Hallo annama,
solche Reden tun richtig gut-
aber bei der Forderung zum Bürokratieabbau-
"Die Botschaft hör ich wohl, aber mir fehlt der Glaube".
Wenn man bedenkt, wieviele hochbezahlte Arbeitsplätze in diesem Bereich geschaffen worden sind- ob sich diese Herrschaften ihren Ast, auf dem sie sitzen wohl selbst abschneiden wollen?

?
Die Brauer, die Molkereien haben zwar Befürchtungen um ihren Rohstoff und haben bereits die Preise angehoben,
aber bis durch den Flaschenhals Landwirtschaft dann noch genügend durchtröpfelt- hmm, da habe ich auch meine Zweifel.
Auch wenn aus Brüssel nicht mehr viele Gelder in Richtung Landwirtschaft fliessen sollen-
die Strukturen der Kontrolle, Überwachung, Bürokratie sind geschaffen worden- und ob sich die in Luft auflösen werden?
Mit dem Wettbewerb habe ich auch so meine Bedenken- wettbewerbsfähig für welche Strukturen:
Im letzten landw. Wochenblatt war ein Bericht über Argentiniens Milchwirtschaft-
also wenn wir solche Weltmarktstrukturen schaffen sollen,
naja, in Oberbayern werden wir uns da hart tun-
ausserdem trau ich mir zu wetten, dass das so läuft wie beim Märchen vom Hasen und Igel,
auch wenn wir als Hasen noch so schnell rennen-
wenn wir ans Ziel kommen, dann schreit der Igel: " Ich bin schon da".
Zur Energie habe ich letzte Woche sehr drastischen Anschauungsunterricht in Österreich bekommen-
und vor allem auch die Energieprobleme und Zukunft mal aus der Sicht der Energieerzeuger im Bereich der Landwirtschaft gesehen-
hab mitbekommen welche gigantischen Summen nicht mehr zu den Russen und Saudis überwiesen werden sondern in der Region verbleiben.
Von da aus- wird die regenerative Energeiversorgung zu unserem zukünftigen Leben dazugehören müssen, weil der fossile Saft aus der Erde zunehmend knapper und gefragter wird.
Nur habe ich die Befürchtung, dass wir nicht einfach so weitermachen können, statt der Erzeugung von Nahrung, die dann zu Schleuerpreisen verramscht worden ist- und zu einem noch nie dagewesenen Verschwendungsumgang geführt hat-
jetzt beides zu erzeugen und die Verschwendung von Lebensmittel und Energie so weiter zu betreiben-
in vielen Ländern werden durch die Viehherden die Weiden übernutzt und das führt zu massiven Problemen-
ich habe die Befürchtung, dass wir auch unsere Äcker übernutzen und jetzt in die Energieeuphorie von einer gierigen Gesellschaft getrieben werden, die leider keinen Bezug mehr zum maßvollen Umgang für eine nachhaltige Lebensform hat-
und wenn die Böden ausgeplündert und kaputt sind-
dann kräht kein Hahn mehr nach der Landwirtschaft.
Ich mach mir als Mutter unserer Hofnachfolgerin schon manchmal so meine Gedanken, welche Richtung die Landwirtschaft nehmen wird.
Und die Aussagen unseres Agrarministers, die in Richtung Übernutzung durch die Energie gingen- da werden vielleicht dann wieder massive Auflagen kommen-
und so wie ich die Landwirtschaft erlebt habe-
fangen wir nicht selbst an- uns darüber Gedanken zu machen, weil eben auch hier wieder ganze Branchen und Bereiche davon recht gut leben-
so gesehen ist die Landwirtschaft ein sehr wichtiger Betriebszweig, alle verdienen dran-
Herzliche Grüsse
maria