Autor Thema: Der Tod ist von uns gegangen  (Gelesen 23129 mal)

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Offline schlepperbandeTopic starter

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Der Tod ist von uns gegangen
« am: 19.07.12, 11:13 »
Er ist verschwunden aus dem Alltag. Keine Aufbahrung zu Hause. Urnen statt Gräber. Zentralfriedhöfe draussen vor den Toren. Totenwache in düseren Kirchen. Der Tod ist verbannt auf die Mattscheibe. Krimis boomen. Kameras liefern gezoomte Bilder von Toten. Schönheitsoperationen, Jugendlichkeitswahn. Trauerkleidung, nach dem Verscharren bleibt sie im Schrank. Tolle Entwicklung?

Offline martina

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #1 am: 19.07.12, 11:15 »
Gegenfrage, was wollen Sie damit sagen?


mouhkouh

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Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #2 am: 19.07.12, 12:11 »
Was ist an den ganzen oben genannten Dingen denn schlimm? Die Welt ist im Wandel und macht auch nicht halt vor dem Tod...

Mehr noch, es ist endlich so, wie es schon lange so sein sollte, jeder darf selber entscheiden was er tut. Ich möchte keine Leiche länger als nötig im Haus, ich entscheide selber, wie lange ich schwarz trage und ich entscheide auch selber das ich im Fall meines Ablebens nicht irgendwann von Würmern zerfressen werden möchte- ich wähle die Verbrennung, eine "saubere" Sache.
Finden sie das alles so fürchterlich, Herr Burgstaller?

Offline Paula73

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #3 am: 19.07.12, 12:21 »
Ich genieße mein Leben solang ich kann, jeden Tag.
Der Tod gehört zum Leben, aber den vielen Rituale nach dem Tod kann ich nicht viel abgewinnen. Der Mensch den man kannte/ liebte ist gegangen. Wir alle leben nicht ewig - warum sich zu Lebzeiten übermäßig mit dem Tod beschäftigen ? Wichtiger ist es das Leben zu achten.

Countrygirl

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #4 am: 19.07.12, 12:25 »
die Entwicklung in der Gesellschaft werden wir nicht ändern können, trotzdem muss sich jeder früher oder später mit dem Thema auseinandersetzten, sei es durch den Tod naher Angehöriger oder mit der eigenen Sterblichkeit. Auch hat jeder das Recht auf eigene Weise mit Trauer und Tod umzugehen. Ich hätte gar nicht so viel schwarze Kleidung, die ich über Wochen oder Monate tragen könnte. Ich halte auch nichts von übertriebenen Gräberklut, ich trage meine Verstorbenen im Herzen, die Seele lebt weiter im Grab sind nur die sterblichen Überreste. Meine Mutter ist vor einem halben Jahr gestorben, hatte mit ihr zeitlebens ein schwieriges Verhältnis, das von Missverständissen und Disharmonie geprägt war. Erst nach ihren Tod konnte ich meinen Frieden mit ihr schliessen, zu Lebzeiten hatte es ihr Stolz verhindert.

Mucki

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #5 am: 19.07.12, 12:56 »
Tot ja des erste mal richtig mitbeckomemn hab ich des tema als mein SV starb,wir hebn ihn in seien letzten stunden zuhaue begleitet,er wollte nicht mehr ins Krankenhaus er wollte sterben,es waren traurige stunden und doch haben mr die stunden so viel gegebn für mien leben.
Die letzte ölung,die rde vom Pfarrer,das betten mit dem Strbenden,und auch zu sehn das er (SV) als er eingeschlafen war ein lächeln auf den Lippen hatte.
Er wuste das er serebn wird und auch will,das hat er uns am morgen deutlich gesagt,auch das wir weiter arbeiten sollen,jedoch nahm sich mindesten einer immer die zeit bei ihm zu sitzen und seien hand zu halten,ich hätte davor nie gedacht das ich das könnte aber ich konnte.
Als er von uns gegangen war machte jeder der anwesenden verwanten ein kreuz zeichen auf die stirn uns wir beten still jeder für sich,am Abend betten wir nur die Familie im schlafzimmer (SV lag noch im bett)einen roesnkranz,danch kam der sarg und ich war dabei als meim Mann und der schreiner meien SV reinlegeten und der dekel geschlossen wurde,des war ein shr prägnder Moment.
Alle Enkelkinder ahben damals den Opa Tot im bett geshen ,keienes hat schaden genommen,meien waren 12,13,8 Jahre alt mein jüngetr war nach dem Opa geterben war an dem Tag offt noch mal im zimmer und hat ihn getsreichelt,auch die jüngeren nichten und neffen hat es nix asugemacht den Opa so zu sehen.
Am nächten abend wurde der geschlossen Sarg im gang aufgebaut und mein SV vom Parrer und der trauernden gemeinde abgeholt und ins leichenahus gebracht,wir alles wsten das es ihm gefallen hätte vom hof aus ebgeholt zu werden,so war es früher immer ,aber heute sterbn die meisten ja im Krankenhaus ,altenheim oder so.
Ich finde das Lebne schön und achtenswert,und auch schützenswert, jedoch sollte man den Tot nicht auser acht lassen er gehört zum leben wie die geburt.
Gerade wir auf der landwirtschaft erleben doch immer wieder hat nach wie freud und Leid,geburt und Tot offt zusammen spielen bei den tieren.

Und ich denke auhc das der Tot schon mal eien gedanken wert ist.

LG Mucki

Offline Susanna

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #6 am: 19.07.12, 13:03 »
Er ist verschwunden aus dem Alltag. Keine Aufbahrung zu Hause.
Und?
Viele Grüße
Susanna

Offline frankenpower41

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #7 am: 19.07.12, 14:56 »
Hallo

ich denk mal, Herr Burgstaller will damit sagen, dass durch das Verdrängen des Todes aus unserem Alltag (war früher ja nicht so), der Umgang damit für viele von uns viel schwerer geworden ist.
Aus den Erzählungen meiner Oma weiss, dass das früher viel mehr dazu gehörte als jetzt.
Ich für mich muss schon zugeben, dass ich mich schwer damit tu.
So wie Mucki es geschildert hat, möchte ich es auch können. Ich hatte schon Berührungsängste als meine Großeltern starben und meinem Mann geht es genauso.

Mit schwarzen Kleidern und Friedhofspflege hat das wenig zu tun.

marianne

Offline Ingrid2

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #8 am: 19.07.12, 15:11 »
Mein Sohn ist im Krankenhaus gestorben - er hätte gerne zu hause sterben dürfen - es war halt so.
Ich habe keine schwarzen Kleider getragen - es war so schon schwer genug - ich wollte nicht öffentlich trauern.
Der Friedhof ist für mich nicht das wichtigste - dort ist er nicht mehr wirklich. Ich pflege das Grab, ganz klar. Und ich lege sehr viel Wert darauf, daß es gepflegt aussieht.

Habe ich jetzt den Tod verdrängt? Ich glaube nein - die Art des Trauerns hat sich geändert. Aber in erster Linie die Tradition. Ist es denn so wichtig, daß der Tote zuhause aufgebahrt wird? Ist der Ort wirklich so wichtig? Vieles aus dieser Tradition des Umgangs mit dem Tod und des Trauerns zeigt sich doch in Äußerlichkeiten, die in meinen Augen nicht wichtig sind. Ich bin in Gedanken bei meinem Kind, mein Sohn lebt in gewisser Weise noch immer mit uns. Und das ist doch wichtiger als alle Rituale, die doch nur den Lebenden dienen.

Offline Susanna

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #9 am: 19.07.12, 15:20 »
ich denk mal, Herr Burgstaller will damit sagen

Mir wäre es lieber, der Alois Burgstaller würde hier klare Fragen formulieren. Dann würde das Antworten auch mehr Spaß machen, und vor allem, würde man nicht auf Fragen antworten, die gar nicht gestellt wurden...

Mit diesem verbalen Rumgeeiere kann ich nichts anfangen.
Schade.
Viele Grüße
Susanna

Offline amanda

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #10 am: 19.07.12, 15:33 »
Gegenfrage, was wollen Sie damit sagen?



das sagt er uns erst, der Herr Alois, wenn mindestens 150 Antworten von ungefähr 50 Teilnehmern vorliegen, die werden dann wahrscheinlich ausgewertet, nach Geschlecht u. Alter und Herkunft....u.u.u.

Ich glaube es interessiert ihn beruflich, den Herrn Alois, stimmts???



Offline Ginchen

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #11 am: 19.07.12, 16:16 »
Der liebe Herr Burgstaller macht das anscheinend mit Absicht, ist ja ein ganz ein Netter.
Komisch nur das wir hier aller per "Du" sind aber der Herr Burgstaller bleibt der Herr Burgstaller.
Was sagt einem das?!

Wäre doch interessant wenn sich der Herr Burgstaller mal so richtig vorstellen würde, dazu gibts ja eine Vorstellbox.

Bin mal gespannt ob da eine Reaktion kommt vom Herrn Burgstaller.
Herzliche Grüße aus Niederösterreich
Regina

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Offline gatterl

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #12 am: 19.07.12, 16:17 »
Manche Menschen brauchen eine Plattform. Kommt das eigentlich von platt?
Ich hab auch schon öfter in die Vorstellbox oder das Profil geschaut. Aber nix.
Manche Menschen können nichts mehr wahrnehmen ausser ihrer eigenen Befindlichkeiten
Florian Schroeder

mouhkouh

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Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #13 am: 19.07.12, 16:20 »
Was ihr alles vermutet...aber paranoid seid ihr gar nicht, oder? Was hat denn die Antwort auf eine Frage mit "anspringen" zu tun?
Selbst wenn er irgendwas irgendwie auswertet - wenn er Spaß dran hat, ist doch super.
Mal locker bleiben!

Offline annelie

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Re: Der Tod ist von uns gegangen
« Antwort #14 am: 19.07.12, 16:35 »
Der liebe Herr Burgstaller macht das anscheinend mit Absicht, ist ja ein ganz ein Netter.
Komisch nur das wir hier aller per "Du" sind aber der Herr Burgstaller bleibt der Herr Burgstaller.
Was sagt einem das?!


Ganz einfach, weil manche User ihn siezen... versteh ich irgendwie auch nicht warum...... ;) ;D Ich kann mir nicht erinnern, dass das von ihm ausging...dergerechtigkeithalberanmerke, aber falls ich mich täusche lass ich mir gerne verbessern....

Der Tod ist für mich jedesmal eine sehr persönliche Erfahrung, ebenso wie die "Trauerarbeit" und das ist auch gut so!

Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist ein Geheimnis
und jeder Augenblick ist ein Geschenk.

Liebe Grüße
Annelie