Autor Thema: Wald- und Forstwirtschaft  (Gelesen 59991 mal)

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Offline Doro

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #60 am: 11.04.06, 06:57 »
Hallo Maria,

das geht ganz gut! Heuer über den Winter hatten wir aber sehr viel Verbiß. :( Mit der Fichtenblattwespe haben wir fast gar keinen Schaden, eher halt Buchdrucker und Borkenkäfer. :-\
Wir pflanzen eigentlich fast jedes Jahr irgenwo was nach. Letztes Jahr auch einiges an Roterlen, wie es halt vom Standort passt. Es ist aber auch was schönes selbsgepflanzten Bäumen beim Wachsen zu verfolgen. :D
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,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".

Offline Doro

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #61 am: 01.08.06, 22:12 »
So, endlich ist er wieder da:der Käfer! :( :-\
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Offline Maja

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #62 am: 01.08.06, 22:53 »
Das war zu erwarten! Bei diesen Temperaturen und der Trockenheit.
Mein MAnn ist den ganzen Sommer schon dabei überall nach Käferfichetn Ausschau zu halten und die befallenen Bäume gleich zu vernichten.

Offline Doro

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #63 am: 02.08.06, 18:37 »
Hallo Maria,

auch mir tut jeder Käferbaum weh! :'( Sie waren erst minimal befallen. Die Bäume  standen an der Grenze zum Nachbarn, da schauts schlimm aus. :-\ Hier  ist jetzt ein Riesenloch, ist eine Stelle wo der Wind immer wieder Schaden macht. :(
Sollte bis zum Winter dort noch was stehen, werden wir da einiges wegschneiden.
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Offline ulliS

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #64 am: 19.08.06, 15:59 »
Hallo Ihr leidgeplagten Käferholzbesitzer,
auch uns hatts erwischt.Auf einen sonnigen Fleck haben wir heute  8 Käferbäume entfernt.
Aber mei, was täten wir auch sonst, bei diesem Traumwetter heut ???
Liebe Grüße von Ulli

Offline frankenpower41

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #65 am: 20.08.06, 11:00 »
Hallo

Unsere Gegend ist stark vom Borkenkäfer befallen.
Wir selbst haben ja überwiegend Kiefern, aber Schwager hat in starker Hanglage viele befallene Fichten.
Der wird das jetzt vergeben, weils einfach gefährlich ist mit selber machen.

Gestern stand bei uns in der Zeitung Bericht über starke Schäden in der Ansbacher Gegend.
Dort war letzte Woche auch Gerd Sonnleitner vor Ort.  In der Zeitung heisst es, dass es gegenwärtig kein Insektizid gibt,  dass in der Lage wäre dem Borkenkäfer den Garaus zu machen. Ein BBV-Funktionär wird zitiert, dass selbst wenn er das Spritzen befürworten würde, dies in der Gesellschaft nicht durchsetzbar wäre.
Ich würde nur all diesen Gegner wünschen, diese Arbeit mal selbst machen zu müssen.

Eckenweise sieht wirklich trostlos aus.

Marianne

Offline Mirjam

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #66 am: 25.08.06, 09:21 »
Hallo Marianne,

hier in der Herrieder Ecke ists auch ziemlich bös. Der Juli hat den vorgeschädigten Nadelbäumen noch mal richtig zugesetzt - und der Rangau mit seinen Sandböden und flächenweisen Nadelbeständen ...  :-[

Inzwischen sind finnische Waldarbeiter mit dem Harvestor wieder unterwegs, wie sie die Waldwege (Äste...) zurücklassen gerade bei dem feuchten Wetter - fragt nicht; aber das Holz muss raus und wenn man von uns aus in de Wald schaut sieht das aus wie Waldsterben in einer Einzugsschneide von Industriegebieten.

Nicht jeder Waldbesitzer mit ererbten Wald hat überhaupt die Möglichkeit von der Ausrüstung oder Familie selbst noch bzw. in den Mengen zu schlagen.


Wie ist die Lage andereswo?

Gruß Mirjam
Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!

Offline Maja

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #67 am: 25.08.06, 20:12 »
MAry da habe ich gestern aber Bodentiere gesehen und auch Pilze. Mein Mann arbeitet in einem Waldstück ,das wir erst vor drei Wochen Kontrolliert haben eben Käferholz auf. Plötzlich standen wieder 10 direkt sichtbare Fichten da und bei noch genauerem Hinsehen konnten wir noch 15 Stück finden. In dem Waldstück hängen Vogelhäuser und auch die Bodentiere sind tätig. Pfifferlinge und Steinpilze sind zu finden. Und trotzdem Käferfichten. Ich glaube es liegt einzig  an den trockenen Sommern und den Monokulturen. Aber Buchenwälder oder Eichen brauchen einfach zu lange um eine Rendite abzuwerfen ,doch wenn man das Käferdebakel sieht ist auch in schnellwachsendem Holz keine  Rendite mehr.
Und wenn man Brennholz verkaufen will,will keiner den gerechten Preis zahlen.

Offline maresi1

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #68 am: 03.10.06, 20:24 »
Hallo,

ich hab mal  eine Frage an die Waldbesitzerinnen (oder die es noch werden):

Was sind eure Arbeiten im Wald? Ich hab bei mir so das Gefühl, ich soll, wenn es nach meinem Göga geht,immer mehr machen.
Nächstes Jahr gibt es in unserer forstlichen Ausbildungsstätte einen Kurs nur für Frauen. Diesen möchte ich gerne besuchen, da mir die Arbeit Freude macht.
Wie seht ihr das?

LG Maria

Offline Hitzewelle

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #69 am: 03.10.06, 20:32 »
Hallo,

da ich auch Landwirtschaft gelernt habe, mach ich alle Arbeiten im Wald, also auch mit der Motorsäge und mit dem Schlepper. Schön ist es, wenn man sich abwechseln kann, damit nicht immer einer Sägen muss, sondern man auch mal Äste und Meterstücke raustragen kann oder Schlepper fährt. Ist dann auch für den Körper nicht so anstrengend.

Meine Mutter beispielsweise sägt nicht selbst, macht aber sonst alles andere, also auch Schlepper fahren und Bäume rausziehen.

Ein Motorsägenkurs ist sicher nicht falsch. Ich habe auch schon einen einwöchigen Waldlehrgang mitgemacht, der auch sehr interessant war. Dabei ging es nicht um die Motorsäge, sondern um die Waldwirtschaft allgemein, also welche Bäume, wie Pflegen, wie ernten und Vermarkten usw.
Viele Grüße
Hitzewelle

Offline Doro

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #70 am: 03.10.06, 21:04 »
Hallo Maria,

diesen Kurs würd ich sofort machen! Ich arbeite auch gern im Wald, darf auch schneiden. Habe einen Kurs gemacht und auch die richtige Kleidung dazu.
Es grüßt Doro

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Offline Maja

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #71 am: 03.10.06, 22:25 »
Was seid ihr alle tüchtig. Also ich reisse mich nicht um die Waldarbeit,das ist Männerarbeit.
Als Frau hat man vom Körperbau her da doch schlechtere Karten ,oder?
Das Tragen von Holz wäre für mich nichts (Bandscheiben und Wirbelschäden) lediglich das Messen mit der Kluppe,aber da muss ich schon wieder auf unebenem Boden gehn und das Ist auch schlecht für mich . Also bleibt es bei Besuchen im Wald wenn mein Mann da arbeitet.
Früher war Reissig verbrennen und Anpflanzen meine  Tätigkeit im Wald und es war immer schön wenn dann Brotzeit im Wald gemacht wurde mit Fleisch aus der Glut. Ist natürlich auch heut noch was Leckeres

Offline zara

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #72 am: 03.10.06, 22:39 »
Also ich reisse mich nicht um die Waldarbeit,das ist Männerarbeit.

Es gibt keine reinen "Männerarbeiten" - Frauen können das auch, vorausgesetzt sie WOLLEN es!!!

Gut, wenn es die (deine) Gesundheit nicht zulässt, ist das was anderes, aber nur sagen "ich kann das nicht" - das zählt bei mir nicht.
"Nicht können" heisst nämlich genau so viel wie "nicht wollen"!

Mit der Motorsäge umgehen find ich z. B. absolut klasse - ich kann doch auch nicht jedes Mal einen Mann zu Hilfe holen, wenn ich irgendwas abgesägt haben will - ja wo kämen wir denn da hin?!
Schau in die Augen einer Kuh und Du weisst, wofür Du arbeitest!

Offline Hitzewelle

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #73 am: 04.10.06, 08:08 »
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass die Waldarbeit sicherlich auch nicht zu meinen Lieblingsarbeiten gehört. Aber sie muss eben auch gemacht werden. Und da mein Vater auch nicht mehr so kann und ich noch keinen Mann an meiner Seite habe (bin ja auch noch jung ;), mein Freund geht auf die Arbeit, hilft mir aber wo es geht) muss irgendjemand die Arbeit eben machen.
Viele Grüße
Hitzewelle

Offline ulliS

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Re: Wald- und Forstwirtschaft
« Antwort #74 am: 04.10.06, 08:21 »
Hallo Maresi,
ich gehe immer mit in den Wald.Bediene die Seilwinde, ziehe Bäume mit dem Traktor und sonstige Handarbeiten.
Aber mit der Motorsäge arbeite ich nicht und möchte es auch nicht lernen!
Alles braucht Frau auch nicht können.
Liebe Grüße von Ulli