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QS-System

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Petra_Pelz:
Was sagt ihr zu dem QS-System das bereits im Herbst eingeführt werden soll?

herzliche Grüße

Petra P

admin:
Da Q&S bundesweit eingeführt wird melde ich mich auch mal dazu:
Hier (NRW) überwiegt bei allen Landwirten, die ich kenne, die Skepsis. Ein Schlachthof hat für QS-Schweine 2 Cent mehr angeboten, alle anderen halten sich zurück. Die Landwirte befürchten, dass es im Endeffekt nicht lohnt, sondern ausschließlich mehr Kontrolle und Kontrolleure geben wird.
Zwar wird fleissig geschult und 'podiums-diskutiert', das (sonst doch immer so wichtige) Vertrauen in Q&S will sich aber nicht einstellen ...

Petra_Pelz:
Hier in BaWü gab es keine Diskussion über das QS, es wurde uns sozusagen vom Bauernverband verordnet, die sagen es ist ja kein Zwang aber wenn man nicht teilnimmt wird das Absetzen von Kälbern oder Rindern in Zukunft schwierig. Noch haben wir die Möglichkeit mit unserem Vieh auf die Märkte nach Bayern zu gehn (sind nur ca. 20 Km von der Grenze entfernt) aber ich denke wenn sich das QS hier durchsetzt wird es auch bundesweit kommen. Begeistert ist keiner von den Bauern, habe bisher jedenfalls noch keine positiven Meinungen gehört, aber jeder sieht sich irgendwie gezwungen teilzunehmen. Übrigens ist das mit hohen Gebühren für die Kontrollen verbunden. Die belaufen sich auf ca. 270 - 400 Euro pro Jahr. Schade das wir vom Bauernverband nicht nach unserer Meinung gefragt wurden.

Grüße
Petra P

admin:
Was die Kosten betrifft sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass Landwirte, die ihr Futter (sonst doch eher lobenswerterweise) selbst mischen mit Mehrkosten 'bestraft' werden.

Erlöse: Zur 'Strategie' des westf. Schlachthofs Tönnies schreibt das hiesige Wochenblatt: 'Damit die Landwirte ihren Aufwand bei der QS-Umsetzung auch honiert bekommen, will die Firma Tönnies eine Preisdifferenzierung vornehmen. Für eine erste Übergangszeit soll es demnächst Zuschläge für OS-Schweine geben. Nach dieser Übergangszeit werden nicht am Programm beteiligte Betriebe für ihre Schweine Abschläge hinnehmen müssen, da die Vermarktung dieser Schweine schwieriger werden dürfte.' Sieh an ...

admin:
Nachtrag:
Höhere Auszahlungspreise für QS-Schweine
Das System Qualität und Sicherheit geht im nordwestdeutschen Raum mit Schweinefleisch jetzt an den Start. Führende Schlachtbetriebe in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und zwar die

Bochumer Fleischhandel GmbH & Co. KG in Bochum  
Fa. Barfuss in Oer-Erkenschwick  
Fa. Dörken & Matthes in Krefeld  
FVG Fleisch- und Viehzentrale in Gelsenkirchen
Fa. Manten in Geldern  
Fa. Siemes in Viersen
Fa. Tönnies in Rheda-Wiedenbrück  
Fa. Tummel in Schöppingen

haben angekündigt, ab 15. Juli (Schlachttag) für QS-Schweine 1 Cent Aufschlag/kg Schlachtgewicht zu zahlen. Ab 2. September 2002 (Schlachttag) wird zusätzlich für Nicht-QS-Schweine 1 Cent Abschlag in Abzug gebracht.

Bei der NFZ in Kalkar wird es ab 1. September 2002 im Rahmen einer QS-Vereinbarung mit den Lieferanten eine Preisdifferenzierung geben. Die Fa. Artland Fleischwaren in Badbergen, die Fa. Steinemann in Steinfeld und die Fa. Brand Qualitätsfleisch GmbH & Co. KG in Lohne schliessen sich dem Vorgehen grundsätzlich an; aber mit einem ca. 14 Tage verschobenen Beginn.

Die Preisdifferenzierung ist erforderlich, weil die Landwirte die mit QS verbundenen Kosten tragen müssen, wie z. B. Anmelde- und Prüfgebühren, Futtermittelproben, Salmonellenprobeentnahme und –datenbank.

Daraus resultierend werden die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch e.V. (VEZG), die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord-Westdeutschland e.V. (ISN) und die Marktreferate der Landwirtschaftskammern in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ab diesem Zeitpunkt eine getrennte Preisnennung für QS- und Nicht-QS-Schlachtschweine herausgeben müssen, zumal die genossenschaftlichen Schlachtbetriebe in Westfalen-Lippe und Niedersachsen an Ihre Vertragsbetriebe bereits differenziert auszahlen. ...
(Quelle: ISN)

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