Autor Thema: Hackschnitzel  (Gelesen 44172 mal)

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Offline maryTopic starter

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Hackschnitzel
« am: 15.09.07, 12:56 »
Wie bekommt ihr euere Hackschnitzel trocken?
Wir haben bis jetzt immer das Holz vom vergangenen Jahr gehäckselt, aber wirklich trocken wird es bei uns nur unter Dach.
Die Buchen und Fichten gespalten und unter Dach gelagert.
Wenn die Hackschnitzel nicht ganz trocken sind- den Energieverlust könnten wir ja verschmerzen, aber beim Umschaufeln gibts immer noch diesen feinen Staub, der bestimmt nicht gesund ist.
Gisela hat mich auf EM in Richtung Feinstaub gebracht- viele Bauern klagen bei den Hackschnitzelheizungen bei der Messung mit ihrer Feinstaubbelastung.
Wir haben bei der Messung gute Werte, aber vielleicht kommt das auch vom Holz.
Wir liebäugeln immer noch mit dem Energiewald, aber dabei wird das Holz doch noch ziemlich feucht gehäckselt und was passiert da beim Umschaufeln?
Wäre über Tips und Erfahrungen recht dankbar,
herzliche Grüsse
maria

Offline gundi

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #1 am: 15.09.07, 20:02 »
Hallo mary!

Hier in der Gegend gibt es mittlerweile viele Hackschnitzelheizungen. Ich habe schon des öfteren gehört das, das Hackgut ohne Trocknung nicht zu gebrauchen ist. Soviel ich weiss haben einige eine Box gebaut wie für die Heutrocknung und trocknen ihre Hackschnitzel darin. Ist halt auch wieder mehr Aufwand.

lg gundi
Es ist kein Herr so hoch im Land, der nicht lebt vom Bauernstand!

Offline Maja

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #2 am: 15.09.07, 21:33 »
Also meines Wissens brauchen Hackschnitzel gar nicht umgeschaufelt werden. Man schüttet sie auf zu Kegelhaufen . So kann genügend Luft dran und der Stock trocknet von selbst. Der Platz an dem dies passiert  kann in einer großen Halle sein oder auch in einer luftigen Holzhalle( also so mit Latten aussenrum).Grünes Holz wird schon gar nicht gehäckselt.Allerdings manche Stadtwerke verwenden auch grünes Häckselgut, das wird aber erst vorher mit Wärme aus der Hackschnitzelheizung vorgetrocknet
Wir lagern das Holz im Wald auf ordentlichen Poldern.Natürlich abgedeckt dass keine Nässe von oben kommt. gehäckselt wird im Wald und das Hackgut mit dem Kipper in den Bunker geschüttet. Bei den Messungen hatten wir in den ganzen zehn Jahren die wir jetzt schon eine Hackschnitzelheizanlage haben, nie Probleme mit dem Feinstaub. Das ist wahrscheinlich auch eine Einstellungssache.Eben auch eine Wissenschaft für sich. Mein Mann ist da ganz firm drin. Die Hackschnitzelheizung und der Hacker für Häcksel ist sein großes Metier.

Offline maryTopic starter

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #3 am: 15.09.07, 21:47 »
Hallo Maja,
ja da geb ich dir Recht, Hackschnitzel sind eine Wissenschaft für sich.
Wir verkaufen für das Heizwerk, das verlangt wieder ganz andere Qualität als wir für unseren Kessel brauchen.
Haben schon gemerkt, dass der Betrieb der Heizung auch wieder gelernt werden muss.
Wir haben Buchenholz und die sind zwar gutes Heizmaterial, aber sie brauchen recht lange, bis sie trocken werden. Die grossen Stämme werden gespalten und dann dauert es doch noch eine Ewigkeit, bis sie austrocknen.
Wir hatten schon Bammel vor der Messung, unser Kaminkehrer jammert uns was vor, welche Probleme es mit dem Feinstaub gäbe- waren richtig froh, dass wir zu so guten Werten gekommen sind, ohne irgendwelche Verrenkungen zu machen- ich wollte einfach wissen, wo wir mit der Heizung stehen.
Auf alle Fälle werden wir heuer mit EM ausprobieren, das interessiert mich wirklich.
Deckt ihr euer Holz zum Hacken zu oder hackt ihr nur nach einer Trockenperiode?
Nehmt ihr das heurige Holz oder das vorjährige Holz?
@gundi, da wär jetzt wieder eine Biogasanlage gut, die überschüssige Wärme für die Hackschnitzel ;D
Aber eine Heutrocknung wäre schon immer mein Wunschtraum-
was man nicht alles brauchen könnte ;)
Herzl. Grüsse
maria

Offline Doro

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #4 am: 16.09.07, 09:25 »
Hallo Maria,

wir lassen unser Holz mindestens ein Jahr trocknen. Nach einer längeren Trockenperiode wird es von oben abgedeckt. So ist es schon immer gut trocken. Größere Teile werden bei uns auch aufgespalten. Bis jetzt hatten wir mit Feuchtigkeit noch nie ein Problem. Umschaufeln ??? Wieso, wohl nur wenns feucht ist, oder?
Es grüßt Doro

,,Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling. ,,Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben".

Offline Maja

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #5 am: 16.09.07, 09:40 »
Maria wir lassen das Holz mindestens ein JAhr sitzen auf Halden. gehäckselt wird wenn schönes Wetter ist, hauptsächlich auch weil wir nicht gerne im Regen arbeiten. Aber wenn das Holz mal trocken ist, macht auch mal ein regenschauer nichts aus. Wichtig ist vor allem wenn das Holz zu Häcksel verarbeitet ist dass das HAckgut auf Kegelhalden liegt. Habe ich jetzt erst wieder  gehört.

Offline joker

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #6 am: 16.09.07, 10:29 »
Auf alle Fälle werden wir heuer mit EM ausprobieren, das interessiert mich wirklich.
DAS scheint es ja zu sein, worum es Dir geht, mary ...
Wunderst Du Dich nicht, dass darauf niemand anspringt?

Wenn wir unterstellen, dass EM mikrobiologische Prozesse in Gang setzt, würde eine EM-Anwendung mE dazu führen, dass die Hackschnitzel besser kompostieren. Ist es dass, was Du Dir wünscht?
Oder geht es - mal wieder - NUR darum, die Segnungen von EM anzupreisen bzw. ins Gespräch zu bringen??
MfG
Joker

Offline maryTopic starter

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #7 am: 16.09.07, 10:50 »
Hallo Joker,
beim Silieren haben wir bis jetzt noch nie Kompost aus dem Silo geholt.
Da Hackschnitzel und Feinstaub ein echtes Problem  ist- und da haben bei uns genügend damit zu tun-
ist dieser Tip es wert, auzuprobieren.
Wenn es in diesem Forum darum geht, dass dieser Bereich unter den Tisch fallen soll, dann sag es einfach klar und deutlich.
Ausserdem ist der Feinstaub ein Problem für denjenigen, der mit der Frontladerschaufel den Vorratsbehälter auffüllt.
Die Lunge freut sich bestimmt drüber.
Kann mich jetzt wirklich nur noch wundern.
Herzliche Grüsse
maria


Offline Maja

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #8 am: 16.09.07, 11:32 »
Also MAry bei HAckschnitzel sehe ich die feinstaubbelastung nicht sooooooooooo dramatisch,eher keine. Bei Heu ist das schon wieder was anderes,da istdie Belastung mit Feinstaub ja wirklich immens. Aber wahrscheinlich ist das von Holz zu Holz und von Bearbeitung zu Bearbeitung und von Bunker zu Bunker verschieden.

Offline Freya

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #9 am: 16.09.07, 13:12 »
*bei Lucia unterschreibt*   ;D ;D
Wer heilt, hat Recht.
Hippokrates

liebe Grüße
Freya

hubsi0815

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #10 am: 02.03.10, 12:58 »
kenne bzw kannte das problem mit nassem hackgut nur zu gut! wir hatten schimmel im lager, der haufen fror uns im winter draußen zusammen und ein hauptgrund, wir kamen mit der heizleistung nicht zusammen... haben ja doch 600m2 damit zu heizen... nach langer suche kamen wir zur solaren trocknung von hackgut... da wir es jedoch selber nicht in diesem umfang benötigen, haben wir uns zusammengeschlossen und trocknen das hackgut jetzt gemeinsa. so haben jetzt 10 leute trockenes material! voll super! :-) kann ich nur empfehlen!


Offline frankenpower41

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #11 am: 16.04.10, 21:55 »
Wie ich vorhin in der Zeitung gelesen hab werden Hackschnitzel  bzw. Holz langsam Mangelware.
Es werden ja viele Heizwerke gebaut bzw. sind in Planung.
Die Stadt Neumarkt plante auch so ein Heizwerk, was jetzt wohl vom Tisch ist, weil ein großes holzverarbeitendes Unternehmen Einspruch dagegen erhoben hat.  (sie befürchteten dass sie selber nicht mehr genug Material bekommen)

Das letzte Mittel war wohl, dass hier dann Arbeitsplätze in Gefahr sind.

Offline maryTopic starter

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #12 am: 17.04.10, 09:06 »
Hallo Hubsi,
habt ihr eine Unterdachtrocknung mit solarer Abluft oder wie man das im Fachjargon nennt?
Kannst du ein wenig drüber schreiben?
Den heurigen Winter hatten wir supertrockenes Material zum Heizen, das war schon ein Unterschied.
@Marianne, wenn es technische und rentable Möglichkeiten für Holzvergasung gibt, dann sind die Wälder schnell ausgeräumt.
Herzl. Grüsse
maria

Offline Selina

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #13 am: 18.04.10, 09:20 »
Hallo zusammen,

all diese Gründe haben wir uns überlegt, als wir uns dann doch für eine Scheitholzheizung entschieden.
Holz hätten wir ja selber genug aaaaber das ganze Drumherum, ........ wo lagern, wo trocknen  :o
Das macht diese Heizart dann doch wieder teuer. Mein Bruder hat sich auch vor einigen Jahren eine Holzscheune gebaut, nur wegen der Trocknung der Hackschnitzel.
« Letzte Änderung: 19.04.10, 21:51 von Celina49 »
Liebe Grüße von Selina

Offline gundi

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Re: Hackschnitzel
« Antwort #14 am: 18.04.10, 09:31 »
Hallo!

Auch wir haben uns vor einigen Jahren für eine Scheitholz Heizung entschieden, eben weil wir keinen Platz in Hofnähe hatten, für ein Gebäude zum lagern und trocknen von Hackschnitzeln.
Aber die letzten Tage dachte ich schon daran, um wieviel weniger Arbeit der Holzbevorratung, eine Hackschnitzel Heizung machen würde. Wir haben nämlich einen ganz schönen Berg an Scheitern zum trocknen aufgeschichtet.

lg gundi
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