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In Würde altern... aber wo? Zuhause? Heim?

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Maja:
Ich bin traurig heute, weil ich gehört habe dass eine Freundin in ein Pflegeheim soll.
Sie ist zeitlebens sehr viel draußen beschäftigt gewesen, hat Haus und Garten gepflegt.
Ihren Mann gepflegt.
Ihre Kinder haben sich kaum gekümmert um sie, wenn sie da waren, nur immer zum Schnorren.
Jetzt wird sie leicht vergesslich bringt ab und zu was durcheinander , das kann mit 77 Jahren schon mal passieren, dass man Dinge drei viermal erzählt.
Sie weiß seit Jahren dass sie ein Anorysma im Kopf hat das sich nicht operieren lässt.
Trotzdem war sie immer im eigenen Haus, hier in unserem Ort.
Jetzt wollen ihre Kinder dass sie ins Heim in der Stadt kommt. Ihr Freundeskreis ist hier, jeder Nachbar schaut nach ihr und kümmert sich, sie weiß sich hier einfach sicher.
Die Tochter hat einen Heimplatz organisiert .
Meine Freundin ist ganz fertig , will hier nicht weg.
Sie sagt aber auch, wenn ich nicht freiwillig mitgehe lassen sie mich entmündigen. Auf die Aussage, das können die doch nicht so einfach,kam ihre Antwort.
Ach zweifel nicht dran die kriegen das fertig.
Die beste Alternative für meine Freundin wäre eine Pflegekraft im Haus, obwohl sie noch alles selber kann, halt manches vergisst.
Ich bin fix und fertig und weiß nicht wie ich da helfen kann. Soll ich gut zureden zum Heim oder den Kindern  " sozusagen den Kopf waschen".
Es hat so ein "Geschmäckle" als wollten sie schnellstmöglich die Mama abschaffen und an ihr Vermögen kommen.
wie ich meine Freundin kenn, geht die ein im Heim, wie ein Primelstock ohne Wasser.

hika:
oh je... das klingt aber wirklich schrecklich! DAs mit dem Entmündigen ist aber wirklich nicht einfach, am besten erkundigt sie sich selbst mal wie mal wie sie sich dagegen wehren könnte, oder?
gruß, hika

martina:
Ich glaube nicht, dass die Kinder mit einer Entmündigung durchkommen werden, nur weil die Mutter etwas vergesslich ist. Da muss schon mehr passieren.

Was ich mir aber gut vorstellen kann ist, dass die Kinder der Mutter damit massiv Angst machen werden, so dass sie klein bei gibt.

Maja:
Genau das sehe ich auch so wie Martina.  Ich mache mir Gedanken wie uch ihr helfen kann. Wir haben soviel zusammen getragen ich habe das Gefühl helfen zu müssen.Spreche ich ihre Kinder an, dann reagieren sie vielleicht so heftig, dass ich keinen Umgang mehr mit ihr haben kann.

LuckyLucy:
Maja, das ist wirklich furchtbar!

Wäre es möglich, dass sich Deine Freundin anwaltliche Hilfe sucht? Dann könnte sie gleich per Verfügung regeln, was passieren soll, wenn sie tatsächlich nicht mehr alleine durchs Leben gehen kann.

Alte Bäume soll man nicht verpflanzen, jedenfalls nicht gegen ihren eigenen Willen! Mein Großvater hat nicht mehr lange gelebt, nachdem er ins Altenheim überredet wurde.  :'(

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