Autor Thema: Tierschutzaktivisten gegen Bauern und verarbeitende Industrie  (Gelesen 2990 mal)

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Offline gina67Topic starter

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Hallo

am Freitag haben Tierschutzaktivisten der Gruppe "Animal Rebellion" eine Zweigstelle unserer Molkerei blockiert und gefordert, dass die Molkerei sofort mit dem Ausbeuten von Tieren aufhören soll.

Stattdessen solle die Molkerei pflanzliche Alternativen erzeugen.

Heute haben sie einen Futtermittelhersteller ins Visier genommen.

Ich frage mich ob die sich überhaupt Gedanken machen woher die Pflanzen dafür herkommen sollen. Wir dürfen lt. EU-Recht ja gar nicht alle Grünlandflächen zu Ackerflächen machen.

Und wenn das jemals genehmigt würde, wo soll das Niederwild seine Junge aufziehen? Und die Wiesenbrüter ihre Nester bauen? Sicher nicht im Getreidefeld.

Mal ganz davon abgesehen, dass wir hier in der norddeutschen Tiefebene viele Flächen haben, die nur als Grünland genutzt werden können.

So langsam habe ich Bedenken, ob die Erzeugung tierischer Produkte überhaupt eine Zukunft hat bzw. ob es, auch von politischer Seite, gewünscht ist, dass man weiterhin Fleisch und
 
Milchprodukte, mit gutem Gewissen, erzeugen darf.








Offline Rohana

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Lass dich nicht von ein paar Deppen kirre machen. Die wissen halt auch nicht wohin mit ihrer Energie und Wut und Frust  ::)

Offline frankenpower41

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So einfach würde ich das jetzt nicht abtun.
Man stelle sich nur mal vor sie kämen auch zu einem selbst auf den Hof, dem ist man doch fast machtlos ausgeliefert.

Offline gammi

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Es werden (leider) immer mehr, die so denken.
Im Getreideanbau oder Gemüse ist es ja ähnlich. Da wird auch progagiert, dass konventionelle Landwirte den Boden ausbeuten und überdüngen.

Vermutlich müssen die Zeiten (noch) schlechter werden und manche tatsächlich vor einem leeren Regal stehen.
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Offline Mathilde

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Es werden (leider) immer mehr, die so denken.
Im Getreideanbau oder Gemüse ist es ja ähnlich. Da wird auch progagiert, dass konventionelle Landwirte den Boden ausbeuten und überdüngen.

Vermutlich müssen die Zeiten (noch) schlechter werden und manche tatsächlich vor einem leeren Regal stehen.

ich denke das wird nicht passieren.

LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Tina

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Mich kotzt das auch an. Wie Gina schon schrieb,  nicht alles Grünland ließe sich umbrechen und ackern. Davon mal ab, da ginge auch ein Aufschrei durchs Land.
Letztens war eine Journalistin auf dem roten Sofa (DAS, eine Sendung des NDR), die sich mit dem Klima beschäftigt.  Die sagte auch, manche Flächen lassen sich nur über Tiere für die Ernährung nutzen.
Einerseits finde ich es ja gut, das auf schwarze Schafe aufmerksam gemacht wird, aber alles grundsätzlich über einen Kamm scheren,  geht gar nicht. Und bis jetzt können wir glücklicherweise noch selber über unsere Ernährung bestimmen.
LG
Tina

Online martina

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So einfach würde ich das jetzt nicht abtun.
Man stelle sich nur mal vor sie kämen auch zu einem selbst auf den Hof, dem ist man doch fast machtlos ausgeliefert.

Das ist eine absolute Horrorvorstellung und ich bin erleichtert, dass wir vor Jahren mit der Tierhaltung aufhören konnten. Das kann nun aber nicht jeder Betrieb.


Online mamaimdienst

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Echte Tierschützer sind das nicht.

Ich hab letztes Jahr mal einen Bericht im Fernsehen gesehen. Da ging es um eine Gruppe von Leuten. Die sind auf einen Hühnerhalter zugegangenen haben ihn gefragt, ob sie beim Ausstallen helfen dürfen und sich um verletzte und kranke Tiere kümmern dürfen. Der Landwirt war natürlich erst sehr skeptisch, hat aber dann doch zugelassen, das sie helfen. Mittlerweile ist das eingespielt. Die Leute kommen, nehmen verletzte Tiere mit und vermitteln die an „Pflegeeltern“. Manche Hühner werden an Ort und Stelle eingeschläfert. Zum Schluss laufen die nochmal durch den Stall und kontrollieren ob auch wirklich kein Huhn übersehen wurde. Der Landwirt wird nicht angegangen, sondern es wird geholfen. Es wird nix heimlich gefilmt, sondern gehandelt im Guten für beide Seiten.
Das sind für mich Tierschützer.
Bevor man seine Feinde liebt, sollte man netter zu seinen Freunden sein. - Mark Twain-

Online martina

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Und da kenne ich sogar eine Frau aus dem Bericht, die solche Althühner aufgenommen hat. Da heißt es anderswo aber doch schon mal, wie schlimm es die Hühner im Legebetrieb hätten. Aber die Kommentare halten sich in Grenzen und die ganze Aktion ist definitiv besser, als diese Molkereibesetzer.

Solche Aktivisten haben im Sommer auch schon mal Kraftfutterwerke belagert, dass niemand hinein- oder herauskam.

Offline Mathilde

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So einfach würde ich das jetzt nicht abtun.
Man stelle sich nur mal vor sie kämen auch zu einem selbst auf den Hof, dem ist man doch fast machtlos ausgeliefert.

Das ist eine absolute Horrorvorstellung und ich bin erleichtert, dass wir vor Jahren mit der Tierhaltung aufhören konnten. Das kann nun aber nicht jeder Betrieb.

und ich bin froh dass es solche Betriebe überhaupt noch gibt. Wo käme denn die Milch, Butter und die Eier sonst her? Ich guck bei den Eiern schon das DE drauf steht und manchmal erkenne ich auch den Länderschlüssel.
Wir sollten uns hinter unsere tierhaltenden Betriebe stellen. Ich habe zur Nachbarin gesagt Sie solle sofort bei mir anrufen dann käme ich zumindest zur moralischen Unterstützung.

LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline frankenpower41

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Ich hab mir jetzt mal die Bilder von dieser "Belagerung" angeschaut. 
Das waren doch nur ca. 20 Personen schätze ich mal.  Die hätten es eigentlich nicht verdient soviel Aufmerksamkeit zu bekommen.
Was ich schon ziemlich lange vermisse ist eine klare Verurteilung unserer Politik gegen all diese rechtswidrigen Handlungen.
Ich meine jetzt auch z.B. ankleben auf Autobahnen usw., aber da ist es doch eher so, dass durch manche Äußerungen
die eher noch befeuern(m. Meinung). 

Die Medien mit ihren teilweise sehr unausgewogenen Berichten die als Wissen verkauft werden tragen noch zusätzlich einen Teil dazu bei.  Mein "Nicht" Freund und auch für mich nicht gerade seriöser Aufklärer in "Wissen vor Acht" (Hirschhausen) hat die Tage auch wieder was vom Stapel gelassen warum es angeblich keine Schwarzbeeren mehr im Wald gibt, da ist auch nur die Landwirtschaft schuld.
Bei uns findet man die noch, aber wer weiss das schon und guckt mal nach ob alles stimmt was einem da vorgegaukelt wird.
Er hat ja kürzlich auch propagiert dass pflanzliche Milch  (ich weiß dass man das eigentlich nicht sagen darf lt. EU Verordnung)
besser ist als richtige.

Online Morgana

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Diese " Belagerer" denken gar nicht nach. Das ist bei denen ausgeschaltet.
Sonst würden sie keine Nebeltöpfe und Rauchbomben zünden,
Was ist mit den freilebenden Klein Tieren. ::) brauchen die keinen Schutz.?

Ich hoffe mit allen Tierhaltenden Betrieben, dass die sich nicht erdreisten dort aufzuschlagen.

Die Autobahnankleber haben bei uns eine große Lobby wie mir scheint.
Da sind Leute über 60 laut Leserbriefen traurig dass sie schon so alt sind, sonst würden sie sich mit ankleben. ???
Man macht eine große Aktion draus, mehrere Richter und dann werden sie verwarnt.
Nach dem Motto: Du du du..das machst du bitte wenn möglich nicht mehr.


Offline Lexie

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die stehen bei uns jede Woche vor dem Schlachthof und halten ihre Plakate hoch.
die kennen wir zur Genüge, meinte letztens ein Viehtransporteur zu einem Demonstrant:
Gürtel und Schuhe her, die stammen auch von Tieren ab, da hat er dann blöd geschaut

Bioeier bei unserem Penny haben auf der Verpackung auch DE, aber Ei selber ist mit NL abgestempelt, da
bin ich letztens auch reingefallen,
jetzt legen die Hühner der Nachbarin wieder, kann nicht mehr passieren

Offline Mathilde

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Bioeier bei unserem Penny haben auf der Verpackung auch DE, aber Ei selber ist mit NL abgestempelt, da
bin ich letztens auch reingefallen,
jetzt legen die Hühner der Nachbarin wieder, kann nicht mehr passieren

abgepackt in D  Ei aus der EU
Ich guck definitiv das Ei an.

LG Mathilde
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Marie von Ebner-Eschenbach

Offline Rohana

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So einfach würde ich das jetzt nicht abtun.
Man stelle sich nur mal vor sie kämen auch zu einem selbst auf den Hof, dem ist man doch fast machtlos ausgeliefert.
Och, wenn die meinen hier rumsitzen zu müssen glaub ich müssen wir spontan Kälberstall misten oder Güllefass waschen oder irgendwas was stinkt, Krach macht oder beides... 
Bei Hausfriedensbruch und Behinderung meiner Arbeit dürfte die Polizei die Leute auch schnell verräumen - hoffe ich zumindest.

Rechtsschutzversicherung ist in diesen Zeiten ein Muss.