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Generationen: Wer wohnt wo auf dem Hof?

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hildy:
Nun in Kürze noch unsere Lösung: Als wir den Stallumbau planten, planten wir im zweiten Stock eine kleine Wohnung für die Schwiegereltern. Die waren nicht begeistert - wir hatten uns aber schon überlegt, dass wir unbedingt zwei Wohnungen brauchen würden, falls unser Sohn ebenfalls in der Landwirtschaft bleiben sollte, und liessen uns nicht davon abbringen.
Inzwischen haben die SE mehrere Jahre dort gewohnt und nun bin ich in den oberen Stock gezogen! Es ist nicht so, dass wir uns gegenseitig aus dem Weg gehen, aber wir stehen uns auch nicht im Weg!
Am Anfang musste man durch die Betriebsleiterwohnung in die kleinere im zweiten Stock. Doch inzwischen habe ich sogar einen eigenen Eingang bekommen und wenn ich nicht möchte, muss ich niemanden sehen. Aber ich kann jederzeit unten "zu Besuch" gehen.
Damit bin ich, und auch die junge Familie ganz glücklich!
Heisst nicht, dass wir nicht zusammen arbeiten, ich koche dreimal die Woche das Mittagessen, mache einen Teil der Wäsche und helfe wenn nötig auch auf dem Betrieb mit.
Hildy

martina:
Seniorenwohnungen würde ich aber nicht in der erste Etage oder noch höher einplanen.

Als wir hier das Haus etagenmäßig aufteilten, sagten SE, sie gingen lieber ganz nach unten, so brauchen wir nur ihr Schlafzimmer verlegen und haben uns oben mit Küche und allem anderen neu eingerichtet.
Letztendlich war das die richtige Entscheidung, weil SV eine kaputte Hüfte hatte und SM jetzt mit 88 auch keine Treppen mehr steigt, ausser ab und an in den Keller, falls kein Enkelkind zum Schicken greifbar ist. Unten ist alles ebenerdig, so dass man auch mit Rollator gehen kann.

frankenpower41:
Das sehe ich genauso. Ich kann absolut nicht nachvollziehen wie sich SM, seit über 50 Jahren gehbehindert, die oberen Räume hat schreiben lassen können. Unsre Treppe nach oben ist sehr steil und jetzt jammert sie, dass sie ihre Einkäufe nicht hoch bringt. Irgendwann hatte sie ja mal die Idee wenn sie nicht mehr hoch kommt, dann will sie unten ins Büro rein, aber ohne mich.

geli.G:
Hallo,

meine SE haben vor 25 Jahren ein Austragshaus neben dem Hof gebaut. Die Wohnung ist also ebenerdig, allerdings nicht behindertengerecht....daran hat damals niemand gedacht  ::) Sollte meine SM einen Rollstuhl o.ä. benötigen, muss halt nochmal was nachgerüstet werden.

Irgendwann werden wir wohl auch mal rüber ziehen  ;)

Tina:
Bei uns wohnt Oma auch oben und wir schlafen oben. Wir haben einen Treppenlift einbauen lassen, damit die Treppe bewältigt werden kann. Wurde von der Pflegekasse bezuschusst.

Aber: Für mich kommt als Altenteiler nur eine eigene, abgeschlossene Wohnung in Frage!!!!!!!!!!
Was ich hier erlebt habe, und andere von Euch haben bestimmt noch mehr erlebt, das möchte ich keinem mehr zumuten. Meine SM meint mit ihren 91 Jahren mir heute noch zu sagen, was ich zu tun und zu lassen habe. Und arbeiten tu ich sowieso nicht genug und nicht das richtige.

@Doris: freu dich, das du es so gut getroffen hast!!!

Und was die Finanzen betrifft, wenn keine zwei Wohnungen möglich sind, dann sollte man/frau mal das Betriebsergebnis hinterfragen, ob sich das ganze noch lohnt. Und da zählt nicht nur ein Jahr. sondern mehrere.

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