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Welche Entlohnung für den Hofnachfolger?

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reserl:
Die Frage nach einem "gerechten" Lohn für den mithelfenden künftigen Hofnachfolger
(möglicherweise schon mit eigener Familie) stellt sich für viele Betriebe.


Vielleicht mag die ein oder andere berichten, wie das bei Euch geregelt ist/war?
Wie zufriedenstellend war diese Lösung für Euch?

Was würdet Ihr all denen raten, die sich gerade mit dem Thema befassen müssen?

gina67:
Hallo
wir haben eine Vater-Sohn-GbR jeder mit 50% Anteil. Der Gewinn wird aufgeteilt und versteuert. Wir haben zusammen ausgerechnet wieviel jede Familie zur Verfügung haben muss um davon leben zu können. Dieser Betrag wird bei uns aufs Haushaltsgeldkonto und bei unserem Sohn auf sein Privatkonto überwiesen. Die Ausgaben für die Autos (Reparaturen) und Versicherungen werden vom Betriebskonto bezahlt, ebenso die Kosten für unsere studierende Tochter und das Altenteil für SM.
Wenn höhere Privatausgaben anstehen z.B. für Urlaub oder größere Anschaffungen, wird das abgesprochen und vom Betrieb (im gewissen Rahmen) zur Verfügung gestellt.
Bis jetzt hatten wir mit unseren jungen Leuten noch keine Reibereien wegen dem Geld.

Beate Mahr:
Hallo

so sollte es sein ...

Aber ...
wir haben hier so einen Fall ... :-(
 
Als die Altenteiler noch den Hof hatten hat der Sohn auf sehr großem Fuß gelebt
es gab fast nichts was da nicht von ihm gekauft wurde ( Autos - Reisen usw. )
 
Jetzt wo er Betriebsleiter ist bekommen seine Eltern noch nicht mal Taschengeld
da ist nichts mit *den Lebensabend genießen* ... die schuften immer noch
 
Nur mal so zum nachdenken ...
 
Gruß
Beate

gina67:
Ja Beate das gibt es sicherlich, kenne aber auch einen Fall, wo Vater schon weit über 70 ist und noch immer nicht abgegeben hat und der Sohn, mittlerweile über 50, ist immer noch nur "Mifa". Das kanns ja auch wohl nicht sein.
Gerade das finanzielle muss sehr gut überlegt werden, besonders wenn der Hofnachfolger schon wieder Familie hat und der Hofabgeber für die Rente noch zu jung ist. Das ist bei uns der Fall. Gerade deswegen haben wir die Beträge zusammen festgelegt und unser Sohn kann nicht einfach so an das Betriebskonto und sich bedienen. Das machen wir auch nicht. Schließlich sind wir gleichberechtigte Partner.
Gina

Optimist:
Hallo,
wir haben unseren Sohn angestellt und er bekommt jeden Monat pünktlich sein Gehalt auf sein Konto überwiesen.
Zusätzlich zahlen wir noch einen kleinen Betrag auf seinen Bausparvertrag, sozusagen Arbeitgeberanteil.
Ebenso zahlen wir für ihn noch Steuern und Versicherung fürs Auto. Ab und zu gibt es auch noch mal etwas
Extrageld, aber eher selten.
Es ist gar nicht so einfach, es gerecht zwischen Geschwistern zu regeln, aber ernsthaften Streit gab es wegen
Geld noch nicht. Allerdings ist Sohnemann noch alleine und braucht keine Familie zu versorgen. Sollte das mal der
Fall sein, müssen wir neue Absprachen treffen.

Gruß
Optimist

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