Autor Thema: Blauzunge beim Rind  (Gelesen 86258 mal)

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Offline Kleeblatt

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #120 am: 29.01.10, 18:08 »
Hallo,

es geht vielleicht auch bald um die Blauzunge bei den Ermittlungen gegen die WHO.

Sehr sehr wichtige Aussagen, vielleicht zeitlich begrenzt abrufbar hier:

....

ihr könnt die Nachrichten zu 16.30 Uhr bald abrufen, wo ein WHO Berater aus Münster (Westfalen) sich über die überzogene Pandemieausruf
ung zur Schweinegrippe geäußert hat.

Auch weitere Seuchen, wie  *BSE*und Vorgelgrippe.

http://www.radiorst.de/nachrichten/index.php



Viele Grüße

Heiner Lohmann

mouhkouh

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #121 am: 28.03.10, 15:33 »
Was meinst du denn, warum geschrieben wird, das es dringend empfohlen wird, zu impfen? Aus Spaß an der Freude?
Milli, reichlich kurzsichtig gedacht, wenn du so sturköpfig gegen die Impfung wetterst.

Du denkst wahrscheinlich auch nur so, weil du noch nie gesehen hast, wie es ist, den Blauzungenvirus in der eigenen Herde zu haben. Ich habe befallene Tiere gesehen, das reicht mir, wirklich. Meine Kinder impfe ich ja auch, auch wenn es manchmal zu Nebenwirkungen kommt.
Hier im Süden wird es wohl schwierig werden, die Tierhalter von dieser wichtigen Impfung zu überzeugen, weil sie mit dieser Erkrankung noch nichts zu tun hatten...

Impfschäden die als solche anerkannt werden, zeigen sich innerhalb von 3 Tagen, alles andere hat ANDERE Ursachen. Zu Impfschäden kommt es ausserdem nur, wenn nicht impffähige Tiere geimpft werden. Wir haben noch überhaupt keine Impfschäden gehabt...selbst wenn wir welche gehabt hätten, würden wir wieder impfen lassen- ich möchte unsere Tiere schützen und auch für die Zuchtviehvermarktung ist es wichtig, wegen möglicher Restriktionen.



Offline Paula73

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #122 am: 28.03.10, 18:19 »
Die einen reden so, die anderen so.

Wir haben auch dieses Jahr wieder geimpft und ich kenne niemanden mit nennenswerten Impfschäden. Das heißt aber nicht das es keine gegeben hat. Ich denke auch das vermutlich das eine oder andere von den Behörden unter den Tisch gekehrt wird und damit tut man sich siche keinen Gefallen. Besser wäre es gewesen offen mit den Impfschäden um zu gehen und die Ursachen zu erforschen. Der Impfstoff generell kann es ja kaum gewehsen sein, sonst wären die Erfahrungen nicht so unterschiedlich.


Nichts desto Trotz halte ich die Impfung für sinnvoll und für das kleinere Übel. Die Krankheit wird sich in den nächsten Jahren sicher weiter aus breiten, schon weil die nötige Impfdichte nicht erreicht wird. Das schlimmste was man tun kann, ist in einen infizierten Bestand hinein zu impfen, das Risiko ist sehr hoch, wenn dann erst wieder geimpft wird, wenn die ersten Erkrankungen im Umfeld auftreten.

mouhkouh

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #123 am: 28.03.10, 19:46 »
Hallo Milli...ich wüsste nicht, wo ich behauptet habe, das nur die Fütterung schuld sei...und schon gar nicht, das ihr "zu dumm" seiet, also wirklich!

Das Problem bei den sogenannten "Impfschäden" ist, das auf keinen Fall der Impfstoff die Ursache ist, das ist inzwischen bewiesen. Es wurden 5 verschiedene Impfstoffe getestet, und die Symtome waren alle gleich, obwohl die Impfstoffe total unterschiedlich waren. Es liegt also an dem sogenannten "Impfstress" und an besagten nicht impffähigen Tieren. Dazu gehören alle Tiere, die : Ketose, Acidose, Metritis und Mastitis in allen Variationen ( auch die subklinische!) oder andere Erkrankungen oder Verletzungen haben sowie Klauenprobleme besitzen oder hochträchtig sind.
Ist doch logisch...ein Mensch der z.B. nur eine Erkältung hat, sollte auch nicht geimpft werden....

Beispiel: Beispiel: Züchter hat 2008 einen BVD-Virämiker, hat 2009 nach der BT-Impfung Probleme aller Art.
Als dann im Januar 2010 ein Elitekalb kurz nach der Geburt an Durchfall verendete, soll auch die Impfung vom August 2008 Schuld gewesen sein... Die Untersuchung der Blut- und Kotproben brachte neben Rotaviren, Colikeimen auch wieder BVD-Virus zu Tage...
man kann es sich so einfach machen , Milli, und sagen, die Impfung sei schuld. Sie ist der Grund, aber nicht der Schuldige. Der Schuldige ist der Landwirt, der nicht gesunde Tiere impft.
Impfen im Melkstand oder freilaufend im Laufstall mit viel Gerenne und Geschrei...das ist Stress für alle Beteiligten !
2007 wurde der Impfstoff erst im Sommer freigegeben, Hitzestress machte den Tieren auch zu schaffen.

Das Tier braucht etwas Zeit einen Impfschutz auszubilden, daher auch die zweimalige Impfung zur Grundimmunisierung. So jetzt ist das Tier zu erstenmal geimpft und zeitgleich oder auch schon vorher verteilt die Stechmücke das BT-Virus im Bestand. Ein Impfschutz besteht noch nicht und die Krankheit kommt zum Ausbruch. Aborte, Umrindern sind nur einige Symptome einer schwach verlaufenden Erkrankung. Diese haben aber nichts mit der Impfung zutun, sondern gehören zum Krankheitsgeschehen....


Hochtragende Tiere werden später geimpft, nach dem Abkalben, dann können sie nämlich nicht verwerfen !
Das wichtigste ist aber, wir haben es mit lebenden Tieren zu tun und diese reagieren ganz unterschiedlich auf Einflüsse von außen, also auch auf die Impfung. Schwarzbunte Hochleistungstiere reagieren empfindlicher auf die Impfung als Fleckviehkühe.

Ich kann die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit nur empfehlen, denn erkrankte Tiere leiden massiv bei einem Ausbruch. Die Schäden durch die Erkrankung sind deutlich größer als die Kosten der Impfung und ihrer evtl. auftretenden Nebenwirkungen.

Wenn du wie du sagst, die Geschäftskunden ansprichst, und die tun geheimnisvoll...Impfung..mehr sag ich nicht...dann weißt du auch warum..weil diese Menschen mit Landwirten verkehren, die Impfschäden zu beklagen hatten..Impfschäden, die durch oben besagte Situationen entstanden, der "böse Impfstoff...!" Und da du als Geschäftskunde von der Materie keinen Plan hast, übernimmst du liebend gern das besagte, damit es so aussieht, als ob du Plan hast. Logisch, oder? Übrigens sehe ich keinen hohen Preis der Stierkälber...wo siehst du den?


Offline Matthias

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #124 am: 28.03.10, 20:44 »
Der Impfstoff generell kann es ja kaum gewehsen sein, sonst wären die Erfahrungen nicht so unterschiedlich.




Hallo Paula

Dir ist aber schon bekannt,daß in den verschiedenen Bezirken unterschiedliche Impfstoffe eingesetzt wurden.
Vielleicht sind deswegen die Erfahrungen so unterschiedlich?

LG milli

Wir haben bisher 4 verschiedene  Impfstoffe im Einsatz gehabt und keinerlei Probleme nach der Impfung gehabt, geimpft haben wir schon im Januar.

3 Tage vor der Impfung hatten wir einen Abort, 5 Tage später hätte man den sicher auf die Impfung geschoben.

Offline Paula73

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #125 am: 28.03.10, 20:50 »
Der Impfstoff generell kann es ja kaum gewehsen sein, sonst wären die Erfahrungen nicht so unterschiedlich.




Hallo Paula

Dir ist aber schon bekannt,daß in den verschiedenen Bezirken unterschiedliche Impfstoffe eingesetzt wurden.
Vielleicht sind deswegen die Erfahrungen so unterschiedlich?




LG milli


Dann sollte das doch umtersucht werden und nicht die Impfung als solches verdammt.

Wir haben jedesmal die komplette Herde geimpft, bis auf 1-2 Tiere die am Tag zuvor gekalbt haben. Bei der einen Impfung, hat eine Kuh noch am selben Tag gekalbt , auch die hatte keine Probleme. Einzig an der Impfstelle kommt es zu Schwellungen, welche die Kuh aber nicht zu beeinträchtigen scheint. Keine Abborte, keine Euterprobleme, gesunde Kälber, gute Fruchtbarkeit - ich glaube nicht das die Impfung generell schlecht  oder gefährlich ist. Bei den Ursachen für viele der Probleme schließe ich mich dem Beitrag von mouhkouh an.

Rebell2

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #126 am: 29.03.10, 21:12 »

Dann sollte das doch umtersucht werden und nicht die Impfung als solches verdammt.



Aber genau dass wollte der Tierarzt ja absolut überhaupt nicht..................

Auch zu der Aussage: wenn der Schaden nicht innerhalb  von drei Tagen eintritt, dann kann nicht die Impfung schuld sein. Ich bin auch der Meinung, dass die Impfung alleine nicht schuld ist an den Problemen, dass sie aber in manchen Fällen einfach noch das Faß zum überlaufen gebracht hat.

Das gleiche gilt auch für die Blauzungenkrankheit selbst.
Gesunde Tiere stecken sie locker weg.
Nur bei vorgeschädigten Tieren  und solchen mit Problemen kommt das Fass zum überlaufen !

Offline eifelrosi

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #127 am: 29.03.10, 21:22 »
Bei der Impfung kann man ja auch Problemtiere auslassen, das kannst du bei der Krankheit selber nicht und gerade die triffts dann in der Regel härter.
Tiere, die bei uns direkt nach der Impfung gekalbt haben, da gabs keine Probleme, sehr wohl aber bei denen, die die Krankheit in der Kalbezeit hatten.
Schön, dass es den BT gibt

Offline Melitta

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #128 am: 30.03.10, 08:42 »
Hallo Gammi,

also ich bin gegen die Impfung, aber einen Tierarzt, der es nötig hat, dass ihm jemand Arbeit verschafft, den kenne ich nicht. Bei uns rotieren die Tierärzte, vor allem die Großtierärzte, die sind i.d.R. minimum zwei mal geschieden, weil keine Frau das mitmacht.
@Rebell Schön, dass gesunde Rinder die Krankheit gut wegstecken, bei Schafen ist das nicht der Fall.  :(

Viele Grüße

Melitta


mouhkouh

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #129 am: 30.03.10, 09:29 »
Ist jetzt off-topic..aber trotzdem...
die sind i.d.R. minimum zwei mal geschieden, weil keine Frau das mitmacht.
....

Pauschalisierung? Unser Tierarzt ist das beste Beispiel dagegen: Gemeinschaftspraxis,nur Rinder, zwei Tierärzte, beide verheiratet und Kinder, beide Frauen arbeiten mit in der Praxis, keinmal geschieden und glücklich verheiratet  ;D
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Offline eifelrosi

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #130 am: 30.03.10, 10:55 »
Ja, aber genau das war ja das Problem, dass bei den ersten Impfungen da niemand Rücksicht genommen hat. Die ersten Impfungen waren einfach überstürzt.
Für mich ist es allerdings schwer abzuschätzen wie groß die Gefahr ist, dass Blauzunge überhaupt bei uns ausbricht. Wieviele Betriebe waren überhaupt von Blauzunge betroffen? Oder steckt einfach nur dahinter, dass man dadurch den Tierärzten Arbeit verschaffen wollte - denn es gab auch Tierärzte die dem ganzen kritisch gegenüber standen, die sich aber nicht getraut haben es laut zu sagen.

Also unser TA ist für die Impfung, auch wenn er selber auf jeden Fall genug zu tun hat. Er hat wohl genug akute Krankheitsfälle gesehen und behandelt. Und bei uns ist auch berücksichtigt worden, wenn wir bei bestimmten Tieren gesagt haben, die sollen nicht geimpft werden.
Schön, dass es den BT gibt

Offline Starbuck

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #131 am: 30.03.10, 11:52 »
Ist jetzt off-topic..aber trotzdem...
die sind i.d.R. minimum zwei mal geschieden, weil keine Frau das mitmacht.
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Pauschalisierung? Unser Tierarzt ist das beste Beispiel dagegen: Gemeinschaftspraxis,nur Rinder, zwei Tierärzte, beide verheiratet und Kinder, beide Frauen arbeiten mit in der Praxis, keinmal geschieden und glücklich verheiratet  ;D
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Unser Vet: Großtierpraxis, verheiratet seit 25 Jahren, vier Kinder...im Gegensatz zu seinem Vater und Vorgänger auch treu, reisst sich nicht um die Impfungen, weils ja sehr stupide und lästig ist. Ein minimal-invasiver Labmagen links mit Endoskop macht ihm mehr Spass und ist auch lukrativer ;)
Wir haben letzte Woche geimpft, keine Probleme danach und deutlich weniger Unruhe in der Herde wie nach dem Bluten für BVD!

lg, Heiko
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karl_eugen

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Blauzungenkrankheit
« Antwort #132 am: 26.04.12, 09:28 »
Am 09. März 2009 fand im Gashof Ettl in Rattiszell eine Veranstaltung über die Hintergründe der Blauzungenkrankheit statt, zu der auch hohe politische Vertreter anwesend waren. Zu dieser Veranstaltung lud die "ANPLO" (Arbeitgsgemeinschaft "noch" produziernder Landwirte Oberbayern e.V.)
Georg Hartinger war Referent dieses Abends und vermittelte eindrucksvoll das sich die Bauern nicht mehr für dumm verkaufen lassen und als Hersteller von Nahrungsmitteln letzendlich alleinig in der Produkthaftung sind. Die Bauern erkennen das sie in Ihrer Verantwortung stehen und lasssen sich die Zwangsmaßnahmen der Legislative, Judikative und Exikutive nicht mehr bieten.

Alleine an diesem Vortragsabend wurden die vorgelegten Zahlen des Gesetzgebers komplett absordum geführt und es erwies sich das die anwesenden Bauern im Saal, die Deutschlandweit herausgegebenen Statisken in Bezug auf Problematiken der gesetzlich geforderten Blauzugenimpfung, bei weitem übertrafen.


http://www.bmlv.gv.at/omz/ausgaben/artikel.php?id=471


Offline gina67

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Re: Blauzunge beim Rind
« Antwort #133 am: 26.10.23, 12:21 »
Ich hol das Thema mal wieder hoch.

Bei uns im Landkreis wurde die Blauzungenkrankheit bei einem Schaf nachwiesen. Der Handel mit Tieren ist dadurch mit Auflagen verbunden.

Zum Glück haben wir gerade keine männlichen Kälber zu verkaufen, die letzten gingen am Montag.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/bremen/rb-blauzungenkrankheit-im-ammerland-bestaetigt--erstes-mal-seit-14-jahren-102.html

Offline Internetschdrieler

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Re: Blauzungenkrankheit
« Antwort #134 am: 26.10.23, 16:07 »

Georg Hartinger war Referent dieses Abends

Weil das Thema wieder hochkommt und den obigen Namen lese :o Schamane würde ihm noch schmeicheln