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Welche Wege stehen für Milchviehhalter offen nach dem Quotenende?

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Pierette:
???Wie meinen?????

gammi:
Vieles was einem einfallen würde ist einfach nicht durchführbar. Oft scheitert es an den "Gängelungen" die einem bei neuen Ideen ausbremsen.

mary:
Lösung habe ich auch keine,
aber mir fallen ein paar Sätze ein:

Lösungen aus Krisen findet man nicht mit den Ansätzen, die in die Krise führten und
man sollte nicht den Friseur fragen, ob ein Haarschnitt fällig ist.
Frag mich oft, wie haben es Höfe geschafft, seit 300, 400 oder 500 Jahren in Familienbesitz  bestehen zu bleiben- denn an Krisen und Herausforderungen hat es den Vorfahren sicher auch nie gemangelt.
Da fänden sich vermutlich Gedanken und Ideen, die es wert wären, überdacht zu werden.
Wieviele Jahre wohl unsere Vorfahren dafür bezahlten, dass sie aus der Abhängigkeit von Adel und Klöstern in die Freiheit gelangten?
Wieviel Auf- Umbrüche, welche Höhen und Tiefen die Bewirtschaftung von Grund und Boden erzählen könnte?
Welche soziale Stellung der Bauer im Laufe der Geschichte hatte?
Macht heute Stadtluft noch immer freier?

martina-s:
...na, ja die Nichtlandwirte (Städter wenn man so sagen will) die würden sich über eine Landwirtschaft freuen die alles so macht wie früher. Die bodenständig ist und so was wie eine längst vergessene Spezies finanziert werden soll.
Möglichst noch an der Basis arbeitend.
Eine "Einrichtung" wo man hinkommt und sich geborgen fühlt und vom Hahn, über die Kuh bis hin zum Schwein alles vorzufinden ist.
Selber wollen sie aber so ein Leben nicht teilen. Sie kommen dann mit den dicken Autos um das alles zu bestaunen und zu kritisieren was wir in ihren Augen falsch machen.

So eine Schiene zu fahren um dem Verbraucher das Gefühl zu vermitteln, dass die Welt noch in Ordnung sei, das wäre eine Möglichkeit um auch an etwas Gewinn zu kommen.
Allerdings empfinde ich so was als falsch und verlogen.

Alle anderen die sich spezialisieren denen setzt man schon von Seite der Verbraucher zu und versucht die Preise zu drücken.

Da läuft was mächtig falsch!

Niemand hat mehr richtig Hunger. Und genau das ist das Problem was die Landwirtschaft so außerhalb des Bewusstseins drängt. Uns braucht man nimmer bindend.

gini:
Martina, ich stimme dir prinzipiell zu.
Allerdings sehe ich bei uns auch die Tendenz, dass sich wohlhabende "Städter" kleine Landwirtschaften kaufen, dann die ländliche Idylle "nachbauen" und dafür auch noch viel Applaus bekommen, weil es ja soo tiergerecht gestaltet ist. Die nicht so geliebt Arbeit wird dann dem Maschinenring oder einem benachbarten Bauern übertragen.
Solche Hobbylandwirtschaften werden uns dann auch noch als innovative Betriebe vorgestellt. Obwohl jeden klar sein muss, dass davon ja nicht der Lebensunterhalt bestritten wird.
Und wenn es nicht mehr lustig ist, dann wird alles zerstückelt und gewinnbringend verkauft. Alles schon da gewesen.

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