Autor Thema: Landwirtschaftliche Krankenversicherung  (Gelesen 17050 mal)

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Online gammiTopic starter

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #30 am: 09.08.19, 12:39 »
Ja, mitarbeitende Familienangehörige haben auch kein Wahlrecht. Und sie bezahlen den Krankenkassenbeitrag nicht nach der Höhe ihres Gehaltes, sondern pauschal die Hälfe von dem was der Unternehmer bezahlt.  Also abhängig von der Größe des Betriebes.
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Offline AnniH

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #31 am: 09.08.19, 12:59 »
Goldbach, du kannst als aktiver Landwirt im Haupterwerb die Krankenkasse nicht wechseln, auch nicht die Landw. Alterskasse.

Die LKK finde ich im Vergleich zur AOK wesentlich besser , die Beiträge sind geringer , die Leistungen genauso , es muss ja nicht jeder Abnehmkurs , Kochkurs und Fitness von einer Krankenkasse bezahlt werden.
Die Rentenversicherung LAK sollte jedoch dringend reformiert werden , diese Rente ist nicht mehr zeitgemäß, die Mitglieder werden weniger , woher sollen dann die Renten kommen , wenn die Beitragszahler immer weniger werden. Bei der LAK gibt es viele Möglichkeiten davon befreit zu werden und sich anderweitig zu versichern, gilt nicht für junge Unternehmer die Landwirtschaft im Haupterwerb bewirtschaften ,
aber dessen Ehefrauen , die berufstätig waren  oder sind.

Unsere Rente ist ein Hohn , wir konnten vorsorgen , hätten wir ein gewerbliches Projekt zurück behalten , würde sich das auf diese " Minirente " auswirken, es ist ein sehr komplexes Thema , zum Nachteil der zahlender Mitglieder.

Offline Morgana

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #32 am: 09.08.19, 13:08 »
man hat keine Wahl die  Krankenkasse zu wechseln und auch in die Rentenkasse muss man einzahlen.

Mich hatte das nach der Hofübergabe eiskalt erwischt. Erst hieß es nein ich müsste als Ehefrau keine Rentenversicherungsbeiträge zahlen.
Krankenversichert war ich sowieso bei meinem Mann, der außerlandwirtschaftlich tätig war.
Plötzlich kam  ein nettes schreiben, die Rentenversicherung will knapp 8 000 DM Beiträge nachgezahlt haben von mir.
Und das innerhalb einer Woche. Bin mal gespannt, was ich davon Rente bekomme. Wenn überhaupt, denn ich habe nur
diese einen Beiträge bezahlt und was in der Lehrzeit eingezahlt wurde. 

Offline Tina

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #33 am: 09.08.19, 15:17 »
Ich finde die landw. KK auch gut, wenn man so wie wir, eine GbR hätten, würde der Beitrag, der auf der Fläche liegt, aufgeteilt. Jetzt nach der Hofübergabe hat der Übernahm er den ganzen Beitrag zu leisten.Alterskasse ist mal eingeführt worden, damit der Altenteiler oder Austragler ein Taschengeld hat. Aber die Alterskasse bezahlt auch Betriebs- oder Haushaltshilfe bei Krankheit oder Reha.
Es hat alles zwei Seiten. Aber die Leistungen der Rentenversicherung sind auch nicht zum totlachen.

Davon mal ab, ich würde auch gerne die Möglichkeit haben, mir meine KK auszusuchen.  Und ich denke auch, wenn wir uns in der gesetzl. Rentenversicherung versichern könnten, würde mancher Euro gespart, der dann wahrscheinlich in andere Kanäle versickert.
LG
Tina

Offline Hamster

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #34 am: 09.08.19, 15:37 »
Goldbach, du kannst als aktiver Landwirt im Haupterwerb die Krankenkasse nicht wechseln, auch nicht die Landw. Alterskasse.

Die LKK finde ich im Vergleich zur AOK wesentlich besser , die Beiträge sind geringer , die Leistungen genauso , es muss ja nicht jeder Abnehmkurs , Kochkurs und Fitness von einer Krankenkasse bezahlt werden.
Die Rentenversicherung LAK sollte jedoch dringend reformiert werden , diese Rente ist nicht mehr zeitgemäß, die Mitglieder werden weniger , woher sollen dann die Renten kommen , wenn die Beitragszahler immer weniger werden. Bei der LAK gibt es viele Möglichkeiten davon befreit zu werden und sich anderweitig zu versichern, gilt nicht für junge Unternehmer die Landwirtschaft im Haupterwerb bewirtschaften ,
aber dessen Ehefrauen , die berufstätig waren  oder sind.

Unsere Rente ist ein Hohn , wir konnten vorsorgen , hätten wir ein gewerbliches Projekt zurück behalten , würde sich das auf diese " Minirente " auswirken, es ist ein sehr komplexes Thema , zum Nachteil der zahlender Mitglieder.

Anni, das stimmt. Aber nur weil die Beitrage nach Einheitswert berechnet werden.

Und es stimmt nicht, wenn meine Schwägerin, nicht die Schwester meines Mannes!
Teilzeit bei uns arbeitet!
dann sind die Beiträge deutlich! über anderen KKbeiträgen.

Darum ist es für Unternehmer.. ob Augenoptik o.ä. u,.a.  auch so interessant einen landw. Betrieb
zu führen "führen zu lassen".

lg
hamster
Liebe Grüße
sagt der Hamster

Offline martina

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #35 am: 09.08.19, 16:03 »
Ich hatte damals, als ich noch selber in der DAK versichert war, arge Schwierigkeiten, eine Haushaltshilfe wegen der Entbindung zur Versorgung der bereits vorhandenen Kinder zu bekommen. Da musste ich denen erst mal die Rechtslage erklären und dass es den Beruf der Dorfhelferin gibt. Damals gab es auch den Ausbildungsgang "Haus- und Familiepflege". Kannte man bei der DAK nicht.

Aber man hatte Verträge mit der Sozisalstation. Die rechnete für - ungelernten - Kräfte auf 450-DM-Basis (damals) fast das Dreifache ab, als mir für eine selbstbeschaffte Ersatzkraft genehmigt wurde. Da hab ich mich echt aufgeregt, denn letztere schaffte in 4 Stunden das dreifache von den anderen.

Lange ist es her. Ich kann mich über die LKK jedenfalls nicht beschwere.
Lasst uns miteinander reden - wir freuen uns auf Beiträge.
Bei uns geht Kontakt ohne Maske und Abstandsregeln. Draussen nicht!

Offline Monika54

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #36 am: 09.08.19, 17:13 »
Zuerst war ich mit meinem Mann außerlandwirtschaftlich mitversichert. Dann bekam ich von der LAK eine Rente, somit mußte ich zur LKK.
Später bekam ich noch Mütterrente. LAK schrieb mich an daß ich mir eine neue KK suchen muß. Bin jetzt bei der AOK.
Versteht das jemand?

Offline Lisa

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #37 am: 09.08.19, 17:21 »
Hatte erst kürzlich den Vergleich, Schwager wurde am Herzen operiert AOK versichert
ein Landwirt aus unserem Bekanntenkreis ebenso, lagen sogar auf gleichem Zimmer.
Die LKK genehmigte sofort eine Reha, auf Wunsch Heimat Nähe, die AOK zögerte lange
bis, man könnte vorher 10 Tage nach Hause gehen und dann .....  Diese Ungewissheit
und auch wo es möglich ist teilten sie erst am vorletzten Tag mit. Der Transport ebenfalls,
der Landwirt wurde ohne Frage mit dem Krankentransport zur Reha gebracht, der Schwager
wurde privat gefahren, da für die AOK zufahren, wegen der so niedrigen Pauschale, sich
niemand finden lässt. Da hat keiner freie Termine, da sie so schlecht entlohnt werden. Das erfährt
man auch erst hinterher. Wegen Krankenkasse haben wir mit LKK keine schlechten Erfahrungen
 gemacht, die Alterskasse gehört reformiert. Da muss man selber Vorsorge betreiben, damit man
im Alter nicht zur Last wird.
Glück ist das Einzige das sich verdoppelt,wenn man es teilt

Offline Maja

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #38 am: 09.08.19, 17:24 »
LKK ist als Krankenkasse sehr gut.
Als wir den Hof verpachtet haben musste ich in die AOK wechseln, weil ich vorher, also als die Kinder geboren wurden, bei meinem Mann in der Familienversicherung war.
Ist lange nicht so gut.
Ich war sehr geschockt als man mich einfach aus der LKK  geschasst hat, keine Chance drin zu bleiben.

Mucki

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #39 am: 09.08.19, 22:51 »
Lkk und auch lak sind mit Abstand die besten ,vor allem bei Kuren haben mir schon mehrere Kurhäuser bestätigt
Liebe Grüße Mucki

Offline Steinbock

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Re: Landwirtschaftliche Krankenversicherung
« Antwort #40 am: 18.11.21, 14:59 »
Wie jedes Jahr wird bei uns von der LKK die Familienmitversicherung der Kinder überprüft (ob sie nicht zu viel Einkommen haben...)

Die große Tochter studiert und ist natürlich mitversichert. Derzeit macht sie allerdings im Rahmen des Studiums ein Firmenpraktikum,
wo sie auch ein paar Hunderter verdient. Muss ich das angeben? Und in welchem Feld?

Nachbemerkung: Habe endlich den zuständigen Sachbearbeiter erreicht... Ja, Praktikumsentgelt muss man angeben und Tochter wird sich in dieser
Zeit selbst versichern müssen (auch rückwirkend).
« Letzte Änderung: 18.11.21, 15:11 von Steinbock »
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)