Autor Thema: Probleme tierhaltender Betriebe - jeder schaut weg? Nichts fällt auf?  (Gelesen 1167 mal)

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Online LunaR

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Weiß denn jemand, was mit dem Besitzer war? Der muss doch zumindest das Schreien gehört haben. Ich kann mir das nur vorstellen, dass er nicht in der lage war, sich zu kümmern.
Es ist sehr beglückend, sich mit kompetenten Menschen auszutauschen.

Ein lieber Gruß Luna


Verschwendete Zeit ist Dasein.
Gebrauchte Zeit ist Leben.

Offline mamaimdienst

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Das müssen nun wohl die Ermittler herausfinden.....
Bevor man seine Feinde liebt, sollte man netter zu seinen Freunden sein. - Mark Twain-

Offline Annina

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Ich hab mal einen Haushalt erlebt, der ging schon in Richtung Messie-Wohnung. Im Schlafzimmer überall Kleider gestapelt, in der Waschküche Wäscheberge ohne Ende. Im Kühlschrank wars ganz arg, da war vergammeltes Gemüse drin und verpackte Lebensmittel, die schon 3 Jahre abgelaufen waren. Ich war noch "ein Junges Ding" und hab einfach wenn ich Gelegenheit hatte gewaschen und geputzt (und mich etwas entsetzt über den Zustad).
Jetzt ist es viel besser dort. Ob und was ich mehr hätte tun sollen weiss ich nicht.
Wie würdet ihr in einer solchen Situation reagieren?
Liebe Grüsse, Annina

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.  Aristoteles

Offline Steinbock

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Ich mache mir auch so meine Gedanken über den Vorfall...

Als erstes hoffe ich, dass dadurch den Tierhaltern nicht generell noch mehr Mißtrauen entgegengebracht wird.

Ich kann mir nur vorstellen, dass der Landwirt selbst in einer sehr schlimmen Situation war und ist, so dass er
nicht mehr arbeiten und das Geschehen hat verhindern können. Das Gebrüll der Tier muss zwischendurch
fürchterlich und erbärmlich gewesen sein. Und es hat ihn nicht erreicht

Dass man selbst von abgelegenen Gehöften so gar nichts hört bei den nächstgelegenen Häusern ist schwer
vorstellbar. Vielleicht ging es auf dem Hof öfter laut zu (Tiergebrüll nach Einstallen/Umstallen) und das
Gebrüll der Tiere wurde nicht als "Alarm" gedeutet?

Vielleicht war der Tierhalter sehr zurückgezogen/abweisend und hat sich nicht "reinschauen" lassen
(obwohl er vielleicht Hilfe angeboten bekommen hätte).

Dass der behandelnde Arzt/Notarzt nicht nach dem Umfeld frägt, wundert mich nicht. Die haben zum
einen so viel zu bedenken und dokumentieren, zum anderen sind sie immer öfter von weit her und
kennen die Situationen hier (in Bayern, auf dem Land, usw.) nicht.


Vermutlich haben wir alle schon Situationen erlebt, wo wir nicht wussten, ob man das noch gutheißen
darf... und wenn nicht, an welche Stelle/Person sich wenden... dazu die Sorge als Denunziant, Gschaftlerin,
Bösewicht dazustehen.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne... (H.Hesse)