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Verpackungsverordnung ab 01.01.2009

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roco:
Hallo,

wie haltet ihr das mit dem Inkrafttreten der 5. Novelle der verpackungsverordnung seit dem 1.1. 09?

Meldet ihr euch selber bei einem dualen Entsorger an, oder gebt ihr die Kostenpflicht als "Erstinverkehrbringer" an eure Firma (Firmen) bei denn ihr die Verpackungen bezieht, ab?

Letzteres hab ich eigentlich vor, scheint mir weniger Arbeitsaufwand zu sein.
Muss aber erstmal noch die Kosten vergleichen, die eine eigene Anmeldung ausmachen würden!
Grad Plastikverpackungen sind natürlich die teuersten!

Bei mir ist das Problem, dass ich mehrere Lieferanten habe,
UND einen Teil der Becher aus der Schweiz beziehe, weils bei uns nicht so schöne-praktische gibt!

WIE ist das in der Schweiz?
Müsst ihr nun auch die Entsorgungskosten für eure herausgegebenen Verpackungen selbst tragen?

Ärgerlich, der immer wieder neue und vermehrte Bürokratieaufwand-als ob man sonst nichts zu tun hätte!!

LG
roco

Hardy:
Hallo Roco,

Die Abgabepflicht gilt ab folgenden Jahresmengen:
mehr als 80 t/a Glas,
mehr als 50 t/a Papier/Pappe/Karton oder
mehr als 30 t/a sonstiger Verpackungsmaterialien.

Unterhalb der genannten Mengenschwellen ist eine Abgabe der Vollständigkeitserklärung
nur auf behördliches Verlangen erforderlich.
 
Nur als Vergleich: Ca. 360.000 Stück 500 g-Gläser ergeben ca 80t.
 
Eine Beteiligung am Dualen System ist aber ab dem 1. Januar 2009 verpflichtend, wenn
keine Garantie für die Rücknahme der Gläser gegeben werden kann.
Eine Kennzeichnungspflicht für das duale System hingegen besteht nicht.

Ich als Imker erreiche diese Mengen niemals.
Außerdem verwende ich ein Pfandsystem mit recht hohem Pfand (50 Ct).
Das hat den Vorteil der Kundenbindung, d.h. der Kunde kommt wieder!!!
Die Gläser kommen zu fast 100% zurück.

Somit kostet mich 1 Glas nur ca. 4 Cent, bei geschätztem 10maligem Rücklauf.

Wer natürlich mehr umsetzt, kommt nicht am Bezahlen vorbei.
Aber auch kein Grund zu jammern, letztlich zahlt doch der Kunde.

LG - Hardy



 

roco:
Hallo Hardy,

ich hab letztens mit der IHK telefoniert
und gesagt bekommen, dass jeder Erstinverkehrbringer seine Waren bei einem dualen Sytsem lizenzieren muss!
Bereits ab der Kleinstmenge!

NUR, dass wir die Möglichkeithaben, diese Aufgabe unseren Verpackungslieferanten zu übertragen.
Sprich, wenn der seine Waren anmeldet, ist unsere Verpackung ja lizensiert, und wir sind aus dem Schneider!
Und ab deinen genannten Mengen, muss man sich aber selbst bei einem dualen System anmelden.
Da kommt man dann nicht drum rum.
http://www.suedlicher-oberrhein.ihk.de/docs/view/ba_verpackv_grundl_und_novelle.pdf
Ich hab nun das Problem, dass ein Lieferant sich bereits selbst angemeldet hat, und mir das dementsprechend zusätzlich berechnet,
ein schweizer Lieferant weiß angeblich von nix, ein anderer weiß noch nicht, was er macht :(

NUn hab ich mich mal beim grünen Punkt registriert, und bin am rechnen,..
und mit 100kg Kunststoff/Jahr käme ich auf ~ 140 € >:(

Nunja, mal schauen wies weiter läuft,..

LG
roco

Hardy:
Hallo Roco,

hoffentlich kommen nicht noch "Überwachungsgebühren" dazu...  >:(
http://neu.berufsimker.de/files/DBIB_News_1_2007.pdf (Seite 4)

DSD und Konsorten sind in meinen Augen Abzocker!

(Nicht nur) im Lahn-Dill-Kreis wird Hausmüll nicht mehr getrennt.
Alles in eine Tonne.
Trennung erfolgt automatisch bei einer Wiederverwertungsgesellschaft.
Und das viel billiger, als der Schwachsinn mit der händischen Trennung.
Die Einsparungen kommen dort den Bürgern zugute!





Romy:
Also ich habe davon noch nie was gehört  :-\ Ich hoffe wirklich das schwappt nicht in die Schweiz rüber ;)

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