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Maisanbau im Donauvorland ab 2008 verboten

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martina:
Ich denke mal ganz allgemein wird man mehr darüber nachdenken, an den Flüssen die ursprünglichen Aulandschaften wieder herzustellen, denen mögliche Überflutungen nicht soviel ausmachen, wie Kulturackerland?

Wenn ich sehe, welche Flächen entlang der Leine beackert werden, die dann bei Hochwasser regelmäßig unter Wasser stehen, dann denke ich auch oft, dass das eigentlich nicht richtig sein kann. Irgendwo hat es schon seinen Sinn, dass diese Fläche entlang der Flüsse früher Weideland waren? Oder seh ich das falsch?

Dort ein Anbauverbot für Mais auszusprechen, kann es nicht sein, das ist doch viel zu einseitig.

So etwas entschädigungslos durchboxen zu wollen, find ich allerdings auch unmöglich.

H.B.:
Aulandschaften sind für die Fließgeschwindigkeit nichts anderes, als ein Maisfeld. Von daher ist es völlig egal was dort gemacht wird. Genau die, die dort das Maisanbauen untersagen, sind verantwortlich für die Hochwasserschäden. Die Flüsse wurden immer mehr begradigt, um die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen. Kleiner Nebeneffekt: Es konnte näher an die Flüsse gebaut werden, ein Schwachsinn. Nochmal: Hohe Fließgeschwindigkeit = hoher Scheitelpunkt.

Das Maisanbauverbot wird die Lage noch mehr verschärfen!!!

Wurden da keine Gutachten erstellt? Haben die das einfach so durchgeboxt?

Diese Argumente sind nicht ausreichend belastbar, um einer Klage stand zu halten, ich würd das Gestz kippen.

martina:

--- Zitat von: H.B. am 06.02.08, 09:25 ---Aulandschaften sind für die Fließgeschwindigkeit nichts anderes, als ein Maisfeld. Von daher ist es völlig egal was dort gemacht wird.

--- Ende Zitat ---

Mit dem Unterschied, dass in einer renaturierten (= aus dem Ackerbau herausgenommenen)  Aulandschaft durch Überflutung weniger wirtschaftlicher Schaden entsteht, als im Maisanbau, oder?

Wie lange verträgt Mais, im Wasser zu stehen, ohne Schaden davon zu tragen, wie lange/wie viel Überflutungstage verträgt im Vergleich dazu Weizen?


Ich weiß grad nicht, wie es an der Donau aussieht, hab halt nur immer unsere Leine vor Augen. Dort machte das Herbsthochwasser Ende September arg zu schaffen, einige Flächen hatten sich jetzt im Januar noch nicht davon erholt und standen prompt schon wieder unter Wasser?

H.B.:
Martina, das fällt unter die Abwägung und Verantwortung des einzelnen Bauern.
Er wird auch das Risiko selber tragen.

Von oben herab muß das nicht geregelt werden, die bauen zuviel Scheiße,
weil ihnen das nötige Fachwissen fehlt

martina:

--- Zitat von: H.B. am 06.02.08, 09:43 ---Martina, das fällt unter die Abwägung und Verantwortung des einzelnen Bauern.
Er wird auch das Risiko selber tragen.


--- Ende Zitat ---

Schon klar, schließlich haben er oder sein Vorbewirtschafter auch ihre Gründe gehabt, aus dem ehemaligen Grünland Ackerland zu machen, als das noch rel. einfach ohne behördliche Genehmigung ging.

Nun sind Tatsachen geschaffen, die über Jahre gewachsen sind und somit finde ich es nicht in Ordnung, den Leuten einerseits einen Maisanbau zu verbieten und andere Kulturpflanzen nicht?

Wenn schon ein Anbau verboten werden soll, dann bitte komplett UND gegen Entschädigung.

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