Betriebsperspektiven - die Zukunft, wie soll es weitergehen > Pacht und Hofübergabe

Rechtsstreit statt Hofübergabe - Erfahrungsberichte - Hilfe

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Chris2412:
Hallo Zusammen,

ich bin selbst betroffen und suche Erfahrungen, Ratschläge von BETROFFENEN bzw. die Möglichkeit sich ev. persönlich auszutauschen.

Aus diversen Gründen die ich später gerne näher erläutern kann wurde und wird mir die Hofnachfolge verwehrt.

Wer mußte gegen die Eltern gerichtlich vorgehen um die Ansprüche als Hofnachfolger durchsetzen zu können oder entschädigt zu werden?

Wer kann und möchte sich mit mir diesbezüglich austauschen? Wer kennt Betroffene die diesen unerfreulichen und schwierigen Weg als einzigen Ausweg nutzen mussten ?

Ich würde mich freuen wenn sich Betroffene melden würden um sich mit mir auszutauschen. 

Da sich der betroffene Betrieb von mir in Südbaden liegt, wäre ich natürlich besonders an Rückmeldungen aus diesem Gebiet interessiert, da jedes Bundesland eigene Regelungen hierfür hat die nicht unbedingt in ganz Deutschland anwendbar sind.

Danke & Viele Grüße

Chris2412

cliff:
Hallo Chris2412,

zu dem Thema kann ich nichts sagen, aber ich würde niemals (!!!!!!!!) gegen meine eigenen Eltern klagen auf Hofrausgabe, eher würde ich gehen und mir irgendwo einen Betrieb pachten.

Cliff

Chris2412:
Hallo Cliff,

dieser Meinung und vollen Überzeugung war ich bis vor kurzem auch. Da es sich um meine Eltern handelt. Doch sie lassen mir keine andere Wahl.

Es muß auch menschlich als Sohn / Tochter erst einmal verarbeitet werden, wenn man den Eltern immer beigestanden ist und diese einem dann womöglich in Harz4 schicken, ohne dass Gründe dafür vorhanden sind und der Betrieb mehr als tragfähig für 2 Generationen wäre!!!!!!!!!!

Erklär mir doch - weshalb die Eltern erst merken, dass der Sohn / die Tochter nicht zum Hofnachfolger taugt bei einem bevorstehenden Generationswechsel.

In all den Jahren davor hat es immer prima funktioniert, wenn ein motivierter Esel zum Arbeiten gebraucht wurde! ! !  Da gab es an einer Eignung zum Nachfolger nie Zweifel ! ! !

Warum sollten die Eltern von Ihrer Verantwortung den Nachfolgern gegenüber entbunden werden, schließlich haben auch diese ihre Karriereplanung auf den Betrieb abgestimmt ???

Warum muß ein Nachfolger womöglich akzeptieren keine Frau zu finden, kein Eigenkapital bilden zu können und wer weiß was noch alles
und steht dann am Ende der Willkür der Eltern ausgesetzt da ???


Gruß
Chris2412

Bärbel:
Hallo

Ich habe mir mal so meine Gedanken gemacht,über alle Themen mit dem Generationskonflikt. Wir kennen immer nur eine Seite.

Bei diesem Thread z.B. wissen wir nicht,warum die Eltern nicht übergeben wollen. Sie können ja auch schwerwiegende Gründe haben der Tochter oder dem Sohn den Hof nicht zu geben.
Jetzt werde ich mal ganz krass und bitte schon mal um Entschuldigung.
Vielleicht kann die Tochter oder der SS nicht mit Geld umgehen,
oder sie oder er ist Alkoholiker,
oder sie oder er sind gewalttätig gegen die Eltern.

Wie soll das zusammenleben den verlaufen,wenn ich mein Recht (was ich vielleicht nur meine zu haben) eingeklagt habe?
Wer hat überhaupt Anspruch auf Hofnachfolge,wenn der Betrieb den Eltern gehört?
Was wenn sie alles verkaufen und ihr Geld verleben?

Ich würde meine Eltern nicht verklagen.
Und wenn ich meinen Kindern den Hof nicht geben wollte,würde ich verkaufen und mein Geld verleben.

Ingrid2:
Und trotzdem kann es Gründe geben, gegen die eigenen Eltern zu klagen.

Bärbel: Was ist, wenn die Eltern Sohn oder Tochter immer im Glauben ließen, den Hof übergeben zu bekommen? Wenn "das Kind" all seine Arbeitskraft und Energie in diesen Hof gesteckt hat, in der Gewißheit, für die Zukunft zu planen? Haben Kinder denn keine Rechte? Haben nur Eltern Rechte?

Gerade durch die engen familiären Bindungen wird vieles "in Treu und Glauben" getan, ohne schriftliche Absicherung, einfach im Glauben, daß die Eltern es gut machen wollen. Und was, wenn die Eltern es eben "nicht gut machen wollen"?

Ingrid

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