Autor Thema: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?  (Gelesen 7952 mal)

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nieraue

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Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« am: 11.03.08, 13:40 »
Eines meiner Mutterschafe hat am Sonntag winzige Zwillingsmädchen bekommen (ich berichtete bei Winterzeit-Ablammzeit), davon hat sich gestern eines in der Tränke ertränkt. Heute Morgen kamen mir im Stall zwei -noch Fruchtwassergetränkte- Lämmer entgegen. Und kein Muttertier weit und breit. Zunächst habe ich mir meine sämtlichen Damen angesehen, doch an deren Leibesfülle hatte sich von gestern bis heute nichts verändert. Somit habe ich mir meine Taschenlampe geschnappt und jeder Dame unter den Schwanz geleuchtet. Fehlanzeige! Und ich hatte wirkich keine Ahnung, wo die beiden Lämmer herkamen. Da kommt mein Muttertier von Sonntag angestiefelt, mäht mich an, leckt die beiden kleinen ab und verliert die Nachgeburt. Da war der Fall nun doch gelöst, hat dieses Mutterschaf doch tatsächlich noch einmal abgelammt. Noch einmal Zwillinge. Womit wir jetzt Vierlinge haben.

Habt Ihr schon einmal davon gehört, daß eine Geburt bei Schafen 48 Stunden dauert?

Habe mir schon Lämmermilch und Flaschen besorgt um für alle Fälle gerüstet zu sein. Habe bisher keinerlei Erfahrung mit Hand- bzw. Zufütterlämmern. In den vergangenen Jahren hatten wir immer nur 1-2 Lämmer, mit denen die Muttertiere alleine zurecht kamen.

Muß ich sofort zufüttern oder warte ich erst noch ab, wie es sich entwickelt? Bisher kristallisiert sich schon heraus, das ein Lamm deutlich weniger zum Zuge kommt, da die kräftigeren Lämmer es vom Euter wegschubsen.



Offline Bärbel

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #1 am: 11.03.08, 14:06 »
Hallo

Das hatte ich auch schon mal

Ich würde die Lämmer zufüttern ,damit keins zu kurz kommt und verendet. Mit der Zeit wist DU merken welches Lamm von der Mutter genug Milch bekommt und welches nicht.
Ich habe DIr mal unten angehängt was ich immer mache.

...
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« Letzte Änderung: 10.02.10, 20:59 von joker »
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nieraue

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #2 am: 11.03.08, 15:29 »
Hallo Bärbel,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Muß ich den beiden heute geborenen Lämmern auf jeden Fall Biestmilch verabreichen oder bekommen sie noch welche von der Mutter (habe keine Ahnung ob nach 2 Tagen noch welche im Euter vorhanden ist oder ob zum 2. Ablammtermin vom Muttertier neue produziert wird.)
Im Forum kann ich unter "Biestmilchersatz" kein Rezept finden. Kannst Du mir da bitte weiterhelfen?!

Danke
Nicole

nieraue

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #3 am: 11.03.08, 18:21 »
Habe von Bekannten Kuh-Biestmilch bekommen.
Wie ist das wenn die Lämmer zusätzlich zur von mir verabreichten Biestmilch auch noch beim Muttertier trinken, darf ich mir dann in der 1. Nacht auch eine 6-stündige Pause gönnen oder muß ich trotzdem alle 2 Stunden meine Lämmer versorgen?

Offline Bärbel

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #4 am: 11.03.08, 18:44 »
Hallo

Wenn Du den Eindruck hast das die Lämmer fit sind ,kannst Du Dir eine Pause gönnen.
Liebe Grüße aus Südhessen

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nieraue

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #5 am: 12.03.08, 08:42 »
Das mit der Pause gönnen hat dann doch nicht funktioniert, da das Muttertier das kleinste Lamm nicht angenommen hat. Somit habe ich nach vier Jahren Hobby-Schafzucht mein erstes Handlamm.

Offline suederhof1

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #6 am: 12.03.08, 10:07 »
Hallo

Mir grauts immer schon vor Drillingen.... :P
Wir haben 4 Muttertiere dieses Jahr mit Drillingen und bei zweien hab ich je ein Lamm abgenommen/abnehmen müssen, damit die anderen Zwei was werden.
Ich zieh sie dann als Handlämmer gross und wenns weibliche Tiere sind hab ich drauf das Jahr auch noch gut von. Die sind nämlich nicht so wild. :D
Zur Zeit hab ich 10 Handlämmer, wovon 3 wirklich Arbeit machen, alle anderen trinken aus der Lämmerbar. 

@Niersaue , meistens ist es so, das die Muttertiere das kleinst und schwächste verstossen, damit die restlichen Lämmer gross werden. Natur halt....

Wünsch die weiterhin viel Spass mit den Hüpfern :D

LG Barbara

nieraue

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #7 am: 15.03.08, 14:41 »
Die kleinen machen sich. Das Handlamm ist zwar kleiner als die anderen Lämmer und klapperdürr, aber putzmunter. Es teilt sich einen Stall mit seiner Mutter und seinen Geschwistern, das ist zwar nicht optimal, da das Muttertier es immer wieder wegschubst, doch eine andere Möglichkeit haben wir leider nicht. Der Rest der Herde überwintert in einem 10km entfernten Stall.

nieraue

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #8 am: 16.03.08, 11:59 »
Gestern hat unser zweites Schaf abgelammt -Drillinge. Ein Lamm konnte erst nach 4 Stunden selbständig aufstehen und torkelt auch heute noch so, als hätte es zu tief ins Glas geschaut. Ansonsten ist das Lamm aber normal entwickelt, und trinkt gut (aus der Flasche, weil das Muttertier es nicht wollte). Habt Ihr soetwas schon einmal erlebt?

Offline Bärbel

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Re: Hilfe-Vierlinge! und jetzt?
« Antwort #9 am: 17.03.08, 13:41 »
Hallo

Ja hatte ich auch schon,vielleicht hatte das Lamm im Mutterleib nicht genug Platz. Wenn es gut trinkt kann es durchaus was werden,das torkeln hört mit der Zeit auch auf.

Liebe Grüße aus Südhessen

Bärbel

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