Autor Thema: Kälbergrippe  (Gelesen 10341 mal)

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Helene

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Kälbergrippe
« am: 15.08.07, 00:05 »




Hallo,

bin seit längerer Zeit interessierte Leserin eurer Homöopathieseiten und wende auch bereits seit längerem
verschiedene Mittel an. Habe aber jetzt ein Problem, das ich nicht im Griff bekomme. Mein Kalb jetzt 14 Tage alt hat seit 3 Tage nach der Geburt ständig Fieber, teilweise über 40° C . Der Tierarzt war bereits mehrmals da und bekommt es auch nicht in Griff. Das Kalb ist 2 Wochen zu früh gekommen, war aber sehr groß und eine mittelschwere Geburt. Wie lange die Kuh schon das Fruchtwasser gebrochen hatte, weis ich nicht, ich fand sie auf der Weide und die Füße waren bereits da. Das Kalb säuft aber regelmässig bei der Mutter (wir haben eine Mutterkuhhaltung), trotz hohen Fieber und ist halt etwas schlapp und heute etwas Schweißgebadet (40,2° C).Habe es bereits mit Apis und Belladona versucht auch mit Kompaktmittel für Erkältungskrankheiten, aber nicht sehr erfolgreich. Die Atmung ist sehr kurz und schwer. Wer kann mir einen Tipp und Rat geben? 

Danke im voraus.













Samy

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Re: Kälbergrippe
« Antwort #1 am: 15.08.07, 08:04 »
Hallo Helene,

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, tinkt es mit gesundem Appetit und macht für die Umstände einen aufgeweckten Eindruck.Die Atmung fällt ihm schwer, was schon eine Lungenentzündung sein könnte (das wetter ist dieses Jahr super geeignet dafür).
Da fällt mir spontan Phosphor ein. Du solltest es aber nicht in zu niedriger Potenz geben. Die Erstreaktion könnte tötlich sein.
Ab C30 ist o.k .
Ich würde einen C200 geben und schauen, ob es was bringt.
Werde aber nochmal genauer nachlesen. Vielleicht kannst Du uns auf dem Laufenden halten, was die Symthome betrifft.

Samy

Offline Lotta

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Re: Kälbergrippe
« Antwort #2 am: 15.08.07, 19:21 »
Hallo Helene!

Ich würde, wie auch Samy zu Phosphorus greifen. C 200.

Hustet das Kalb denn? Reagiert es mit dem Fieber posistiv auf Wärme oder auf Kälte?

Hat es auch ein Verdauungsproblem?

Ich habe in dem Buch von B. Gnadl einen Hinweis gefunden, wo es um erschwerte Atmung infolge einer Lungenentzündung geht....

Sie empfiehlt Tuberculinum bovinum C 200 oder Silicea C 200 als einmalige Gabe.

Viele grüsse

Lotta

Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern

Samy

  • Gast
Re: Kälbergrippe
« Antwort #3 am: 16.08.07, 08:05 »
Tuberkulinum ist eine Nosode und sollt nicht unter einer C200 gegeben werden. Es ist auch ein ziemlicher Knaller und die Anwendung will gut überlegt werden. Allerdings könnte es in Deinem Fall durchaus angebracht sein. solltest Du Dir aber genau ansehen und die Symthome sollten schon deutlich sein.

Samy

Helene

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Re: Kälbergrippe
« Antwort #4 am: 23.08.07, 00:37 »
Hallo,
danke für Eure schnellen Antworten, bin leider nicht schneller zum antworten gekommen.
Habe mir Phosphorus  C 200 umgehend besorgt, da ich nur C30 hatte. Habe dann das Kalb erst einmal neutralisiert, mit Kamillentee und Menthol und dann abends eine Dosis Phosphorus C 200 gegeben. Konnte aber keine Reaktion weder besser noch schlechter feststellen.  Probierte es dann mit Silicea C 200. Das Fieber ist zumindest etwas gesunken. Das Kalb hat weiterhin Appetit und keine Verdauungsprobleme und keinen Durchfall.
Bin aber durch Zufall bei einer Freundinn auf Unterlagen von B.Gnadl gestoßen und zwar unter anderem auf Kälberlähme(dicke Gelenke). Auch mein Kalb hatte ein dickes Knie.Nach studieren der Therapie mixten wir einen "Cocktail" mit Apis C30, Silicea C200, Hepar sulfur C30 und Pyrogenium C30. Haltet mich jetzt nicht für verrückt, aber wenn gar nix mehr hilft, dann greift man zu Radikalkur. Das Knie ist nicht mehr dick und die Schwellung schon sehr schön, das Fieber hält sich so um 39 - 39,3 C . Ganz bekomme ich es noch nicht runter. Habe das Kalb auch wieder auf der Weide, aber manchmal ist er abends etwas feucht und schwitzt. Im Moment warte ich etwas ab, wie es weiter reagiert.
Viele Grüße Helene 

Samy

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Re: Kälbergrippe
« Antwort #5 am: 23.08.07, 08:26 »
Hallo Helene,

wer heilt hat recht. ich bin auch manchmal ganz unprofessionell und gebe Komplexmittel oder Eigenmischungen.
Du solltest aber aufpassen, das Du nicht zwei Mittel kompinierst, die sich nicht vertragen oder antidotieren.
Hep.sulf und Silicea sind langsam wirkende Mittel und können auch massive Eiterungen hervorrufen.
Also würde ich jetzt nichts weiter machen und abwarten. Solange es nicht schlechter wird.
hast du den Nabel kontrolliert? Das Phospor nicht gewirkt hat ,glaube ich gern . Das dicke Gelenk hattest Du nicht erwähnt. Ist das erst später dazugekommen?
Solltest Du mal unklare Symthome haben, kannst Du auch Sulfur es Reaktionsmittel geben. Meistens kommt dann die Sachen besser heraus.

Samy

Offline cara

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Re: Kälbergrippe
« Antwort #6 am: 23.08.07, 09:51 »
ich dachte immer, Kamille und Homöopathie vertragen sich nicht? Habe ich auf jeden Fall bei meiner Schwester so mitbekommen...

Wenn ich ein Tier habe, bei dem der Verdacht auf Pneumonie besteht, rufe ich da nicht trotzdem den Tierarzt? Irgendwo hat doch auch die Homöopathie ihre Grenzen?
LiGrüss cara

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Helene

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Re: Kälbergrippe
« Antwort #7 am: 25.09.07, 11:42 »
Hallo,
muß mich mal wieder melden, leider etwas später wegen Ferien, Schulanfang etc. jetzt läuft es wieder geregelter ab.
Meinem Kalb habe ich nach 5 Tagen nochmals meine Eigenmischung verabreicht und habe es einfach mit der Mutter auf die Weide geschickt.  Habe auch nicht mehr jeden Tag Fiebergemessen und es erfreut sich bester Gesundheit. Trinkt, friest und hüpft die Weide ab. Das dicke Knie hatte ich schon bemerkt, nur hatte ich so etwas schon und das verging jedesmal von selber, weil die Käber sofort mitlaufen und damit viel Bewegung habe. Habe es aber sogar meinem Tierartz beim ersten Besuch gezeigt und er sagte, daß vergeht bei dir so wieder. Aber anscheinend war dies auch eine Ursache. Aber nochmals vielen Dank, für Eure Tips
Zum letzten Komentar nur eines: Wer mit Homöopathie umgeht, weis was Kamille bewirkt,
und zu unserem Tierartz haben wir ein gutes Verhältnis, doch was man mit der Natur heilen kann ist immer besser, ob bei Mensch oder Tier, man muß sich halt mehr damit befassen, als nur den Beipackzettel von den Pillen zu lesen.
Bis bald.
Helene