Autor Thema: Euter von A-Z  (Gelesen 90832 mal)

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Offline reserlTopic starter

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Euter von A-Z
« am: 21.06.02, 17:17 »
hohe Zellzahlen

Wohl kaum ein  Betrieb der nicht schon einmal diese leidige Erfahrung machen musste. >:(

Wie habt ihr das Problem in den Griff bekommen?
Wie behandelt ihr die Kühe?  ???

Was tut ihr für die Eutergesundheit der Tiere?
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
lieben Gruß
Reserl



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Gitte

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #1 am: 21.06.02, 22:29 »
Hallo, Reserl
Wir hatten vor einigen Jahren ziemliche Probleme mit der Eutergesundheit unserer Kühe. Das war sehr nervenaufreibend. Ständig hatte eine andere Euterentzündung. Wir haben dann unsere Melkmaschine generalüberholen lassen. Haben auch damals den Kundendienst gewechselt. Da war vieles nicht in Ordnung. SE hatten es nicht so genau genommen. Hauptsache billig! Seitdem lassen wir regelmäßig Kundendienst machen und dippen tue ich auch. Wir haben kaum mehr Probleme. Wenn es so heiß und schwül ist wie die letzten Tage hatte ich bei einigen Flocken, aber das hat sich von allein wieder gegeben. Gut ausmelken, dann war das wieder in Ordnung.
Grüße von Gitte
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »

Offline Sylvi

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #2 am: 23.06.02, 00:47 »
Hallo reserl
mit zellzahlen hatten wir auch schon zu kämpfen.
bei uns wird in einem doppelvierer gemolken.alle mädels werden mittels der euterbrause abgewaschen,nach dem melken werden die zitzen mit melkfett eingerieben (verhindert das die zitzen spröde und rissig werden).hatten früher auch mal gedippt,verschleppten aber dabei so manche entzündung.wir machten die besten erfahrungen mit melkfett, nun schon einige jahre.ist aber einmal eine entzündung vorhanden spritze ich 10ml pn350 in den strichkanal des jeweiligen viertels,und wiederhole dies nach einem tag.klappt super.

chio sylvi
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
Liebe Grüße Sylvi

Gitte

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #3 am: 23.06.02, 09:22 »
Hallo, Sylvi!
Was ist pn 350? Würde mich interessieren.
Tschau, Gitte
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »

Offline Sylvi

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #4 am: 23.06.02, 13:07 »
hallo gitte,

pn 350 ist ein penicillin-procain zur behandlung von euterkrankheiten(mastitiden) ,sowie bakterieller infektionen (pneumonien).
die berzeichnung ist P.N.350 .der hersteller :intervet deutschland gmbh,euer tierarzt kennt das mittel ganz sicher. bis vor ein zwei jahren gab es ein mittel mit penicillin-streptomycin,dies wird aber leider nicht mehr hergestellt,war echt durchschlagend das zeug .
bei verabreichung in den zitzenkanal (intramammär)beträgt die wartezeit bei milch 12 tage,restl. tier 5 tage.empfolen werden 5ml zu verabreichen nehme aber bei einer akuter entzündung 10ml.(gleich mit dem hammer kommen ;) ).

viel glück sylvi
« Letzte Änderung: 01.01.70, 01:00 von 1031090400 »
Liebe Grüße Sylvi

Offline Sylvi

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #5 am: 23.06.02, 19:19 »
hallöchen

noch nen nachtrag zur eutergesundheit,unbedingt blindmelken  :'( :'( vermeiden.
bei uns werden alle 6-8 wochen vor dem abkalbetermin mit langzeittrockenstellern behandelt.ist aber einmal eine hartnäckige dabei  ,die immer wieder probleme machr muss sie ihre letzte fahrt (schlachten) :( antreten.

tschau sylvi
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Liebe Grüße Sylvi

Offline reserlTopic starter

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #6 am: 08.07.02, 15:43 »
In der Trockenstehzeit werden die Grundlagen für eine hohe Milchleistung sowie für die GEsundheit und Fruchtbarkeit gelegt.

Das Trockenstellen von Kühen ist aber  offensichtlich auch eine Wissenschaft für sich.  ::)

Wie handhabt ihr das?

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lieben Gruß
Reserl



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Offline Freya

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #7 am: 09.07.02, 23:22 »
Hallo,
ich habe all die Jahre, seitdem ich melke, die Problemkühe VOR dem Trockenstellen auf anraten des TA mit P.N 350 behandelt (10cb in jedes Viertel) dann nochmal gut ausmelken, Schalmtest und wenn diese so ziemlich in Ordnung ist, Trockensteller. Sei einem halben Jahr funtioniert diese Methode nicht mehr und alle Euter, die ich so behandelt habe vor dem Trockenstellen, sind garantiert nicht in Ordnung nach dem Kalben. (nicht in Ordnung ist stark untertrieben)  :-/
Ich habe jetzt den TA gewechselt und zusätzlich die "Euterabteilung" vom Tiergesundheitsdienst bestellt, um herauszufinden, was da jetzt wieder los ist. Der "alte" TA gab mir ein anderes Medikament "Peracef", das half aber genauso viel, nämlich gar nicht. Dann habe ich dem TA eine Milchprobe gebracht, die Kuh ist schon beim Metzger.  :(
Jeder Stall ist anders und jeder hat so "sein" Rezept. Meine SM hat immer ohne Trockensteller trockengestellt, aber mit melken ausgesetzt, erst einmal, dann zweimal, dann dreimal >< fertig. 40 Jahre hat sie das so gemacht und es hat meistens funktioniert. ;) Ich höre lieber schlagartig mit melken auf und mit Trockensteller.  :D
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liebe Grüße
Freya

Offline Jani

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #8 am: 09.07.02, 23:49 »
Moin !
Trockenstellen läuft bei uns so ähnlich ,wie Freya schrieb:
Futter angemessen reduzieren (nur Kraftfutter),möglichst noch eine Milchkontrolle "mitnehmen",um aktuelle Zellzahl zu haben und dann morgens zuletzt melken ,desinfizieren,Trockensteller rein (welcher derzeit müßte ich gucken,Präparat auf Anraten des TA).Dann wechselt die Kuh auch den Stall bzw. die Weide,wo das Nahrungsangebot erstmal deutlich knapper ausfällt (im Stall mehr Heu und Grassilage,weniger mais und KF).
Sollte die Zellzahl zu hoch sein oder sonst ein Verdacht vorliegen,wird eben noch eine Probe weggeschickt und noch behandelt vor dem Trockenstellen,meist nach Antibiogramm.
Regelmäßige (tägliche) Euterkontrolle auch auf der Weide,ggf. auch 1x tgl. dippen (nur im Stall).
Meist klappt das alles auch ganz gut.
Wir melken (noch ;)) eine Zweistrichige mit, die schon vorm Kalben mit "Fliegenstich" von der Weide kam,das Viertel war nicht mehr zu retten,die Behandlung zog sich hin und schwupps war sie wieder tragend,da war das zweite Viertel hin  >:( .Nun haben wir sie in der zweiten (und letzten) Laktation aber so 8000 kg schafft sie wohl dennoch,das Melken ist technisch aber sehr tüdelig,von den Zellzahlen ist sie immer weit unter 100 000 -was will man verlangen........
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Liebe Grüße von Jani

Offline cara

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #9 am: 10.07.02, 16:53 »
freya, ich nehme mal an, dass die keime im laufe der zeit gegen das penicillin resistent geworden sind. würde es vielleicht mal mit einem komplett andren wirkstoff versuchen, vielleicht hilfts ja....

bei den zellzahlen ( Viertelgemelk) hab ich gelernt, dass " ein Euterviertel als gesund anzusehen ist, wenn im Anfangsgemelk weniger als 400.000 Keime/ml vorhanden sind und euterpathogene Mikroorganismen nicht nachgewiesen werden können"

dann gibt es die latenten Infektionen, " wenn normaler Zellgehalt festgestellt wird, obwohl Mastitiserreger  nachweisbar sind."

Zellzahlen  von mehr als 400.000 pro ml bei neg. bakt. Befund können folgende Ursachen haben:
- nicht bakt. verursachte Reizzustände, z.B. durch gewebsreizende Chemikalien, mech, Irritationen ( Melkmaschinenfehler)
- die Mastitiserreger liegen abgekapselt im Euterparenchym und erscheinen nicht in der Milch (häufig bei chron. Mastitiden, Staph. aureus)
- antibiotika-haltige Milchprobe
- Mastitiserreger wachsen nicht unter Standardbedingungen ( Mycoplasmen, Anaerobier)
- Leukozyten haben Bakterien phagozyitiert (häufig bei akuter Mastitis "steriler Eiter")

Als Grenzwert für die Gemelkszellzahl gilt ein Wert von 300.000 Zellen/ml. Bei wiederholter Überschreitung dieses Richtwertes ist mit einer subklinisches Mastitis oder Sekretionsstörungen auf mind. 1 Viertel zu rechnen.

Zellzahlen für Herdensammelmilch
Als Grenzwert dafür gilt nach der Milch-Güte- VO ein Wert von 400.000 Zellen/ml.
Für die Einschätzung der Eutergesundheit der Herde gelten folgende Werte:
< 125.000                  I   sehr gut
126.000 bis 250.000   II   gut
251.000 bis 375.000   III  ausreichend
> 375.000                  IV mangelhaft
diese Werte gelten für Herden unter 30 Kühe, bei grösseren Herden ist die Kategorie nicht ausreichend sicher zu beurteilen.
LiGrüss cara

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Offline Freya

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #10 am: 10.07.02, 23:15 »
Hallo Cara,
du hast das alles wunderbar erklärt und es ist sicher auch allgemein richtig. Nur mir hilft es im Moment nicht weiter....
HEUTE .... die Kuh Paula hat vor 4 Tagen gekalbt.
Sie wurde mit 69.000 Zellen und Schalmtest ohne Behandlung eines Viertels trockengestellt, mit Trockensteller (Benestermycin). Mein Mann melkt die Kuh morgens und abends in den Melkeimer und ich melke sie mittags mit der Hand, weil ich 2 ltr. Milch brauche für die Zwillinge.
Heute morgen liegt die Kuh da und hat 41 Fieber. Der TA kommt, schaut sie an, Nachgeburt ist weg, keine Gebärmutterentzündung.... ??? TA fragt, was ist mit dem Euter ??? Nichts, was soll sein ???
Er besteht auf einem Schalmtest. Das Viertel vorne rechts  zeigt heute Mittag leichte Veränderungen in der Milch beim Schalmtest. Der TA spritzt die Kuh ins Blut und wir bekommen Antiobiotika Eutertuben für das Viertel.
Heute Abend ( !!!!) kommt aus dem Viertel nur noch ganz wenig durchsichtige Flüßigkeit raus !!! Das Viertel ist hart und die Kuh ist richtig krank !!! So geht das immer wieder die letzte Zeit. Absolut zum wahnsinnig werden  ??? Aber morgen kommt fachmännische Hilfe (TGD). Da bin ich mal gespannt und werde Euch wieder berichten...  :(
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Offline mary

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #11 am: 11.07.02, 06:19 »
Hallo zusammen,
wir stehen auch momentan ziemlich rat- und hilflos vor einer Art Euterentzündung, die sehr schnell hohes Fieber (bis fast 42) und der zerstörung des Euters einhergeht.
Milchprobe zum TGD dauert 3-4 Tage, der Test welches Mittel passt noch einen Tag, das ist zu lange, dann kam raus, dass es ein Colikeim ist, aber es spricht kein Mittel richtig an.
Ich bin leider keine Tierärztin, aber ich frage mich, von was kommt das, es muss doch eine Ursache haben, vor 2 <jahren war Staph. aureus als Herdenproblem unser Hauptkeim, den haben wir hoffentlich überwunden, es hat uns so viele Kühe gekostet, so jetzt wieder ein anderer Erreger.
Ich bin der Meinung dass die Ursache gefunden werden muss, warum die >Kühe bei uns keine gescheite Abwehr mehr haben.
Ich arbeite so weit es geht mit Homoöpathie und mit Naturheilmitteln, aber das ist auch nur Sympthombekämfung. Die Frage warum die Kühe an Eutererkrankungen leiden, die beschäftigt mich momentan ziemlich.
Ihr werdet mich sicher auslachen, aber diese Frage hatten wir bei den Kälberdurchfällen auch, jeder hat nur mit der Schulter gezuckt und das wars dann.
Seit wir die grossträchtigen Kühe mit E-Selen behandeln, war das vorbei. Kannn vieleicht wieder kommen, aber seit einem Jahr ist Durchfall kein Kälbermord mehr.
Ich glaube, dass auch bei den Kühen irgendwas nicht passt, aber bei dieser Spurensuche sind wir auf uns gestellt, die Melkanlage ist zig-mal überprüft, Dippen, Einwegtücher, ist bereits im Einsatz, also muss es eine andere Ursache haben.
Ich hab ein Buch eines franz. Wissenschaftlers gelesen, der sich mit der Ursache von Pflanzenerkrankungen beschäftigt hat, ich denke dass auch bei Tieren eine Ursache dahinter steckt, aber das ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Was mich ziemlich pessimistisch stimmt, es interessiert keinen, weder den TA, noch den TGD, noch sonst wem.
Mich würde von Euch interessieren, füttert jemand Rapsschrot an die Kühe, ändert sich die die Tiergesundheit zum schlechteren oder besseren.?
Irgendwas passt bei unserem System nicht, nur das Komische ist, seit wir Rapsschrot in der Ration haben, haben wird Euterprobleme, kann auch Zufall sein, aber bei Bekannten ist es das Gleiche.
Also drückt mir die Daumen, irgendwas muss zu finden sein, manchmal macht es einfach fertig, so machtlos zu sein.
Herzl. Grüsse
Maria
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Offline Jani

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #12 am: 11.07.02, 09:36 »
Moin Mary !
Aus eigener Erfahrung kann ich der Kuhzahl wegen wenig da zu sagen.Aber meine Nachbarn (Boxenlaufstall,70 Kühe plus Nachzucht) hatten letzten Herbst/Winter auch massive Probleme mit verschiedenen Keimen.Eine Überprüfung der Melkanlage -nicht nur technisch- brachte einige Mängel zum Vorschein (u.a. defekte Spülanlage) aber auch "jappende" Zitzenbecher (zu groß).Das war mir,wenn ich zum Melken da war auch immer aufgefallen,aber habe natürlich nix gesagt.
Bei denen war vermutlich auch Blindmelken ein Problem,da keine Abschaltautomatik (jetzt mit Abnahme nachgerüstet).
Die Abwehrschwäche der Kühe beruhte jedoch auch auf dem feuchten,alten Spaltenboden,zuwenig Licht und Luft im Stall.Viele alte Kühe mit Arthrose und Klauenerkrankungen,die sich gleich hinlegen nach dem Melken.Liegeboxen zu hart und vermutlich für diese "kranke" Herde nicht sauber genug.
Noch so einiges mehr wurde gefunden und alle Kühe nach zweimaliger Behandlung bzw. therapieresistente Zellmillionäre ausgemustert.
Die TMR wurde verändert (glaube Energie reduziert) ,Melkzeug zwischengespült,vor- und nachgedippt (gesprüht !).
Tja,im Moment scheinen sie überm Berg zu sein,es hat viel Kraft gekostet (und Geld) aber alle sind jetzt glücklicher,weil die Familie auch nervlich ganz fertig war deswegen.
Wir hatten ja letztes Jahr auch solche Gesundheitsprobleme und mich hat es am meisten fertig gemacht,daß unserem sonst recht engagierten TA auch NICHTS dazu einfiel (außer Genetik,haha),zumindest nicht zu den Ursachen.......wir hatten einige schlaflose Nächte deswegen,jeglicher Erfolg bleibt aus,man zweifelt an den Fähigkeiten und zuguterletzt am eigenen Goodwill........Drücke Euch und Freya die Daumen !!!
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Liebe Grüße von Jani

Offline Freya

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #13 am: 11.07.02, 17:36 »
Hallo,
kennt jemand von Euch das Mittel "DryFlex" ???
Es ist eine Lösung zum Dippen für die Zitzen und es wird trocken wie ein Gummiüberzug (rosa) Es soll ca. 14 Tage halten und man benutzt es beim Trockenstellen, damit die Zitzenöffnungen in der ersten Trockenstehphase verschlossen sind.
Hab bei google nur eine Fa. Federsen gefunden, aber keine Info, wo ich das bestellen kann und Information über Handhabung .... :( ;)
Würde mich freuen, wenn jemand das aus der Praxis kennt...  :) Mein Melkmaschmech hat mir davon erzählt..
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liebe Grüße
Freya

silke

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Re: Euter von A-Z
« Antwort #14 am: 07.08.02, 20:29 »
Hallo,
ich wollte auch noch mal meinen Senf dazugeben.
Bis vor zwei Jahren hatten wir unsere Kühe in der Anbindung.
Immer wieder traten Euterentzündungen auf.Schlechte Eintreu Schlechter Stand Schlechte
Melkanlage. Eigentlich einFaß ohne Boden.
Und wenn man nicht das nötige KLeingeld für einen neuen Stall hat ganz schön depremierend
Nun haben wir einen einfachen Stall gebaut,ohne Spalten und sonstigen Extras.
Der Mist wird täglich zweimal mit den Unilader rausgeschoben und dann samt Liegeboxen
eingestreut.
Die Kühe müssen zum Melken in den alten Anbindestall.
Wir haben letzten Winter im Herdendurchschnitt eine Zellzahl 120 gehabt.Und
ich bin mächtig Stolz darauf.
Leider erlebe ich im Moment einen Absturz.
Wir füttern GPS und sie haben nach einiger Zeit Aufenthalt im Stall dann
Weidegang.
Mir sagte einmal einer das es besser wäre die Kühe das ganze Jahr im
Stall zu halten und immer das gleiche Futter zu füttern.
Der Stoffwechsel der Tiere ist einfach zu empfindlich.
Diese Aussage scheint sich jedenfalls bei uns zu bestätigen.
Auf der Weide nehmen sie nicht mehr genügend Energie auf. Selbst wo wir
zufüttern.
Und das schlägt sich auf die Zellen nieder.
Dabei  sollten die Vieher froh sein auf der Weide zu sein und uns mit niedrigen Zellen
verwöhnen.
Erst mal
silke
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