Nach den Erfahrungen der letzten Wochen in meinem Umfeld würde ich bei Auftreten eines Coronafalls nicht mehr dazu raten, die einzelnen Mitglieder eines Haushalts zu isolieren, das verlängert die Quarantäne des gesamten Haushalts unter Umständen deutlich.
In meinem Elternhaus (einschließlich meiner 85jährigen Mutter) wurden die 5 Personen in 3 Haushalte aufgeteilt, war strikt möglich durch den Ausbau des „alten Stalls“ zu einer quasi Einliegerwohnung und seperaten Räumen meiner Mutter. Die Ansteckung erfolgte offenbar bereits zu Beginn der ersten Infektion ohne Symptome meines Neffen dort. Die komplette Durchinfektion einschließlich der Partner der jungen Generation (also insgesamt 8 Personen) war nicht aufzuhalten, hat sich nur in die Länge gezogen durch die vermeintliche Isolation.
Den frischoperierten Schwager von dort habe ich nach KH-Entlassung gleich für 10 Tage zu mir aufgenommen, um nicht die Anschlussbehandlung wie Bestrahlung etc. zu gefährden.
Das gleiche jetzt wieder in der Familie meiner Schwiegertochter, es kommen da erfahrungsgemäß alle im Haushalt oder auch kürzere Kontakte dran bei der hohen Infektiosität der aktuellen Varianten, bei Delta sah das wohl noch anders aus.
Und im übrigen keinerlei Unterschied, ob geimpft oder nicht geimpft, weder in der Dauer von Auftritt der Symtome bis Anschlagen der Selbsttests, noch in den Symptomen selbst, das muss ehrlicherweise aktuell so gesagt werden, auch von mir als grundsätzliche Befürworterin von Impfung.