Autor Thema: Rhabarber  (Gelesen 52543 mal)

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Elisabeth

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Rhabarber
« am: 30.05.02, 20:20 »
Was macht ihr so alles mit Rhababer? Meine Mutter amcht immer Kuchen oder kocht ihn als Kompott. Habt ihr leckere Kuchenrezepte? Der von meiner Mutter ist nämlich so trocken  :(
« Letzte Änderung: 12.05.08, 14:05 von reserl »

Offline Tilly

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Re:Rhababer
« Antwort #1 am: 24.04.04, 23:25 »
Rhabarber-Grütze

700g Rhabarber
1/8 l Rotwein
1/8 l Wasser
1 P. Vanillzucker
120g Zucker
30g Speisestärke
1/4 l Sahne
       Zimt

Rhabarber waschen und in Stücke schneiden, in einen Topf geben, Rotwein, Wasser, Vanillzucker, Zucker zugeben und 10 Min. kochen.
Evtl. mit Rotwein auf 3/4 Liter auffüllen.
Aufkochen und mit  kalt angerührter Speisestärke binden und abkühlen lassen.
Dazu steifgeschlagene Sahne mit Zucker und Zimt bestreut servieren.

Bon Apetit!
Viele Grüße

Tilly

Offline Tilly

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Re:Rhababer
« Antwort #2 am: 24.04.04, 23:28 »
Tip:

Zitronensaft oder Wein mildern den intensiven Säuregeschmack von Rhabarber.

Auch Milch als Beigabe in Form von Pudding oder Soße macht dieses Gemüse bekömmlicher.

Mit Banane gemischt schmeckt Rhabarber auf Kuchen oder als Kompott mild und lecker.
Viele Grüße

Tilly

Offline Suri

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Re:Rhababer
« Antwort #3 am: 10.05.04, 17:54 »
So, hier kommen meine liebsten Rhabarber-Rezepte.

Rhabarber-Sahne:

500 g Rhabarber mit
200 g Zucker aufkochen (zu Kompott)

8 Blatt Gelatine einweichen und unter die leicht abgekühlte Masse geben, fest werden lassen.
3 Becher Sahne schlagen und unterheben.

Diese Masse auf einen Bisquitboden geben und über Nacht in den Kühlschrank stellen. (Evtl. den Boden mit etwas Buttercreme bestreichen, damit dieser nicht durchweicht - muß aber nicht sein).

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Rhabarber-Kuchen:
 (geht auch mit Johannisbeeren), wenn die Früchte gefroren sind, nur leicht antauen lassen und gleich verwenden.

Mürbe- oder Hefeteig in runde Backform geben, dann mit ca. 500 g Rhabarber in kleinen Stücken füllen, folgende Masse verrühren und auf dem Rhabarber verteilen:

2 Becher Schmand
1 P. Vanille-Pudding
4 Eigelb
100 g Zucker

bei 180-200° 30 Min. backen, dann

4 Eiweiß steifschlagen und
150 - 200 g Zucker unterheben

Den Baiser auf Kuchen geben und nochmals 25 - 30 Min. backen.

------------------------------------------------------

Hier noch ein Rezept für ein Dessert:

Rhabarber-Creme:

500 g Rhabarber mit
1/2 l Apfelsaft und
200 g Zucker aufkochen

1 P. Vanille-Pudding mit etwas Saft anrühren und zur Masse geben

1 Eigelb einrühren (Masse muß noch warm sein)

am besten über Nacht abkühlen lassen, dann

1 Becher Sahne steifschlagen und
1 Eischnee schlagen und in die kalte Masse unterheben.


So, jetzt müßte es mal reichen.

LG Susi

« Letzte Änderung: 10.05.04, 17:56 von Suri »
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Offline Antonia

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Re:Rhababer
« Antwort #4 am: 10.05.04, 19:22 »
Noch ein Tipp wie die Säure von Rhabarber gemindert werden kann. Nicht jede Rhabarbersorte ist gleich säuerlich, der "rote" Rhabarber ist milder (hat weniger Oxalsäure) als der grüne.

Rhabarber nach dem kleinschnippeln kurz mit heißem Wasser überbrühen und 1 Teel. Natron zu fügen, kurz ziehen lassen, dann abschütten. (die Vitaminpäpste mögen mir verzeihen, alles Wertvolle wäre nun beim "Teufel" laut ihrem Credo...) jetzt zuckern und wieder ziehen lassen nur ca. 10 Min. (nicht länger, damit Saft nicht  rausgezogen wird vom Zucker) und ihr werdet sehen keiner redet mehr vom sauren Rhabarberkuchen, oder einem der so trocken rauskommt.
herzliche Grüße aus dem Süden
Antonia

Offline regi

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Re:Rhababer
« Antwort #5 am: 13.05.04, 10:32 »
Alivenca - Quarkspeise

Rhabarberauflauf - schnell gemacht und lecker

500g Speisequark, 2 - 3 Eier, 2 Esslöffel Maizena (Stärke, oder Mehl), 2 Esslöffel Mehl, 1 Prise Salz, 1 - 2 dl Rahm, 50 g Zucker, 50 g Sultaninen (nach Belieben), 50 g gemahlene Mandeln
--> alles zusammen gut schaumig rühren, in eine gebutterte Auflaufform einfüllen.

3 - 5 Rhabarber-Stängel in Stücke schneiden, etwas zuckern und unter die Quarkmasse mischen.

ca. 40 Minuten bei 220°C backen

Schmeckt auch gut mit Aepfeln oder andern Früchten.
Tschüss zäme
regi

Offline sonny

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Re:Rhababer
« Antwort #6 am: 13.05.04, 10:57 »
Köstlich ist auch Rhabarber-Gelee! :P

Rhabarber entsaften, auf 1l Saft Gelierzucker 2:1.
Mit einer aufgeschlitzen und ausgeschabten Vanillestange das Gelee nach Anweisung kochen.
Vanillstange entfernen und in Gläser abfüllen.

Wer viel Rabarber hat, sollte es mal probieren!
Liebe Grüße
sonny

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Offline martina

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Re:Rhababer
« Antwort #7 am: 13.05.04, 14:18 »
Unser Nachbar macht Likör aus Rhabarber *hicks*

Heißen Rhabarbersaft mit Vanillezucker und zitronensaft würzen, dann Rum und Korn dazugeben, in Flaschen abfüllen und etwas reifen lassen.

Fragt mich bitte nicht nach den genauen Mengen, ich mache ihn nicht sondern trinke lieber  ;)

(bin schon froh, wenigstens die Zutaten und Machart in Erfahrung gebracht zu haben 8) )
Lasst uns miteinander reden - wir freuen uns auf Beiträge.
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Offline Ingrid1

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Re:Rhababer
« Antwort #8 am: 13.05.04, 18:56 »
Hallo zusammen,

ich hätte mal eine Frage zu Rhababer.

Kann ihn noch essen auch wenn er schön blüht?????

Meiner blüht heuter schon und ich weiß nicht ob ich ihn noch verwenden kann.

Ich habe letztes Jahr eine Marmelade mit Rhababer und Bananen gemacht und die war total gut und es wäre schaden wenn das heuer nicht mehr möglich wäre.

Danke im voraus
Schöne Grüße von Ingrid

Offline sonny

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Re:Rhababer
« Antwort #9 am: 13.05.04, 19:15 »
Hallo Ingrid,
ich schneide die Blüten immer ab.
Deswegen kann man ihn aber trotzdem verwenden.
Liebe Grüße
sonny

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Offline Katharina

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Re:Rhababer
« Antwort #10 am: 18.05.04, 08:35 »
Ich hab was interessantes gefunden zu dem Thema Oxalsäure im Rhabarber  :)


Sauer macht lustig:
Rhabarbersaison noch bis Ende Juni


(aid) - Noch bis Ende Juni dauert hierzulande die Hauptsaison für Rhabarber. Eine Bauernregel besagt, dass ab Johanni, das ist der 24. Juni, kein Rhabarber mehr geerntet werden soll. Dies dient der Regeneration der Pflanze und nicht wie oft irrtümlich angenommen wird aufgrund des zu hohen Oxalsäuregehaltes. Zwar zählt Rharbarber neben Spinat, Mangold und Rote Beete zu den oxalsäurereichen Gemüsearten, aber akute Vergiftungen durch Oxalsäure über Rhabarber sind nicht zu befürchten.
Die kritische Dosis von fünf bis 15 Gramm Oxalsäure für einen Erwachsenen kann durch den Verzehr von Rhabarberstängeln mit einem Oxalsäuregehalt von etwa 0,23 bis 0,5 Gramm pro 100 Gramm nicht erreicht werden.
Große Mengen an Oxalsäure enthalten die Rhabarberblätter; sie sind deshalb ungenießbar. Die Wirkung von Oxalsäure aus Rhabarber ist für gesunde Menschen nur von geringer praktischer Bedeutung. Lediglich Menschen, die an Nierensteinen leiden oder litten, sollten grundsätzlich die Aufnahme von Oxalsäure begrenzen. Denn zusammen mit anderen Stoffen kann Oxalsäure zur Nierensteinbildung beitragen.

Wer Rharbarber isst, dessen Zähne fühlen sich anschließend meist stumpf und pelzig an. Das liegt daran, dass die Oxalsäure mit Calcium z. B. aus den Zähnen unlösliches Calciumoxalat bildet und an den Zähnen haften bleibt. Aus diesem Grund wird Rharbarber traditionell zusammen mit Milchprodukten verzehrt z. B. als Kompott in Verbindung mit Vanillesauce oder Eiskrem.

Neben Oxalsäure enthält Rharbarber viel Vitamin C und K sowie die Mineralstoffe Kalium und Calcium. Weil er zu 95 Prozent aus Wasser besteht, ist er sehr kalorienarm.

Bei Rhabarber unterscheidet man drei Sorten. Am sauersten und damit auch oxalsäurereichsten ist die grünstielige Sorte mit grünem Fleisch. Weniger sauer ist die rotstielige Sorte mit grünem Fleisch. Die beliebteste Sorte ist die rotstielige mit rotem Fleisch. Sie schmeckt schon fast himbeerartig.
Das Knöterichgewächs ist mit dem Sauerampfer verwandt und ist daher botanisch eigentlich ein Gemüse; die Stängel werden aber als Kompott, Soßen oder Konfitüren meist wie Obst verwendet.
Die Rharbarberpflanze stammt ursprünglich aus Tibet und der Mongolei. Lange wurden seine Wurzeln zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen genutzt.

Frische Rhabarberstangen sind saftig und kräftig, die Schnittstellen sind nicht ausgetrocknet und das Laub ist noch frisch. Zur Zubereitung müssen Blattansatz und Stielende abgeschnitten und die Stängel zerkleinert werden. Sehr faserige Stiele sollten auch geschält werden. In einem feuchten Tuch eingeschlagen hält Rharbarber sich nur wenige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. In Stücke geschnitten oder als Kompott kann er problemlos eingefroren werden.
aid, Heike Rapp

Liebe Grüße
von Uta (Katharina)

   Glück findest du nicht, wenn du es suchst,
   sondern wenn du zulässt, dass es dich findet

Hansi

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Re:Rhababer
« Antwort #11 am: 19.05.04, 00:35 »
Gut, gebe ich auch hier meinen Senf, ach nein, Rhababer, dazu: -grins-

Rharbarbergruetze mit Vanilleschaum

500   gr Rharbarber
125   ml  Weisswein
1/2    Zitrone, Saft davon
125   ml  Wasser
125   Gramm  Zucker
1       Prise/n  Muskatnuss
Speisestaerke

Und für den Vanilleschaum:

125  ml  Sahne
1      Teel. Sahnesteif
1      Pack. Vanillezucker
60    ml  Eierlikoer
20    ml  Weinbrand


Rharbarber schälen, in Stücke schneiden, mit Wein, Zitronensaft, Wasser, Zucker und Gewürzen weichkochen, mit in ein wenig Wasser angerührter Speisestärke binden. In eine Schüssel füllen und kalt stellen.

Sahne kurz schlagen, Sahnesteif und Vanillezucker dazugeben, halbsteif Schlagen, Likör und Weinbrand unterrühren. Die Sosse gut gekühlt servieren.



Und nun noch etwas zum Aufbewahren!

Rharbarber-Bananenmarmelade

750 gr Rhabarber, kleingeschnitten
250 gr Bananen; ohne Schale gewogen
1     Zitrone
125 ml  Wasser
1     Kilo  Gelierzucker


Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken mit Rabarber, Zitrone und Gelierzucker vermischt zum Kochen bringen. 4 Minuten sprudelnd kochen lassen und in Gläser füllen.


Nun brauchen wir eigentlich nur noch warten, bis der Rhabarber so weit ist!

Offline Juett

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Re: Rhababer
« Antwort #12 am: 28.06.05, 14:44 »
Wollte meinen Rhabarber eigentlich zu Marmelade verkochen, aber es war mir in den letzten Tagen schlichtweg zu heiss.. :P
Jetzt hab ich ein neues NAchtisch-Rezept probiert und für lecker befunden:

600 g Rhabarber geschält und gewürfelt
4 EL Zucker
2 EL Grenadine Sirup

zusammen kochen, bis der Rhabarber weich ist.

3 EL Zitronensaft
1 EL Wasser
3 EL Speisestärke

vermischen, unter den Rhabarberpampf mischen, noch mal aufkochen, das ganze abkühlen lassen

200 g Vanillejoghurt
200 g Schlagsahne steifgeschlagen

untermischen und 2-3 Stunden kaltstellen.

Sehr lecker !!!

Offline annama

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Re: Rhababer
« Antwort #13 am: 24.07.05, 21:11 »
Hallo Sigrid,

gestern besuchte ich ein Apotheken-Museum mit Kräutergarten in  Bad-Münstereifel.

Sehr Interresant was ich da mal wieder über den Rhabarber erfahren habe ,das heißt: " Man soll den Rharbarber bis 24 Juni ernten ", weil sich danach die Oxalssäure in den Stangen um ein vielfaches vermehrt und für den menschl .Organismus nicht mehr so tauglich ist. ;)
Nun werde ich keinen mehr nach dem 24. Juni ernten.

Liebe Grüsse annama
Gerade wenn eine Frau meint ihre Arbeit sei getan
wird sie Grossmutter

Liebe Grüsse annama

Offline ELLI47

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Re: Rhababer
« Antwort #14 am: 07.05.07, 11:16 »
Hallo Sonnenblume
Ich nehme immer Rhabarber mit Erdbeeren vermicht,lasse es aufkochen,
natürlich den Zucker nicht vergessen und Dicke es mit Gries und Mondamin an.
 LG Elli
Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
    
        Elli