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Ärger mit Mietern / Mietrecht

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biba:
Hallo Annama,

Deinen Bericht habe ich gestern gelesen, daher bin ich auf Reserl's Anregung drauf gekommen, einen Teil unserer Erfahrungen mal zu berichten.

Der Haken bei solchen extremen Situationen ist der, dass man schon in den meisten Dingen vor Gericht Recht bekommt, aber dennoch damit bestraft wird, indem es nicht durchgeführt wird, weil der Schuldner nicht zahlen kann/will. Daher "darf" man die Gerichtskosten, obwohl gewonnen, zusätzlich bezahlen. Der Staat will schließlich zu SEINEM Geld kommen. Dann könnte man es auch gleich lassen, damit der finanzielle Schaden nicht noch größer wird.

Im vorletzten Fall wurde im frisch renovierten Treppenhaus eine Eierschlacht von Halbwüchsigen veranstalltet, es war renoviert worden, weil zuvor Tapeten angerissen worden und mit Papier ein Feuer entfacht worden. Das Jugendamt wurde bei der entsprechenden Familie vorstellig, unter anderem auch wegen Alkohol u. Gras rauchen. Das Verfahren wurde eingestellt, weil die Jugendlichen noch nicht strafmündig waren. Als sie endlich auszogen, hinterließen sie die Wohnung als reines Schlachtfeld, sämtliche Türen waren brachial aus den Angeln gerissen und Bad wie oben beschrieben.

Irgendwann hat uns dieser gesamte Nervenkrieg mit all den zusätzlichen Kosten gereicht und wir haben beide Häuser verkauft.

Gruß
biba

biba:
Heidi, da kenn ich so einige, die das gern in Anspruch genommen hätten und sich am Ende des Monats eines anderen besinnen würden. Das wäre doch eine angenehme zusätzliche Einnahme.

Denn: Es lässt sich nicht angenehmer und billiger wohnen, wenn man gar nicht erst bezahlt.

Irgendwann, nach unendlich langer Zeit tritt eventuell mal das Sozialamt ein, damit Familie mit Kindern nicht obdachlos wird. Aber Vorsicht!!! das Sozialamt zahlt den Mietern die Miete aus, das KANN heissen, sie zahlen immer noch keine Miete, weil man das Geld doch besser für andere Dinge ausgeben kann.
Also, wer NICHT zahlen WILL, tut's auch nicht!

Anemarie:
ich habe da 2 "Vorsorgelösungen", die zwar nicht immer funktionieren, aber bei der Mieterauswahl schon die Spreu vom Weizen trennen.
1. es gibt bei den Amtsgerichten eine sogenannte Schuldnerliste, in die alle aufgenommen sind, die in den letzten jahren (ich glaube es sind 3 jahre) eine Eidesstattliche Versicherung wegen Vermögenslosigkeit abgelegt haben. D.h., diese wurden bereits vor Gericht gebracht, weil sie nicht zahlen konnten oder wollten. Wenn derjenige wieder zu Geld oder etwas pfändbarem kommt, bekommen erst die vorherigen Gäubiger ihr Geld und dann erst der Mieter. Also Hände weg von diesen kandidaten. Einblick in die Schuldnerliste bekommt nur ,wer ein berechtigtes Interesse nachweist, und das ist bei Vermietern gegeben. Noch einfacher ist es, sich vom potentiellen Mietkandidaten  eine Vollmacht geben zu lassen, um Einsicht zu bekommen. Einschlägige Kandidaten brauchen dann plötzlich die Wohnung nicht mehr. Das gleiche betrifft auch eine Bankauskunft über die Vermögensverhältnisse. Unbedingt vom Mieter anfordern
2. Vom Mieter einen Nachweis zu verlangen, wie, wann und wo er bisher seine Miete bezahlt hat. Nicht auf Barzahlung vertrauen, sondern Kontoauszüge zeigen lassen und evtl. nach der Adresse des alten Vermieters fragen. Blöd nur, wenn der diesen "hinauslobt".
Dieses sind zwar kein Allheilmittel aber es grenzt den Kreis der zukünftigen Mieter schon recht ein. Ich (Vermieterin seit 22 Jahren) glaube trotzdem,  daß es überwiegend gute Mieter gibt, aber die schlechten einfach auf alle abfärben.
Viele Grüße
Annemarie

Beate Mahr:
Hallo

Hab ich grad gefunden ...

http://www.mieturteile.de/index.html

Dürfte für euch auch brauchbar sein  ::) ...

Frage an euch ...
was würdet ihr machen wenn der Mieter zwar seine Miete zahlt ...
aber so wie es aussieht nicht in der Wohnung wohnt ???
ansonsten aber unauffällig ist  ???

Die Sache im Auge behalten oder
mal ** höflich ** fragen was los ist ? ? ?

Ratlose Grüße
Beate

Anemarie:
An Beate,

wenn der Mieter  bezahlt und unauffällig ist, was stört Dich dann? Ob er drin wohnt oder nicht, kann dem Vermieter doch egal sein. Und Privatleben muß für jeden Vermieter tabu sein, solange alles andere paßt und sich keine Nachbarn beschweren.

Freu dich doch über solche Mieter


Viele Grüße

Annemarie

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