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Was tun mit dem Hof !? So lassen oder "vergrößern"

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martina:
Dreamteam, wie alt ist Dein Mann? Hat er NIE Interesse an dem Hof gehabt? Nie mitgearbeitet oder geholfen?

Für mich lesen sich Deine Beiträge bislang, als ob Ihr von der Erbschaft überrascht und ins kalte Wasser geschmissen worden seid und das irritiert mich ein wenig.

30 ha Wald sind kein Pappenstiel, die müsst Ihr nebenbei erst mal bewirtschaften, wenn Dein Partner weiterhin voll auswärts arbeiten wird. Fangt damit an, belasst alles andere erst einmal so, wie es ist. Macht Euch kundig, sprecht mit den Beratern und auch den Pächtern, die werden auch wissen wollen, woran sie sind und schafft Euch erst einmal ein gründliches Bild vom Ganzen.

Mit den Pferden könnt Ihr auch später noch anfangen, aber unterschätzt die Arbeit nicht, die daran hängt, auch wenn "ein paar Wiesen und die Pferdchen im Offenstall" zu nächst ganz einfach klingt.

Dreamteam915:
Hallo,

martina, du hast das gut erkannt, wir sind ins kalte Wasser geworfen worden.
Mein GG ist er 22, verdammt jung mit einem riesen Berg an Verantwortung.

Interesse seinerseits war immer da und er hat schon seid langem vieles hier an Arbeiten gemacht, hatte aber nie die Ahnung was wirklich alles dahinter steckt, geschweigedenn wieviel Land und Wald wirklich vorhanden ist.
Mein SV ist sehr sehr überraschend, viel zu früh mit erst 56 im wahrsten Sinne von heut auf morgen verstorben.
Danach kam erst alles ans Licht, was, wer, wo, wie etc.
Die Pächter sind natürlich alle informiert, der größte Pächter ist "zum Glück" Verwandschaft.
Die Verträge sind alle noch am laufen, der früheste läuft in 4 Jahren ab und der letzte in 10 Jahren.

Für den Forst hat er ich sag mal 2 sehr gute "Partner" an der Seite die in da langsam und ausführlich in die unbekannten Details einweisen.
Es ist halt nen unterschied ob man nur bei der Durchführung der Arbeit hilft oder am Ende auch für das verantwortlich ist was in die Kasse kommt.

Wie gesagt, er ist jung und hat eben den Wunsch, anders als sein Vater, aus dem Hof nochmal was zu machen.
Der Rat aus dem Bekannten und Freundeskreis ist da aber ziemlich deutlich, blos nicht als Vollerwerb!?

Einen guten Steuerberater haben wir auch an der Seite, der zwar aus Sicht mancher zu viel erledigt, auf der anderen Seite ist es gut wenn da eine Hilfe ist die auf die Bremse tritt oder auch rät Geld wegzuschaffen.
Die Büroarbeit hängt überwiegend an mir, habe was kaufmännisches gelernt, mir fällt es recht einfach hier zügig nen Überblick und ne Ordnung rein zu kriegen, was ich dann meinem GG vermitteln kann und er so auch das Büro allein führen könnte.
Mein Plan war ursprünglich nach der Elternzeit jetzt im September wieder arbeiten zu gehen. Das habe ich erstmal an den Nagel gehangen.
Vor nem Jahr hätte ich nie daran geglaubt das ich mich mal mit Pachtverträgen, Wald und Trecker fahren beschäftige  ;D

Ein guter Freund, der grade ne Ausbildung zum Landwirt macht, versucht auch hier und da mal Tips zu geben, auch seitens seines Chefs.
Sind da auch sehr dankbar für.

Wir werden hier nun immer liebevoll "Die Feierabend Bauern" genannt  :-[

gammi:

--- Zitat von: Dreamteam915 am 09.08.17, 09:46 ---
Wir werden hier nun immer liebevoll "Die Feierabend Bauern" genannt  :-[

--- Ende Zitat ---

Dann bleibt mal lieber die Feierabendbauern. Und versucht erst einmal das was ihr schon habt - den Wald zu managen.

Eine große Rolle spielt auch, wo die Flächen liegen. Bei uns gibt es z.B. viele kleine Parzellen, die dann oft von den Pächtern mit andren Parzellen zusammengelegt wurden um größere Flächen zu bekommen.
In dem Fall würde es wenig Sinn machen, diese kleinen verteilten Flächen dann selber zu bewirtschaften.

amazone:
Ich würde den Betrieb erstmal ein Jahr im Nebenerwerb betreiben und dann sehen was wirklich
ÜBER ist und dann noch auf dem Konto wirklich zur Verfügung ist.
So manche Überraschung mit einplanen und erst dann entscheiden ob ich mir den Betrieb
im Vollerwerb auch leisten kann.

frankenpower41:
Ich würde da auf keinen Fall was überstürzen.
Habe nur grad so überlegt, Dein Partner ist noch sehr jung, in dem Alter wissen viele noch nicht was sie beruflich so wollen und orientieren sich nochmal um.

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