17, 09:00 »
Mal zurück zur Ausgangsfrage:

Servus Zusammen,
heute wurden wir gefragt ob wir evtl. Biestmilch / Kolostrum verkaufen würden? Meine Frage nun - hat das von Euch schon mal wer gemacht, und was wäre ein angemessener Preis pro Liter??
LG
Nina

Wozu will der Käufer die Milch denn kaufen? Zu medizinischen Zwecken? Dann gibt es doch sicher eine Auflage, wie die Kühe vor der Kalbung zu behandeln sind.

Wir hatten ja auch mal eine Anfrage, da wollte jemand Hemmstoffmilch aufkaufen, um daraus Fasern für die Stoffherstellung zu produzieren.
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Offline cara

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #46 am: 07.03.17, 11:11 »

Und klar, wenn man nix anderes hat, dann ist AB- Milch besser als nichts. Wenn es sich aber vermeiden liesse, würde ich es auch tun..

Ich bin schon sehr gespannt auf den Bericht deiner umfangreichen Erfahrungen mit dem täglichen Umgang mit Kühen , der Versorgung von Kälbern in den ersten Lebenstagen und dem Einsatz von Trockenstellern.

das war jetzt überflüssig.
Aber ich habe durchaus etwas Erfahrung bei resistenten Keimen.
LiGrüss cara

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Offline bienchen3

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #47 am: 07.03.17, 12:55 »
Das mit den Resistenzen würde ich auch am meisten befürchten, wenn grundsätzlich antibiotisch trocken gestellt wird. Sowohl bei den Kühen als auch bei den Kälbern, die die Milch kriegen.

Trockensteller brauch ich äußerst selten, und wenn, dann auch nur, wenn die Kuh vor dem Trockenstellen eine Euterentzündung hat. Und dann wird per Viertelgemelksprobe der Erreger bestimmt, dementsprechend behandelt und dann trocken gestellt. Und wir haben eine sehr gute Eutergesundheit.








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Offline Rohana

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #48 am: 07.03.17, 14:33 »
Ich wiederhol mich ja ungern aber wer sagt denn, dass in der Biestmilch AB-Rückstände sein MÛSSEN nur weil ein antibiotischer Trockensteller verwendet wurde?

Offline mogli

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #49 am: 07.03.17, 15:44 »
Ich wiederhol mich ja ungern aber wer sagt denn, dass in der Biestmilch AB-Rückstände sein MÛSSEN nur weil ein antibiotischer Trockensteller verwendet wurde?
Eben, aber man kann es nicht garantieren.
Liebe Grüße Helga

Offline cara

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #50 am: 07.03.17, 19:46 »
es ist nicht sehr wahrscheinlich, wenn man sich an die Gebrauchsanweisung hält.
Mir geht es eher darum, wenn aus welchen Gründen auch immer, AB in der Milch sind.
LiGrüss cara

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Offline samy

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #51 am: 08.03.17, 08:17 »
Mal zurück zur Ausgangsfrage:

Servus Zusammen,
heute wurden wir gefragt ob wir evtl. Biestmilch / Kolostrum verkaufen würden? Meine Frage nun - hat das von Euch schon mal wer gemacht, und was wäre ein angemessener Preis pro Liter??
LG
Nina

Wozu will der Käufer die Milch denn kaufen? Zu medizinischen Zwecken? Dann gibt es doch sicher eine Auflage, wie die Kühe vor der Kalbung zu behandeln sind.

Wir hatten ja auch mal eine Anfrage, da wollte jemand Hemmstoffmilch aufkaufen, um daraus Fasern für die Stoffherstellung zu produzieren.

Würde mich auch interessiern. Den das war hier ja die eigentliche Frage.
Die Dame mit den Fasern aus Milch wird immer noch in bestimmten Medien gefeiert. (hätte gern einen Link zu dem entsprechenden Artikel eingestellt. Leider ist dieser Artikel online nicht verfügbar)
Bekommt ihre Milch wohl aber jetzt von einer Molkerei. Das ist angeblich Milch die die Molkerei nicht verwenden darf. ??? Ich weiß nicht ob es wirklich sinnvoll ist aus Milch Fasern zumachen.
Samy

Offline frankenpower41

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #52 am: 08.03.17, 09:18 »
Wie soll das denn gehen? Milch die die Molkerei nicht verwenden darf, die darf sie doch erst gar nicht erfassen.
Und so einen Schwachsinn verbreitet man dann. >:(
Dass man aus Milch Kleidung machen muss, das erschließt sich mir auch nicht. Da hat vermutlich nur jemand ein Geltungsbedürfnis und braucht was worüber diskutiert wird.

Offline Rohana

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #53 am: 08.03.17, 10:31 »
Ich könnt mir vorstellen dass jemand Biestmilch kaufen will um daraus Produkte herzustellen die Biestmilch bzw. Immunglobuline enthalten  ;)

Offline Luxia

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #54 am: 09.11.21, 09:35 »
Dieses alte Thema ist für uns momentan aktuell, da wir gestern über unsere facebook-Seite von einer Mitarbeiterin der Firma ISR aus Lohne kontaktiert wurden, ob wir überschüssiges Kolostrum verkaufen würden. Mitarbeiterin und Firma sind real, da sie einen Stand auf der Mela hatten.

Das Thema Trockensteller wurde mir gerade versichert, wäre für sie kein Problem, da sie Futtermittel kaufen und keine Lebensmittel wie eine andere Firma. Jede Charge würde bei ihnen im Labor getestet werden und meistens gäbe es keine Probleme, wenn die Trockenstehtage eingehalten wurden.

Hat hier jemand aktuelle Erfahrung mit dem Verkauf von Kolostrum oder kennt die Firma ISR?
« Letzte Änderung: 09.11.21, 15:59 von Luxia »
Liebe Grüsse

Offline gammi

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #55 am: 09.11.21, 13:59 »
Musst Du irgendwelche Auflagen einhalten? Oder irgendwelche Vorleistungen? Gefriertruhe zur Lagerung vermutlich?

Oder anders gefragt: Hast Du was zu verlieren, wenn Du es ausprobierst?
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Offline Freya

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Re: Abgabe von Biestmilch / Kolostrum
« Antwort #56 am: 10.11.21, 22:54 »
Vor vielen Jahren habe ich mal Biestmilch verkauft. Die mußte aber ohne Trockensteller sein, denn daraus wurden Nahrungsergänzungsmittel hergestellt. Zum Beispiel als zusätzliche Therapie bei schweren Darmleiden oder Aids. Zu BSE Zeiten wurde das dann in D untersagt und die Firma hat damit aufgehört Biestmilch zu sammeln, weil sie im Ausland keinen Markt dafür fand. Das lief alles über unsere Molkerei und war wohl total seriös. Die Biestmlch mußte unmittelbar nach dem Melken eingefroren werden und nur das erste oder höchstens noch das 2. Gemelk.
Die Bezahlung war sehr gut, aber genau weiß ich das nicht mehr.
Wir bekamen gewisse Gefässe gestellt, so 1 kg-Dosen mit Deckel. Beim Abgeben wurde sofort von jedem Eisblock Proben genommen und jedes Paket einzeln verpackt.
Eine separate Gefriertruhe hatte ich nicht. 

Siehe auch meinen Beitrag von 2017 >>>>>  https://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=66794.msg620810#msg620810
« Letzte Änderung: 10.11.21, 22:56 von Freya »
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liebe Grüße
Freya